Mein Tagebuch: 28.08.2021

25. August, Mittwoch: Mehrere Welten

Ein Zwischenhoch bringt nochmal ein paar Tage Spätsommer.
Georg meint, ich solle endlich aufhören über Corona zu schreiben, das würde sowieso niemanden mehr interessieren. Vielleicht würde in zwanzig Jahren eine Geschichtsstudentin zu dem Thema recherchieren und sich darüber wundern, was wir heute erleben. Ich solle stattdessen von den Abenteuern meines neuen Lebens in Leukerbad berichten.
Eigentlich ist zu dem Thema auch schon alles gesagt worden. Spannend wird die Abstimmung am 28. November über das Covid-Gesetz. Wie wird das Schweizer Stimmvolk entscheiden? Angeblich rollt jetzt wegen der Delta-Variante die vierte Welle an.

An diesem Wochenende haben die «Freunde der Verfassung» zu einer Tagung mit vielen spannenden Vorträgen, u.a. auch von Sucharit Bhakdi und Karina Reiss eingeladen. Alles wurde live aufgenommen. Falls die Videos auf Youtube gelöscht würden, kann man sie finden bei http://cwl-live.ch

Für mich sind zwei Informationen von Prof. Bhakdi neu und interessant: Wenn keine Alarmsituation besteht, schläft das Immunsystem. Dann kann auch eine Blutprobe nicht nachweisen, ob man immun ist gegen Covid19. Eine entsprechende Blutanalyse sagt nichts aus. Ein weiterer Punkt betrifft Bluttransfusionen, die die mRNA-Impfung übertragen, wenn der Spender oder die Spenderin gerade geimpft wurde. Spendenwillige sollten mindestens 14 Tage warten. Das Deutsche Rote Kreuz findet, dass ein einziger Tag genügt.

Abseits der offiziellen Medien wird über Demonstrationen gegen die Massnahmen und vor allem gegen den grünen Pass in mehreren Ländern berichtet. Mich beeindruckt, dass in Italien und Griechenland viele Demonstrierende ein Holzkreuz auf der Schulter tragen. Kommt es doch noch zu einer weltweiten Freiheitsbewegung?

Wenn ich die Felswände rund um Leukerbad betrachte und mit den Bergwesen spreche, bin ich in einer anderen Welt. Doch was ist «die eine» und was «die andere» Welt?
Ich packe mein neues Aufnahmegerät ein und gehe in den Wald, um die gluckernden Bergbäche aufzunehmen. Im Moment ist es noch windstill, die Schweizer Luftwaffe hat Mittagspause, die Motorsägen ruhen, kein Helikopter ist in Sicht. Also, los geht’s!

Foto: Bergbach bei Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 22.08.2021

22. August, Sonntag: Vollmond im Wassermann und die Chance auf Freiheit

Zum zweiten Mal in diesem Monat kommt der Vollmond in das Zeichen des Wassermanns und fordert uns auf, unsere Einzigartigkeit auf neue Weise in diesem Leben auf dieser Erde zu manifestieren. Die Künstlerin Meret Oppenheim hat einmal gesagt: «Die Freiheit bekommt man nicht. Man muss sie sich nehmen.»

Heute postet Gunnar Kaiser ein neues Video auf Youtube mit dem Titel: «Die Furcht vor der Freiheit». In seinem Vortrag erwähnt er vor allem das 2015 erschienene Buch mit dem Titel «Autonomie» von Harald Welzer. Die neue Normalität ist eine ideologiefreie Ideologie ohne Führer und Personenkult. Der Vorteil einer Ideologie ist, dass sie den Gläubigen erlaubt, die Komplexität der Gesellschaft in radikaler Einfachheit zu verstehen. Sie bietet eine Entlastung von weiterem Nachdenken über die eigene Identität. Auf die derzeitige Situation bezogen geschieht diese Entlastung durch die Zugehörigkeit zu den «Solidarischen», durch den Glauben an DIE Wissenschaft und an die neue Definition von «Normalität». Statt ideologische Propaganda gibt es eingängige Werbesprüche wie «Nicht verpassen, impfen lassen!» «Impfpflicht ist Bürgerpflicht!» Aber: Die Aktienkurse der Firmen, die den Impfstoff herstellen, fallen – laut NZZ von heute.

Die Delta-Variante hat anscheinend in Süd-Vietnam zugeschlagen. Dieses Land war bisher von den vorherigen Varianten weitgehend verschont geblieben. In wenigen Tagen soll ein erster Lockdown gelten. Alle Geschäfte, auch Supermärkte für Lebensmittel, werden voraussichtlich für mindestens zwei Wochen geschlossen. Vor den Läden bilden sich lange Warteschlangen, die Kundschaft streitet sich um die letzte Ware in den bereits halbleeren Regalen. Es kommt sogar zu Schlägereien. Meine Freundin zeigt mir auf ihrem Handy ein Video von ihrem Sohn, der in Vietnam wohnt und arbeitet. Sie sagt: «Darüber schreibt hier keine Zeitung!»
In Israel gibt es bald wieder einen Lockdown, obwohl dieses Land Weltmeister im Impfen sein soll. Die australische und die neuseeländische Regierung beschliessen nach der Entdeckung eines einzigen «Falles» einen Lockdown. Was wird das bringen?

Ich erhalte einen Link zum Video einer Anhörung von Dr. Vladimir Zelenko vor dem israelischen Rat der Rabbiner. Dr. Zelenko ist ein jüdischer Mediziner, der in den USA lebt und für den Nobelpreis in Medizin vorgeschlagen wurde, u.a. weil er über 6000 Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren, erfolgreich behandelt hat. Darunter auch die Präsidenten Trump und Bolsonaro, vor allem mit Zink. Seiner Aussage nach habe er 85% seiner Patienten vor einer Einlieferung ins Spital bewahren können. Eine Impfung gegen Covid-19 sei nicht nötig. Dr. Zelenko ist sich bewusst, dass er wegen seiner Aussagen in diesem Video sein Leben verlieren könne. Er fragt, warum jetzt zu dritten Mal geimpft werde mit diesem vergifteten Todesschuss –  a poisoned death shot – , wenn es schon so viele Impfdurchbrüche gäbe?»  Israel sei zur Zeit weltweit das grösste Labor mit einer zu 80% geimpften Bevölkerung. Die akuten Impffolgen hätten bereits gezeigt, dass 40% der Geimpften Blutgerinnsel bekämen, die meisten drei bis vier Tage nach der Impfung. Viele junge Erwachsene litten nach der Impfung unter einer Herzbeutelentzündung – Myokarditis. Die Zahl der Fehlgeburten im ersten Drittel der Schwangerschaft sei bei geimpften Schwangeren von 10% auf 80% gestiegen. Zu erwarten seien bei Geimpften mittelfristig pathologische bzw. paradoxe Antworten des Immunsystems, langfristig die Zunahme von Autoimmunkrankheiten, Krebserkrankungen und Unfruchtbarkeit. Historisch gesehen bestünde zurzeit das grösste Risiko eines Genozids. Wenn 7 Milliarden Menschen geimpft würden, überlebten innerhalb von zwei bis drei Jahren höchstens 5 Milliarden. Bedeutend mehr Menschen würden an der Impfung als an Covid-19 sterben. Einer der drei Räte oder Richter bricht kurz vor dem Ende dieser Anhörung in Tränen aus.

Foto: Vollmond über Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny                      

Mein Tagebuch: 08.08.2021

08. August, Sonntag: Löwenportal und eine chinesische Weisheit

Heute schreiten wir durch das Löwenportal, Lion’s Gate. Astronomisch gesehen wird es jedes Jahr etwa am 28. Juli aktiviert und dauert bis zum 12. August, der 8. August ist der Höhepunkt. Die Sonne steht im Zeichen des Löwen, der Stern Sirius kommt der Erde am nächsten und reiht sich in den Gürtel des Sternbild Orion ein. Dieses Jahr kommt noch ein Neumond ebenfalls im Löwen hinzu. Astrologisch bedeutet dies bisher nie dagewesene neue Möglichkeiten und ein neuer Schub in der Öffnung der Herzen. Der Löwe steht für die Kraft und Bewusstsein aus dem Herzen. Wahrheit kommt ans Licht und trifft auf unsere offenen Herzen. Wir können nur noch empört sein über die Frechheit, Lügen und Betrügereien. Viele gehen auf die Strasse, skandieren «Liberté» wie etwa in Nizza. Andere tun sich zusammen, gemeinsam sind wir stark. In Deutschland wehren sich geimpfte und ungeimpfte Mütter gemeinsam gegen das Impfen ihrer Kinder.
Georg meint, ich solle nicht über die Sterne schreiben, sondern über die Realität, sonst würde ich von einigen Leuten als Spinnerin bezeichnet. Doch meiner Meinung nach erläutert die Astrologie Möglichkeiten, die konstelliert sind, archetypische Bilder, die sich zyklisch wiederholen und eine Zeitqualität bestimmen. Eine Konstellation – darin ist auch das Wort «stella», der Stern, enthalten – ist ein Zusammenwirken verschiedener Energiequalitäten. Was wir kollektiv und persönlich daraus machen, ob wir eine Chance ergreifen oder nicht, ist unsere Entscheidung.

Georgs gut gemeinte Kritik führt mich zu der Frage: Was ist Realität? Es besteht zum Beispiel die Forderung, Wissenschaft sollte die Realität möglichst objektiv abbilden und erforschen.

Die Sonntagszeitung berichtet auf der Seite 9, dass laut einem Bericht republikanischer US-Abgeordneter das Corona-Virus bereits im September 2019 aus dem Labor für Virologie in Wuhan ausgebrochen sei. Der 82-seitige Bericht hält fest, dass schon damals Chinas Behörden damit begannen, «jegliche Spuren zu tilgen, die einen Laborursprung der weltumfassenden tödlichen Pandemie beweisen könnten». Der federführende Abgeordnete Michael McCaul aus Texas sagt: «Es handelt sich um die grösste Vertuschung der Menschheitsgeschichte.» Mit ihrem Bericht, der auf öffentlich zugänglichen Quellen beruht, preschen die Kongresspolitiker drei Wochen dem von Joe Biden bestellten Bericht der US-Geheimdienste vor. Zur weltweiten Ausbreitung des Virus trugen massgeblich die im Oktober 2019 in Wuhan stattfindenden Militärweltspiele bei. An ihnen nahmen 9000 Sportler aus 109 Ländern teil. Viele Teilnehmenden nahmen das Virus in ihre Heimatländer mit. In Italien, Brasilien, Frankreich und Schweden gab es bereits im November und Dezember Covid-19-Erkrankungen. China gab «offiziell» erst an Silvester 2019 den Ausbruch der Krankheit an, obwohl bereits im September in Wuhan ein Lockdown verordnet worden war. Weiterhin berichtet die Sonntagszeitung, dass durch Projekteingaben belegt wird, dass im Wuhan-Labor an der Funktionssteigerung von Viren geforscht wird und die dortigen Wissenschaftler zur Züchtung eines Super-Erregers in der Lage sind.

Es ist förderlich, wenn die Wahrheit an die Oberfläche kommt. Wir können sie uns anschauen und uns entscheiden, wie wir leben wollen. Eine chinesische Weisheit besagt: «Wenn ein Schaden von Menschen angerichtet wurde, kann und muss er von Menschen wieder gut gemacht werden.» Im heutigen «Bund» wird Thomas Binz vom BAG zitiert: «Ich glaube, dass mehr Zwischenfälle gibt, als tatsächlich bekannt sind.» Wir können uns fragen: Ist Forschung in Hochsicherheitslaboren überhaupt nötig beziehungsweise zu verantworten, wenn es «Restrisiken» gibt, die der ganzen Welt schaden? Man könnte auch sagen: «Mit Restrisiken müssen wir leben. Die gehören zur Realität.» Tschernobyl und Fukushima lassen grüssen.

Auch dies ist Realität: Am 5. August überschritt der Aktienkurs von Moderna in New York erstmals die Marke von 400 Dollar. Anfang des Jahres lag er noch bei 111 Dollar. Am Geschäft mit der Corona-Impfung gewann Moderna in diesem Jahr bereits 19 Milliarden Dollar. Der Konkurrent Pfizer erwartet dieses Jahr 33 Milliarden Dollar. Seit seiner Ankündigung der dritten Impfung in Israel machte der Aktienkurs einen massiven Sprung an der Börse.  Quelle: «Der Bund» vom 9. August. Der deutsche Virologe Christian Drosten sagt: «Man muss nicht nachimpfen, weil Mutanten auftreten, sondern weil die Immunität gegen Schleimhautviren nicht lebenslang hält. Länder mit einem hohen Anteil an älteren Menschen sollten dabei mehr als nur sehr klar umgrenzte Risikogruppen nachimpfen, sondern ein breites Impfangebot für Drittimpfungen machen.» Bei welcher Firma hat Herr Drosten seine Aktien?
Georg meint: «Das neue Virus heisst nicht SARS-CoV-2, sondern Raffgier.»

In der Ferienwohnung im dritten Stock ist für eine Woche ein neuer etwa 45-jähriger Gast einquartiert. Er kommt aus Süddeutschland und möchte Leukerbad kennenlernen. Ich frage ihn, ob er sich in der Schweiz besser fühlt, denn in Deutschland seien die Massnahmen strenger und würden sehr autoritär umgesetzt. Er schüttelt den Kopf. Davon merke er nichts. Er sei geimpft, würde grössere Menschenansammlungen meiden und könne die Massnahmen der Regierung gut nachvollziehen. Die 80-jährige Nachbarin begrüsst ihn ebenfalls und erzählt, dass sie jetzt nicht mehr wandern könne, sondern nur noch ins Thermalbad ginge. Vor vier Wochen hatte sie mir noch erzählt, dass sie mit ihrem Mann immer noch mit Freude wandern ginge. Sie würden mich gerne mal mitnehmen und mir die Wege entlang den «Suonen», dem alten Bewässerungssystem im Wallis, zeigen. Inzwischen ist sie zweimal geimpft und hat grosse Mühe mit dem Laufen.  

Der Wassermann unterstützt uns im freiheitlichen Denken ohne Grenzen und mit unendlichen Möglichkeiten. Wir wollen aber nicht nur denken und uns in unzähligen Möglichkeiten verlieren. Da hilft uns die Kraft des Löwen, uns auf einen Punkt zu konzentrieren und die zukünftige Welt zu manifestieren.  

Foto: Aussicht von der Rinderhütte bei Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny                         

Mein Tagebuch: 07.08.2021

07. August, Samstag: Questo è una storia …

So beginnt ein Lied von Adriano Celentano. Doch ich erzähle hier nicht wie er die Geschichte eines Jungen*, sondern jene meiner Sommer auf einem Campingplatz am Neuenburgersee. Vieles habe ich dort erlebt: Für mich war es ein Kraftort zum Auftanken und Träumen, ein Ort der Inspiration und Begegnungen. Jedes Jahr leistete ich einen Beitrag an das vielfältige Kulturprogramm. In den ersten Jahren waren dies Kurse in Atem und Bewegung nach Ilse Middendorf. Ab 2006 nannte ich mein Angebot «Lass deine Seele reisen»: Eine Meditation im Liegen zu Klängen und Gesang von Petra. Mein «Orchester» umfasst eine schamanische Trommel, ein Klangauge (steel drum), Rasseln aus unterschiedlichen Kulturen – wie Madagaskar, Mali, Südamerika, Hawai’i und La Tène (keltisch), einen Regenstock, ein Monochord, eine Kristalllyra sowie Klangstäbe mit den Planetenklängen und tibetische Klangschalen. Zu Beginn frage ich die Anwesenden nach ihrem Wunschthema. Die Antworten sind meistens: Vertrauen, Heilung, Vergebung, Versöhnung. Auch besteht manchmal der Wunsch nach Heilung der Ahnenlinie. Ich stimme mich auf das jeweilige Thema ein und begrüsse sodann die Naturwesen des Ortes. Dies sind Zwerge, Elfen, Einhörner, die Baumwesen der Umgebung sowie die Drachen der vier Elemente. Der Oberzwerg raucht jeweils seine Pfeife und streicht sich den langen weissen Bart, während er meint, es sei höchste Zeit, dass ich wieder singe und klinge. Dann bitte ich um die Unterstützung der Erzengel, Engel und weiterer Helfer aus der geistigen Welt. Oft erscheinen während meiner Meditation auch die Ahnen, die mit diesem Ort verbunden sind, und tanzen eine Polonaise. Im Sommer 2020 meldete sich mehrmals Mutter Erde mit der Botschaft, dass wir Menschen keine Angst, sondern Vertrauen haben sollten. Sie würde uns tragen, nähren und beschützen. Zunehmend erschienen auch Wesen anderer Galaxien und landeten hier mit ihren Raumschiffen. Sie gaben uns zu verstehen, dass sie uns in dieser Zeit der Wandlung unterstützen möchten, denn sie hätten auf ihrem Planeten Ähnliches erlebt und könnten uns dank ihrer Erfahrung beistehen.
Nach meinen Klängen ist eine Zeit der Stille sehr wichtig, damit die Liegenden nachspüren und ihre Erlebnisse ordnen können. Sodann folgt ein Austausch über das Erfahrene. Manche Teilnehmende berichten über eine sehr tiefe Entspannung. Manchmal schläft jemand ein und ist überrascht, wenn mein «Konzert» bereits vorbei ist. Es hätte sich zeitlich wie fünf Minuten angefühlt. Dabei waren es gemessene 40 Minuten. Manche berichten, dass sich verschiedene körperliche Schmerzen aufgelöst hätten. Andere erzählen von Begegnungen mit kürzlich verstorbenen Familienangehörigen oder mit dem eigenen Krafttier oder von Visionen in wunderbaren Farben. Oft wirken meine Klänge weiter in die Träume der kommenden Nacht. Ich bekomme sie dann am nächsten Tag erzählt, oder eine Teilnehmerin zeigt mir ein Bild, das sie von ihrer Seelenreise gemalt hat.
Nächste Woche werde ich meine restlichen Sachen packen. Georg wird mir dabei helfen. Die meisten Musikinstrumente habe ich bereits an meinen neuen Wirkungsort, nach Leukerbad, gebracht. Die Bergwesen freuen sich schon, auch die Nixen, der Erd- und der Luftdrache. Zwerge und Elfen gibt es hier auch. Die vor dem Hochwasser gerettete Traumharfe konnte ich wieder stimmen und spielen. Es ist alles gut. Ein Kreis schliesst sich, ein neuer beginnt. Nach 34 Jahren.

Die Hopi haben prophezeit, dass die alte Erde eine Zeit der Erneuerung erleben wird. Ein Kreis wird sich schliessen. Bevor ein neuer Kreis beginnen wird, sagten sie eine Übergangszeit mit Stürmen, Hochwasser und Bränden voraus. In dieser Zeit leben wir jetzt.

*Anmerkung: «Il ragazzo della Via Gluck» heisst der Titel des Liedes von Adriano Celentano.

Foto: Hopi-Rassel
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 30.07.2021

30. Juli, Freitag:

Es regnet und regnet, der Hochsommer und die «Hundstage» bleiben aus, während es in Südosteuropa brennt. Unsere Tomaten können wir dieses Jahr vergessen. Sie wurden vom Hagel durchlöchert. Den Walliser Winzern macht der Falsche Mehltau zu schaffen. So sind wir froh um unsere Weinvorräte des sehr guten Jahrgangs 2019.

Ein grosses Thema in den Mainstream-Medien: Mehr Rechte für Geimpfte! Wenn jemand vor ein paar Monaten sagte, dass uns die Grundrechte genommen werden, war er bereits ein Verschwörungstheoretiker. Jetzt heisst die Forderung: Geimpfte sollten ihre Rechte zurückbekommen. Das Covid-Zertifikat soll in manchen Ländern bald nicht nur für Grossveranstaltungen, Theater und Konzerte gelten, sondern auch für Besuche in Restaurants und Altersheimen. Der PCR-Test soll bald für Ungeimpfte nicht mehr gratis sein. Für das Gesundheitspersonal gilt zum Beispiel in Frankreich ab September eine Impfpflicht. Die Proteste und Demonstrationen dagegen nehmen zu. 
Auch in der Schweiz wird die dritte Impfung im Herbst vom BAG «geprüft». Sie wird als «Auffrischung» bezeichnet.
In Südamerika soll die nächste Variante entdeckt worden sein. Südamerika ist weit weg, könnte man meinen. Doch unsere Nachbarn sind vor wenigen Tagen aus Equador zurückgekommen… Die neue Virusvariante heisst «Lambda». Nach «Delta» werden fünf Buchstaben des griechischen Alphabets übersprungen. Wenn dies ein Zeichen dafür ist, das wir in grösseren Schritten alle Varianten abhaken und bald bei Omega, also am Ende des Alphabets ankommen, habe ich nichts dagegen. Der Bundesrat hatte vor etwa zwei Monaten für Ende Juli die Aufhebung aller Massnahmen versprochen, doch jetzt ist er wieder zurückgekrebst: Da sei die sich ausbreitende Delta-Variante, man müsste abwarten, was die Leute mitbringen, die aus den Ferien zurückkehren und wie sich der Schulanfang auswirke usw. Und die Maskenpflicht müsste bestimmt mindestens bis zum kommenden Frühjahr beibehalten werden, denn den Winter verbringen wir wieder vermehrt in geschlossenen Räumen. In einem Radio-Interview erwähnt Bundesrat Berset nebenbei, dass nach der Impfung 19 Personen gestorben seien. Er stellt dies ohne Kommentar fest. Der Moderator hakt hier auch nicht nach.

Im Wallis will sich niemand mehr impfen lassen. Die Kantone Obwalden, Nidwalden und Appenzell Innerrhoden sind schweizweit die «Schlusslichter». Am meisten Geimpfte gibt es im Kanton Zürich. Ja, die Bergler und Berglerinnen: Sie sehen die Welt aus einer anderen Perspektive!

Foto und Text: Petra Dobrovolny