Mein Tagebuch: 20.05.2021

20. Mai, Donnerstag: Aufatmen!

In Frankreich, Italien und Österreich werden die Corona-Massnahmen gelockert. Nach vielen Monaten Lockdown atmen die Menschen wieder auf. Kanzler Kurz besucht das Restaurant Schweizerhaus in Wien und genehmigt sich eine Schweinshaxe mit tschechischem Budweiser Bier. Präsident Macron lässt sich auf einer offenen Restaurantterrasse mit einer Tasse Café fotografieren. Jeder auf seine Weise.

Bald sollen auch 12- bis 16-Jährige geimpft werden können. Notfalls auch ohne die Zustimmung der Eltern. – Das Hauptthema der Diskussionen ist jetzt, welche Regeln fallen für Geimpfte, Getestete und nachweislich Genesene weg. Es gibt nur diese drei «G», von Natur aus Immune gibt es nicht. Laut Bundesrat Berset soll die Maskenpflicht weiterhin für alle gelten. Bald wird entschieden, ob Anfang Juni die Innenräume der Restaurants wieder öffnen dürfen und die Pflicht zum Home-Office aufgehoben wird.

Leukerbad scheint doch nicht nur eine Winterdestination zu sein. Viele Restaurants rüsten ihre Terrassen mit grossen Sonnen- oder Regenstoren auf. Wo es möglich ist, werden sie auch räumlich erweitert. Der Unternehmergeist regt sich wieder. Ich finde das wunderbar. Eine Immobilienfachfrau erzählt mir, dass die Nachfrage nach Wohnungen seit letztem Winter gestiegen ist. Familien wollen aus den Städten in die Berge umziehen und sich hier niederlassen. Auch das finde ich wunderbar, denn die vielen meist leerstehenden Häuser mit Ferienwohnungen, besonders solche mit Flachdächern, verbreiten nicht gerade eine gemütliche Atmosphäre.

Der im Winter gesperrte Thermalquellensteg ist wieder geöffnet, die Winterschäden wurden von der Thermalquellenzunft repariert. Es ist ein abenteuerliches Erlebnis auf diesem Metall-Steg mit Treppen und Hängebrücken die enge Schlucht zu durchwandern, unten das Getöse der Dala, in welche sich aus den Felswänden einige Thermalquellen ergiessen. An einer Stelle kann man sogar einen kleinen Metalleimer an einem Seil in die Tiefe lassen und warmes Wasser zu sich heraufziehen. Zum ersten Mal erlebe ich dieses überwältigende Naturschauspiel. Diesen Weg werde ich bestimmt in Zukunft öfters gehen. 

Foto: Hängebrücke des Thermalquellenstegs in Leukerbad mit weissen Orbs
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19.05.2021

19. Mai, Mittwoch:  Neue Projekte

Ab in die Therme, solange Sonnenschein den Dauerregen unterbricht. Doch auch bei Dauerregen ist die Therme gut besucht. Viele mögen das Nass vom Himmel beim Baden. Das ist nichts für mich. Kaum bin ich wieder zuhause, schneit es. So wie vorgestern. Die Bergdohlen müssen vorher das gespürt haben, denn sie kamen nach längerer Zeit gestern wieder zu uns auf die Dachterrasse geflogen, um sich bei der Kälte eine Extraportion zu erbetteln und fragten: «Wo ist Georg?» Sie wissen genau, dass er ihnen immer etwas Leckeres hinwirft. Ich gab ihnen ein paar Küchenreste und sagte, dass Georg im Juli wiederkommen wird. Sie pickten im Nu alles auf und flogen davon.

Einige spirituelle Lehrerinnen mit einem besonderen Draht zur geistigen Welt verkündeten auf Youtube, dass es vom 9. bis 18. Mai eine sogenannte Zehnerreihe von Portaltagen gab. In dieser Zeit strömen besonders hohe Energien auf die Erde ein. Dieses Mal unterstützen sie uns beim Thema Loslassen, Abschied, neue Projekte und Durchbruch. Häufig wird über ein neues Schulsystem gesprochen: Das Home-Schooling in der Corona-Zeit hat viel zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Prophezeiung lautet: Es wird keine Gebäude mehr geben, in denen Kinder lernen müssen. Kinder und Jugendlich können selbst auswählen, was sie lernen wollen. Es wird keinen Lehrplan, keine Noten und keine Zeugnisse und Prüfungen mehr geben. Besonders orientiert man sich an Arno Stern, der nach dem 2. Weltkrieg in Paris ein Malatelier aufbaute, wo er Kinder und Erwachsene gleichzeitig empfang. Er stellte ihnen Farben, Pinsel, grosse Papierblätter zur Verfügung. Seine Aufgabe sah er darin, ein Diener zu sein. Er heftete die Blätter an Pavatex-Wände, war behilflich beim Farbenmischen und versorgte die lange Palette in der Mitte des Raumes mit wasserlöslichen Farben. Er wollte den Kindern nichts beibringen, sie weder korrigieren noch die Werke interpretieren. In dem geschlossenen Raum, dem «Closlieu», entstanden die wunderbarsten Bilder, die kein fremder Besucher beim Entstehen betrachten durfte, und die nie ausgestellt oder in sozialen Medien gezeigt und bewertet wurden. In der Stille und Geborgenheit des Malateliers wachsen Kinder heran – Arno Stern bezeichnet auch Erwachsene als Kinder -, die selbstbewusst ihrer eigenen Kreativität vertrauen. Lange wurde seine Methode belächelt. Doch viele zukünftige Malatelier-Leiterinnen aus verschiedenen Ländern gingen zu ihm in die Lehre. Seit 2 oder 3 Jahren wird er sogar von der Sorbonne zu Vorträgen eingeladen, welche er – inzwischen über 90-jährig – in geistiger Frische und dem ihm eigenen Humor hält und sein Publikum fasziniert. Sein Sohn André setzt die Arbeit des Vaters fort und entwickelt sie für Schulen weiter: Immer geht es um die Begeisterung, den Enthusiasmus, beim Lernen. Lehrpersonen sind Dienende, nicht Verhindernde. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel «Ich ging niemals in die Schule». Es gibt von Vater und Sohn viele Bücher in verschiedenen Sprachen.

Soviel ich weiss, hat die Caritas im Donbass, im Osten der Ukraine, ein Malatelier für kriegstraumatisierte Kinder aufgebaut. Im Pfarrhaus von Bremgarten bei Bern soll nun ein Begegnungsort, ebenfalls mit einem Malatelier neu entstehen. Georg hat die Idee für ein internationales Projekt «Kids painting for Peace». Wie malen Kinder aus verschiedenen Ländern die zukünftige friedliche Welt?

Die nächsten Portaltage sind für Anfang August angekündigt. Mögen noch viele spannende Projekte entstehen und sich entwickeln. Das Wassermannzeitalter hat gerade erst begonnen. Diese Zeitqualität fördert das friedliche Zusammenarbeiten verschiedener Menschen unterschiedlicher Herkunft. Wie sagte es Präsident Obama? «Yes, we can!» … mit Begeisterung!

Mich begeistert jetzt meine neue Traumharfe. Sie ist pentatonisch gestimmt und hat 22 Saiten. Bald werde ich ein neues – mein 50. – Album damit herausgeben: „Waves of Love“, mein 50. Auch dies ist ein neues Projekt.

Foto mit meiner neuen Traumharfe
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 15.05.2021

15. Mai, Samstag: Kräuter aus dem Wald und Aluminium aus der Luft

Es regnet wieder, der Nebel hüllt die Berge ein. Ich gehe in den nahen Wald und sammle Löwenzahn, Brennesseln, Taubnesseln, Kuhschellen, Frauenmänteli und Schlüsselblumen. Das gibt zusammen mit ein paar Blättern Feldsalat und frischen Sprossen ein prima Mittagessen. Walliser Kartoffeln vom Bauernhof kommen noch dazu. Die Wurzeln des Löwenzahns lege ich in Grappa ein und gebe Sternanis, Muskat und Koriander dazu. Mein Immunsystem freut sich.

Von unseren Bekannten hören wir jetzt häufig, dass sie jetzt zum Glück geimpft seien und nichts Schlimmes gespürt hätten. Doch insgesamt hören wir öfters über Beschwerden nach der Impfung als über eine erlittene Covid-Erkrankung. Georg bekommt Besuch von einem älteren Freund, der es bereut, dass er sich hat impfen lassen. Er sieht sehr schlecht aus, hinkt und klagt über Ischias, Gürtelrose und grosse Erschöpfung. Aber was soll er machen? Seine Tochter und die Enkelkinder leben in Israel, und er will sie so bald wie möglich wiedersehen. Auch Jorgos, der griechische Marktfahrer, klagt über Beschwerden nach der Impfung. Doch er brauche die Bestätigung, denn sonst könne er seine Eltern in Griechenland nicht besuchen. Ein anderer Freund, ein Gymnasiumlehrer, der sich impfen lassen musste, konnte nach der ersten Dosis seinen Arm kaum bewegen. Jetzt hat er grosse Angst vor der zweiten Impfung.
Auf Youtube erzählt ein Neurochirurg, dass er mehr Angst vor der Impfung als vor einer Covid-Erkrankung hat. Die deutsche Ärztekammer verlangt, dass kritische Ärzt*innen gemeldet werden.
In der Schweiz ist der Impfstoff jetzt auch für 15- bis 17-Jährige zugelassen. Diese wollen so bald wie möglich an Festivals, die ab Juli wieder erlaubt sein werden. Also reissen sie sich um einen Termin, so dass das Internetportal für die Anmeldungen nach wenigen Stunden zusammenbricht. Das Gratisblatt 20minuten berichtet, dass viele Jugendliche nach der Impfung ohnmächtig werden. Die ärztliche Betreuung vor Ort hat alle Hände voll zu tun. Ein Experte versichert, dass dies nichts mit dem Impfstoff, sondern mit der Angst der Betroffenen vor dem «Piks» zu tun hätte.

Vor lauter «Corona» bleiben andere Themen unbeachtet und ausgeblendet. Zum Beispiel das Thema «Chemtrails». Dies ist ein Chemie-Cocktail bestehend aus Aluminium, Arsen und Barium, den Flugzeuge in grossen Teilen der Welt über den Himmel verteilen. Warum, sagt niemand. Es darf nicht darüber gesprochen werden. Offiziell wird gesagt, dass die weissen sich oft überkreuzenden Linien am Himmel normale Kondensstreifen seien. Alles andere sei Verschwörungstheorie. Ein wissenschaftlich tätiger Arzt berichtet, dass sich unsere Atemluft verglichen mit den letzten Jahren mit 40% mehr Aluminium angereichert habe. Gemischt mit den von der Landwirtschaft versprühten Pestiziden, besonders dem Glyphosat, ergäbe dies einen unheilvollen Cocktail vor allem für unser Zentrales Nervensystem. Neurologische Krankheiten wie Demenz, Multiple Sklerose und Parkinson nehmen zu. Wie sehr unser Körper mit Schwermetallen belastet ist, kann man in der Schweiz in dafür spezialisierten Apotheken einfach und schmerzfrei testen und messen lassen. Mit geeigneten und von Fachpersonen empfohlenen Nahrungsergänzungsmitteln kann man Schwermetalle wie Quecksilber, Nickel, Arsen und Aluminium ausleiten.
Aus meiner Zeit als Assistentin der Neuropsychologie kann ich mich noch gut erinnern, wie selten die soeben genannten Krankheiten waren. Der Professor der Neurologie freute sich, wenn er einen solch seltenen Patienten – diese waren damals meistens männlich – in einem Fallseminar vorstellen konnte, damit die Studierenden eine solche Krankheit mal in der Praxis sehen konnten. Er sagte auch, dass diese Krankheitsbilder in Zukunft zunehmen werden. Die Betroffenen waren meistens über 80 Jahre alt. Auch mit Chorea Huntington oder der Jakob-Creutzfeldt-Krankheit Betroffene waren damals selten. Das war damals. Heute sind die Betroffenen jünger, und es gibt sie häufiger. Von meiner Ausbildung in Kranio-Sakral-Therapie weiss ich, dass Schwermetalle die Hirnhäute angreifen und durchlöchern können.
Vor zwei Wochen sah ich, wie eine hochbetagte Nachbarin vor ihrem Briefkasten stand und ratlos mit ihrem Schlüsselbund hantierte. Ich fragte, ob ich ihr helfen könne. Sie antwortete: «Manchmal habe ich Löcher im Gedächtnis, aber zwischendurch geht es dann wieder.» Mir lief es bei ihrer Aussage kalt den Rücken hinunter. Einen Moment später hatte sie sich daran erinnern können, welches der Briefkastenschlüssel war.
Eine Apothekerin sagte mir, Aluminium werde heute überall gebraucht: Im Haushalt und der Verpackungsindustrie, im Kochsalz als Rieselhilfe, in Impfstoffen, um diese haltbar zu machen, in der Kosmetik in Farben und Deodorants usw. Und jetzt weiss ich, dass wir es auch einatmen.
Mitte Juni können wir in der Schweiz über ein Verbot von Pestiziden abstimmen. Ausgerechnet die Biobauern und -bäuerinnen sind dagegen. Sie haben Angst, weniger zu verdienen.
Welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern?
Unter diesen Umständen ist es notwendig, dass uns eine göttliche Macht beisteht. Christus sagte: «Ich bin bei euch bis aller Tage Ende.» Was hat er damit gemeint? Vielleicht: «Ich beschütze euch, solange ihr euch selbst durch eure eigenen Dummheiten schadet. Diese Tage werden einmal ein Ende haben.» Ich hoffe es sehr.

Foto und Text: Petra Dobrovolny                           

Mein Tagebuch: 13.05.2021

13. Mai, Sonntag: Auffahrt oder Himmelfahrt: «Ich werde bei euch sein …»

Vor dem Gotthardtunnel staut sich seit langem wieder der Verkehr. Heute um 11 h auf mindestens 8 km. Wartezeit über eine Stunde. Rückkehr zur früheren Normalität? Alle wollen ins Tessin oder nach Italien. Gestern sagte mir eine Nachbarin, dass Leukerbad hauptsächlich eine Winterdestination sei. Zu den anderen Jahreszeiten wollten alle ans Meer.
Auch Flüge für Ferienreisen werden wieder gebucht. Für Geimpfte soll das Reisen jetzt kein Problem mehr sein. Fehlanzeige! Das Gratisblatt 20minuten berichtete gestern von einer Schweizer Familie. Der 57-jährige Vater musste vor dem Rückflug von den Seychellen trotz Impfung einen PCR-Test machen lassen. Dieser fiel positiv aus! Die Folge: Die übrigen nicht-geimpften und negativ getesteten Familienmitglieder durften nach Hause fliegen, der Vater wurde zur Quarantäne in ein Hotelzimmer gesperrt. Ein sofortiger zweiter PCR-Test wurde ihm verweigert! Nach einem diplomatischen Hin und Her durfte der Betroffene nach drei Tagen nach Hause fliegen. Wahnsinn! Hier kommen zwei Probleme zusammen: Der PCR-Test ist oft falsch positiv, und Geimpfte können Virusträger*innen sein. Sie sind nicht steril immun! Ein drittes Problem kommt noch hinzu: Die Bürokratie der Kontrollstellen der Flughäfen ändert sich nicht so schnell. 

Wieder muss ich daran denken, dass Georg vor einigen Monaten zu einem Freund, der ihn fragte, ob er sich impfen lassen solle, sagte: «Warte noch ab mit deiner Entscheidung: Vielleicht dürfen bald nur noch Nicht-Geimpfte ins Flugzeug!»

Heute darf ich ab 17 Uhr beim Abendgottesdienst der evangelisch-reformierten Kirche mitwirken: Meine Kristall-Lyra – sie umfasst acht Röhren aus Bergkristall, die schwingend auf einem Rahmen aus Akrylglas montiert sind – habe ich auf den Altar zwischen die grosse Kerze und die Vase mit orangen Rosen gelegt. Nach dem Glockengeläut schlage ich beidhändig mit zwei Schlägeln jeweils eine Röhre der Oktave in C – Dur mit 432 hz an, langsam und meditativ. Jeder Ton klingt und schwingt lange nach, ähnlich wie bei tibetischen Klangschalen. So stimme ich die Anwesenden auf den Gottesdienst ein. Sie lauschen verwundert und andächtig. Die ungewöhnlichen Klänge passen zum heutigen Thema. Der Pfarrer schildert, wie Christus auf dem Ölberg vor den Augen seiner Jünger durch das Licht Gottes emporgehoben wurde. Seine letzten Worte: «Ich werde bei euch sein bis aller Tage Ende.» Was für ein Abschied, der Hoffnung schenkt! Nach der Predigt spiele ich die passenden Klänge zu dieser Szene. Die Gemeinde singt noch zwei Kirchenlieder. Mit Maske ist dies seit kurzem wieder erlaubt. Es folgt der Segen, und zum Abschluss lauschen die Anwesenden noch einmal andächtig meinen Klängen. Der Sigrist hat jetzt zum Glück den «Beamer», der die Psalm- und Liedertexte an die Wand projiziert, ausgeschaltet, so dass dessen Ventilator meine Klänge nicht mehr mit einem technischen Rauschen stört. Die reinen Töne des Bergkristalls können nun ungehindert die Lauschenden erreichen und ihnen einen Moment schenken, der Ewigkeit und Unendlichkeit erahnen lässt.
Ein leises dankbares Klatschen zeigt mir, dass meine Darbietung angekommen ist. Der Sigrist meint, es sei an der Zeit den alten Beamer durch einen neuen zu ersetzen. Auch der Pfarrer dankt mir beim Abschied. «Auf ein nächstes Mal!»
Voller Freude packe ich meine Lyra ein und ziehe sie auf zwei Rädern hinter mir her, den Berg hinauf nach Hause. Auch die steilen Felswände rund um Leukerbad scheinen sich zu bedanken und strahlen auf ihre Art zurück. Die Wolken haben sich gelichtet. Morgen wird sich der blaue Himmel zeigen.

Foto: Balmhorn über Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny           

Mein Tagebuch: 12.05.2021

12. Mai, Mittwoch: Die Eisheiligen

Die Eisheiligen machen sich bemerkbar: Es ist sehr kalt geworden, tagsüber klettert das Thermometer kaum über 12°C, nachts werden es 3°C. Für heute Mittag ist Sonnenschein angekündigt, also packe ich meine Badetasche für die Leukerbader Therme. Wegen der schlechten Wettervorhersage für Auffahrt – zu Deutsch «Himmelfahrt» – bleibt der grosse Andrang von Touristen aus. Das Weidstübli will ab morgen seine Terrasse von 11 bis 17 Uhr wieder öffnen, aber nur bei schönem Wetter und ab 15°C. Bis dahin werden wohl noch einige Tage vergehen.

Eine weitere Wahrheit kommt ans Licht: Die tschechische Journalistin Jana Kovacova interviewt auf ihrem Youtube-Kanal die Hygiene-Expertin Eva Travnickova. Der brisante Titel: Pandemie oder Lüge? Die Expertin sagt, nur die Regierung, genauer gesagt, Ministerpräsident A. Babis hätte die Pandemie ausgerufen. Dies sei gegen die vom Gesetz vorgeschriebene Vorgehensweise geschehen. Gemäss Gesetz berichten die «Hygiene-Ämter» der Landkreise dem tschechischen Gesundheitsministerium über das Infektionsgeschehen vor Ort. Zu der Zeit gab es jedoch kaum Fälle von Covid-19, geschweige denn aussergewöhnlich viele Fälle von Atemwegserkrankungen, alle zusammengezählt, um eine Epidemie auszurufen und Massnahmen anzuordnen. Aufgrund der Meldungen der zuständigen Kreisämter ergreift das Gesundheitsministerium entsprechende Massnahmen. Aufgrund welcher Zahlen kam A. Babis darauf? Es war ein Befehl «von oben», der nicht der gemeldeten Datenlage «von unten» entsprach.

Vor einigen Jahren hatte die WHO eine Pandemie neu definiert. Ursprünglich waren die Kriterien eine sich sehr schnell durch Ansteckung verbreitende Krankheit und eine hohe Anzahl von Todesfällen als Folge dieser Krankheit. Im Jahre 2009 wurde das Kriterium der Todesfälle ersatzlos gestrichen. Seitdem kann eine Pandemie schneller ausgerufen werden. Und es hat sich durch die neue Definition erübrigt, statistisch genau festzuhalten, ob jemand «mit» oder «an» gestorben ist.
Vor kurzem hat die WHO auch den Begriff «Herdenimmunität», der ursprünglich in Zusammenhang mit Tierseuchen verwendet wurde, umdefiniert. Vorher galt: Wenn 80% der Menschen eine ansteckende Krankheit durchgemacht haben beziehungsweise geimpft sind, besteht eine Herdenimmunität. Dies sei ein erstrebenswertes Ziel, dann könnte man wieder «zurück zur Normalität». Jetzt gilt: Erst wenn 80% der Menschen geimpft sind, kann man von einer Herdenimmunität sprechen. Die Genesenen werden nicht mehr dazugezählt. Sind wir alle Schafe? Oder belämmert?

Foto und Text: Petra Dobrovolny     

Mein Tagebuch: 09.05.2021

09. Mai, Sonntag: Es gibt etwas zu feiern!

Im Bahnhof Bern sind viele Menschen mit kunstvoll eingepackten Blumensträussen und Kuchenschachteln unterwegs. Es ist Muttertag. Georg berichtigt mich: Heute sage man «Elterntag»! 

Die Stiefmütterchen auf unserer Dachterrasse begrüssen mich mit einem Nicken. Sie blühen in Hülle und Fülle, der Himmel hat sie während meiner 10-tägigen Abwesenheit begossen. Ich setze mich mit einer Tasse Tee auf unsere grüne Gartenbank und lasse meinen Blick schweifen. Die Lärchen tragen jetzt ein zartgrünes Kleid, die Schneefelder auf den hohen Felswänden verwandeln sich allmählich in Wasserfälle, die sich in mehreren Kaskaden ins Tal stürzen. Ihr Rauschen wird durch den Leukerbader Talkessel mit seiner guten Akustik noch verstärkt. Während der Herfahrt habe ich im Zug die Zeitschrift der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen «Psychoscope» gelesen. Es ist kaum zu glauben: Nach 40 Jahren ist es so weit! Ab dem 22. Juli 2022 werden psychologische Psychotherapien von der Grundversicherung der Krankenkassen vergütet, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Zunächst für 15 Sitzungen mit der Möglichkeit Verlängerung bis zu 30 Sitzungen, falls die entsprechenden bürokratischen Hürden genommen werden. Trotzdem ist dies ein Durchbruch. Der Berufsdachverband wird dranbleiben und weiterverhandeln. In den Nachbarländern der Schweiz können Psycholog*innen seit mindestens 15 Jahren selbständig mit den Krankenkassen abrechnen. Nun hat «Corona» nachgeholfen: Die Schweizer Bevölkerung leidet deutlich mehr an psychischen Problemen. Die Versorgungsnot ist gestiegen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die Depressionssymptome der Schweizer Bevölkerung kamen in die Schlagzeilen. Dies scheint in den Köpfen des Bunderates etwas bewegt zu haben.

Ich habe immer auf eine bessere Lösung für die Vergütung von psychologischen Dienstleistungen gehofft, aber nicht gedacht, dass ich dies noch erleben werde. Oft habe ich für ein sehr niedriges Honorar, manchmal auch unentgeltlich gearbeitet. Viele Hilfesuchende kamen nach dem ersten Gespräch nicht mehr, weil ihre Krankenkasse eine Vergütung ablehnte. Endlich wird die Arbeit von selbständigen Psycholog*innen anerkannt. Nach 40 Jahren. Das muss gefeiert werden!

Foto: Blumengeschäft in Leukerbad und
Text: Petra Dobrovolny 

Mein Tagebuch: 07.05.2021

07. Mai, Freitag: Ein verschwundenes Interview und ein nicht lieferbares Buch

Trotz Regen und heftigem Wind ist der Himmel voller Schwalben und Mauersegler. Es kommt mir so vor, als wären sie zahlreicher als vor einem Jahr. Die Bienen waren fleissig: Unsere Sträucher künden eine reiche Ernte von jetzt noch grünen und bald schwarzen Johannisbeeren an.

Vor zwei Tagen gab es seit längerer Zeit wieder ein Interview auf Youtube mit dem Virologen und Infektiologen Prof. Bhakdi, dessen 2. Buch, welches er gemeinsam mit seiner Frau, die Mikrobiologin ist, geschrieben hat, gerade erschienen ist. Er erzählt, dass er zusammen mit zehntausenden Ärzten und Ärztinnen weltweit eine Vereinigung geründet hat mit dem Namen «Doctors for Covid Ethics». Prof. Bhakdi ist der Meinung, dass die Impfungen ein Verbrechen an der Menschheit sind, vor allem an den nächsten Generationen. Heute ist das Video nicht mehr auffindbar. Es wurde von der Zensur gelöscht. Jemandem passte es nicht. Wer ist daran interessiert, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt?

Bei Amazon hatte ich vor ein paar Wochen das 2. Buch «Corona unmasked» von Sucharit Bhakdi und seiner Frau Carina Reiss bestellt. Dreimal bekam ich die Nachricht, dass sich die Sendung verzögert. Nun erhielt ich zum ersten Mal die Meldung, dass meine Bezahlung abgelehnt wurde. Ein direkter Abzug des Betrags von meinem Konto sei nicht möglich, ich müsste die Nummer meiner Kreditkarte angeben. Amazon entschuldigt sich dafür, dass dafür keine Gründe angegeben werden können. Sehr seltsam!

Von kritischen Experten hört man auf Youtube, bevor ihre Beiträge wieder gelöscht werden, dass es sich bei den mRNA-Impfstoffen eigentlich nicht um Impfstoffe, sondern um eine Gentherapie handelt. Die hier angewandte Technologie wurde vor ein paar Jahren für die Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt, um die Vermehrung von Krebszellen zu stoppen. Dazu muss der genmodifizierte Wirkstoff so verpackt werden, dass die menschliche Körperzelle ihn aufnimmt, ohne sich dagegen zu wehren. Genau diesen Trick wendet man jetzt bei den Corona-Impfungen an. Diese Technologie war also bereits im Frühjahr 2020 bekannt. Deswegen konnte der Corona-Impfstoff so schnell entwickelt werden.

Die NZZ vom 10. Mai schreibt: In den USA sei die Impfkampagne erlahmt. Statt 3 bis 4 Millionen hätten sich bisher nur 2 Millionen Menschen impfen lassen. Viele halten das gesundheitliche Risiko durch die Impfstoffe für grösser als jenes einer allfälligen Covid-Ansteckung. Auch weil die amerikanischen Behörden davor zurückschrecken, den Geimpften Privilegien einzuräumen, sehen viele keinen Grund für eine Impfung.


Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 06.05.2021

06. Mai, Donnerstag: Die Terrassen sind offen! Der Wind der Wahrheit in einer Zeit der Widersprüche

Heftige Winde und viel Regen machen das Leben der Restaurantterrassen schwierig. Als ich nach acht Monaten wieder einmal meine Freundin traf, mussten wir unsere Gläser und Tassen die ganze Zeit über festhalten. Wir nahmen es gelassen und waren froh, dass es eine Stunde mal nicht regnete.
Einer unserer Freunde schickt uns ein Video zum Thema: «Die Terrassen sind offen!» Es ist ein alter Sketch mit dem holländischen Komiker Rudi Carrell, jedoch topaktuell: Er sitzt bei sehr stürmischem Wind mit seiner Freundin auf einer Restaurantterrasse. Beide sind schick angezogen, und der Kellner bringt ihnen Spaghetti. Der Wind bläst ihnen die langen Nudeln fast von der Gabel, bevor sie den Mund erreichen. Rudis Spaghetti fliegen der Freundin in den Ausschnitt ihres schönen Kleids. Der Kellner erkundigt sich, ob alles in Ordnung sei. Rudi meint, alles sei gut, er könne den Rotwein bringen. Inzwischen fängt es auch noch an zu regnen. Der Kellner kommt in einer wetterfesten gelben Ölkleidung wieder zum Tisch und giesst ein wenig Wein in ein Glas, das er Rudi zum Probieren reicht. Rudi versucht die Wetterbedingungen zu ignorieren und meint nach der Kostprobe nickend, der Kellner könne den Wein eingiessen. Dieser stellt die zwei Gläser nebeneinander auf den Tisch, hält die Flasche in der Mitte darüber, und der Wind lässt den Wein abwechslungsweise in das eine, dann in das andere Glas fliessen. Ende der Szene.
Es tut gut mal zu lachen!

In der aktuellen Nummer der Zeitschrift «raum&zeit» Nr. 231 von Mai und Juni gibt es interessante Artikel zu Corona und auch anderen Themen wie 5G usw. Besonders beeindrucken mich die Artikel «Corona-Falle Pflegeheim» von Adelheid von Stösser und «Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffes BioNtech» von Dr. Vanessa Schmidt-Krüger. Hier ein paar Zitate aus dem ersten Artikel, Seite 11 bis 12: «Obschon 80 Prozent der positiv getesteten symptomlos sind, wir der PCR-Test bis heute nicht in Frage gestellt, sondern behauptet, dass auch Menschen ohne Symptome ansteckend seien. Gegen den Testentwickler laufen aktuell sogar Strafanzeigen wegen falscher Tatsachenbehauptung.» Die WHO erklärte neulich, «dass ein positiver PCR-Test nicht ausreiche, um eine Erkrankung nachzuweisen. Ausserdem solle der CT-Wert herabgesetzt werden, d.h. für ein positives Testergebnis bräuchte es eine höhere Viruskonzentration… Für Heime und ihre Bewohner wäre es ebenfalls von grossem Vorteil, würde in erster Linie auf die Symptome geschaut, anstatt auf die Tests… « Es gibt die Möglichkeit, an einer Infektion mit SARS-Viren zu erkranken und zu sterben. «Setzt man diese jedoch ins Verhältnis zu anderen Gefahren, lässt sich alleine schon aus der Sterberate ersehen, dass SARS-CoV-2 kein Killervirus ist. Die Letalität liegt bei 0.3 %. Mehr als 99 Prozent der PCR-Positiven haben überlebt.» Weiterhin schreibt Frau Dr. Stösser, dass differenziert werden müsse, ob jemand an oder mit Corona gestorben sei. Durch die ständige Präsentation von zu hohen Fallzahlen und Schreckensszenarien werde ganz bewusst ein Dauerzustand der Angst erzeugt, «damit alle schön brav die Regeln befolgen, bis die rettende Impfung dem Spuk hoffentlich ein Ende bereitet.»
In dem Artikel über die Nebenwirkungen des BioNtech-Impfstoffes stellt Frau Dr. Schmidt-Krüger die Frage, wie gefährlich die Nanopartikel der Lipid-Hülle seien. Diese Hülle sorgt dafür, dass der eigentliche Impfstoff, nämlich die für uns fremde DNA des Virus, überhaupt von unseren Zellen aufgenommen wird. Die Zellbiologin und Neurowissenschaftlerin stellt fest, dass die Wirkungen auf unser Blut, die Nerven und die DNA ungeklärt sind. Wichtige Studien wurden bisher nicht durchgeführt. Bekannt ist, dass Nanopartikel die Blut-Hirn-Schranke überwinden, also auch ins Gehirn eindringen können. Nach Impfungen mit dem vergleichbaren Moderna-Impfstoff wurden diese Partikel im Gehirn und in Augen gefunden. Die von ihnen verursachte Entzündung des Nervengewebes kann neurologische Störungen bewirken.

Bei dem zunehmenden «Wind der Wahrheit» können einem schon mal die Spaghetti um die Ohren fliegen.

Wir leben mit grossen Widersprüchen: Das deutsche Verfassungsgericht in Karlsruhe hat den jetzigen Lockdown für rechtlich in Ordnung befunden. Eine Studie der Universität Stanford stellt fest, dass ein Lockdown eher schadet als nützt. Die Liste der Nebenwirkungen der Impfstoffe wird immer länger, man soll sich jedoch aus Solidarität impfen lassen. Der Nutzen überwiege die Risiken. Über Langzeitwirkungen weiss niemand etwas.
Der Schweizer Gewerbeverband verurteilt die vom Bundesrat geplante vorsichtige Öffnung in 3 Phasen bis Ende Juli. Dies berichtet heute «Der Bund» auf Seite 7. Gastronomiebetriebe sollten laut Gewerbeverband Ende Mai öffnen können. Die Kantone kritisieren, dass der Bundesrat bei seiner «Öffnungslogik» an der Reproduktionszahl als Richtwert festhalten will. «Dieser sei untauglich, urteilt etwa der Kanton Bern, man würde sich besser nach der Auslastung der Betten in den Intensivpflege-Stationen richten.» Meine Bemerkung dazu: Die R-Zahl leitet sich direkt vom PCR-Test ab und soll angeben, wie viele Personen eine einzige anstecken kann. Warum verwendet man diesen weltweit immer noch als «Goldstandard» für den diagnostischen Alltag, obwohl er nie dafür zugelassen wurde?
Am 12. Mai wird der Bundesrat entscheiden, wie es weitergeht mit dem 3-Phasen-Modell.

Dem gängigen Corona-Wortschatz kann ich zwei Wörter zufügen: «Öffnungslogik» und «die Ungeschützten». Letzteres soll diejenigen bezeichnen, die weder geimpft sind, noch einen negativen PCR-Test noch eine Bestätigung über eine durchgemachte Covid-19-Krankheit vorzeigen können. Menschen, die von Natur aus von ihrem Immunsystem geschützt werden, scheint es nicht – mehr – zu geben.

Foto und Text: Petra Dobrovolny                      

Mein Tagebuch: 04.05.2021

04. Mai, Dienstag:

Ein verregnetes und kaltes Wochenende ist hinter uns. Es hat sogar gehagelt. Viele Blüten liegen am Boden.

Es häufen sich die Meldungen, dass in Seniorenheimen wieder Infektionen ausbrechen, obwohl alle geimpft sind. Bereits vor Monaten hatten Experten davor gewarnt, dass Impfungen das Virus zu Mutationen «drängen» könnten. Anstatt den Warnungen nachzugehen, wurden diese Experten, u.a. Prof. Bhakdi und Clemens Arvay, diffamiert. Nun schreibt die Journalistin Stephanie Lartz am 3. Mai auf Seite 16 der NZZ so, als sei dies nie zur Debatte gestanden: Es gibt «Fluchtvarianten». Also Virus-Varianten, die den Impfschutz austricksen können. Deswegen empfiehlt die WHO, «das Erbgut der Viren von mindestens 10% der wöchentlich auftretenden Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 zu entschlüsseln. Weiter schreibt die NZZ: «Es ist unklar, ob die Überwachung von Infektionen, die nach einer Impfung auftreten, wirklich funktioniert.»
Da kann ich nur staunen: Plötzlich ist klar, dass der Impfschutz lückenhaft ist und dazu noch «Fluchtvarianten» fördert. Die NZZ setzt noch einen drauf und kritisiert das BAG: «Die genetische Überwachung des Coronavirus in der Schweiz hat blinde Flecken.» Die Analyse, auch «Sequenzierung» genannt, die besonders häufig in Grossbritannien durchgeführt wird, ist zeitlich und finanziell aufwendig.

In Deutschland gibt es zurzeit wieder einmal einen strengen Lockdown mit nächtlicher Ausgangssperre. In der Schweiz gab es so etwas wegen Corona nicht. Das Gratisblatt «20minuten» schreibt: «Die Deutschen loben die Schweizer: Die Schweizer lassen sich einfach nicht einsperren. Für die Menschen in der Schweiz sei die Freiheit ein höheres Gut als der absolutistische Gesundheitsschutz. Sie kontrollieren lieber den Staat, als sich von ihm kontrollieren zu lassen.»
In den Kantonen Uri und Schwyz gibt es Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen, an denen auch die sog. Treichler oder Trychler teilnehmen. In ihrer Tracht gekleidet gehen die jungen kräftigen Männer langsam durch die Strassen und tragen über Nacken und Schultern eine Art Joch, an dessen jeweiligem Ende eine grosse geschmückte Kuhglocke hängt. Das bei jedem Schritt verursachte ohrenbetäubende Geläute bringt den Protest gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten zum Ausdruck. Diese Form des Protests hat eine lange Tradition und macht Eindruck.

Foto: Japanischer Kirschbaum vor dem Hagel
und Text: Petra Dobrovolny