Mein Tagebuch: 21.06.2022

21. Juni, Sommersonnenwende: Eine besondere Zeit und noch eine Klangschale

Vom 14. Juni bis zum 14. Juli, von Neumond zu Neumond, findet dieses Jahr der energetische Höhepunkt statt. Besonders in der Zeit vom 21. bis 28. Juni. Sechs Planeten und der Mond befinden sich von der Perspektive der Erde aus gesehen in einer Linie. Das bedeutet eine Zeit der Prüfungen, denn alles wird verstärkt. Inneres Ausbalancieren ist wichtig. Heute schickt die Sonne ihre Strahlen in einem bestimmten Winkel durch die Steintore in Stonehenge, UK: Die Herzenergie wird dadurch weltweit aktiviert. Am 24. Juni feiern die Maoris das neue Jahr. Die Erntezeit ist vorbei, neue Samen können ab jetzt auf der südlichen Erdhalbkugel ausgesät werden. Vor kurzem wurde dieser Tag in Neuseeland zum offiziellen Feiertag erklärt.

Diese Zeit markiert einen wichtigen Schritt von alten nicht mehr passenden Herrschaftsstrukturen und -gehabe in eine Zeit der Zusammenarbeit zum Wohle des Ganzen. Am Beispiel der Ukraine wird dies deutlich: Dort tobt seit Ende Februar immer noch der Angriffskrieg des Kremls, und am 5. und 6. Juli wird in Lugano eine internationale Konferenz zum Aufbau der Ukraine stattfinden.

Bei der Leukerbader Floristin, die aus Bayern stammt, habe ich eine von Hand hergestellte Allgäuer Heilkräuterkerze gekauft, die speziell für die Zeit der Sonnenwende unterstützend wirkt. Die unter Hälfte ist orange, die obere feuerrot. Das Wachs enthält unter anderem Beifuss, Johanniskraut, Rosmarin und Holunder. In der dazugehörigen Broschüre steht: „Der Sommer ist ein Fest der Fülle, der Sinne und der Sinnlichkeit. Wir Menschen geniessen diese grenzenlose Kraft des Sommers – nun ist es wichtig, immer wieder in die Stille zu gehen, um mit unserem Inneren in Berührung zu kommen.“ Wir können uns zum Beispiel fragen: „Wie pflege und nähre ich den Samen, der in mir erblüht ist?“ – In mir ist die Liebe zu Kristallklangschalen erblüht. Seit dem 1. Juni habe ich als Ersatz für die zerbrochene eine neue mit Himalayasalz, Indium und Platin. Sie wirkt reinigend und weckt Einsichten und Visionen. Wenn ich sie anschlage, meine ich den Urklang der Schöpfung zu hören und sehe im Geiste Mönche in einem tibetischen Kloster. Natürlich hatte ich bei meinem letzten Besuch bei „UniversHarmonie“ vor drei Wochen in Lausanne eine dazu im Ton passende Klangschale aus rosa Rhodochrosit und Platin gefunden, aber wegen des hohen Preises nicht gekauft. Georg möchte sie mir zu meiner grossen Freude zum Geburtstag schenken. Für heute, dem Tag der Sonnenwende, habe ich wieder einen Termin in Lausanne vereinbart.     

Foto: Meine zwei neuen Kristallklangschalen und

Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19.06.2022

19. Juni, Sonntag: Ein kleiner Spaziergang

Seit ein paar Tagen dauert nun bereits eine Hitzewelle. Sogar auf unserer Terrasse in Leukerbad auf ca. 1450 m Höhe wurde es gestern 33° C warm. Zur Abkühlung verlinke ich für euch hier einen kleinen Spaziergang mit Geplätscher eines Bergbächleins:

Fotos und Klänge: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 12.06.2022

12. Juni, Sonntag: Hinweise

Der „Walliser Bote“ berichtet, dass nach einer Wallfahrt nach Lourdes im Oberwallis wieder Corona ausgebrochen sei. Über dieses Thema möchte ich nicht mehr so viel, höchstens noch sehr Bemerkenswertes berichten. Ich habe dazu schon alles in meinen Tagebüchern 2020 und 2021* geschrieben, sogar 16 Gedichte, die im Sammelband „Oktobertage“ vom Literaturpodium 2021 erschienen sind. Lieber gebe ich euch Hinweise zu Büchern oder Youtube – Videos. Vor Kurzem hat Gunnar Kaiser den Musiker Markus Stockhausen interviewt. Der Musiker möchte ein Sandkorn im Getriebe sein und in seinen Seminaren die Menschen zu ihrer eigenen Kreativität führen. Er ist sehr optimistisch, was unsere Zukunft betrifft. Diese schwierigen Zeiten seien als Geburtswehen einer neuen Erde und Daseinsform zu verstehen. – Die Bücher von Gunnar Kaiser und Clemens G. Arvay finde ich sehr empfehlenswert. Auch die Beiträge von Dr. med. Bodo Schiffmann auf dessen Kanal „Alles ausser Mainstream“. – Vor etwa zwei Jahren hat Prof. Sucharit Bhakdi mit anderen gemeinsam in Deutschland den Verein „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ gegründet. Die Verbindung dazu im Internet: mwgfd.de -. Auf Englisch hält Prof. Bhakdi Vorträge an Symposien der internationalen Vereinigung „Doctors for covidethics“: doctors4covidethics.org

*Mein „Tagebuch 2020: Corona-Zeit“ ist 2021 im Erzählband „Nie wieder Martini“ erschienen. Mein „Tagebuch 2021: Lebensweg und Wandlung“ gibt es seit Mai dieses Jahres im Erzählband „Tanz im Zwielicht“. Herausgeber: Literaturpodium, Dorante Edition Berlin. Weitere Infos: www.petrasmaerchen.de unter „Angebot“ oder www.literaturpodium.de oder im Buchhandel.

Euch allen einen schönen Sonntag!

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 09.06.2022

09. Juni, Donnerstag: Ein seltenes Jubiläum und ein Marmeladensandwich

Am vergangenen Wochenende fand in London das „Platinum Jubilee“ statt: Vor 70 Jahren wurde Queen Elizabeth II. gekrönt. Alle feiern friedlich und voller Dankbarkeit für diese besondere Frau. Sie selbst beginnt das Programm mit einer Tasse Tee: Den von allen Kindern geliebten Paddington Bear hat sie eingeladen. Er versucht sich höflich zu benehmen, bringt es jedoch nicht fertig: Statt Ihrer Majestät zuerst einzuschenken, trinkt er direkt aus der Teekanne. Die strengen Blicke des Butlers ermahnen ihn, sodass er der Queen schliesslich doch noch einschenkt, es bleiben nur ein paar Tropfen. Sie nimmt es gelassen: „Never mind!“ Als Wiedergutmachung zieht Paddybear seinen Hut und zieht darunter ein Sandwich mit Orangenmarmelade hervor. Er habe es für Notfälle immer dabei, erklärt er sein ungewöhnliches Angebot. Die Queen entgegnet: „So have I!“, und hebt ein unverpacktes Sandwich mit einer orangen Schicht zwischen den weissen Brotscheiben aus ihrer legendären Handtasche. Der Bär macht grosse Augen. Seine Gastgeberin verstaut das Sandwich wieder in ihrer Tasche und meint, sie würde es dann später brauchen. Der Butler kündigt den Beginn der Parade an, der Bär zieht zum Abschied höflich seinen Hut und bedankt sich mit einem herzerweichenden Augenaufschlag für alles. Die Queen meint freundlich: „That’s very kind.“

Auf Youtube schaue ich mir die Parade, die Reden und die Party an und freue mich über diese gelungene Feier. Viele Erinnerungen werden wieder wach. Als Teenager verbrachte ich vier Sommer lang bei der Familie meines Freundes John, dessen Grossvater gerne gesehen hätte, dass wir mal heiraten. John hatte ausser drei Hunden natürlich auch einen Paddybear.

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 08.06.2022

08. Juni, Mittwoch: Beten für den Frieden

Am Nachmittag besuche ich die ukrainische Familie, die jetzt schon seit zwei Monaten bei unseren Nachbarn wohnt: Eine etwa 54-jährige Grossmutter und zwei Töchter mit jeweils zwei kleinen Kindern, ein weiteres Kind wird noch diesen Monat das Licht der Welt erblicken. Sie mussten aus Mariupol fliehen. Ihr glückliches Leben wurde durch den russischen Angriffskrieg jäh unterbrochen. Die Väter der Kinder müssen das Land verteidigen, der Grossvater wurde als Zivilist durch eine Granate verletzt und liegt jetzt in Luhansk in einem Spital. Diese Stadt wird von prorussischen Separatisten kontrolliert. Es ist ungewiss, wohin er nach seiner Genesung gehen darf, ob er festgehalten und verhört oder sogar nach Sibirien deportiert wird. Nach Mariupol kann die Familie nicht mehr zurück. Die Stadt liegt in Schutt und Asche. Das Trinkwasser ist verseucht und der Ausbruch der Cholera wahrscheinlich.

Ich frage die Ukrainerinnen, wer mit mir in die Kirche von Bremgarten, die fünf Minuten zu Fuss von uns entfernt ist, kommen möchten. Wir könnten dort eine Kerze für die Ukraine anzünden. Ausser der Grossmutter, die das Abendessen vorbereiten will, möchten alle mitkommen. Sie staunen über die Schlichtheit der evangelisch-reformierten Kirche. Bei ihnen gäbe es keine Orgel, singen würde nur der Chor, sie selbst kennen die Gesänge nicht, auch keine Gebetstexte. Die Kinder wollen in dieser für sie fremden Umgebung lieber herumtoben, die zwei Mütter können sie kaum beruhigen. Unter der Obhut des ältesten Mädchens gehen die anderen Kinder nach fünf Minuten aus der Kirche hinaus. So kann ich doch noch in Ruhe drei Kerzen für den Frieden anzünden und ein Gebet auf Englisch improvisieren.   

Foto und Text: Petra Dobrovolny