Mein Tagebuch: 30.12.2021

30. Dezember, Donnerstag: Jahresrückblick

Das Jahresende lädt zu einem Rückblick ein: Am 1. Januar dieses Jahres konnte ich hier in Leukerbad ein Neujahrskonzert im Hotel Beau Séjour geben. Die Hotelbesitzerin war begeistert von meinen Klängen und spendierte einen grosszügigen Aperitif. Damals durften wegen «Corona» nur 10 Personen anwesend sein, das Zertifikat gab es noch nicht. Jetzt gilt die 2G-Regel. Unter solchen Bedingungen möchte ich gar nicht auftreten.

Im Mai und Oktober durfte ich im evangelisch-reformierten Kirchenzentrum in Leukerbad beim Gottesdienst meine Kristall-Lyra auf den Altar legen und meditative Klänge spielen. Die Zuhörenden waren dafür sehr dankbar und staunten darüber, wie Bergkristall klingt, aus welchem die Klangröhren der Lyra bestehen. Georg war am 17. Oktober auch dabei, obwohl er erst ein paar Stunden vorher auf seine linke Hand gestürzt war und grosse Schmerzen hatte.

Mitte Januar liess ich die letzten Sachen aus meiner Praxis in der Berner Altstadt nach Leukerbad transportieren und gab den Raum ab. Er war für mich während 12 Jahren eine Oase für meine therapeutische Arbeit und mein kreatives Tun, wie Meditieren, Komponieren und Schreiben, gewesen. Drei Kolleginnen hatten ursprünglich diesen Raum an der Toplage übernehmen wollen. Sie sagten jedoch kurzfristig ab. Wegen «Corona» sei die Situation für sie als selbständig Tätige nicht mehr planbar. Ich war froh, die Berner Altstadt wegen der zunehmenden Baustellen, Demonstrationen und Gross-Events mit lauter Musik zu verlassen. Im Februar konnte ich in Leukerbad bereits wieder Patientinnen empfangen.

Im Mai begann ich mein 50. Album zu komponieren: Mein Tontechniker hatte mir beigebracht, wie ich mit einem kleinen Audiogerät die Klänge der Natur und meiner Instrumente selbst aufnehmen kann. Es erfüllt mich mit grosser Freude, wenn ich die Stille der Berge und die Ruhe im Haus vor allem nach Mitternacht für Aufnahmen nutzen kann. Vor kurzem konnte ich das Album mit dem Titel «Life River – Fluss des Lebens» mit den Klängen der Bergbäche und meiner Traumharfe veröffentlichen. Es ist im Internet via www.dolphinkissis.ch erhältlich.

Ende Mai wurde ich gebeten mein Märchen «Das Ei der Weisheit» in der Kirche Bremgarten im Rahmen eines Kinderprogramms für den Event «Die lange Nacht der Kirchen» vorzulesen und mit Spielpuppen aufzuführen. Im Jahr 2017 wurde dieses Märchen im united-Verlag veröffentlicht. Ich habe es auch verfilmt und vertont. Es wäre DAS Märchen für die Klimabewegung: Eines Tages verschwindet das Ei der Weisheit, das Liebe und Wissen vereint und Harmonie garantiert, von der Erde. Seither passieren nur noch Naturkatastrophen. Das kleine Mädchen Anastasia bringt es dank ihrem grossen Herzen zustande, das Ei der Weisheit wieder auf die Erde zurückzubringen. Es geht in diesem Märchen um die Frage, ob wir alles, was wir wissen und zu dem wir technisch fähig sind, auch anwenden dürfen, wenn dann die Gefahr besteht, dass die Welt untergeht. Dies erleben wir jetzt mit «Corona». Ein von Menschen genmanipulierter Virus, der auf eine noch nicht geklärte Weise aus einem Labor entwichen ist, bringt die Welt an den Abgrund. Ich hätte nie gedacht, dass mein Märchen eine solche Brisanz bzw. Realität erlangt. Es geht darum, ethisch abzuwägen, ob wir alles, was wir wissen und können, auch in die Wirklichkeit umsetzen dürfen. Die Live-Übertragung von dem Märchen findet ihr auf meinem Youtube-Kanal.

In der ersten Juliwoche besuchten uns Georgs älteste Nichte und ihre zwei bereits erwachsenen Kinder aus der Tschechischen Republik. Georg hatte sie dazu gedrängt nicht noch bis Herbst zu warten, da sich seit Juni die Covid-Situation samt den damit verordneten Massnahmen gebessert hatte. Wir mieteten für unseren Besuch eine Ferienwohnung unter der unsrigen und verbrachten gemeinsam wunderbare Tage. Der Zeitpunkt war – Georg hatte Recht – sehr gut gewählt: Ein Tag vor der Abfahrt unseres Besuches setzte starker Regen ein, der länger andauern sollte. Kurz darauf traf ein heftiger Hagelschlag auch unseren Garten in Bremgarten und vernichtete unsere gesamte Tomatenernte. Und im Herbst verschlimmerte sich die «Corona-Situation» mitsamt den dazugehörenden Einreise- und Quarantäneregeln. Diese bewirkten auch, dass Georg und ich nicht zum achtzigsten Geburtstag seiner ältesten Schwester nach Nordmähren fahren konnten.

Mitte Juli begann ein verregneter Sommer mit starken Überschwemmungen. Meine Gedichtvorlesung, die an einem Campingplatz am Neuenburgersee im Rahmen eines Kulturprogramms stattfinden sollte, fiel ins Wasser. Und mein Wohnwagen wurde von den Fluten erreicht. Mindestens eine Woche lang war er nicht zugänglich. Vor allem bangte ich um meine neue Traumharfe, die ich dort auf dem Boden hatte liegen lassen. Ich hatte sie zwischendurch an meiner Gedichtlesung spielen wollen. Ein guter Freund konnte sie zum Glück retten, sobald der Pegelstand es erlaubte, die Wohnwagentüre zu öffnen. Er konnte das Instrument unbeschadet Georg in Bremgarten übergeben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich und erleichtert ich war.

Im August beschloss ich, meinen Wohnwagen zu verschenken. Er war vom Hochwasser beschädigt worden, aber noch brauchbar. Es meldete sich eine mir unbekannte Frau, die bereits sieben Jahre lang auf eine solche Gelegenheit gewartet hatte. Somit nahm ich nach 34 Jahren Abschied von meinem Refugium am Neuenburgersee. Die Überschwemmung verstand ich als Zeichen dafür, dass sich für mich ein Kreis geschlossen hatte. Zum zweiten Mal in diesem Jahr: Ebenfalls nach 34 Jahren habe ich die Stadt Bern verlassen, wo ich während dieser Zeit Praxisräume gemietet hatte.  

Im Oktober beschliessen wir die 40-jährige Leukerbader Küche, die wir von den Vorgängern übernommen hatten, renovieren zu lassen. Der Kühlschrank funktionierte nicht mehr richtig und die Einrichtung entsprach nicht unseren Bedürfnissen. Zu Beginn hatten wir die Illusion, dass die Arbeiten nach einer Woche abgeschlossen wären. Am 8. November wurde die Küche demontiert, erst am 10. Dezember konnte ich sie wieder in Betrieb nehmen. Am 12. Januar wird noch die Glasabdeckung an den Wänden montiert. Gut Ding will Weile haben. Der Raum wirkt jetzt viel heller und grösser, ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihn betrete. Vor allem haben wir jetzt mehr Stauraum für Lebensmittel.

Ende Oktober erlebten wir die erste Eigentümerversammlung des Hauses. Diese hatte wegen «Corona» im Jahr zuvor nur in Form einer brieflichen Abstimmung stattgefunden. Dieses Jahr konnten wir uns in einem Restaurant mit Zertifikatspflicht treffen. Die heikelste Angelegenheit war die Abstimmung über die Renovation des über vierzigjährigen Hausdachs, welches im letzten Jahr undicht geworden war. Der Erneuerungsfonds war nicht rechtzeitig genügend geäufnet worden. Es wurde entschieden, es noch im November provisorisch zu reparieren. So hoffte man, die Gesamtrenovation so lange aufschieben zu können, bis sich genügend Geld im Fonds befände. Mein Wunsch nach einer Solaranlage stand nicht mehr zu Diskussion, da allein die notwendige Renovation bereits eine sehr hohe Summe ausmacht.

Zusammengefasst war 2021 für mich ein Jahr der intensiven Begegnungen mit dem Element Wasser. Dieses zeigte sich mir in vielfältigen Formen: Als Heilquellen von Leukerbad, Regen, Schnee, Hagel, Überschwemmung, Wasserfälle, Regenbogen, Tränen des Abschieds, der Erleichterung und des Glücks und als Bergbäche, deren Lieder ihren Weg in meine Kompositionen gefunden haben. Der Fluss des Lebens ist vielfältig. Ich kann auch sagen, dass dieses Jahr für mich unter dem Motto stand: «Auf zu neuen Ufern!» Und dafür bin ich sehr dankbar.

Georg meint, dass ich den Jahresrückblick noch gar nicht abschliessen könnte, weil noch nicht klar sei, wieviel noch passieren wird. Vielleicht werde ich noch schnell herausfinden, wie man aus einem quadratischen Stück Papier einen Kranich faltet.

Stossen wir gemeinsam in Dankbarkeit auf das alte Jahr an!

Foto und Text: Petra Dobrovolny


Mein Tagebuch: 29.12.2021

29. Dezember, Mittwoch: Winterschlaf und Spaziergänge

Es schneit und schneit. Der Leukerbader Lawinenwarndienst benachrichtigt mich: Einige Wege und Strassen werden geschlossen, man solle rechtzeitig Vorräte einkaufen.

Ich verwandle mich in ein Murmeltier. Georg kocht und schmuust in der noch nicht ganz fertig renovierten, jedoch funktionierenden neuen Küche. Seine seit dem 17. Oktober verletzte linke Hand badet er seit sechs Tagen regelmässig in den hiesigen Brunnen, das heilende Wasser trägt er in Flaschen nach Hause. Der Unterarm und das Handgelenk sehen schon viel besser aus. Ausserdem macht Georg sich Umschläge mit Weisskohlblättern, die die Verbrennung durch die Röntgenstrahlen ausleiten. Vor dem Einschlafen hülle ich ihn mit heilenden Klängen meiner Kristallklangschalen ein.

Auch bei schlechtem Wetter fanden vorgestern die Montagsspaziergänge in Deutschland statt. Vor einem Jahr wurde im sächsischen Erzgebirge damit begonnen. So wie vor der Wende gehen auch jetzt die Menschen auf die Strasse, um friedlich ihren Widerstand bekannt zu geben. Mahatma Ghandi hatte zu seiner Zeit zu dieser Form des gewaltlosen Protests aufgerufen. Mit Erfolg. Indien wurde selbständig. Steter Tropfen höhlt den Stein. Die Berliner Mauer ist gefallen. Schon in über 200 Städten Deutschlands gehen jetzt die Menschen jeden Montag spazieren. Und es werden immer mehr.

Der britische Astrologe Steve Judd sagt für 2022 voraus, dass es ein leichteres Jahr als dieses werde. Im Februar käme die bis jetzt verborgene Wahrheit zum Vorschein, im März ändere sich die Situation zum Besseren.

Dr. John Campbell berichtet über die neusten Statistiken: Omikron überholt die Delta-Variante des Virus. Die Symptome merkt man bereits nach 3 Tagen, sie sind jedoch viel schwächer, halten nur 5 Tage an und bringen die Erkrankten nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% ins Spital. Good news!  

Foto und Text: Petra Dobrovolny 

Mein Tagebuch: 25.12.2021

25. Dezember, Samstag: Weihnachten

Allen wünsche ich frohe Weihnachten und besinnliche Rauhnächte, die dazu inspirieren zu fragen: Wie wollen wir leben? Wie möchten wir unser Licht in die Welt bringen?

Gunnar Kaiser hat auf Youtube den jungen Musiker Taylor interviewt.

Hier der Link:

Mein Tagebuch: 22.12.2021

22. Dezember, Mittwoch: Gestern und heute: Kirche und Ablass

Seit letztem Montag gilt in der Schweiz für öffentliche Innenräume die 2G-Regel: Nur Geimpfte und Genesene dürfen zum Beispiel in Restaurants und Kirchen.

Spätestens jetzt würde ich aus der Kirche austreten, wenn ich es nicht schon längst wäre, egal, ob geimpft oder nicht. Wie kann dies eine christliche Kirche machen? Wurde die Botschaft von Christus vergessen? Die Aufgabe der Kirchen wäre alle aufzunehmen ohne Zertifikat. Dazu noch mit welcher Begründung, wenn es klar ist, dass Geimpfte das Virus auch verbreiten können? Tatsächlich lese ich hier in Leukerbad beim Anschlag vor der Kirche über den Fahrplan der Veranstaltungen über Weihnachten und Neujahr: Zertifikatspflicht! Ich traue meinen Augen kaum. Dabei könnte die Kirche gerade jetzt …

Die Sternenkonstellation von vor 500 Jahren wiederholt sich heute als Konjunktion von Saturn und Pluto, die am kommenden Heiligabend exakt wird. Damals schlug Martin Luther seine Thesen an die Türe der Kirche von Wittenberg. Den entscheidenden Ausschlag dazu gab der damalige Ablasshandel der römisch-katholischen Kirche. Wenn du für deine Sünden bezahlt hast, kommst du in den Himmel! Gibt es da eine Parallele zu heute? Wenn du dich impfen lässt, bekommst du für ein paar Monate eine gewisse Freiheit. Wer verdiente damals und wer verdient daran?

Als ich zwei Jahre alt war, ging ich an der Hand des lutherisch-reformierten Bischofs – ich glaube, es gibt in dieser Kirchenhierarchie nur einen einzigen Bischof – an der Hand in der einzigen lutherischen Kirche im zu 99% katholischen Luxemburg zum Taufaltar. Er taufte mich, ohne das Chakra meines dritten Auges noch mein Kronenchakra – wie dies in der Regel bei Taufen geschieht – zu verschliessen. Er schenkte mir einen Teddybären. Diesen nannte ich «Bischofbär». Er hat mich viele Jahre lang beschützt und getröstet.

Das Wichtigste vom Konfirmandenunterricht des damaligen lutherischen Pastors in Luxemburg für mich als 13-Jährige war, dass jeder und jede selbst Verbindung zu Gott aufnehmen kann und IHN selbst um Vergebung bitten kann. Vor unserer Hochzeit in der evangelisch-reformierten Kirche in Kilchberg, Kanton Zürich, bat Georg nicht Gott um Vergebung dafür, dass seine Wahl auf eine Lutheranerin gefallen war, sondern – in Rücksicht auf seine römisch-katholische Familie in Mähren – bat er um einen «Ablass» bei einem Stellvertreter der römisch-katholischen Kirche. Das bedeutet: Georg erhielt eine schriftliche Bestätigung dafür, dass er nicht in die Hölle kommt, wenn er eine Lutheranerin heiratet. Wir gingen damals gemeinsam zu dem Gespräch mit einem Jesuitenpater, damit dieser sich selbst davon überzeugen konnte, dass ich keine Ketzerin war. Ich machte dies alles mit, da ich Georgs mährische Familie achte und respektiere. Ich weiss, wie sehr ihnen der christliche Glauben, der für sie nun mal mit der römisch-katholischen Kirche verbunden war und ist, in den schweren Zeiten des Kommunismus geholfen hat. Bei der Beerdigungsfeier meines Schwiegervaters, der 12 Jahre lang ein politisch Gefangener des kommunistischen Regimes gewesen war, war am 3. Januar 1982 die kleine Kirche in einem Dorf in Nordmähren mit Leuten überfüllt, die ihre Teilnahme an dieser Trauerfeier auch als politisch oppositionelle Handlung zu verstehen gaben. Deren Augen waren auch auf die zwei Schwiegertöchter aus dem westlichen Ausland gerichtet. – Nebenbei: Die zwei Söhne durften nicht zur Beerdigung ihres Vaters aus der Schweiz einreisen. Sie wären an der Grenze zur tschechoslowakischen Republik verhaftet worden. – Beim Aufruf zur Kommunion gingen wir aus Respekt vor allen Opfern des kommunistischen Regimes zum Altar. Meine damalige Handlung sagte aus, dass ich mich vor dem Mut und der Integrität meines verstorbenen Schwiegervaters verneige.

Foto der Kerze von Amnesty International und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 21.12.2021

21. Dezember, Dienstag: Wintersonnenwende

Das Motto des Kanals von Boris Reitschuster hat zum Titel ein Zitat aus der Bundespressekonferenz in Berlin: «Eine Frage noch Herr Reitschuster!»

Meine Frage lautet:
«Will ich, dass eine Regierung angeblich aus lauter Liebe und Fürsorge zur Bevölkerung darüber bestimmt, wie und wann ich sterbe?»
Ich antworte mit einem Zitat aus dem Song der Band «Queen»:
«Too much love can kill you!» Auf Deutsch: «Zuviel Liebe kann töten!»

Heute ist Wintersonnenwende in einer kraftvollen Sternkonstellation, die begünstigt, dass wir uns nach unserer Göttlichkeit fragen.

Wo ist mein inneres Licht? Wie bringe ich es in die Welt? Was möchte ich noch in die Welt bringen?

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 11.12.2021

11. Dezember, Samstag: Unsere neue Küche und Lawinengefahr

Inzwischen musste ich wieder nach Leukerbad, da am letzten Donnerstag der Bodenbelag für unsere neue Küche geliefert und gelegt wurde. Der Handwerker bat mich darum, auch während der Mittagspause arbeiten zu dürfen, denn wegen des anhaltenden Schneefalls wollte er so schnell wie möglich wieder ins Tal fahren. Um 13 Uhr war der neue Linoleumboden gelegt. Die Küche sieht viel heller aus, ich freue mich über die getroffene Wahl. Jetzt fehlt nur noch die Wandbedeckung, das orange Glas. Dieses wird erst am 12. Januar montiert werden. Doch zum Glück kann ich bereits jetzt alles wieder einräumen, nachdem ich vor dem 8. November, an dem die alte Küche demontiert wurde, alles ausgeräumt hatte. Seitdem hatte ich nur das nötigste Geschirr und einen Kochtopf benutzt und gefunden, dass dies auch genügt. Jetzt staune ich, was aus den Schachteln alles wieder zum Vorschein kommt. Zwei zusätzliche Haushalte haben im Verlaufe dieses Jahres den Weg von meiner Praxis in der Berner Altstadt und von meinem Wohnwagen am Neuenburgersee, dem Lac de Neuchâtel, nach Leukerbad gefunden. Vieles davon brauche ich nicht mehr oder nicht mehrfach und werde es der Allgemeinheit schenken.

Georg meint, er könne mir bald wieder mit dem Einräumen helfen, denn seiner linken Hand geht es langsam wieder besser. Sein Unfall ist schon bald zwei Monate her. Während der ersten vier Wochen wurde das Gelenk zwölf Mal geröntgt. Trotzdem wollte sich kein Arzt darauf festlegen, ob nun doch eine Operation nötig ist oder nicht. Ihr erinnert euch: Über die Folge habe ich bereits berichtet. Die ganze Gegend um das Handgelenk herum weist eine tiefe Verbrennung auf. Da die Heilung fast keine Fortschritte macht, kam Georg auf die Idee, es einmal mit einer Bioresonanz-Sitzung zur Unterstützung seiner inneren Heilkräfte zu versuchen. Die Therapeutin meinte, es dauere bestimmt noch eine Woche, bis ein Fortschritt sichtbar werde. Geduld ist angesagt. Und weiterhin Kühlung und Wickel mit Blättern vom Weisskohl, auch Zinksalbe.    

Mein Handy zeigt eine Nachricht von der Gemeinde Leukerbad: Heute Abend ab 21 Uhr findet ein Lawinenschiessen statt. Zu dem Zeitpunkt sollte man möglichst nicht draussen unterwegs sein. Den Empfang der Nachricht soll ich mit einer Eins bestätigen. Das künstliche Auslösen von Lawinen hilft, um die Strasse ins Tal offen zu behalten. Im letzten Januar musste sie drei Tage lang trotzdem gesperrt werden. Auch gestern hat es fast ununterbrochen geschneit. Alles ist meterhoch in weisser Pracht eingehüllt, eine Stille breitet sich aus.
Woanders in der Welt mögen die Menschen nicht mehr still sein. Sie fordern ihre Bürgerrechte zurück, doch die Regierungen schränken diese immer stärker ein. Mein Bruder berichtet aus London, dass dort bereits über die 4. Impfung gesprochen wird. Wie in der Tschechischen Republik auch. Wegen der «Omikron-Variante» wird die Maskenpflicht in Grossbritannien nach fast sechs Monaten wieder eingeführt, doch längst nicht alle halten sich daran. In der Schweiz beginnen die Schulferien eine Woche früher als vorgesehen, weil besonders Schulen von den Infektionen betroffen sind. Bald wird auch in der Schweiz die Impfung von 5-Jährigen zugelassen. Was wird den Kindern damit angetan?

Deutschland hat eine neue Regierung, die sogenannte Ampelkoalition. Der neue Bundeskanzler heisst Olaf Scholz. Er hat versprochen, dass jetzt alles besser wird. Die 2-G-Regel beherrscht den Weihnachtseinkauf. Nur Geimpfte und Genesene dürfen die Geschäfte und Restaurants betreten. Die Hälfte der Kundschaft muss zu Hause bleiben. Doch manchmal muss etwas schlechter werden, bevor es besser wird.
Ein Spruch des ägyptischen Totenbuchs lautet: «Du stirbst, damit du lebst. Du schläfst, damit du aufwachst.» Viele Menschen wachen jetzt auf und demonstrieren friedlich gegen einen Impfzwang, gegen das Impfen von Kindern und für Freiheit und Grundrechte. Viele Geimpfte fühlen sich jetzt von einer Regierung betrogen, die ihnen nach zwei Impfungen die Freiheit und eine Rückkehr zur Normalität versprochen hatte. Jetzt sieht es danach aus, als wäre eine Impfpflicht die einzige Rettung und ein «Impfabo» unumgänglich. In Österreich ist die Empörung über die ab Februar 2022 geltende Impfpflicht gross. Auf dem Wiener Heldenplatz demonstrierten vor kurzem 44’000 Menschen dagegen.  

Foto: Blick aus unserem Leukerbader Küchenfenster

und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 04.12.2021

04. Dezember, Samstag: Sonnenfinsternis

Heute findet im Sternzeichen Schütze eine totale Sonnenfinsternis bei Neumond statt. Astrologisch gesehen schliesst sich ein Zyklus. Das Alte geht, das Neue kommt. In geistiger Hinsicht findet eine Wiedergeburt statt: Wir lassen uns «von oben» keine Angst mehr machen. Gemeinsam sind wir stark, vernetzen uns und finden gemeinsam Lösungen. Die Sternenkonstellation begünstigt, dass die Wahrheit zum Vorschein kommt. Gleichzeitig herrscht aber auch viel Verwirrung darüber, was jetzt stimmt und was nicht. Die britische Astrologin Pam Gregory fasst es zusammen: «Die Angst geht, die Liebe kommt.» Wir werden uns nicht mehr gegenseitig bekämpfen. Konkurrenzdenken verabschiedet sich, Zusammenarbeit wird gefragt und führt zum Erfolg im Dienst einer Sache. Auf die nun kommende Zeit können wir uns am besten einstimmen, wenn wir über unsere Wünsche meditieren und neue Absichten formulieren. Was macht uns glücklich? Wie soll die Welt aussehen, in der wir leben möchten? Das Sternzeichen Schütze steht für Wahrheit, Gerechtigkeit, Glaubenssysteme, Weisheit und höheres Bewusstsein. Auf diesem Gebiet wird sich in den kommenden sechs Monaten viel tun. Vor allem in den USA, deren Geburtshoroskop durch die Wiederkehr von Pluto besonders aktiviert wird.

Vorgestern hat das britische Gesundheitsamt bestätigt, dass die Impfung unbedingt in den Muskel und nicht in eine Vene verabreicht werden soll. Die Nadel soll nach dem Einstich und vor dem Injizieren ein Stück zurückgezogen werden. «To aspirate» heisst das auf Englisch. Dr. John Campbell freut sich über diese offizielle Anweisung, fragt sich aber: «Warum erst jetzt?»

Es schneit und schneit. Auf unserer Dachterrasse liegt schon ein halber Meter Schnee. Georg sagt mir am Telefon, dass es in Bremgarten am Nachmittag 8 oder 10° warm werden soll. In Leukerbad wird ein Gewitter mit heftigem Sturm erwartet. Somit packe ich jetzt meine Sachen und nehme Bus und Zug Richtung Bern.

Foto und Text: Petra Dobrovolny      

Mein Tagebuch: 03.12.2021

03. Dezember, Freitag: Rätsel gelöst?

Nach langen Stunden mit ununterbrochenem Schneefall kommt heute die Sonne wieder zurück. Auf unserer Dachterrasse in Leukerbad liegen 30 cm Schnee.

Seit dem 1. Dezember darf kein ungeimpftes Flugpersonal mehr fliegen. Was passiert, wenn der Pilot als eine Folge der Impfung plötzlich einen Herzinfarkt bekommt? Am Flughafen Zürich schwingen die Freiheitstrychler bei einer friedlichen Demo am 1. Dezember wieder ihre Kuhglocken.

Seit den Massenimpfungen haben Herz- und Kreislauferkrankungen zugenommen. Es gibt Sportler, die plötzlich auf dem Fussballfeld oder Leute, die im Ruheraum des Impfzentrums umfallen. Weiss niemand, warum?

      https://www.bitchute.com/embed/WCfyNz0eK6zV/

In diesem Video klärt ein Chemiker darüber auf, was in den mRNA-Impfstoffen noch drin ist. Ein spanischer Arzt habe herausgefunden, dass sich in allen Impfstoffproben nanoskalische monolagige Aktivkohle, also Graphenhydroxid, befände. Wenn diese Aktivkohle in eine Vene gelangt – bei inkompetenten Personen, die impfen, kann dies passieren – zerschneiden die Atome, die nicht biologisch abbaubar sind, die Wände der Blutgefässe von innen. Das Resultat: Die Menschen verbluten innerlich. Besonders Sportler, deren Kreislauf trainiert ist. Graphenhydroxid verwendet man industriell zur Herstellung von langlebigen Bremsscheiben. Bei mRNA-Impfstoffen hilft Graphenhydroxid den Impfstoff in die Körperzelle einzuschleusen. Gelangen diese Nanopartikel in die Blutbahn eines Menschen, wirken sie wie Rasierklingen. Blutgefässe, Herz und Gehirn werden von innen her zerschnitten. Toxikologisch kann diese Aktivkohle nicht nachgewiesen werden, da bei einer solchen Prüfung Petrischalen verwendet werden. Dr. Noack fordert dringend einen wissenschaftlichen Dialog über dieses Thema und das Teilen seines Videos. Das Umfallen von Leuten nach der Impfung im Ruheraum sowie der Anstieg von Herz-Kreislauf-Krankheiten seit den Massenimpfungen dürfen kein Rätsel mehr sein.

Der Impfstoff darf wegen dieser «Nebenwirkungen» keinesfalls in den Blutstrom injiziert werden. Dr. John Campbell, der Pflegefachleute unterrichtet, erklärt auf seinem Youtube-Kanal in mehreren Videos ausführlich, wie geimpft werden sollte: Wenn die Nadel in den Arm gestossen wird, sollte sie vor der Injektion etwa zur Hälfte wieder herausgezogen werden. Nur so lässt sich kontrollieren, ob ein Blutgefäss getroffen wurde oder nicht. Ist dies der impfenden Fachperson nicht bekannt, ist die Impfung ein russisches Roulette, wie der oben erwähnte Chemiker sagt. 

Foto: Ein nach der japanischen Kunst „Origami“ gefaltetes Herzchen und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 29.11.2021

29. November, Montag: Einfache Lösungen sind gefragt! Oder doch nicht?

In Leukerbad liegen bereits 20 cm Schnee. Ich treffe zwei Nachbarn beim Hauseingang. Einer hält den „Blick“ in der Hand. Die Schlagzeile: „Das Volk hat den Bundesrat erlöst!“ Beide Herren sind zufrieden, dass 62% der Abstimmenden die behördliche Vorgehensweise während der Corona-Zeit billigen und das Covid-Gesetz angenommen haben. 78% der über 35-Jährigen hätten „Ja“ gestimmt. Der 85-jährige Nachbar Erich meint, die Jungen fühlten sich eben in ihrer Freiheit beschränkt, aber das sei doch ein Blödsinn. In einer solchen Zeit bräuchte es einfach eine klare Führung. Auch könne nicht jeder Kanton machen, was er wolle. Der andere 80-jährige Nachbar aus Deutschland erzählt, dass dort jetzt 60 Millionen Impfdosen von Moderna vernichtet werden müssten, weil sie niemand wolle und das Datum der Verwendbarkeit inzwischen abgelaufen sei. Dabei hätte man damit doch einige Afrikaner spritzen können! Aber wir würden eben nichts gerne hergeben, meint er. Ich denke bei mir: „In Afrika wäre man vielleicht nicht unbedingt begeistert von einem solchen Geschenk.“ Beide Herren meinen, solange nicht die ganze Welt geimpft sei, bliebe die Pandemie. Ich entgegne, warum man nur auf das Impfen setze, wo es doch Medikamente gäbe. Nein, die gäbe es nicht. Da niemand mehr weiterdiskutieren will, wünscht man sich einen schönen Tag und verabschiedet sich voneinander.
Anfang November wurde in Pretoria, Südafrika, eine neue Variante des Virus entdeckt. Diese ist wahrscheinlich schon länger unterwegs und stammt auch nicht unbedingt aus Südafrika. Die WHO hat sie inzwischen mit dem 15. Buchstaben des griechischen Alphabets „Omikron“ benannt. Im Vergleich zur sog. Delta-Variante weist es 50 Mutationen in den Spikeproteinen auf. Jetzt wird darüber diskutiert, ob das Immunsystem dank dem bisherigen Impfstoff auch diese neue Variante erkennen und bekämpfen könne. Immer wieder wird bekräftigt, dass alle bisherigen Impfstoffe bestens wirken, am besten nach der 3. Dosis, dem sog. „Booster“. So einfach ist das.
Bei Angst wird die Aktivität des Grosshirns, mit dem wir differenziert denken, Informationen prüfen, Meinungen abwägen usw., ausgeschaltet. Jetzt werden die Überlebensinstinkte der unteren Hirnregionen aktiv. Drei reflexartige Reaktionen haben wir wie die Säugetiere und Reptilien zur Verfügung: Flucht, Aggression oder den Totstellreflex. Flucht: Wohin kann ich in dieser Situation auswandern? Aggression: Ich schlage um mich ohne Nachzudenken und zu diskutieren. Alle, die eine schnelle klare Lösung, egal mit welchen Verlusten, verhindern, sind schuld am Andauern der Misere. Nur eine „Endlösung“ bringt die Erlösung. Covid-Null-Strategie. Das Virus muss ausgerottet werden. Impfzwang muss sein. Wer da nicht mitmacht, wird zum Sündenbock. Demokratie und Grundrechte sind Zeitverschwendung und müssen warten. Jetzt braucht es eine klare Führung. Der Totstellreflex: Ich will von dem allen nichts mehr hören und lesen. Dazu äussere ich meine Meinung nicht mehr. Am besten ist jetzt ein Winterschlaf und ein Aufwachen, wenn alles vorbei ist. So einfach ist das. Oder doch nicht?
Immer weniger Menschen auf der Welt haben Angst und immer mehr gehen auf die Strasse, um ihre Grundrechte zurückzufordern. Vor allem protestieren sie friedlich gegen das Covid-Zertifikat bzw. gegen den grünen Pass sowie gegen die Impfpflicht. Eindrückliche Bilder und Szenen dieser Demonstrationen finden sich auf youtube zum Beispiel von Melbourne, Rom oder Wien. In Österreich sollen sich den Demonstrierenden sogar auch Polzisten angeschlossen haben. In der Schweiz geben die Helvetia Trychler auch nach dem 28. November, der Annahme des Covid-Gesetzes, nicht auf. Jetzt wollen sie sich erst recht für die Freiheit einsetzen und verbinden sich über das Geläut ihrer Kuhglocken mit der Kraft und dem Mut ihrer Vorfahren. Die deutsch-jüdische Historikerin und politische Philosophin Hanna Arendt (1906-1975) sagte einmal: „Es gibt kein Recht, das einer Person die Verantwortung der eigenen Tat abnimmt. Es gibt in dem Sinne kein Recht auf einen blinden Gehorsam. Verantwortung kann sich nur bilden, wenn man reflektiert. Nicht über sich selbst, sondern über das, was man tut.“  

Foto: Die aktuellen offiziellen Plakate über die Vorschriften bei einem Restaurant in der Berner Altstadt
und Text: Petra Dobrovolny