Mein Tagebuch: 30.03.2021

30. März, Dienstag: Ein studierter Buschauffeur, Kompostwürmer, Selbsttests und «Anwälte für Aufklärung»

Wird es schon Sommer? Heute fahre ich mit dem öffentlichen Bus ins Tal. Dort blühen die Magnolien, die Aprikosen beginnen damit, die Reben sind alle geschnitten, bei jeder schaut ein Zweig in dieselbe Richtung. Unter der Maske schwitzt man. Ein in der Schweiz lebendes älteres italienisches Ehepaar erzählt dem Buschauffeur, dass sie eigentlich über Ostern Ferien in Italien machen wollten. Doch sie fänden es unmöglich nach der Einreise zuerst 5 Tage in Quarantäne zu gehen und davon erst durch einen negativen PCR-Test befreit zu werden. So hätten sie sich für Leukerbad entschieden. Sie bewundern das perfekte Italienisch des Buschauffeurs. Ja, er habe an der Universität Bologna studiert.

Am Karfreitag kommt Georg nach Leukerbad. Ich habe ihm eine Liste mit Dingen aufgeschrieben, die er mitbringen soll. An erster Stelle stehen rote Kompostwürmer. Im Gedenken an die damaligen Wiedertäufer, die wegen ihrer Verfolgung im 18. Jahrhundert aus der Schweiz in die USA auswanderten – mit Kompostwürmern in den Hosentaschen – und dort erfolgreich landwirtschaftlich wurden. Georg hat schon etwa 10 Stück gefangen und in einem Blumentopf auf die Veranda gestellt, er will sie nicht wie damals die Schweizer in seiner Hosentasche transportieren. Doch über Nacht haben die Würmer den Deckel hochgehoben und sind hinausgeklettert. Georg will sie wieder in die Freiheit entlassen und erst kurz vor seiner Abreise neue fangen. Wir hatten tatsächlich schon von unserem früheren Wohnsitz, Kompostwürmer nach Bremgarten im Umzugswagen mitgenommen. Sie scheinen ganz besonders zu sein, denn unsere Nachbarschaft staunt, wie grün unser Rasen ist und hat schon Würmer bei Georg bestellt.

Während die Nachbarländer ihre Massnahmen verschärfen, findet der Präsident der Schweizer Konferenz der Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger: «Höhere Fallzahlen sollten wahrscheinlich nicht so stark bewertet werden.» Andere meinen, man könne nicht einfach immer mehr verbieten. Es könnte sein, dass die Bevölkerung bald nicht mehr mitmache. Die «Zahlen» sind zurzeit so hoch wie vor Weihnachten. Doch der Unterschied: Jetzt habe man eine Impfung und ab dem 7. April – also eine Woche später als ursprünglich vom Bundesrat versprochen -, gäbe es gratis Selbsttests. Warum gab es die nicht schon früher? In Wien gehören sie bereits seit dem 3. März zum Alltag und sind in jeder Apotheke erhältlich.

Ich freue mich, dass jemand in einer offiziell zuständigen Position öffentlich sagt, es käme ja darauf an, wie man die Fallzahlen bewerte. Nachdem sogar das RKI die Trefferquote des PCR-Tests relativiert, beginnen diejenigen, die über die offiziellen Massnahmen entscheiden, zurückzurudern. Eine Politik der Kehrtwende mit dem Versuch nicht das Gesicht zu verlieren.

In Deutschland gibt es inzwischen verschiedene berufliche Vereinigungen für Aufklärung: Polizei, Ärzte und auch «Anwälte für Aufklärung». Letztere klagen nun den PCR-Test an, weil er weder validiert – d.h. rechtsgültig zugelassen – noch validierfähig ist. Trotzdem wurde dieser Drosten-PCR-Test zur Grundlage für die weltweit angeordneten Massnahmen und ist es immer noch.

Der selbständige Journalist Boris Reitschuster hat bemerkt, wie die Fähigkeit von Herrn Prof. Wieler, Präsident des RKI und Tierarzt, sich für Deutschland eine wöchentliche Inzidenzzahl von 100’000 vorzustellen, im Interview von Anne Will im ARD mit der Bundeskanzlerin bereits zu einer Tatsache wird. Angela Merkel sieht diese Zahl schon in greifbarer Nähe. Der Bund müsse dann schnell handeln und dazu brauche es ein neues Gesetz. Denn bis die Bundesregierung sich mit allen 16 Länderchefs über die Verschärfung der Massnahmen einig würde, verginge wertvolle Zeit, und die Zahl sei dann schon da. Das möchte Frau Merkel nicht erleben. – Heute interviewt Boris Reitschuster auf Youtube den Volkswirtschaftler Prof. Dr. Max Otte zu dessen gerade erschienenen Buch: «Auf der Suche nach dem verlorenen Deutschland. Notizen aus einer anderen Zeit.»

In Kanada wurde ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Stickstoffmonoxid – nitric oxid – entwickelt. Dieser tötet das Corona-Virus sofort in der Nase und macht keine Nebenwirkungen. Man kann es einfach anwenden, wenn man zum Beispiel das Gefühl hat, von jemandem angeniest oder angehustet worden zu sein. Israel hat das Mittel gerade bewilligt, Deutschland hat es abgelehnt. Youtube hat ein Video darüber gelöscht. Das ist eigentlich die beste Reklame. 

Foto – ein Steinmandala für die Karwoche – und Text: Petra Dobrovolny        

Mein Tagebuch: 23. und 25.03.2021

23. März, Dienstag: Auf nach Mallorca! We can’t go on together …

Endlich hat sich der Nordwind gelegt, es wird wärmer!
Im Radio erklingt ein Song aus dem Jahre …? … mit Elvis Presley, ich spitze die Ohren, denn der Text scheint interessant zu sein: «We can’t go on together with suspicious minds!» Meiner Meinung passt diese Aussage in unsere jetzige Zeit: Wir können doch so nicht weitermachen, wenn wir uns gegenseitig misstrauen! Wenn wir uns verpetzen, denunzieren oder auch einfach nicht mehr miteinander reden, weil das Gegenüber anderer Meinung ist!

Auch wir erleben dies: Einige Bekannte haben sich in letzter Zeit von uns abgewendet, manchmal «mit besten Wünschen für unseren persönlichen Weg», will heissen: «Ihr werdet schon sehen, wo ihr landen werdet!» Andere sagen uns im Vertrauen: «Es ist gut, wenn ihr mutig seid und Fragen stellt. Über Corona können wir mit unseren Familien und Freunden schon längst nicht mehr reden.»

Die Nachrichten des Schweizer Radios berichten über Deutschland: Die Regierung hat wegen der «exponentiell steigenden Zahlen» schärfere Massnahmen bis zum 18. April angeordnet. Das öffentliche Leben wird besonders über Ostern heruntergefahren, Gottesdienste dürfen nur virtuell stattfinden, im privaten Kreis dürfen sich höchstens 5 Personen treffen, Menschenansammlungen im öffentlichen Raum sind grundsätzlich verboten. – Fazit: Die Bevölkerung war nicht brav genug, der Osterhase bleibt aus. Es ist bereits gesundheitsschädlich bzw. verantwortungslos gemeinsam die Auferstehung Christi zu feiern!

Man konzentriert sich nur darauf, wie sich die Massnahmen auf die Zahlen auswirken, aber nicht auf die Menschen. Kafka und Orwell werden in letzter Zeit oft zitiert. Wo bleiben vertrauensfördernde Massnahmen? Warum spricht man immer noch von «mit und an» oder «im Zusammenhang mit» Covid-Verstorbenen? Warum werden die Proben für den PCR-Test in manchen Ländern wie zum Beispiel in Deutschland und der Schweiz 40mal sequenziert? Die WHO sagte, dass das Resultat ab der 30. «Sequenzierung» d.h. Vergrösserung nicht mehr aussagefähig sei. Ausserdem wurde dieser Test bisher nicht für die Diagnostik im Alltag validiert. Ausgerechnet auf dieser Grundlage basieren die Massnahmen der Regierungen fast aller Länder weltweit. Menschen, die dieses Vorgehen hinterfragen, sogar angesehene Fachleute, werden beschimpft, diffamiert und mit Sanktionen bestraft. Und warum sollen gesunde und von Covid genesene Menschen geimpft werden? Dazu mit einem Impfstoff, der innerhalb von höchstens 7 Monaten entwickelt wurde und dessen Folgen noch gar nicht bekannt sind? Wo bleibt die Aufklärung über Immunsystem und Selbstheilungskräfte? Warum wird nur von Impfungen gesprochen und nicht von bereits erprobten Pflanzenheilmitteln?

«We can’t go on together with suspicious minds!»

Die neusten Nachrichten aus Deutschland: Der Lockdown wird nochmals verschärft. Fünf Tage «Osterruhe» ab Gründonnerstag, alles geschlossen. Ferien im eigenen Land und Wohnwagen sind nicht erlaubt, dafür Ferien auf Mallorca. Dort grassiert gerade die brasilianische Mutante des Virus. Die Festlandspanier selbst dürfen zurzeit nicht nach Mallorca reisen! Soviel ich mich erinnere, war es der deutsche Dichter Heinrich Heine, der einmal sagte: «Denk’ ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf
gebracht.»

25. März, Donnerstag:

… dann passiert ein Wunder: Frau Merkel hat am Mittwoch die Verordnung der Osterruhe zurückgenommen und sich entschuldigt. Die Begründung: Sie hätte sich für diese Massnahme zwar in bester Absicht entschieden, jedoch einsehen müssen, dass dies in einer so kurzen Zeit nicht durchsetzbar war.

Der Bundesrat hat entschieden, dass pro Person und Monat je 5 Selbsttests gratis in Apotheken zur Verfügung stehen sollen. Bundesrat Berset hatte die frohe Botschaft verkündet, dass man sich ab sofort selbst testen könne, bevor man an Ostern Verwandte und Bekannte trifft. – Ich frage hier in Leukerbad in der Apotheke nach. Die Pharma-Assistentin sagt mir: Dies sei frühestens ab dem 1. April der Fall, doch man glaube es erst, wenn die Selbsttests auch tatsächlich geliefert werden.

In Berlin bleibt das Impfzentrum, in dem ausschliesslich mit AZ geimpft wird, leer. Die Skepsis ist zu gross, besonders bei den Polizisten, denen diese Impftermine angeboten wurden. So will man denn den Impfstoff der «normalen» Bevölkerung anbieten. – Ich lese zurzeit das sehr empfehlenswerte Buch von Clemens G. Arvay: Corona Impfstoffe: Rettung oder Risiko. Es ist unglaublich, welche Tricks sich die ForscherInnen von AZ ausgedacht haben. Die Probanden erhielten ein paar Tage vor der Impfung prophylaktisch ein Mittel gegen Fieber und Erkältung. Die Versuchsgruppe erhielt nicht wie sonst üblich ein Placebo, sondern eine Impfung gegen Hirnhautentzündung. Dies alles bewirkt, dass die Statistik, die die Wirkung des Stoffs von AZ belegt, besser aussieht.

Zurzeit vergeht kein Tag, an welchem in den Medien nicht über Impfungen gesprochen wird. Die Forderungen, dass Geimpfte Privilegien erhalten sollten, und der soziale Druck sich impfen zu lassen, nehmen zu. Dabei ist es nicht erwiesen, dass sie immun gegen Covid sind, also über eine sog. sterile Immunität verfügen. Bereits Geimpfte können an dem Virus erkranken, nur das Risiko für einen schweren Verlauf und daran zu sterben, ist geringer. Dies bedeutet, dass Geimpfte das Virus weitergeben können.

Wo bleibt die Forschung über die grosse Gruppe der von Covid Genesenen? Diese macht immerhin 95% aus. Was wäre, wenn sich gerade diese als steril immun erweisen? Georg hat vor ein paar Wochen einem Freund gesagt: «Wenn es dir möglich ist, warte noch mit der Impfung. Es könnte sein, dass einmal nur noch Nicht-Geimpfte ein Flugzeug besteigen dürfen.»  

Das eidgenössische Jodlerfest, das im Juni in Basel hätte stattfinden sollen und welches bereits 2020 wegen Corona abgesagt worden war, wird noch einmal abgesagt. Auch dieses Jahr werden Grossveranstaltungen mit ca. 150’000 Personen in der Schweiz kaum möglich sein. – Und die Ferienreise im Sommer ins Ausland? Einige Fluggesellschaften haben bereits eine Art Impfpass eingeführt. Nun stellt sich heraus, dass es fraglich ist, ob alle Impfwilligen bis Ende Juli mit 2 Dosen geimpft werden können.

Zum Glück kann der Frühling nicht abgesagt werden und macht sich auch in den Bergen breit.

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 22.03.2021

22. März, Montag: Weltwassertag

Der Wind, der auch in der Nacht sehr stark über die Berge hinwegfegte, legt sich für heute Vormittag für ein paar Stunden. Die Bergdohlen sammeln weggeworfene Pommes frites und drehen mit ihrer Beute spiralige Kreise über Leukerbad.

Heute ist der Weltwassertag. In der Schweiz gibt es immer mehr Probleme mit dem Trinkwasser. Öfters wird festgestellt, dass Quellen von Pestiziden verseucht sind und sogar geschlossen werden müssen. Ein Gesetz, dass eine biologische Landwirtschaft fordert, wurde vor einer Woche vom Parlament aufgeschoben. In Bremgarten kauft Georg schon seit einiger Zeit Wasser für unsere Teeküche ein. Hier in Leukerbad hingegen geniesse ich das Hahnenwasser. Der Tee damit schmeckt wunderbar. Und ich spüre, wie sehr das hiesige Wasser meiner Gesundheit dient.

Am letzten Samstag gab es eine Grossdemo in Kassel, Deutschland. Boris Reitschuster berichtete wieder im Lifestream darüber. Unter anderem demonstrierten ÄrztInnen mit einem grossen weissen Transparent. Darauf stand in schwarzer Schrift: «Wir sind keine Verschwörungstheoretiker. Wir sind Ärzte.» In einem Interview sagte eine Ärztin, sie sei hier, um ein Zeichen zu setzen. Die Zahlen, die wir vorgesetzt bekämen seien manipulativ und hätten mit Medizin nichts zu tun. Sie habe sich der Vereinigung «Ärzte für Aufklärung» angeschlossen. Deswegen habe sie bereits von der deutschen Ärztekammer ein Mahnschreiben erhalten: Wenn sie noch einmal zum Thema Corona auffiele, müsste sie mit berufsrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Es ist kaum zu glauben, mit welchen Mitteln gegen Menschen vorgegangen wird, die anderer Meinung sind. Warum? Georg meint, es handle sich um ein systembedingtes Lügen. In Anlehnung an «too big to fail» bei Banken oder anderen grossen Unternehmen. Wenn sich jetzt jemand von einer Regierung hinstellen und sagen würde: «Tut mir leid! Dieses und jenes war ein Irrtum, wir haben Fehler gemacht!» Dann wäre diese Person ihres Lebens nicht mehr sicher. Es bleibt nichts anderes mehr übrig, als die Bevölkerung als unmündig zu erklären und Angst und Panik zu schüren. Mit der Zeit – jetzt dauert dies schon ein Jahr so! – nützt sich diese Strategie jedoch ab. Dauerhafte Reize, vor allem wenn sie Angst hervorrufen und ständig den Überlebensinstinkt triggern, werden aus Selbstschutz mit der Zeit ausgeblendet. Dies ist ein neuropsychologisches Naturgesetz. Jemand erfand mal das Motto: «Stell’ dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.» Viele schauen oder hören sich die Nachrichten in den offiziellen Medien nicht mehr an.

Foto: Sternenhimmel über Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 21.03.2021

21. März, Sonntag:

Auch heute bläst der arktische Nordwind so stark, dass er mich nur zu einem kurzen Spaziergang einlädt. Die Bergdohlen scheinen ihn besonders zu geniessen und lassen sich einfach von den Böen tragen. Beneidenswert!

Mein kurzer Spaziergang führt mich kurz vor 17 Uhr zum ersten Mal in den Saal der evangelisch-reformierten Gemeinde von Leukerbad. Ausser mir haben noch drei andere hierher gefunden. Zur Einstimmung spielt ein Pianist «Für Elise». Der Pfarrer verkündet, dass er heute zum Thema «Was soll man in schwierigen Zeiten tun» sprechen wird. Ein Beispiel dafür sei Apostel Paulus, der als Gefangener auf der Reise nach Rom auf dem Schiff in einen Sturm geriet. Er hätte die Situation mit der «3-V-Methode» gemanagt. Erstens: V für Verstand: Man solle seinen Verstand, den man schliesslich vom Schöpfer erhalten hätte, einsetzen und Ruhe bewahren. 2: V für Verbindung zu Gott: Paulus sei ein Engel erschienen und hätte gesagt: «Das Schiff wird untergehen, Ihr werdet aber alle gerettet werden und am Leben bleiben.» 3: V wie Vertrauen darin, dass diese Prophezeiung stimmt. Auf diese Weise hätte Paulus die in Panik geratene Schiffsmannschaft beruhigen können.

Mich beeindruckt die Prophezeiung: «Das Schiff wird untergehen, aber Ihr werdet leben.» Ich frage mich: «Welche Art Schiff geht in dieser Zeit unter? Mit welchem Vehikel können wir so nicht mehr weiterfahren? Wird die Welt der Lügen und Korruption untergehen? Werden wir gerade dadurch gerettet, dass sie untergeht?» Fragen über Fragen. Am Schluss des Gottesdienstes spielt der Pianist ein Stück Jazz-Musik, die mir bekannt ist, dessen Titel mir im Moment jedoch nicht einfällt. Währenddessen erscheint Christus hinter dem Altar in einem langen crèmefarbigen Leinengewand und tanzt im Rhythmus der Musik. Sein Gewand ist mit einem grünen Muster bedruckt: Es sind Kreuze mit gleichlangen Balken in einem Kreis von ca. 6 cm Durchmesser. Dieses Muster der Kreuze in einem Kreis erinnert mich an das alte irische Sonnenkreuz. Dieses bedeutet symbolisch Bewusstseinserweiterung durch Leiden am Kreuz. Kreuz bedeutet in diesem Fall Gegensatz, die Sonne das Bewusstsein. Die Farbe Grün: Heilung und Neubeginn. Von diesen Erlebnissen freudig erfüllt kehre ich in meine warme kleine Wohnung zurück.

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 20.03.2021

20. März, Samstag: Tag-und-Nacht-Gleiche, Equinox

Ein glückliches neues Jahr wünsche ich allen! Heute beginnt astrologisch gesehen 2021 mit der Sonne im Widder, dieses Mal in Verbindung mit der Venus: Der friedvolle Krieger bricht auf zu neuen Ufern und erinnert sich an seine Macht. Der unabhängige investigative Journalist Boris Reitschuster interviewt wieder einmal den Immunologen und Impfexperten, aber nicht Impfgegner, Herrn Prof. Dr. Stefan Hockertz. Zwei frühere Interviews wurden von der Zensur auf Youtube gelöscht. Nun ist es eine Frage der Zeit, bis …

Hier der noch vorläufig bestehende Link:
https://www.youtube.com/watch?v=LJ-LDTkVOK8

Die bemerkenswerten Aussagen von Herrn Prof. Hockertz fasse ich hier kurz zusammen:

1. Es gibt keinen wissenschaftlichen Diskurs zu den Themen rund um Corona.

2. Die WHO schrieb in ihren Papieren, den sog. «Assessment papers», zu den Impfstoffen: Diese hätten nach nur 6 bis 7 Monaten Forschung gar nicht zugelassen werden dürfen. Herr Hockertz und weitere WissenschaftlerInnen hatten vor der Zulassung ebenfalls vor den Folgen gewarnt und der EMA, der europäischen Zulassungsbehörde, einen Brief geschickt, den ausser ihm noch 11 weitere WissenschaftlerInnen unterschrieben haben. Bis heute kam keine Antwort. Inzwischen sind einige 30- bis 40jährige Pflegefachleute nach der Impfung an Thrombosen gestorben. Diese Gefahr hätte man in einer sonst üblichen klinischen Studie bereits in der ersten Phase aufgedeckt und weitere Impfungen sofort gestoppt.

3. Die drei in der EU zugelassenen Impfstoffe sind keine Impfstoffe im klassischen Sinn. Sie machen durch genveränderte Substanzen unseren Körper zu einer Fabrik, die den Impfstoff erst herstellt. Üblicherweise bezeichnet man dies mit «Gentherapie», wie dies bei den neuesten Krebsbehandlungen der Fall ist.

4. Es gibt bereits Anzeigen gegen AZ und Moderna.

5. Man darf in eine Pandemie nicht hineinimpfen und das Immunsystem noch stärker belasten. Eigentlich müsste jeder Impfwillige vor der Impfung auf eine akute Infektion getestet werden. Auf Nachfrage antwortete ein Impfzentrum, dass dies aus technischen Gründen gar nicht möglich wäre. Die Impftermine kämen durcheinander. Dies ist der Nachteil von anonymen Impfzentren. HausärztInnen könnten hier flexibler reagieren und auch den weiteren Verlauf der Verträglichkeit des Impfstoffs bei ihren PatientInnen beobachten. Heute weiss niemand, was bei den Geimpften in 3 bis 4 Monaten oder in 18 Monaten passiert.

6. Ebenso müsste eigentlich jeder vorher ebenfalls auf Antigene bzw. auf eine bereits durchgemachte Covid-Erkrankung getestet werden. Dann wäre die Impfung erst gar nicht nötig.

7. Die Impfung macht keinen Sinn! Nur 0,3% sterben an Covid, 95% der Infizierten machen entweder keine Symptome oder einen milden Verlauf und genesen. Man müsste sich auf die anderen 5% konzentrieren. Also wäre es sinnvoller die Bevölkerung über die Stärkung des Immunsystems mit zum Beispiel Vitamin C und D, Echinacea usw. aufzuklären und ein Arzneimittel zu entwickeln. Es gibt bereits Arzneimittel, die den schweren Verlauf der Krankheit lindern. Diese sind aber noch nicht zugelassen.

8. Normalerweise soll eine Impfung eine Infektion überhaupt vermeiden. Dies tun diese 3 zugelassenen Impfstoffe nicht. Geimpfte müssen weiterhin Masken tragen, Abstand halten und alle Regeln einhalten. Es ist auch nicht bewiesen, dass sie andere nicht anstecken können. Es wird behauptet, dass durch die Impfung schwere Verläufe verhindert werden. Doch zu welchem Preis? Die Zahlen zeigen eine Übersterblichkeit von über 80-jährigen in Altenheimen Geimpften. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat verboten nach der Impfung Verstorbene zu obduzieren.

Zum PCR-Test sagt Prof. Hockertz folgendes:
Die WHO zweifelt inzwischen selbst an dessen Zuverlässigkeit. Am 20. Januar gab sie die Richtlinie heraus, dass im Falle eines positiven Testresultats bei einem Menschen ohne Symptome ein zweiter Test gemacht werden müsste. Dies passiert aber in der Praxis nicht.
Ein positiver PCR-Test beweist also keine Infektion! Ein Heidelberger Gericht hat Herrn Drosten vor einiger Zeit zu einer Stellungnahme zum PCR-Test aufgefordert. Bis heute hat Herr Drosten nicht reagiert.


Heute gibt es wieder Demonstrationen in Deutschland, Kassel, und in Liestal, Schweiz. In Liestal sind es ca. 10’000 Menschen ohne Maske. Das Motto: „Wir sind frei und immun.“ Die Polizei hält sich zurück und wendet im Unterschied zu Deutschland keine Gewalt an.

In Deutschland wird nach ein paar Tagen Unterbruch mit AZ wieder weitergeimpft. Nur wenige Menschen haben ihren Termin abgesagt. In GB wurde trotz der aufgekommenen Kritik an AZ die ganze Zeit über weitergeimpft. Schliesslich ist der Stoff britisch, auch wenn er in Indien hergestellt wird, und die Queen und ihr Gatte haben sich mit AZ impfen lassen. Ihr Gatte musste zwar etwa eine Woche später ins Krankenhaus und wurde am Herz operiert. Die Frage nach einem evtl. Zusammenhang mit der Impfung wird nicht gestellt. Schliesslich wird Prince Philip im Juni 100 Jahre alt.

Foto: Krokusse und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19.03.2021

19. März, Freitag: Sankt-Josefstag, ein Feiertag im katholischen Wallis

Nach fast 2 Wochen bin ich wieder in den Walliser Bergen angekommen. Die gestrige Fahrt von Bern nach Leukerbad war sehr angenehm, es waren wenig Leute unterwegs. In der Zeit meiner Abwesenheit ist hier wieder 1m Schnee gefallen, der auch unsere Dachterrasse bedeckt. Doch das Angebot im Supermarkt ist frühlingshaft: Grüne Spargel und Tulpen. Die Sonne steht bereits viel höher und erreicht unsere Terrasse eine gute halbe Stunde früher, das heisst um 10.30 h.

Die NZZ schreibt heute: «Die Schweizerinnen und Schweizer haben es satt. 64% der Befragten sehen im Verlust an Freiheit eines der Hauptprobleme. Jeder und jede 2. rechnet damit, dass eine Rückkehr zur Normalität nicht vor dem nächsten Winter wahrscheinlich ist.»

Vor einem Jahr wurde abgeraten über Ostern ins Tessin zu fahren. Die Botschaft von dort an die nördliche Schweiz: «Bleibt zuhause!» Dieses Jahr heisst es: «Ihr seid willkommen, aber mit Maske.» Der Stadtrat von Lugano erwägt auch eine Maskenpflicht für den Aussenbereich. Tessiner Hotels und Ferienwohnungen sind für die Osterferien bereits fast ausgebucht. Ich freue mich sehr darüber, dass die Menschen sich trotz der Angstmacherei der Mainstream-Medien nicht zuhause verkriechen. Auch unsere vier über 85-jährigen Bremgarten-Nachbarinnen und alleinlebende Witwen sind gesund und munter, versorgen sich selbst und treffen sich oft zu einem Schwatz – ohne Maske. Das war vor einem Jahr ganz anders.

Heute Nachmittag wird der Bundesrat uns mitteilen, ob und ab wann gelockert wird oder auch nicht. Alle hoffen zumindest auf wieder geöffnete Restaurantterrassen. Indessen zieht Frankreich die Schrauben für fast das ganze Land wieder an: Man darf das Haus nur aus einem triftigen Grund verlassen, ab 19 h überhaupt nicht mehr. In der Schweiz wurden zu keiner Zeit Ausgangssperren verhängt, auch die Bewegungsfreiheit wurde nicht auf so und so viele Kilometer eingeschränkt.

Deutschland hat die Impfung von AZ wegen der Gefahr von Blutgerinnseln auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts für Impfsicherheit ausgesetzt, Italien und Frankreich fühlen sich deswegen anscheinend überrumpelt. Die Schweiz hat diesen Impfstoff erst oder noch gar nicht bewilligt. Die WHO tut alles, um den «Schaden» zu begrenzen: Es gäbe keinen Zusammenhang zwischen der Impfung und den anschliessend aufgetretenen Blutgerinnseln. Prof. Bhakdi hatte bereits vor Wochen wegen der erhöhten Gefahr von Thrombosen vor dem Impfstoff gewarnt. Er wollte sich nach der Medienkampagne gegen ihn ursprünglich zurückziehen, sah sich aber genötigt gemeinsam mit seiner Frau ein weiteres Buch* zu schreiben, das Ende April im Goldegg-Verlag erscheinen wird: «Corona unmasked. Neue Daten, Erkenntnisse und Hintergründe.» Das Buch steht bereits jetzt auf der Bestsellerliste, so viele Vorbestellungen gibt es. 

Morgen ist die Tag-und-Nachtgleiche. Die Venus steht nahe zur Sonne, ein Grund zu Optimismus. Seit 2012 haben sich die 33 kosmischen Portale unseres Planeten geöffnet. Eines der wichtigsten ist das Bermuda-Dreieck, wo sich der grosse Kristall des versunkenen Kontinents Atlantis befindet. Wenn wir uns in einer Meditation damit verbinden, finden wir wieder Zugang zu dem damaligen atlantischen Wissen um die Naturgesetze, Frieden und Harmonie. Es gab dort auch ein besonderes Wissen um die heilende Kraft von Klängen und Kristallen. Der Amerikaner Frank Alper schrieb darüber in seinem Buch «Erkenntnisse aus Atlantis». Ich durfte die dort angegebenen Silben der Heilgesänge verwenden und habe sie 2017 für mein 39. Album «Journey to Atlantis» zusammen mit Klängen meiner Kristall-Lyra aufgenommen. Die Silbenreihe DOU-LA-E-VOA unterstützen die Atemwege. Für diejenigen, die sich dafür interessieren: Mein Album ist online bei iTunes erhältlich, weitere Informationen dazu gibt es auf meiner Webseite www.dolphinkissis.ch

* Der Titel des ersten Buches heisst: Corona – Fehlalarm? Ebenfalls im Goldegg-Verlag erschienen und Spiegel-Bestseller Nr. 1

Nach wie vor gibt über das Thema Corona weder in Deutschland, Österreich und der Schweiz keinen normalerweise üblichen wissenschaftlichen Diskurs. Dies bedauern alle WissenschaftlerInnen, die ihre andere Meinung in einer fachlichen Diskussion öffentlich zur Debatte stellen möchten. Sie kommen höchstens in den Kanälen unabhängiger JournalistInnen zu Wort, wie in Deutschland zum Beispiel bei Boris Reitschuster und bei Punkt.Preradovic oder im österreichischen Fernsehkanal «Respekt». Immer mehr Kanäle sehen sich der Zensur von Youtube ausgesetzt und wandern ab auf andere Plattformen. 

Der Bundesrat ist für eine sehr vorsichtige Lockerung: Die Restaurants bleiben bis auf weiteres geschlossen, die Terrassen ebenfalls. Dafür dürfen wir im privaten Bereich Ostern mit 10 Leuten feiern, bisher waren nur 5 erlaubt. Das Gastronomiegewerbe ist enttäuscht bis geschockt. Georg findet: „Was ist das für eine Logik? Die Restaurants der Hotels sind innen für Hotelgäste geöffnet. Oft sitzen dort gleichzeitig hundert oder mehr Gäste, essen und trinken. Ist das nicht gefährlicher als Terrassenrestaurants?“
Aber die Deutschen empfinden die Schweiz als Paradies, Frankreich und Italien verordnen wieder strengere Massnahmen. Das beeinflusst natürlich den Bundesrat in seiner Entscheidung einschliesslich das Mantra in den Nachrichten der Medien, dass die britische Variante besonders gefährlich sein soll und sich jetzt immer mehr verbreite.

Foto: Leukerbad Blick nach Südosten …
und Text: Petra Dobrovolny 

Mein Tagebuch: 15.03.2021

15. März, Montag: Ein Gedicht

Der Winter ist wieder eingekehrt, in den Bergen schneit es seit gestern, auch bei uns im Flachland. Doch hier bleibt der Schnee nicht liegen. Ab und zu stürmt es heftig. So verschiebe ich meine Reise in die Walliser Berge noch um ein paar Tage und schreibe stattdessen ein Gedicht über die Sturmböen:

Sturmböen von  A bis Z

Sturmböen wehen aus Südwest
und rütteln an allem,
was nicht niet- und nagelfest.

Offiziell spricht niemand von Inflation,
doch wir spüren sie länger schon:
Ein Bund Radiesli
kostet dieses Jahr bereits 3 Fränkli.
Und über Nacht
hat uns das Steueramt reicher gemacht:
100’000 mehr wert sei unser Haus …
… auf dem Papier,
doch die Praxis sieht anders aus:
Die Steuerrechnung steigt,
und das Amt wird reich.

Viele trauen nicht mehr der Bank
und verstecken ihr Geld
lieber zuhause im Schrank
oder unter der Matratze,
denn Sparen mit Konto
ist schon längst für die Katze.

Einige Länder der EU setzen den Impfstoff
von AZ aus
und empfehlen der Bevölkerung:
«Bleibt besser zuhaus’,
denn jetzt kommt die nächste Welle
und so auf die Schnelle
haben wir keine andere Lösung.»

In Brüssel schüttelt man den Kopf
und kann es nicht fassen:
Die Schweiz hat diesen Impfstoff erst gar nicht
zugelassen!
Die SchweizerInnen fahren Ski,
trinken Ovo und Bier im Schnee
und geniessen vom Restaurant das Take-Awee.
An der Aare turteln die neuen Liebespärchen.

Brüssel meint: «Ihr lebt wie im Märchen!
Doch bald bläst der nächste Sturm aus Südwest
und rüttelt an allem,
was nicht niet- und nagelfest.»

Foto: Blick auf das Berner Oberland und
Text: Petra Dobrovolny
















Mein Tagebuch: 09.03.2021

09. März, Dienstag:

Am letzten Freitag war ich wieder mal in der Berner Altstadt, um «Kommissionen» zu machen, «lädele» sagt man hier dazu. In der Rathausgasse gibt es ein sehr originelles Geschäft mit verschiedenen Dekorationsgegenständen, Sachen aus Olivenholz für die Küche, bunten Lampen und … Stoffmasken. Vor einem halben Jahr hatte ich dort eine Maske mit bunten Schmetterlingen gekauft. Ich trage sie am liebsten, wenn es denn sein muss, denn ich kann darin besser atmen als in den Standard-Hygienemasken, und die Kinder haben ihre Freude an den Schmetterlingen. Am Freitag will ich Nachschub besorgen. Am Schaufenster steht: «50% Closing Down Sale». Ich frage den neuseeländischen Inhaber, ob er tatsächlich schliessen würde. Ja, nach 15 Jahren! Jetzt müsste er den Mietvertrag wieder verlängern, doch er hätte keine Lust mehr in seinem Alter nur noch für die Miete zu arbeiten. Ich bedaure das sehr und suche 4 Stoffmasken mit einem Frühlingsblumen-Design aus und sage: « I hope, this will soon be over! » Die Antwort: « O yes, it will be over! But it’s a question, if the government will tell us, that it is over. » So klingt die neuseeländische Weisheit: Die Frage wird sein, ob und wann die Regierung uns mitteilen wird, wenn «es» vorbei ist.

Ich schaue auch noch in das Geschäft, wo ich im letzten November ein neues «Futon» – ein japanisches Bett – für unsere neue Wohnung in Leukerbad gekauft hatte. Ich wollte mich bei Herrn Braun, dem Chef, für die gute Beratung und die Lieferung bedanken. Er freut sich, dass ich in Leukerbad gut schlafe und schenkt mir eine kleine runde japanische Figur aus Papiermaché. Sie stellt den Zen-Mönchen «Daruma» dar und ist in Japan als Geschenk sehr beliebt. Daruma hat an der Stelle der Augen nur zwei weisse Kreise. Man kann sich etwas wünschen und währenddessen in das linke Auge einen kleinen schwarzen Kreis malen, so dass Daruma auf diesem Auge schon mal sehen kann. Geht der Wunsch in Erfüllung, soll man sich bei Daruma bedanken und ihm das rechte Auge malen. Ich danke erst mal Herrn Braun für dieses weise Geschenk. Oft vergessen wir uns zu bedanken, wenn unser Wunsch sich erfüllt hat. Ich könnte mir zum Beispiel wünschen, dass uns die Regierung mitteilt, wenn «es» vorbei ist.

Immer öfter hört man von der Skepsis in Bezug auf den Impfstoff von «A bis Z». Der bewunderte und diffamierte Professor Bhakdi hat schon vor Wochen davor gewarnt: Die Impfung könnte eine zu starke Blutgerinnung verursachen. Dies könne leicht festgestellt werden, wenn man bei einer Blutprobe den Gerinnungsfaktor misst. Gestern bringt das Gratisblatt «20 Minuten» die Meldung: In Wien ist eine Pflegerin nach der Impfung vermutlich an einer zu starken Blutgerinnung gestorben. Ein Zusammenhang mit der Impfung sei jedoch nicht bewiesen. Politiker*innen fordern den Stopp der Anwendung von «A bis Z».

Der unabhängige Journalist Boris Reitschuster schlägt in der Bundespressekonferenz in Berlin vor, dass sich doch Frau Merkel medienwirksam vor der Kamera mit diesem Impfstoff impfen lassen könnte. Der Bundessprecher antwortet um Sachlichkeit bemüht: Frau Merkel habe gesagt, dass sie sich impfen liesse, sobald sie an der Reihe sei.  Anscheinend wolle sich auch der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn von «A bis Z» impfen lassen, wenn er dann mal an der Reihe sei.

Die deutsche Sprache ist in dieser Zeit wieder um mindestens zwei Worte reicher: «Impfdrängler» und «Verschwörungsmystiker».

Selbsttests sind gefragt, in Deutschland sind sie in den Supermärkten innerhalb weniger Stunden ausverkauft. In der Schweiz will der Bundesrat an sämtliche Einwohner*innen 5 Selbsttests gratis verschicken, sobald das entsprechende Material zur Verfügung steht. Für diese Idee erntet er ausnahmsweise mal Applaus.

Das Schweizer Stimmvolk hat am Wochenende «Ja» zum Burka-Verbot gestimmt. Die Reaktion des Islamischen Zentralrats der Schweiz lautet: Wir werden allfällige Bussen von Musliminnen, die gegen das Burka-Verbot verstossen, übernehmen. Die Summe wird nicht hoch sein, denn es sollen schweizweit nur etwa 30 Frauen eine Burka tragen. Die meisten sind Konvertitinnen.

Foto: „Daruma“, der Zenmönch, der deinen Wunsch erfüllt, wenn du ihm Augen malst … und
Text: Petra Dobrovolny   


Mein Tagebuch: 03.03.2021

03. März, Mittwoch: Nochmal ein Bad schon nach 2 Tagen!

Heute habe ich für 11.30 h einen Termin in der öffentlichen Leukerbader Therme, die früher «Burgerbad» hiess, reserviert. Der Eintritt kostet heute 2.- CHF weniger als vorgestern, d.h. 16.- CHF. Es sind etwa ein Drittel der Gäste vom Montag da, alles läuft etwas gemütlicher und ohne Happening-Atmosphäre ab. Die Sonne ist durch Hochnebel und Saharastaub verdeckt. Es ist mir nicht warm genug, um nach dem Bad noch in einem der vielen Liegestühle auf der Wiese auszuruhen. Also gehe ich wieder nach Hause und geniesse meine Gemüsesuppe.

Heute steht im «Walliser Boten», dass in Raron neben der Kantonsstrasse ein Grundstück in der Grösse von 16’000 m2 wegen einer Verseuchung mit Quecksilber saniert werden muss. Die Verursacherin ist die Firma Lonza von Visp. Insgesamt 147 Pappeln mussten deswegen gefällt werden. Ein Foto zeigt die aufgestapelten Baumstämme. Es sieht sehr traurig aus.
Lonza stellt jetzt für «Moderna» den Impfstoff gegen Covid-19 her und lässt als erstes die eigenen Mitarbeitenden impfen, damit niemand bei der Produktion ausfällt. Die Impfung ist selbstverständlich freiwillig und beeinträchtigt in keiner Weise den nationalen Impfplan.

Die Zeitung berichtet auch davon, dass ein internationales Walser-Treffen im Lötschental stattgefunden hat. Da sei die Idee entstanden, die «Walserwege» als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO anzumelden. Gemeinsam mit den anderen drei Alpenländern Frankreich, Italien und Österreich. Ein Beispiel für ein immaterielles Kulturerbe ist das Trockenmauerwerk. Dies ist bereits im UNESCO-Register eingetragen. Dabei geht es um das Bauhandwerk und wie es der nächsten Generation weitergegeben wird. Auch für diesen Eintrag haben verschiedene Länder zusammengearbeitet: Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Slowenien, Spanien, Zypern und die Schweiz. Bei meinen Spaziergängen rund um Leukerbad ist mir schon aufgefallen, dass es viele gut unterhaltene Trockenmauern gibt.       

Morgen heisst es Abschied nehmen von Leukerbad und den Walliser Bergen. Georg erwartet mich 1000 m weiter unten beim Berner Bahnhof. Er hat mich vorgewarnt: Die hell- und dunkelvioletten Krokusse in unserem Garten seien bereits verblüht.

Im Gratisblatt „20 Minuten“ wird morgen stehen, dass der nach Europa gelangte Saharastaub radioaktiv sein soll. Es wurde Cäsium nachgewiesen. Wahrscheinlich kommt er aus Südalgerien, wo Frankreich in der Vergangenheit Atomversuche durchführte.

Foto: Meine Schneeschuhe
und Text: Petra Dobrovolny      

Mein Tagebuch: 02.03.2021

02. März, Dienstag: Ein Bad nach 4 Monaten

Gestern konnte ich tatsächlich für 18 h einen Termin in der Therme bekommen. Im Innenbereich besteht Maskenpflicht, auch von der Garderobe bis zur Dusche, eigentlich auch von der Dusche bis zur Türe nach draussen. Wie sollen etwa 160 Leute, die gleichzeitig im Bad sein dürfen, 160 Masken kurz vor der Türe hinlegen oder irgendwo aufhängen, zumal fast alle Masken gleich aussehen? Vor jedem Bassin ist angeschrieben, wie viele Personen hineindürfen. In den 2 grossen Bassins sind 37 bzw. 47 erlaubt. Aber niemand zählt alle Personen ab, bevor er oder sie in das Bassin steigt. Um diese Zeit ist der Andrang so gross, dass man gar nicht schwimmen kann. Hauptsache, alle freuen sich, dass das Bad nach 4 Monaten wieder geöffnet ist und wieder der Gesundheit dienen kann. Leider ist der Ruheraum geschlossen. Draussen stehen zwar zahlreiche Liegestühle, doch jetzt ist es mir zu kalt, um mich dort auszuruhen. Ich nehme den 10-minütigen Heimweg unter die Füsse und kaufe mir unterwegs beim Chinesen Reis mit roten Linsen als Take away. Es schmeckt prima!

Heut geht’s nochmal mit Schneeschuhen zum Weidstübli, meine Freundin kommt mit. Die Sportferien der Schulen sind vorbei, weniger Leute sind unterwegs. Wir haben genug Platz auf der langen Bank an der Hauswand und geniessen Walliser Weisswein und Sonnenschein. Georg schickt mir per Post das Foto des Tages aus dem Gratisblatt «20 Minuten»: «Bier im Schnee». Die Bündner Bergrestaurants haben dem Bundesrat nachgegeben und sämtliche Stühle und Tische von ihren Terrassen weggeräumt. Das Foto zeigt 4 deutsche Skitouristen, die auf ihren Jacken im Schnee sitzen und sich mit Bier in grossen Gläsern zuprosten und dabei offensichtlich viel Spass haben. Wenn das Mama Merkel sähe!

Foto: Leukerbader Therme und
Text: Petra Dobrovolny