Mein Tagebuch: 28. August 2020

28. August, Freitag:

Ein markanter Wetterumschwung ist angekündigt, verzögert sich aber ein wenig. So kann ich heute Vormittag noch unsere Blumentöpfe mit den Geranien und Tomaten neu ordnen, die bald letzten Cherry-Tomaten ernten und zudecken. Kalten Regen haben sie gar nicht gerne.
Die Demo der Veranstalter „Querdenken“, die morgen in Berlin stattfinden soll, wurde amtlich verboten. Viele wollen jetzt erst recht dorthin. Jetzt hat das Berliner Verwaltungsgericht das Verbot gekippt: Die Demo darf unter Einhaltung der Corona-Regeln stattfinden!
Unsere Kölner Freunde machen Ferien in Finnland. Sie konnten gerade noch in das Land einreisen, bevor Einreisende aus Deutschland sich zuerst mal in Quarantäne begeben müssen. Sie sind darüber sehr glücklich und geniessen das „normale Leben“ ohne Masken beim Einkaufen.
Die Spitäler beklagen sich über zu wenig Umsatz: Wegen „Corona“ mussten im März die meisten Operationen verschoben werden. Jetzt wollen die Leute sie aber nicht nachholen.

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 24. August 2020

24. August, Montag:

Jeden Tag wird in den Medien vom kommenden Impfstoff gesprochen. Das BAG empfiehlt für den Herbst Grippeimpfungen nicht nur für ältere Menschen, das Medizinpersonal und Risikogruppen, sondern auch für Kinder, Babys ab 6 Monaten und Schwangere. Denn jeden Winter kämen hunderte von Kindern wegen Grippe ins Spital. Bei vermehrter Grippeimpfung könnten die Spitäler vorsorglich entlastet werden und hätten Plätze für Covid-Kranke zur Verfügung, denn die zweite Welle werde erwartet. Das klingt plausibel, oder? Es wird vergessen, dass es in Bezug auf die Spitalbelegungen gar keine erste Welle gab. Zu keiner Zeit gab es zu wenig Betten, auch nicht auf den Intensivstationen und an den Beatmungsgeräten.

In der Schweiz gilt bis auf weiteres die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, jedoch nicht in Bahnhöfen und auf den Gleisen. Im Unterschied zu Deutschland wird dies nicht kontrolliert, es gibt auch keine Bussen. Essen und Trinken sind erlaubt. Die Polizeipräsenz ist nicht höher als sonst. In den Kantonen Waadt, Genf und Jura gibt es auch beim Einkaufen Maskenpflicht. Vor drei Tagen sah Georg, wie ein Bettler eine Maske aus einem Abfallbehälter herausklaubte, dann stieg er damit in den Bus. Georg schaute ihn an, und der Mann sagte, er sei noch nicht blöd und bezahle noch für eine Maske. Viele Fahrgäste werfen sie sofort nach dem Aussteigen in den Abfall, also ist die Auswahl gross.

Deutschland hat eine Reisewarnung für den Grossraum Paris und die Provence einschliesslich der Côte d’Azur herausgegeben. Auch für Sardinien sieht es kritisch aus. Wir haben noch keine Reisepläne, wahrscheinlich bleiben wir in der Schweiz.      

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 23. August 2020

23. August, Sonntag:

Es ist ruhig in unserem Quartier, friedliches Spätsommerwetter lässt die Blumen noch einmal in voller Pracht gelb, rot und weiss strahlen.

Unruhig ist die Bevölkerung in vielen Ländern, etwa in Thailand, dem Libanon, Israel und in unserer Nähe Weissrussland. Die Oppositionsführerin musste nach Litauen fliehen. Der Diktator Lukaschenko wurde in der Öffentlichkeit desavouiert: Die Belegschaft einer Fabrik rief nach seiner Rede: „Hau‘ ab!“ Die Bevölkerung verliert ihre Angst, ca. 200‘000 Menschen demonstrieren heute friedlich in der Hauptstadt Minsk mit weissroten Fahnen der Opposition. Die Armee steht in bereit, greift aber nicht ein.

Vor 2 Tagen, am 21. August jährte sich die Invasion der Tschechoslowakei durch die Truppen der Warschauer-Pakt-Staaten – ausser Rumänien – unter der Führung des Kremls zum 52. Mal. Die hiesigen Tageszeitungen erwähnen dieses Ereignis, dem 22 Jahre lang eine Okkupation des Landes folgte, nicht. Doch in der Tschechischen Republik gibt es heute junge Medienschaffende, die nach der Wahrheit fragen. Die Bilder aus Minsk erinnern uns an jene vom 21. August 1968 in Prag, doch die Zeiten haben sich zum Glück geändert: Eine militärische Unterdrückung ist heute in Europa nicht mehr möglich.

Der Präsident Lukaschenko hatte aus einem Helikopter heraus die riesige Menschenmenge betrachtet, mit Bleiweste und Gewehr in der Hand. Er bezeichnete die Demonstrierenden verächtlich als Ratten. Georg meint, dass dieser Ausdruck eigentlich gut gewählt sei: Ratten wären intelligente Tiere, die ein sinkendes Schiff vorzeitig verliessen.  

Am 21. August hatte Herr Prof. Bhakdi an einem Ärztekongress in Budapest teilgenommen. Er hatte ein allgemein verständliches Referat über Corona und Impfung gehalten. Auch Laien waren anwesend, der Saal konnte 300 Personen fassen, viele konnten nicht eingelassen werden, so gross war der Andrang. Das Referat wurde auf Youtube veröffentlicht, nach kurzer Zeit jedoch durch die Zensur gelöscht. Obwohl das Thema wissenschaftlich fundiert vorgetragen worden war, und Herr Bhakdi seinen Beitrag zur Diskussion gestellt hatte. Der Youtube- Kanal Bittel TV hat den Vortrag inzwischen wieder hochgeladen. Wie lange dieser wohl bleibt …?  

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19. August 2020

19. August, Mittwoch:

Frau Merkel hat eventuelle Lockerungen auf den „Sankt-Nimmerleinstag“ verschoben. Karneval 2021 wird in Deutschland abgesagt. Hier in Bern wurde der beliebte „Zibelemärit“ Ende November wegen der Gefahr von zu grossen Menschenansammlungen gestrichen. Nun weiss man nicht wohin mit der grossen Zwiebelernte. Der Bundesrat hat sich am Montag mit den Vertreter*innen der Kantone zu weiteren Absprachen getroffen. Die kantonalen Gesundheitsdirektionen sollen die Entscheidungskompetenz über die Massnahmen erhalten. Das BAG verspricht zum x-ten Mal eine Verbesserung der Digitalisierung und der Formulare. Seit Januar ist in dieser Hinsicht nichts passiert.

Auf dem Youtube-Kanal „sandblech“ kommentiert Michael Mross die Lage in Deutschland und kritisiert, dass die Bürger*innen ihre Rechte noch lange nicht zurückerhalten werden. Die Zensur auf Youtube nimmt zu: Ein Interview mit Prof. Bhakdi wurde gelöscht.

Die Bewegung „Querdenken“, die die Demo in Berlin am 1. August organisiert hatte, wertet die Folgen davon anhand der neusten Statistiken des RKI aus. Fazit: In ganz Deutschland ist nach dem 1. August die Belegung der Intensivbetten zurückgegangen, eine Übersterblichkeit hat es nicht gegeben. Die Veranstalter orten sogar einen positiven Effekt der Demo auf die Gesundheitslage im Land und sehen der nächsten Demo am 29. August zuversichtlich entgegen. Statistisch gesehen ist ihrer Meinung nach die Pandemie seit dem 1. August beendet. Es bestehe kein Grund mehr für irgendwelche Massnahmen.  

Inzwischen werden in Deutschland pro Tag ca. 800‘000 Personen mit einem PCR-Test getestet! Gesundheitsminister Spahn hatte vor kurzem noch gewarnt: Es könnte sein, dass je mehr man teste, umso mehr hätte man falsch-positive Ergebnisse. Es werden etwa 200 verschiedene PCR-Tests mit unterschiedlicher Zuverlässigkeit verwendet. Über die Fehlerquote sagt das RKI nichts. Es gibt auch keine Meldepflicht darüber, wer wo welchen Test benutzt. Wird die Pandemie-Gefahr überschätzt? Auch in der Schweiz befinden sich kaum noch Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen. Dafür steigt die Anzahl der Schüler und Schülerinnen, die positiv getestet werden, jedoch keine Symptome haben.

Folgende Informationen entnehme ich der in der Schweiz herausgegebenen „ExpressZeitung“, Ausgaben Mai und August: Der PCR-Test hat weder ein amtliches Verfahren durchlaufen, noch wurde er wissenschaftlich validiert. Er kann also etwas anderes messen als er vorgibt. Dies erklärt die vielen falsch-positiven und falsch-negativen Testergebnisse gerade auch bei gesunden Personen ohne Symptome. Unser Apotheker hat uns davon abgeraten, sich „einfach so“ testen zu lassen. Die Aussagekraft des Ergebnisses sei gleich null bzw. zufällig. Das hängt damit zusammen, dass das angeblich neuartige Virus SARS-CoV-2 bisher im Labor gar nicht isoliert werden konnte. Seine mikrobiologischen Eigenschaften sind unbekannt. Optisch scheint es sich nicht von den bisher bekannten Corona-Viren zu unterscheiden. Was soll ein PCR-Test dann messen? Forscher sagen, dass dieser sich nur für die Forschung, jedoch nicht für die Diagnostik eigne. Eine chinesische Studie, die dies bim März bestätigte, wurde ohne Begründung bereits wieder zurückgezogen.
86% der Patienten, die im künstlichen Koma an Beatmungsgeräte angeschlossen wurden, sind verstorben. Eine nicht-invasive Beatmung mit Masken und bei Bewusstsein wurde lange nicht empfohlen. Erst Mitte April begannen die New Yorker Ärzte damit. Sanfte Medizin ist auch bei der medikamentösen Behandlung nicht gefragt: Starke Antibiotika und Immunsuppressiva werden verabreicht.

Professor S. Bhakdi meint: „Drakonische Massnahmen, die die Grundrechte der Menschen auf so umfassende Weise einschränken, dürfen doch nur dann verhängt werden, wenn es gesicherte Hinweise dafür gibt, dass ein neues Virus überaus gefährlich ist. Gab es einen solchen Hinweis für Covid-19? Aus meiner Sicht lautet die einfache Antwort: Nein.“

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 18. August 2020

18. August, Dienstag:

Es ist immer noch herrliches Sommerwetter, unsere Tomaten beschenken uns mit einer grossen Ernte. Und die WHO möchte mich auch beschenken: Ich erhalte eine E-Mail: 1,5 Mio Euro Sozialhilfe, falls ich alle meine privaten Daten angebe. Eine solche Bedingung stellen unsere Tomaten nicht …

Es gibt sie noch, die mutigen Schweizer und Schweizerinnen! Immer mehr Eltern wehren sich dagegen, dass ihre Kinder in der Schule Masken tragen müssen. Eine Gruppe, die sich „Freunde der Verfassung“ nennt, plant ein Referendum gegen das neue Covid-19-Gesetz. Dieses bestimmt, dass die bundesrätlichen Massnahmen ab diesem September vom Notrecht in reguläres Recht übergehen und gilt für 1 Jahr. Eine andere Gruppe, das „Netzwerk Impfentscheid“ setzt sich gegen einen eventuellen Impfzwang ein, der vom Bundesrat beschlossen werden kann. Das BAG verneint, dass eine Zulassung ungenügend geprüfter Impfstoffe drohe. Auch weiterhin müsse ein Zulassungsgesuch an das Heilmittelinstitut Swissmedic gestellt werden. Dieses prüfe dann die Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit.

Frau Merkel bezeichnet die Lage in Deutschland als besorgniserregend, aber beherrschbar. Umgerechnet auf die Einwohner der Schweiz steigt dort die Zahl der registrierten Infizierten auf 150 „Fälle“ pro Tag. In der Schweiz liegen wir jetzt bei ca. 250. Wie würde Frau Merkel denn diese Situation bezeichnen? Reise-Rückkehrende aus Kroatien, Kosovo, aber auch Frankreich und Spanien sorgen für den Anstieg.

Heute berichtet „Der Bund“ über eine voraussichtlich neue Strategie in unserem Nachbarland: Herr Drosten schlägt ab Herbst den erfolgreichen japanischen Weg vor. Es geht dabei um eine möglichst schnelle Rückverfolgung bei „Cluster-Risiken“. Erfahrungsgemäss stecken sich besonders viele Leute bei Partys, Feiern, Gottesdiensten, Chortreffen, in Grossraumbüros und Klassenräumen an. Habe sich jemand infiziert, müsste man sofort alle „Cluster-Teilnehmer“ in Selbstisolation schicken. Dafür genügten 5 Tage als „Abklingzeit“. Erst danach sollten die Isolierten getestet werden. Bei den PCR-Tests könnte man zusätzlich einen Schwellenwert für die Viruslast definieren, bei dem Infizierte überhaupt noch ansteckend sind. Ich bin perplex: Positiv Getestete sind gar nicht unbedingt ansteckend, und man könnte sogar einen Schwellenwert definieren! Dies bedeutet, dass bisher viel zu viel Aufwand betrieben wurde und die meisten Massnahmen sich erübrigt hätten! Japan hatte keinen Lockdown verhängt. Und jetzt sollen 5 Tage genügen! Eine solche Strategie würde sich sogar den Forderungen der Professoren Haditsch, Homburg und Bhakdi annähern! Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Die Engelkarten von Estelle verkünden für diese Woche: „Macht weiter so, ihr habt euer Ziel bald erreicht! You are nearly there! Es gibt Hoffnung auf Frieden und Harmonie! Ihr seid bereit, denn ihr seid wieder mit euren Herzen verbunden! You’re ready!“

Heute ist Neumond im Zeichen des Löwen: Ein neuer Anfang erwartet uns und eine liebevolle Verbindung zu Menschen, die wir neu kennenlernen. Zu meinen Klangmeditationen kommen jetzt auffallend jüngere Leute, die ich bisher nicht kannte. Eine Teilnehmerin erzählt von ihrer Vision: Christus sei erschienen, hinter ihm ein riesiger Engel, der die ganze Gruppe umarmt und gesegnet hätte. Einen Tag später zeigt sie mir ihr Heft mit der Zeichnung dieser Vision. Christus steht auf der Erdkugel, mit dem rechten Fuss auf England. Hinter ihm steht ein grosser hellgelber Engel. Ich frage sie, ob sie gewusst hätte, dass Christus auch in England gewirkt hätte. Das hatte sie nicht gewusst und freut sich darüber, dass sie den Fuss Christi richtig platziert hat. 

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 17. August 2020

17. August, Montag:

Wegen der steigenden Zahlen gilt ab heute in jedem Restaurant und Café die Anmeldepflicht. Darauf hat Georg keine Lust. Er macht sich seinen Kaffee lieber selbst, möchte aber noch erleben, wie diese Massnahme praktisch durchgeführt wird und geht in sein Stamm-Café. Die Bedienung will seine Visitenkarte nicht akzeptieren, er muss ein Formular handschriftlich ausfüllen. Dieses wird dann irgendwann mal noch von einer anderen Person abgeschrieben. Georg bezweifelt, dass diese Person seine Handschrift lesen kann. Er meint: „Das ist alles für die Katze!“ 

Dem Bundesamt für Gesundheit passiert eine weitere Panne: Am letzten Mittwoch hatte es gemeldet, dass ein unter 30-jähriger Berner an Covid-19 gestorben sei. Am Freitag wurde dies korrigiert: Der betreffende Mann lebe noch und befände sich in Quarantäne. Sein Hausarzt hätte das Formular nicht richtig ausgefüllt.

Auf Youtube bringt das Schweizer „Bittel TV“ ein Interview mit Professor Bhakdi und Dr. Bodo Schiffmann. Herr Bhakdi sagt, er sei enttäuscht von den Schweizern, die er als mutige Menschen in bester Erinnerung habe. Vier Jahre seiner Kindheit hat er hier verbracht. Die jetzige Angst könne er nicht verstehen.

Es ist für uns erstaunlich, was zurzeit in Deutschland passiert. Zwei Polizisten treten öffentlich auf eine Bühne in Augsburg und Dortmund vor ein Mikrophon, nennen ihren Namen und Dienstgrad und kritisieren die Massnahmen der Regierung. Beide hatten an der Berliner Demo vom 1. August, dem „Tag der Freiheit“, teilgenommen und waren entsetzt darüber, wie diffamierend die offiziellen Medien darüber berichtet hatten. Als Familienväter und Bürger sei es ihre Pflicht, sich für eine lebenswerte Zukunft in einem demokratischen Deutschland einzusetzen. Beide bitten ihre Kollegen und Kolleginnen sich ihnen anzuschliessen. Für den 29. August haben die Veranstalter zu einer weiteren Demo nach Berlin eingeladen, auch Gleichgesinnte aus dem Ausland sind willkommen.

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 14. August 2020

14. August, Freitag:

Wie geht es weiter? In der Schweiz steigen die Zahlen der registrierten Infizierten, jedoch weder die Zahlen der Hospitalisierten noch jene der Verstorbenen. Norwegen hat die Schweiz auf die Liste der Risikoländer gesetzt. In UK sind Frankreich und Spanien auf der Liste. Britische Touristen in diesen Ländern setzten alles daran, so schnell wie möglich nach Hause zurückzukehren, um die drohende Quarantäne noch zu umgehen.
Die gute Nachricht: In Australien ist Winter und die Grippe ist bis jetzt ausgeblieben. Niemand weiss, warum. Die Ärzteschaft ist fast arbeitslos.

Gestern erschien im „Bund“ ein Interview mit Gerd Antes, einem früheren Mitglied der deutschen Impfkommission. Er meint, es fehle eine solide wissenschaftliche Basis, um Prognosen zu machen. Wegen grossem Zeit- und Konkurrenzdruck fehle bei Impfstudien in vielen Ländern die nötige Qualitätssicherung. Deutschland und die Schweiz hätten bisher die Pandemie gut gemeistert. Aber niemand wisse, warum.
Dieser Meinung sind auch K. Reiss und S. Bhakdi in ihrem Buch „Corona -Fehlalarm?“. Hier ihre weiteren Feststellungen: Der Lockdown wurde erst verhängt, nachdem die Zahlen der registrierten Infizierten bereits gesunken waren. Tschechien hob ihn am 24. April per Gerichtsentscheid (!) wieder auf. Und … man höre und staune: Die Zahlen sanken weiter! Wie jedes Jahr zuvor hat sich auch das jetzige Corona-Virus im Mai zurückgezogen. Der Lockdown wäre unnötig gewesen, vor allem dessen Verlängerung nach Ende April. Die Sterbezahlen zeigen, dass Länder mit einer strikten Ausgangssperre wie zum Beispiel Italien, Spanien und Belgien mehr Verstorbene zu beklagen hatten als Länder ohne diese Massnahme wie zum Beispiel Hong Kong, Taiwan und Japan. In Ländern mit Lockdown wurden Risikogruppen nicht besser geschützt als in Ländern ohne. „Ein vernünftiges Konzept zum Schutz der Risikogruppen unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte wäre vielleicht der bessere Weg.“ (S.111) Bei der Lektüre des Buches erinnere ich mich daran, dass „infiziert“ nicht gleichbedeutend ist mit „erkrankt“, und dass ein „Fall“ in der Infektiologie eigentlich einen Erkrankten bezeichnet.

Immer stärker gerät der übliche PCR-Test, der dem Nasen-Rachen-Abstrich folgt, in die Kritik. Manchmal stimmt das Ergebnis nicht, Nicht-Infizierte erhalten fälschlicherweise ein positives Resultat. Je mehr getestet wird, umso häufiger kommt es zu einem „falsch-positiven“ Ergebnis. Fraglich ist auch die Bedeutung eines positiven Tests: Löst das, was da festgestellt wird, tatsächlich eine Covid-19 Erkrankung aus?

In Bayern liessen sich 44‘000 aus den Ferien Rückkehrende freiwillig testen. Viele mussten über 10 Tage auf das Resultat warten. Die Behörden können 904 Personen, die positiv getestet wurden, nicht ausfindig machen und benachrichtigen. Wird Herr Söder es sich in Zukunft noch erlauben, schlecht über Schweden zu sprechen? Bereits vor dieser Panne liess er durchblicken, dass er lieber Ministerpräsident von Bayern bliebe als Bundeskanzler in Berlin zu werden.

Eine gute Nachricht: Auf den Kanarischen Inseln ist es nun verboten in der Öffentlichkeit, also auch unter freiem Himmel zu rauchen. Ich hoffe, dass weitere Länder nachziehen werden. Die rauchfreie Luft in unserem Garten schätzen wir jetzt nach fünf Jahren nachbarlichem Rauchen besonders.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die 6 Hunde, die nach einem Bad im Neuenburgersee gestorben waren, absichtlich von einem Unbekannten und nicht durch Cyano-Bakterien von Blaualgen vergiftet worden sind. Jemandem gefiel nicht, dass viele Hundebesitzer*innen die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge an dem betroffenen Strand liegen lassen.     

Mein Tagebuch: 5. und 6. August 2020

5. August, Mittwoch:

In der Nacht ist es auf 10°C abgekühlt, am Morgen liegt Nebel über der Aare. Es riecht schon nach Herbst. Am Vormittag zeigt sich wieder die Sonne, es wird sommerlich warm. Unseren neuen Nachbarn beginnen mit grossem Schwung den verwilderten Garten zu bearbeiten.
Bei dem schönen Wetter kann ich meine Wäsche draussen trocknen. Neuerdings wasche ich wieder mit „effektiven Mikroorganismen“ – EM – und ohne Waschmittel. Ich putze mit EM und ohne Putzmittel. Dadurch wird nicht alles so steril, sondern positiv belebt! Ein japanischer Professor für Mikrobiologie, Herr Dr. Higa, hat ein menschenfreundliches und umweltsicheres Produkt entwickelt, welches aus Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien besteht. Die Synergie dieser Mikroorganismen lässt Böden gesunden und erhöht die Selbstreinigungskraft des Wassers. In mehr als 100 Ländern der Welt werden die EM-Produkte in der Landwirtschaft, im Umweltschutz, der Gesundheitsvorsorge, Nutztierhaltung und Reinigung eingesetzt. Vor 10 Jahren hatte ich in Deutschland einen Vortrag darüber gehört und ein paar Produkte gekauft. Ich war davon begeistert, wusste jedoch nicht, wo sie in der Schweiz erhältlich sind. Nun hat Georg das „Boden-Fit“ in der Bio-Gärtnerei entdeckt. Es regeneriert Humus, erhöht den biologischen Wert von Kompost und verbessert die Bodenstruktur. Ausserdem kann man damit putzen, Rost und Kalk entfernen. Es gibt EM auch als Keramik-Kügelchen. Damit kann man Trinkwasser verbessern und Wäsche waschen. Man könnte auch den ganzen Neuenburgersee mit EM sanieren. Der hätte das gerade jetzt besonders nötig. Dies wäre noch nicht einmal so teuer! Und chemische Düngemittel wären in der Landwirtschaft gar nicht mehr nötig! Zur weiteren Lektüre zu diesem Thema kann ich das Buch von Anne Lorch empfehlen: „EM Eine Chance für unsere Erde“.

Es ist unglaublich! Kaum schreibe ich diesen Absatz, erreichen mich die Nachrichten von der Explosion in Beirut. Im Hafen ist ein Lagerhaus mit 2750 t Ammoniumnitrat und hat im Umkreis von mindestens 20 km eine Katastrophe angerichtet. Ammoniumnitrat ist ein Düngemittel, aber auch eine chemische Waffe! Es wurde in einem Lagerhaus 7 Jahre lang ohne Sicherheitsvorkehrungen gelagert. Den Behörden war dies bekannt, sie unternahmen aber nichts. Effektive Mikroorganismen hätten keinen Schaden angerichtet!

Ich erinnere mich daran, dass wir am 2. Januar in einem Berner Restaurant zwei Touristinnen, eine Mutter mit ihrer Tochter, aus Beirut kennengelernt hatten. Da die Tochter ständig auf den Bildschirm ihres Smartphones starrte, anstatt die wunderbare Aussicht auf die Altstadt zu geniessen, sprach Georg sie an. Wir kamen miteinander ins Gespräch: Die Mutter bildet in Beirut Kindergärtnerinnen aus, die Tochter ist als Sozialpsychologin in einem Projekt zur Therapie kriegstraumatisierter Kinder engagiert. Ich schenke ihnen spontan ein Exemplar meiner CD „Sounds from Heaven“ mit meiner Kristall-Lyra und erkläre, dass die Klänge beruhigend und entspannend wirken. Beide meinen, dass wir unbedingt bald in Libanon Ferien machen sollten und versprechen uns eine Einladung zum Abendessen in Beirut. Sie schwärmen von der libanesischen Küche. Das Land sei sicher und in den letzten Jahren wieder aufgeblüht. Davon würden die ausländischen Medien leider nicht berichten. Ich empfehle die Ausstellung von Johannes Itten im Kunstmuseum Bern. Dieser Künstler und Lehrer aus dem Berner Oberland hatte Anfang der 30er Jahre in Berlin eine besondere Schule gegründet. Seine Studierenden leitete er vor dem Unterricht auf dem Dach des Hauses zu Atemübungen an. Er sah es als seine Aufgabe, jeden Schüler und jede Schülerin auf dem Weg zum eigenen Ausdruck zu begleiten. In der Nazizeit galten die Kunstwerke von Johannes Itten als „entartet“, die Schule wurde geschlossen. Heute ist sie nur ein Wohnhaus. Eine Bewohnerin hat zum Andenken an die Geschichte des Hauses die Wände des Fahrstuhls von oben bis unten mit Fotos von Ittens Kunstwerken und Dokumenten zu seiner Farbenlehre beklebt.  

Die Begegnung mit den zwei Damen aus dem Libanon war im Januar. Und wir überlegten tatsächlich, ob wir für Mai eine Reise dorthin planen sollten. Keine der Damen hat mir geschrieben, so dass ich keine Verbindung zu ihnen habe. Wegen Corona haben sich die Zeiten sowieso geändert, mit dem Reisen warten wir erst einmal ab. Aber ich freue mich, dass wenigstens meine Klänge nach Beirut gereist sind und hoffe, dass sie nun nicht unter den Trümmern liegen, sondern ihren Dienst erfüllen.          

Ich habe meine Seidenmalerei wieder aufgenommen und Georg eine Krawatte in feurigen Farben gemalt. Er meint, es sei ein Kunstwerk. Ich sollte mir mal überlegen, wie ich alle meine Werke als ein Gesamtkunstwerk präsentieren könnte. Ich denke darüber nach und komme darauf, dass vieles dazugehören würde: Meine Gemälde, meine CDs bzw. Alben mit meditativen heilenden Klängen, Gedichte, Märchen und Erzählungen, Perlen aus Murano-Glas und natürlich auch meine Seidenmalerei. Dies alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach. Johannes Itten hatte in seiner Berliner Schule auch das „Textilfach“ angeboten. Er musste aus Deutschland fliehen und wurde dann Leiter der Fachschule für Textilkunst in Zürich. 


                       
6. August, Donnerstag:

Heute vor 75 Jahren wurde die erste amerikanische Atombombe über Hiroshima abgeworfen, drei Tage später die zweite über Nagasaki. Die Städte wurden weggefegt, Menschen verdampfen zu nichts, Granitsteine schmelzen. Georg und ich hatten die heute vor Leben pulsierende Stadt Hiroshima im Jahre 1994 auf Einladung des japanischen Aussenministeriums besuchen dürfen. Die Ruine der Handelskammer – von einem tschechischen Architekten erbaut – mit dem von Fotos bekannten Kuppelturm steht heute noch. Den Besuch des Museums des Friedens werde ich nie vergessen. Ich denke, dass der Besuch dieses Ortes zur Weiterbildung eines jeden Politikers und einer jeden Politikerin gehören sollte. Was können Menschen anderen Menschen antun? Auch nach 75 Jahren ist das Thema Atomwaffen noch immer aktuell. Ebenfalls im Jahre 1994, also 49 Jahre nach „Hiroshima“, wurde das Budapester Memorandum unterschrieben von der Russischen Föderation (RF), dem Vereinigten Königreich, den USA, später auch von Frankreich und China. In diesem Abkommen verpflichten sich die Ukraine, Weissrussland und Kasachstan ihre Nuklearwaffen abzugeben. Dafür erhalten diesen drei Ländern die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit innerhalb der bestehenden Grenzen garantiert. Ein militärischer Angriff auf diese Länder müsste den UN-Sicherheitsrat zu unmittelbaren Massnahmen veranlassen. Bis heute ist dies das einzige Abkommen betreffend Vernichtung von nuklearen Waffen. Positiv ausgedrückt: Wenigstens gibt es eins! Aber: Die Führung der RF hat wohl vergessen, dass sie dieses Abkommen unterschrieben hat. Ihre Okkupation der Krim und der Krieg in der Ost-Ukraine zeigen anderen Ländern, besonders Nord-Korea und dem Iran, dass niemand solchen Abkommen vertrauen kann. Der Ukrainer Juri Andruchowitsch meint, dass die Ukraine gerade wegen der Abgabe ihrer Atomwaffen einen Teil ihres Territoriums verloren hat.

Alle Strände des Neuenburgersees sind wieder geöffnet. Cyanobakterien sind anscheinend noch nachweisbar. Man solle beim Baden vorsichtig sein. Zurück zur „Normalität“? Wie sieht sie aus?

Gesundheitsminister Berset kritisiert, dass die Bürger und Bürgerinnen nachlässig werden. Man schüttle sich wieder die Hände und halte nicht mehr genügend Abstand. Dabei sei die Corona-Zeit nicht vorbei. Ein Zurück zur Normalität sei noch lange nicht möglich. Auch wir sind weiterhin zwar nicht aus Angst, aber aus Respekt, vorsichtig. In unserer Sackgasse plant die Nachbarschaft für den 15. August einen „Sommer-Höck“, ein gemütliches Zusammensein unter freiem Himmel. Wie letztes Jahr sollen Tische und Stühle aufgestellt werden, jemand besorgt einen Grill, alle bringen etwas zum Essen und Trinken mit. Wir werden unsere Teilnahme absagen, um nicht Teil eines potenziellen unnötigen Risikos zu sein. In Quarantäne gehen möchten wir auf keinen Fall. Zurzeit ist es immer noch so, dass niemand weiss, wer wen anstecken kann. Mit Maske kann man weder essen noch trinken, mit Abstand von 1.5 bis 2 m kann man sich nicht gemütlich unterhalten.              

Seidenmalerei und Fotos: Petra Dobrovolny
Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 4. August 2020

4. August, Dienstag:

Das Bundesamt für Gesundheit muss seinen „Zahlensalat“, wie es die heutige Ausgabe „Der Bund“ bezeichnet, korrigieren: Die Ansteckungsgefahr sei innerhalb von Familien grösser als bei Besuchen von Discos, Clubs und Bars. Es ist nicht die erste Korrektur. „Auch die neuen Zahlen taugen wenig“, schreibt die Tageszeitung. Wichtige Daten fehlten, das Contact-Tracing sei ungenügend, fast jeder Kanton habe ein anderes System für die Datenerhebung. Diesmal sei ein „menschlicher“ Fehler passiert. Der wissenschaftlichen Taskforce stehen die Daten des BAG aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung. Diese können also auch nicht noch einmal überprüft werden.
Der Kanton Genf bleibt seiner am letzten Freitag wieder verordneten Schliessung des Nachtlebens. Gemäss der kantonalen Gesundheitsbehörde passierten 40 bis 50% der Ansteckungen in Klubs und Bars. Punkt.

Wie kann die Bevölkerung bei solchen Pannen den Behörden vertrauen, wenn diese Massnahmen verordnen, die auf ungenügender Datenerhebung basieren? Nun kritisiert die Taskforce als offizielle Stelle den Bund. Wo gibt es das in Deutschland? Natürlich gibt es in der Schweiz auch einzelne kritische Politiker*innen und Fachleute, deren Ruf aber nicht geschädigt wird, wie dies etwa bei Dr. Bodo Schiffmann der Fall ist.

Im Juli hatten Georgs jüngste Schwester und ihr Ehepartner den 70. Geburtstag. Sie wohnen in Nordmähren und wollten dort auch mit der ganzen Familie feiern. Kein Restaurant in der Umgebung wollte einen Tisch für etwa 30 Personen – so gross ist die Familie – reservieren. Jetzt haben sie das Fest abgesagt. Wir alle hoffen auf ein Wiedersehen unter besseren Umständen.

Foto von Phloxien: Petra Dobrovolny
Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 3. August 2020

3. August, Montag:

Dauerregen ist angesagt, die Temperatur ist auf 20 °C gesunken: ideales Arbeitswetter! Ausserdem ist heute Vollmond im Zeichen des Wassermanns: Freiheit und Gerechtigkeit werden eingefordert!
Am 1. August gab es in Berlin auf der Strasse des 17. Juni eine friedliche Demo mit 1.3 Mio Menschen! U. a. wurde auch ein grosses Plakat mit dem Portrait von Mahatma Ghandi mitgetragen. Polizisten weinten. Auf keiner Seite kam es zu Gewalt. Die Bilder sind sehr eindrucksvoll. Dr. Bodo Schiffmann meint: „Das wird in die Welt gehen!“ Kurz nachdem ich dieses private Video angeschaut hatte, wurden die Bilder von Youtube gelöscht. Ich kann es kaum glauben! Wer hat das entschieden? Wer hat Angst vor Bildern mit friedlich demonstrierenden Menschen, die ihre Grundrechte zurückfordern?

Obwohl ich eine ausgebildete Psychologin und Neurowissenschaftlerin mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung bin, werden mir in meinem Bekanntenkreis meine kritischen Anmerkungen zur Corona-Krise oft nicht geglaubt. Manchmal wird mir erst gar nicht zugehört und abgewunken. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, der das passiert. Im Englischen gibt es bereits eine passende Redewendung für eine solche Situation: „My ignorance is as good as your knowledge.“ Dies bedeutet frei übersetzt: „Mein Unwissen ist genauso gut wie deine Fachkenntnis.“ Nicht-interessengebundene Fachkenntnis sowie unabhängige Forschungsergebnisse werden ignoriert oder zensuriert.
Viele Menschen haben Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 und/oder sind belämmert von der ständigen Propaganda durch die Worte „2. Welle“, „Verschwörungstheorien“, „Impfzwang“ usw. In diesem Zustand entsteht bei vielen eine Denkblockade, die man durch Messungen der Hirnströme feststellen kann. Unabhängig von Bildung und bisheriger Lebenserfahrung, sind diese Menschen unter Angst nicht fähig, neue Informationen aufzunehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Aufschlussreich zum Thema Angst und Lernunfähigkeit bzw. Intoleranz ist ein Artikel „Krise 2020 und die Folgen“ von Dr. vet. Med. Matthias Werzecha. Als Tierarzt hat er besonders viel Erfahrung mit Pferden in Angstsituationen. Der beste Umgang mit ihnen ist Beruhigung und Aufklärung. Zum Beispiel führt man das verängstigte Tier in ruhiger Weise an den Gegenstand, etwa an eine umgestürzte Mülltonne heran, die die Panik ausgelöst hatte. Dies haben wir mit allen Säugetieren gemeinsam: Bei Angst kann sich die Tätigkeit der höher entwickelten Hirnstrukturen und damit auch der Zugriff zu dem, was wir bisher gelernt haben, ausschalten. Aktiviert werden stattdessen uralte Reflexmechanismen in den älteren und tieferen Hirnstrukturen – unserem „Reptilienhirn“ – wie Flucht, Angriff oder Totstellreflex. Die Folge davon: Wie ein Pferd kann auch der Mensch in einem Panikzustand seine Lage nicht mehr realistisch beurteilen noch dazulernen.
In Gesprächen erleben Georg und ich, dass viele Bekannte die Massnahmen und Entscheidungen der Regierung akzeptieren und ohne zu hinterfragen befolgen, obwohl unsere Grundrechte – hoffentlich vorläufig – nicht mehr gelten. Es wird angenommen, dass die Regierung nur das Beste für die Bevölkerung will. Doch anstatt diese zu beruhigen und über den Sinn der Massnahmen aufzuklären, setzt zum Beispiel die deutsche Bundesregierung gezielt auf Angstmacherei. In einem sog. Strategiepapier wurde die Verbreitung von Angst und Schrecken als Mittel bezeichnet, um die Bevölkerung dazu zu bringen, die rigorosen Bestimmungen einzuhalten. Der Angestellte des deutschen Bundesinnenministeriums, der eine ausführliche kritische Analyse zu den Massnahmen – für interne Zwecke – erarbeitet hatte, wurde entlassen. Davon habe ich bereits berichtet.
Empfehlenswert zu dem Thema „Angst und Macht“ ist das gleichnamige Buch des Psychologen Rainer Mausfeld. Er schreibt: „Angst blockiert die Befähigung, aus den eigenen gesellschaftlichen Erfahrungen angemessene Schlussfolgerungen zu ziehen … Eine kollektive Angsterzeugung lässt sich daher nutzen, um je nach Bedarf der Machtausübenden Vorgänge für die Öffentlichkeit unsichtbar zu machen.“

Stress und Isolation, sprich Einsamkeit, verursachen Krankheiten wie Depressionen, und Angststörungen. Ausserdem können sie das Herz-Kreislaufsystem schädigen. Inzwischen ist in Deutschland die Suizidrate um 62 % gestiegen. Viele Menschen sehen für sich wegen der wirtschaftlichen Lage keine Zukunft mehr. Aber es gibt auch einen völlig neuen Grund zum Suizid: Einige haben, wie man aus Abschiedsbriefen erfahren kann, Angst an Covid-19 zu erkranken! Durch die mangelnde bzw. ausbleibende Aufklärung durch offizielle Ämter und Institute sowie die ständige Angstmacherei durch die Medien ist die Krankheit zu einem unheimlichen Gespenst geworden.

Rund um das Thema Corona gibt es vorläufig noch keinen wissenschaftlichen Konsens. Aber immer mehr Prominente fordern „Wissenschaft statt Propaganda“!
Mark Twain hat einmal gesagt: „Es ist leichter, die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“

Heute wird in Genua die neue Brücke, neu benannt nach dem Stadtheiligen „Ponte San Giorgio“ feierlich eingeweiht. In knapp 2 Jahren wurde sie nach dem Einsturz im August 2018 wieder neu aufgebaut. Dass diese Erneuerung so schnell und unbürokratisch möglich war, sei für Italien ein Wunder. Dabei sollte dies normal sein, meint der Bürgermeister von Genua. Viele Menschen wollen jetzt die Wirtschaft des Landes nach der Corona-Krise genauso schnell wiederaufgebaut sehen.

Es gibt ein Lied: „Die Liebe baut eine Brücke zwischen mir und der ganzen Welt, ich geh‘ den Weg!“  

Foto und Text: Petra Dobrovolny