Mein Tagebuch: 27.12.2020

27. Dezember, Sonntag:

Unglaublich, aber wahr!

Immer mehr Menschen wird klar, dass vieles nicht stimmt. Der PCR-Test ist nicht standardisiert. Er unterscheidet nicht, ob es sich um vermehrbare oder nicht vermehrbare Viren handelt. Dem Robert-Koch-Institut wird einfach alles gemeldet, ohne Unterscheidung. Und wenn zum Beispiel eine Person 8mal getestet wird und das Resultat 8mal positiv war, so werden in die offizielle Statistik 8 Neuinfizierte eingetragen. Georg erfährt von einer Angestellten in der hiesigen Bäckerei, dass im Herbst eine 102-jährige Frau aus Leukerbad an Covid19 erkrankte, nach einem Tag Aufenthalt im Spital wieder nach Hause geschickt wurde. Bald kann sie ihren 103. Geburtstag feiern.

Diesen Monat wurde eine internationale Organisation gegründet, die die offiziellen pandemischen Daten kritisch betrachtet und demgemäss andere Massnahmen fordert. Diese Organisation heisst «panda», zu finden unter pandata.org. Auch der ehemalige Chef der Abteilung Impfstoffentwicklung bei der Firma Pfizer ist dabei und warnt eindringlich vor der Gefährlichkeit des Impfstoffs. Die Daten, mit denen die Zulassung bewirkt wurde, seien gefälscht. Sogar das British Medical Journal schreibt: Die bisherigen Studien geben keine Antwort darauf, ob der Impfstoff den erwarteten Anforderung genügt, d.h. ob Geimpfte steril immun sind und Infektionsketten unterbrechen werden können.

Die Organisation «Panda» fordert die sofortige Aufhebung aller covid-spezifischen Massnahmen wie Contact-tracing, Lockdowns, Quarantäne, einen sinnvollen angemessenen Schutz der verletzlichen Personen, deren freier Wille respektiert werden müsste, eine transparente Darlegung der Impfstoff-Entwicklung, einen freien wissenschaftlichen Diskurs, sowie die Rückkehr zur Meinungsfreiheit.

Eine international anerkannte chinesische Studie hat bewiesen, dass positiv getestete Menschen, die keine Symptome hatten, keinem Mitmenschen, mit denen sie Kontakt hatten, eine Lungenentzündung weitergegeben haben.
Eine Kieler Ärztegruppe hat Schulkinder, die Masken trugen untersucht: Alle waren erheblich mit Sauerstoff unterversorgt.

Ab heute sind die Restaurants und Bars im Wallis wieder geschlossen, leider auch die Thermalbäder, der Skibetrieb läuft, die Seilbahnen fahren. Die Restaurants dürfen Take-aways anbieten. Diese werden rege genutzt. Die Walliser Polizei hat ca. 150 britischen Tourist*innen in ihrer vom Bundesrat verordneten Quarantäne überprüft. 15 davon waren nicht mehr auffindbar. Einer von ihnen, ein ehemaliger Diplomat ist mit dem Auto über Frankreich nach Grossbritannien geflohen und brüstet sich für seine Heldentat auf «Instagram».   

Foto: Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny     

Mein Tagebuch: 24.12.2020

24. Dezember, Donnerstag:

Der Stern von Bethlehem

Seit drei Tagen stehen Saturn und Jupiter von unserem Planeten Erde aus gesehen in enger Verbindung: Am Nachthimmel ist ein besonders grosser und leuchtender Stern sichtbar, wie zurzeit um Christi Geburt. Astronom*innen und Astrolog*innen machen auf dieses Ereignis aufmerksam. Die Konjunktion ist noch exakter als vor 2000 Jahre. Sie ereignete sich damals im Zeichen der Fische, heute im Zeichen des Wassermanns.

Am Samstag werden auch im Wallis die Restaurants und Thermalbäder wieder schliessen, nachdem sie gerade mal für 2 Wochen wieder öffnen konnten. Eine neue Art Corona-Virus wurde von Touristen aus Grossbritannien eingeschleppt. Jetzt versucht der Bundesrat diese 10’000 Personen ausfindig zu machen, um sie in Quarantäne zu schicken.

Allen Lesern und Leserinnen danke ich für das Interesse und die Treue. Ich wünsche euch alles Gute für die Festtage und eine Neugier darauf, was der Stern von Bethlehem uns verkünden wird. Oder noch besser: Wir alle können unser Licht in die Welt scheinen. Gemeinsam sind wir mindestens so stark wie der Stern von Bethlehem!

Foto: Krippe in Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 21.12.2020

21. Dezember, Montag:

Menschen, denen es möglich ist, fliehen aus London, weil sich dort eine Variante des Virus verbreitet, die anscheinend noch viel ansteckender als das bisherige sein soll. Die angrenzenden Länder auf dem europäischen Kontinent machen die Grenzen zu Grossbritannien dicht. Die Schweiz stellt ab heute Mitternacht den Flugverkehr dorthin ein. Die zuständigen «Offiziellen» beeilen sich zu sagen, dass der gerade bewilligte Impfstoff auch gegen diese mutierte Variante des Virus wirke. Woher wissen die das?

Auch in der Schweiz ist der Impfstoff zugelassen worden, in dringenden Fällen wird ab sofort geimpft, nach Weihnachten soll es dann richtig losgehen. Man solle sich unbedingt impfen lassen und solidarisch sein. Georg fragt: «Mit wem? Mit der Pharma?» – Unser Freund, ein Universitätsprofessor in Deutschland, schreibt uns: «     Hier werden die Senioren über 80, zu denen ich gehöre, mit Präsidenten, Krankenschwestern und Virologen zur Gruppe 1 gezählt und werden dann als Erste geimpft. Aber was passiert, wenn ich das gar nicht will? Das wird wahrscheinlich bald das Bundesverfassungsgericht beantworten. Oder komme ich in den Knast?»

Bei dieser neuen Impfung werden Teile des Corona-Virus raffiniert verpackt in die Blutbahn gespritzt und anschliessend in die Körperzellen geschmuggelt, ohne dass diese die Virusteile erkennen und abwehren. Ob dieser Vorgang sich auf Muskelzellen beschränkt, oder auch in Leber- oder Hirnzellen stattfindet, weiss man nicht. In der Folge lernen die Zellen «Händchen» zu produzieren, die bei einer eventuellen zukünftigen Infektion das Virus davon abhalten, an die Zelle anzudocken. Damit die Zelle dies nicht so schnell vergisst, sind 2 oder mehr Impfdosen nötig, um dem Zellgedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Ein amerikanischer Forscher meinte: «It really needs a strong impact!» Gedächtnis funktioniert so: Du vergisst vielleicht, welches Paar Socken du vor drei Tagen getragen hast, aber einen Verkehrsunfall von vor einigen Jahren vergisst du nie mehr. Weil nun die Körperzellen so brav lernen, die abwehrenden «Händchen» noch dazu mit «Ärmchen» zu produzieren, hat man den Impfstoff im Eiltempo zugelassen. Nur hat man nicht daran gedacht, was weiter passiert: Bei der Produktion dieser «Händchen» entsteht Abfall, sog. Peptide, die die Zelle vor die Türe setzt. Dadurch wird die Abfallentsorgung in Form von Killerzellen alarmiert. Diese Killer-Lymphozyten entsorgen nicht nur den Abfall, sondern gehen auch auf den Abfallproduzenten, nämlich die körpereigene Zelle los, um der Produktion von Virenmaterial ein Ende zu bereiten. So entstehen Auto-Immunkrankheiten in einem Ausmass, welches sich jetzt noch gar nicht abschätzen lässt. «Normalerweise» führt die Forschung vor einem Versuch an freiwilligen menschlichen Probanden noch ein paar Jahre lang Versuche an Tieren, besonders an Affen durch. Jetzt sind wir die Affen. Und dies weltweit! Man stelle sich das mal vor: Gesunde Menschen werden weltweit durch eine Impfung mit einem Virusgen, der sog. mRNA, infiziert, obwohl 80 bis 90% bereits gegen dieses Virus immun sind und keine bis nur milde Symptome zeigen?

Prof. Sucharit Bhakdi ist nicht der einzige Immunologe mit Erfahrung in der Impfstoff-Entwicklung, der dies zur Sprache bringen möchte und einen – eigentlich sonst üblichen – wissenschaftlichen Diskurs fordert. Warum ist dies nicht möglich? Warum werden nicht nur einzelne Youtube-Videos, die eine Meinungsvielfalt von ausgewiesenen Expert*innen senden, sondern sogar ganze Kanäle gelöscht?

Bei der freiheitlichen Bewegung Schweiz kann man Unterschriftenbögen zur «Stopp Impfpflicht»-Initiative unter dem Motto «Für Freiheit und körperliche Unversehrtheit» bestellen: kontakt (at) fsbschweiz.ch
Jeder und jede soll selbst entscheiden können, ob sie oder er sich impfen lassen will oder nicht.

Foto: Adventsschmuck vor einer Haustüre in Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 18.12.2020

18. Dezember, Freitag:

Erinnerungen an Schlüsselerlebnisse auf meinem Lebensweg

Diese Zeit am Ende des Saturns in Steinbock hat es in sich: Ich erinnere mich jetzt an viele Schlüsselerlebnisse, die mein Leben geprägt haben. Dies schreibe ich nicht, um anzugeben. Ich will weder Lob noch Bewunderung, sondern den Lesenden Mut zu machen, gewisse Erlebnisse im eigenen Leben nicht als schrecklich zu empfinden, sondern als wunderbar zu bewerten und dankbar dafür oder stolz darauf zu sein. Mein Georg hatte mir schon oft gesagt: »Das musst du unbedingt mal aufschreiben!» Nun, jetzt bringe ich es zu Papier.

Es war zum Beispiel ein Wunder, dass ich an der Universität Zürich zugelassen wurde. Mein Vater hatte mein Abiturzeugnis mit dem Antrag um Immatrikulation dorthin geschickt. Die Antwort lautete: «Da Ihre Tochter weder eine eidgenössisch anerkannte Matura noch eine Matura des Kantons Zürich vorlegen kann, ist eine Immatrikulation an der Universität Zürich leider nicht möglich. Den Abschluss an der Europa-Schule von Luxembourg erkennen wir nicht an.» Mein Vater war um eine Antwort nicht verlegen, kopierte das Dokument des Europarats, in welchem die Schweiz als Mitglied die Schulabschlüsse aller Mitgliedstaaten des Rats anerkennt, unterzeichnet vom schweizerischen Bundesrat. Im Begleitschreiben bemerkte mein Vater lediglich, dass die Unterschrift des Bundesrates wohl auch für die Universität Zürich bindend sei. Umgehend kam eine sachliche Antwort ohne Entschuldigung: «Ihre Tochter kann sich bei uns für das kommende Wintersemester 1970/71 an der 1. philosophischen Fakultät einschreiben.» Natürlich freute sich mein Vater darüber, dass er massgeblich am Weg seiner Tochter positiv mitwirken konnte.

Kurz nachdem ich im Zug nach Venedig im Jahre 1971 meinen zukünftigen Mann aus Mähren kennengelernt hatte, machte mir meine Mutter klar: Dein Studium ist deine Aussteuer! Vor dem Abschluss darfst du weder heiraten noch ein Kind bekommen. Meine Mutter wollte nur das Beste für mich und hatte sich ursprünglich einen reichen Schweizer Medizinstudenten als Schwiegersohn gewünscht und keineswegs einen Flüchtling aus dem Osten, der mit nur einem Koffer in die Schweiz gekommen war. Und mein Vater machte mir klar, dass er mein Studium nur bis zum Lizentiat, heute «Master», finanzieren würde.  Für meine Ferienreisen und mein späteres Doktorandenstudium müsste ich das Geld selbst verdienen. Damit war ich auch einverstanden und empfand es als eine Herausforderung, um selbständig zu werden.

Eine Vorlesung in Neuropsychologie am Rande des Hauptstudiengangs in klinischer Psychologie faszinierte mich sehr. Eines Tages sagte der zuständige Dozent, er habe einen kleinen Job zu vergeben. Wer sich dafür interessiere, solle sich nach seiner Vorlesung bei ihm melden. Ich war die Einzige. Er erklärte mir, dass es darum ginge, Krankendossiers der Neurologie und Neurochirurgie für die Aufnahme von Mikrofilmen vorzubereiten, zu einem kleinen Stundenlohn. Dies tat ich dann etwa 3 Jahre lang, verdiente mir damit Geld für meine Ferienreisen und bildete mich weiter, indem ich die Krankengeschichten nicht nur sortierte, sondern auch voller Faszination und ohne Auftrag durchlas. Niemand störte sich daran, nur mein Chef staunte über die Langsamkeit meiner Arbeit. Diese verrichtete ich in einem der 2 Räume des «neuropsychologischen Labors» in der Universitätsklinik Zürich, während meine älteren Kolleginnen Patienten und Patientinnen untersuchten und testeten. An einem Wintertag mit Glatteis konnte eine Kollegin mit ihrem Auto nicht rechtzeitig zum Termin mit einem Patienten das Labor erreichen. Sie rief mich an und sagte: «Fang doch schon mal an, du weisst ja, wie es geht, ich kann erst in einer halben Stunde kommen. Nimm dir meinen weissen Kittel und meine Stoppuhr aus der ersten Schublade rechts.» Ich tat, wie sie gesagt hatte, die Gedächtnis- und Wahrnehmungstests machten mir Spass, dem Patienten auch, und dies war der erste Schritt in meiner Karriere als Neuropsychologin.

Etwa im Jahre 1974 hatte ich ein weiteres Schlüsselerlebnis: In einem Fallseminar an der psychiatrischen Universitätsklinik stellte ein renommierter Professor für Psychiatrie eine Patientin vor. Diese bezeichnete Gegenstände mit falschen Worten: Ein Tisch war für sie ein Hut, ein Blatt Papier ein Teller. Dies sei ein aussergewöhnlicher Fall von Schizophrenie, meinte der Herr Professor, eine Medikation mit Neuroleptika sei angebracht. Mir verschlug es die Sprache. Soviel hatte ich bereits von der Neuropsychologie gelernt, um dieses Krankheitsbild einer Sprachstörung, einer sog. «Sensitiven Aphasie», zuordnen zu können. Mir war auch bewusst, dass ich die Einzige im Saal war, die dies richtig erkannte. Die Patientin litt unter einer neurologischen und nicht unter einer psychopathologischen Störung. Eine Behandlung mit Psychopharmaka war keineswegs angezeigt. Doch als kleine Studentin wäre es nicht der richtige Moment gewesen, den grossen Herrn Professor vor allen Anwesenden in Bezug auf seine Diagnose in Frage zu stellen. Dieses Erlebnis war für mich ein Ansporn dafür zu sorgen, dass hirnverletzte Patienten und Patientinnen nicht mehr in der Psychiatrie, sondern in einer ihnen angemessenen Rehabilitation landen. Durch meine Arbeit an einem Forschungsprojekt habe ich theoretisch und praktisch mit Erfolg dazu beigetragen. Seither erhalten mehr Menschen die Chance trotz Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sind auch fähig, diese Chance zu nutzen. Darüber freue ich mich bis heute.

Bestimmt kann jeder und jede auf etwas stolz im Leben sein. Oft ist dazu eine Entscheidung nötig, die von anderen weder mitgetragen noch verstanden wird. Zum Beispiel wunderte sich ein weltweit bekannter Neurochirurg, dass ich mit auf die Visite kam. Er sagte zu mir: «Was wollen Sie hier? Meine Operation ist die Therapie. Sehen Sie doch, dieser Patient hat überlebt, kann gehen und sprechen!» Dass er jedoch unter einem massiven Gedächtnisverlust litt und nicht mehr lesen konnte, hatte der Herr Professor gar nicht bemerkt.

Foto: Adventskranz vom Chutzegarte als Symbol dafür, dass sich ein Kreis schliesst und ein neuer – das Wassermannzeitalter – beginnt.
Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 17.12.2020

17. Dezember, Donnerstag:

Mit liebevoller Absicht einen Samen säen

Die Welt ist zweigeteilt: Die einen fordern strengere Massnahmen von der Regierung, andere finden sie nutzlos. In einem Leserbrief schreibt jemand: Die Alten sollen zuhause bleiben, damit die Jungen Skifahren können. – Es wird zwar keinen Impfzwang geben, aber eine moralische Verpflichtung dazu. Auf Englisch sagt man dazu «moral persuasion».

Die 99-jährige Tante einer Freundin, die in England lebt, will sich unbedingt impfen lassen. Die Nichte findet dies unsinnig, doch meint sie: «Warum sollte sich meine Tante nicht impfen lassen, wenn sie das möchte? Also unterstütze ich sie darin.»

Shakespeare hat einmal geschrieben: «Nothing is either good or bad, but thinking makes it so.» Nichts ist gut oder schlecht, unser Denken macht es dazu.

Eine meiner Freundinnen in Deutschland erzählt mir, dass ein Antigentest bei ihrer Tochter positiv gewesen sei. Sie hätte also Covid19 gehabt, aber nichts gemerkt. Das sei doch unheimlich. Ich entgegne ihr: «Das ist doch wunderbar! Das zeigt, wie stark deine Tochter ist!» Hier haben wir zwei verschiedene Interpretationen eines Testresultats: «unheimlich» und «wunderbar».

Das Jahr 2020 neigt sich seinem Ende entgegen, war es «unheimlich» oder «wunderbar»? Ein Guru würde sagen: «Es war wie es war!» Auch Buddha würde es gelassen nehmen. Längere und kürzere Zeitzyklen enden, am 21.12. beginnt das Wassermannzeitalter, wir können uns freuen.

Ich persönlich denke positiv und habe Vertrauen in die Kraft der Liebe. Und in die Kraft der Dankbarkeit. In einem Radio-Interview wurde ein Arzt aus Kärnten gefragt, wie sich das Corona-Jahr auf ihn persönlich ausgewirkt habe. Seine Antwort: Er sei jeden Tag dankbar für die Bäume, die Vögel, die Blumen, die Veränderung durch die Jahreszeiten. Dankbar für sein Team, das mithelfe schwere Entscheidungen zu treffen. Bescheidener und demütiger sei er geworden. Der Tot gehöre zum Leben, die Medizin könne nicht alles. Regelmässiges Meditieren sei für ihn ein wichtiger Ausgleich.

Dem kann ich nur beipflichten. Meditieren hilft, Dinge und Umstände einfach wahrzunehmen ohne sie zu bewerten. Auch sich selbst nicht, noch andere. Dies hat weder mit Naivität noch Weltfremdheit zu tun. Sondern eher mit Liebe und Vertrauen.

Heute ist Beethovens 250. Geburtstag. Daniel Barenboim dirigiert in Bonn die 5. Symphonie, die Schicksalssymphonie. Ohne Publikum, ausser den Bläsern tragen die Musiker*innen eine Hygienemaske. Eindrücklicher geht es nicht.

Das Wassermannzeitalter fragt dich: Wo ist der Beethoven in dir? Wo ist dein einzigartiges Talent, durch welches du dein Licht in die Welt scheinen lassen kannst?

Nicht nur das Jahr 2020 geht zu Ende, vor allem das Steinbock-Zeitalter mit seinen rigiden Strukturen und autoritären Regeln. Saturn und Jupiter vermählen sich am 21. Dezember im Wassermann. Ideen bleiben nicht mehr in der Luft hängen: Innovatives Denken wird in neuartige Erfindungen umgesetzt, lineares Denken wird flexibler und mehrdimensionaler. Argumente wie «So haben wir das immer gemacht, und das war gut so!» werden in Frage gestellt. Die neuen Kinder lassen sich nicht mehr in eine Schulbank zwängen. Es werden neue Arten des Unterrichts entstehen. Es wird neue Schulen und neue Berufe geben. Entscheidungen werden im Team und nicht mehr hierarchisch gefällt. Jeder Mensch bringt seine Talente und Ideen ein. Gemeinwohl, Rücksicht und Toleranz sind die Qualitäten des Wassermannzeitalters.

Diese so bedeutenden Tage vor der Wintersonnenwende können wir dafür nutzen, um in Gedanken, Visionen oder Meditationen unseren Samen der Zukunft zu säen: Wie möchten wir leben? Wie möchten wir uns mit unseren einzigartigen Begabungen und Fähigkeiten einsetzen und damit zu einer lebens- und liebenswerten Welt beitragen? Unser Beitrag mag uns noch so klein und unbedeutend erscheinen. Das macht nichts. Unsere liebevolle Absicht gibt ihm die Kraft, und aus dem Samen wird eine wunderbare Pflanze wachsen. So, wie wir es uns gar nicht vorstellen konnten. Wenn wir etwas aus der Kraft unseres Herzens tun, wächst es. Das ist nicht irgendeine romantische Vorstellung, sondern sogar wissenschaftlich bewiesen. Unser Herz ist das Organ, das am stärksten strahlt. Auch auf grössere Distanz nimmt diese Kraft im Unterschied zu der Strahlkraft anderer Organe nicht ab. Stell’ dir vor: Gemeinsam lassen wir zur Wintersonnenwende unser Herz in die Welt strahlen. Wäre das nicht unheimlich wunderbar?

Foto: Adventsschmuck in Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 16.12.2020

16. Dezember, Mittwoch:

«Wenn man die Wahrheit verschweigt, …»

Hier in Leukerbad strahlt heute wieder die Sonne, der Schnee schmilzt, in der Nacht waren es 4°C, heute Mittag 8°C im Schatten, 23° C an der Sonne.

Deutschland wartet im Unterschied zu Grossbritannien, auf die reguläre Zulassung der Impfstoffe durch die EU und lehnt eine Notfallzulassung ab. Die europäische Zulassungsbehörde wird am 21. Dezember darüber entscheiden, am Tag der Wintersonnenwende. In der Schweiz ist man skeptisch: Zwar wird das Impfen ab Mitte Januar möglich sein, doch zum Beispiel ist das Pflegepersonal in Bezug auf sich selbst gegen einen Impfzwang. Auch der Berufsverband sagt: «Impfen ist eine persönliche Sache, wir setzen auf Information und Eigenverantwortung.»

Die Pharma bewirbt ihren Stoff: Er sei bis zu 90% sicher. Aber niemand weiss, ob Geimpfte andere Menschen mit dem Virus anstecken, also infektiös sind. Natürlich ohne es selbst zu wissen. Zudem kennt niemand die Langzeitschäden und die Auswirkungen auf unser Immunsystem, denn dies ist der erste genmanipulierte Impfstoff, der dazu noch weltweit verabreicht wird. Welch ein Experiment!

Abgesehen von der Diskussion um den aktuellen Impfstoff, ist bekannt, dass in den letzten 20 Jahren Allergien bei Kindern und Jugendlichen zugenommen haben, auch andere Auto-Immunkrankheiten und sogar neurologische Krankheiten wie Demenz, Alzheimer, Parkinson und Co., an denen heute bereits 50-Jährige erkranken. Forscher*innen, die dieses Phänomen mit Impfungen in Zusammenhang bringen, werden nicht angehört und manchmal sogar diffamiert. Menschen, die gegen Impfungen sind, werden als Esoteriker oder als weltfremde Fanatiker bezeichnet. «Impfgegner» ist in diesem Jahr zu einem Schimpfwort geworden.

Im «Bund» von gestern steht ein Zitat des kürzlich verstorbenen Schriftstellers John Le Carré:  «Wenn man die Wahrheit verschweigt, wird das Schweigen zur Lüge.»

Foto: Ein Brunnen in Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 13.12.2020

13. Dezember, 3. Adventssonntag:

«Go your own way!»

Premiere! Ich mache den ersten Ausflug mit meinen neuen Schneeschuhen. Auf Französisch heissen sie «raquetttes de neige», ähnlich wie «raquettes de tennis», also «Schneeschläger». Sie schlagen oder drücken den Tiefschnee hinunter, so dass man nicht darin versinkt und steckenbleibt, auch nicht rutscht. Das Werbemotto auf dem Prospekt lautet: «Go your own way!» Geh’ deinen eigenen Weg! Es ist herrlich, bei Sonnenschein und blauem Himmel geniesse ich die einsame und stille Schneelandschaft. Keine Gemse schaut zu. Oder schauen sie lieber weg?

Leukerbad hat sich einen neuen Markenauftritt gegeben, berichtet das Walliser Lokalradio. Das Motto heisst neu: «Quelle zum Glück». Auf Französisch heisst das Motto «Source de bonheur», «Quelle des Glücks». Den Unterschied finde ich sehr interessant: Auf Französisch ist das Glück schon da, auf Deutsch muss man wohl noch einen Weg bis zum Glück bzw. dessen Quelle gehen. – Dienstleistungsanbietende auf den Gebieten Gesundheit und Sport sollen bei Werbeaktionen mehr zu Wort kommen. Da bin ich am richtigen Ort gelandet!

An das «Walliser Ditsch» muss ich mich noch gewöhnen. Hier sagt man anders als in Zürich weder «Grüezi», noch wie in Bern «Grüessech», sondern «Tag wohl» und bereits ab 14 h «Abig wohl», also «Guten Abend». Man sagt auch nicht «ich werde», sondern das Futurum lautet «ich gehe», also « i go ». Dies erinnert mich eher an das Alltagsfranzösisch «je vais …», wenn man etwas in Zukunft machen wird. Eigentlich logisch: Ich muss erst in eine bestimmte Richtung gehen, Schritte machen … Das ist in Bewegung ausgedrückt Zukunft. Wenn ein Politiker sagt, «I go gwählt», so bedeutet das nicht, dass er wählen geht, sondern dass er gewählt wird. Das ist eben richtiges Walliser Ditsch.

Foto: Adventsschmuck vor einem Hauseingang in Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

P.S.: Der Weihnachtsmann braucht keine Schneeschuhe!

Mein Tagebuch: 12.12.2020

12. Dezember, Samstag:

In Deutschland wird der Weihnachtsbraten eingefroren, in der Westschweiz kehrt wieder Leben ein

Es schneit. Seit gestern bin ich stolze Besitzerin von einem Paar Schneeschuhen. Es gibt hier in der Umgebung von Leukerbad dafür spezielle «Trails» und ich bin gespannt, ob ich bald einer Gemse begegnen werde. Die würde sich bestimmt über mein «Outfit» wundern und den Kopf schütteln: «Diese Menschen! Für jede Fortbewegung brauchen sie irgendein Gerät!»

In Deutschland gilt wahrscheinlich ab Montag ein kompletter Lockdown mit Ausgangssperre und geschlossenen Geschäften. Viele befürworten dies, damit «die ganze Sache mal endlich aufhört». Jemand von der Regierung eines Bundeslandes formuliert es drastisch: «Es ist jetzt wirklich nicht wichtig, ob wir schon alle Weihnachtsgeschenke eingekauft haben! Es geht jetzt um Leben und Tod!» Wer glaubt das noch? Welche Möglichkeit bleibt der Bevölkerung? Depression oder Revolution?

Die unabhängige Journalistin Preradovic interviewt auf ihrem Youtube-Kanal den Notfallarzt und Epidemiologen Dr. Paul Brandenburger aus Berlin. Dieser vergleicht die jetzige Situation mit dem starken Grippejahr 2018. Die Notfallbetten seien heute genauso wie damals saisonmässig normal ausgelastet, die heutigen Schlagzeilen der Zeitungen seien damals wortgenau dieselben. Die Schwachstellen des deutschen Gesundheitssystems seien seit Jahren bekannt, doch nichts werde unternommen. Dieses Jahr seien sogar Notfallbetten abgebaut worden. Wann wird die Zensur dieses Video löschen?

Als ich mit meiner Patentante in Bonn telefoniere, bereitet sie gerade den Sauerbraten für Weihnachten vor. Sie werde ihn dann in Scheiben schneiden und einfrieren, denn sie wüsste nicht, ob die weitere Familie aus Bayern an Weihnachten kommen dürfe. Man dürfe ja nichts mehr. Eine andere Freundin in Deutschland fragt mich, ob ich denn überhaupt in die Walliser Berge fahren dürfe. O je! Und das alles wegen der Empfehlungen einer einzigen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina! Eine kleine Frage in Klammern: Wer finanziert die Leopoldina? Frau Merkel droht: «Wenn wir jetzt nicht handeln, könnten dies die letzten Weihnachten mit Oma und Opa gewesen sein.» Vielleicht sterben Oma und Opa aber wegen Einsamkeit und Isolation. Doch niemand spricht davon.

Die Westschweizer Kantone haben sich mit ihrem Protest durchgesetzt, der Bundesrat ist zurückgekrebst: Die Restaurants können wie ursprünglich vorgesehen ab dem 14. Dezember wieder öffnen, die bisher offen gebliebenen Hotelrestaurants dürfen wieder externe Gäste empfangen, die angekündigte Sperrstunde ab 19 h wird auf 21 h verschoben. In den Hotels und Ferienwohnungen in Leukerbad sind abends wieder mehr Fenster beleuchtet. Kinder jauchzen und wälzen sich im Schnee. Es kehrt wieder Leben ein.

Foto: Schneeschuhe und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 10.12.2020

10. Dezember, Tag der Menschenrechte, Donnerstag:

Das 1. Schweizer Radio SRF 1 macht heute eine Umfrage. Man kann anrufen und erzählen, wie man die Corona-Zeit bis jetzt überstanden hat, womit man sich selbst geholfen hat und welchen Tipp man denjenigen geben kann, die unter den Massnahmen leiden. Die meisten sagten, ein Spaziergang und Freude an der Natur habe geholfen, oder auch regelmässige Telefongespräche mit den Nächsten, es hilft, wenn jemand einfach mal frage: „Wie geht es dir?“ Andere haben ein neues Hobby und ihre Kreativität entdeckt.

Ich habe auch einen Tipp: Eröffne ein Restaurant! Mit einem Tisch: Ristorante Tavola! Auf deinem Balkon, in deiner Wohnküche oder in deinem Schlafzimmer. Oder abwechselnd mal hier mal dort. Du bist Gastgeberin, Köchin, Servicefrau und Gast in einer Person und schlüpfst mal in diese, mal in die andere Rolle. Mitbewohnenden kannst du als Regisseur oder Regisseurin die jeweilige Rolle zuweisen. Das Szenario klappt aber auch, wenn du alleine wohnst, Hauptsache, es macht Spass. Die Eigenschaften des Servicepersonals legst du je nach Laune fest: Die Sonderwünsche des Gastes werden immer mit einem Lächeln entgegengenommen, manchmal muss „der Kellner“ mehrmals in der Küche nachfragen, welche Tagessuppe oder welches Tagesdessert es heute gibt, ob der Reis mit Gemüse garantiert ohne Peperoni daherkommt, ob der Fisch fangfrisch oder aus dem Tiefkühler ist, aus einer Zucht oder aus dem offenen Meer kommt, ob der Pizzateig wirklich keinen genmanipulierten Weizen enthält, die Pasta auch nicht, … „Sie müssen verstehen, ich reagiere allergisch!“ „Das Bier bitte temperiert, so wie man es im guten alten Böhmen immer trinkt. Wissen Sie, das Kühlen hat man nur eingeführt, damit es nicht so viel Schaum gibt und man das Bier schneller anzapfen kann. Time is money! So geht eben Kultur verloren!“ „Unser Restaurant führt nur Walliser Weine! Wir stehen auf lokale Produkte. Ich empfehle der Dame „Leuker Sonne“, einen leichten Weissen zum Apéritif, dieser enthält nicht so viele Pestizide. Doch damit muss man heute so oder so leben. Etwas Gift härtet ab! Zum Käse, Walliser Bio-Ziegenkäse natürlich, empfehle ich Ihnen einen Pinot Noir, oder möchte die Dame einen Rosé, einen Walliser Misch-Masch, oh, pardon, eine „Assemblage“ vom Besten?“

Der Dialog zwischen Gast oder Gästin und dem Patron könnte auch so ablaufen:
Die Dame: „Wie ich sehe, Monsieur, hat sich Ihr Restaurant ein neues Outfit gegeben, die Tradition ist weg!“
Patron: „Sie müssen wissen, Madame, dieses Jahr hat alles verändert. Wir mussten uns nicht nur dem Zeitgeist anpassen, sondern auch dem Règlement der Regierung. Uns wurde ein neuer Arbeitsrhythmus vorgeschrieben: Zwei Wochen offen, drei Wochen zu, abends ab 19 h zu, 4 Leute an einem Tisch, dann 2, jetzt uniquement nur eine Person und ein Tisch. Doch so können wir ganz für Sie da sein, Madame.“
Sie lächelt und geniesst die volle Aufmerksamkeit des Patron.
„Unser neues Konzept heisst *bio, fair, lokal*, wir tun alles für das Tier- und Menschenwohl. Unsere Walliser Platte enthält weder getrocknetes Rindfleisch noch Schweinespeck, sondern geräucherte Sojawürfel und grillierte Artischockenherzen mit Kapern und Granatäpfelkerne auf Ur-Dinkelbrot. Wegen des Klimawandels wachsen hier jetzt auch bald Granatäpfelbäume. Wunderbar! Unser Angebot geht eben mit der Zeit! A propos Zeitgeist: Gänseleberpastete, Froschschenkel und Weinbergschnecken. Das mussten wir alles von unserer Speisekarte streichen. Und Damen mit Pelzmänteln haben keinen Zutritt mehr zu unserem Restaurant.“
Die Dame rückt ihren echten, aber unecht aussehenden Schal aus Waschbärpelz souverän zurecht, räuspert sich und fragt: „Wie viele Gault-Millaut-Punkte hat denn jetzt Ihr Etablissement?“
Der Patron errötet ein wenig. „Nun ja, wir mussten uns neu anmelden, zwei Inspektoren kamen vorbei, wir taten unser Bestes. Dann sagten sie: ‚Das Bio-Bier, das Sie ausschenken, enthält ein genmanipuliertes Hopfenextrakt. Das lässt sich mit unserer Philosophie nicht vereinbaren. Pflanzen Sie im nächsten Jahr selbst Hopfen an, Setzlinge gibt es in der Bio-Gärtnerei, und bieten Sie Hopfentee an. Die Autofahrenden unter Ihren Gästen werden das alkoholfreie Getränk schätzen. Sie berichten uns über die Umsetzung dieses Projekts, bitte nur positives Reporting, und wir sehen uns wieder bei der nächsten Inspektion!“
Die Dame schüttelt mitleidig mit dem Kopf: „Es ist ja unglaublich, all diese bürokratischen Vorschriften! Dass Sie noch den Mut haben, ein Restaurant zu führen, bewundere ich kolossal!“
Der Patron verneigt sich leicht: „Danke, für Ihr Verständnis, Madame! Welche Empathie! Wir schätzen Gäste, die uns verstehen! Das Haus offeriert Ihnen zum Digestif einen Genepi, einen Wacholderschnaps Réserve du Chef“.
Der Patron tritt ab, die Dame bleibt erwartungsvoll der Dinge, die da kommen, am Tisch sitzen und entfaltet die weisse Stoffserviette. Der Vorhang fällt.

Foto: Madonna mit Kind, Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 9.12.2020

9. Dezember, Mittwoch:

In Deutschland gibt es auch Wissenschaftler*innen, die damit einverstanden sind, dass die Bundesregierung etwas gegen die Verbreitung des Virus unternimmt. Aber sie sind für verhältnismässige und menschlichere Einschränkungen. So hat zum Beispiel der Infektiologe, Herr Prof. Dr. Schrappe, der Bundesregierung bereits mehrmals geschrieben, konkrete Vorschläge gemacht und auch auf Fehler des Robert-Koch-Instituts hingewiesen. Er erhält keine Antwort. Noch nicht einmal eine Diskussion geschweige ein sonst normaler wissenschaftlicher Diskurs darüber ist möglich. Herr Schrappe ist zum Beispiel dagegen, dass man alle Risikopersonen einfach wegsperrt. Angehörige könnten doch vor dem Besuch ihrer Liebsten in einem Alters- oder Pflegeheim einen Schnelltest machen lassen. Auf diese Weise wäre ein sicherer Besuch möglich.

In der Schweiz gibt es seit November immer häufiger Unterbrüche im Zugverkehr. Nicht nur wegen der Schneefälle. Viele Menschen sehen für sich keine Zukunft mehr und werfen sich vor den Zug. Besonders auf der Strecke Bern – Thun, auf welcher ich jetzt öfters fahre.

Wie viele Menschen sterben oder erkranken wegen der Corona-Massnahmen? Darüber wird es wohl nie Statistiken geben.

Heute liesse sich Folgendes dichten mit dem Titel

Zweierlei Ansichten aus Berlin und Bern
oder zweimal EGAL


Frau Merkel verteidigt ungewohnt emotional
die härteren Massnahmen, EGAL
aus welcher Richtung ihr
ein kalter Wind entgegenweht.
Hat Herr Drosten ihr den Kopf verdreht?

Frau Merkel winken Ferien im Schweizerland.
Da können ihre Landsleute noch so sein
ausser Rand und Band.
Aus dem Herzen vieler
spricht die AfD.
Deutschland, o weh!

Der Berner Gesundheitsdirektor Alain Schnegg
meint, der Bundesrat könne machen, was er will,
bei noch so viel Massnahmen und Drill
mache das Virus, was es will.
So oder so würden die Zahlen wieder steigen.
Das liesse sich mit nichts vermeiden.

Herrn Schnegg winkt per Ende Jahr die Pension.
Er winkt ab und meint: „Ich geh‘ ja schon!
Es ist mir dann EGAL, was Gesundheitsminister Berset
anordnet per se.
Bleibt nur zu hoffen, dass seine Liebesaffäre
ihm nicht kommt in die Quere.
Ein Job bei der Pharma wäre dann mal
bestimmt die sicherste und beste Wahl.“

Foto: Georg Dobrovolny
Text: Petra Dobrovolny