Mein Tagebuch: 28.11.2020

28. November, Samstag:

Was die Sterne verkünden, creating tomorrow today

Ein „Shift“, ein bedeutender Schritt der Veränderung steht uns bevor und wird durch die Planeten angekündigt: Am kommenden Montag findet eine Mondfinsternis statt: Etwas wird beendet. Am 14. Dezember gibt es eine totale Sonnenfinsternis, die etwas Neues verheisst. Und schliesslich die Wintersonnenwende am 21. Dezember im Zeichen des Wassermanns: Jupiter und Saturn verbinden sich. Ein neuer Zyklus von 200 Jahren beginnt. Ein frischer Atem begleitet die neue Ära: Werte wie Wahrheit, Freiheit, Toleranz und Gemeinwohl werden bestimmend. Wir könnten das Paradies auf Erden schaffen, wenn wir uns dafür entscheiden und besonders, wenn wir uns gemeinsam darauf einstimmen. Deswegen rufen spirituelle Lehrer*innen für den 21.12. weltweit zu Meditationen auf, damit wir gemeinsam mit gebündelten Kräften die Qualitäten des beginnenden Wassermann-Zeitalters bewusst in uns verankern und in den Alltag bringen können. Für eine Welt, in der die Ressourcen von Mutter Erde geachtet werden, in der Menschen nicht ausgebeutet werden, für eine Gemeinschaft, in der sich jede und jeder gemäss seinen Fähigkeiten ausdrücken kann und anerkannt wird, für neue Möglichkeiten der Fortbewegung und Kommunikation, die allen zugutekommt, für …

Die letzten Monate haben deutlich gemacht, was wir nicht wollen: Dass wenige Menschen immer reicher werden und viele immer ärmer, dass über unser Privatleben bestimmt wird, dass wir durch behördliche Anordnungen von unseren Lieben getrennt werden, dass unser Denken durch Angstmacherei lahmgelegt wird, dass Menschenrechte und Freiheit auf der Strecke bleiben … Vor allem lassen wir uns nicht eine einzig gültige Einheitsmeinung von oben diktieren. Der wissenschaftliche Diskurs muss gepflegt werden, Fachleute verschiedener Gebiete zu Wort kommen. Gerade die „Corona-Zeit“ fordert uns heraus, achtsam zu sein in Bezug auf Tatsachen und Lügen.

Wir erschaffen die Zukunft im Heute. Auf Englisch würde man sagen: We are creating tomorrow today.

Gestern wurde auf den Hauptplatz der Prager Altstadt, dem Staromestcké Namesti, wo sich auch das Rathaus und die berühmte Uhr befinden, traditionsgemäss ein riesiger Weihnachtsbaum aufgestellt. Aus technischen Gründen wurde die Beleuchtung ausprobiert. Die ganze Aktion war nicht offiziell angekündigt worden. Doch es befanden sich gerade viele Menschen vor Ort. Sie klatschten und waren begeistert. Deswegen entschieden die Techniker, die Beleuchtung nicht mehr auszuschalten. Und da steht sie nun, die wunderschöne Tanne, und erleuchtet die Dunkelheit, früher als geplant.

Ich mache mir heute einen faulen Tag. Solange ich Walliser Weisswein, griechische Oliven und Olivenöl habe, muss ich auch nicht einkaufen gehen. Georg bereitet mich per Telefon psychologisch schon mal auf den Berner Nebel vor. Er werde mich morgen Abend mit einer leckeren Fischsuppe trösten. Hier in Leukerbad geniesse ich die Sonne auf unserer Terrasse: Im Schatten sind es 14 °C, in der Sonne 32°C. Ich lege mich auf die neu gestrichene grüne Bank und denke nach: Was hat sich alles verändert in diesem Jahr? Auch in Bezug auf Beziehungen. Manche sind im „Corona-Nebel“ verschwunden, andere sind verständnis- und liebevoller geworden.

Mein Bruder sagte mir im Oktober, als ich ihm erzählte, dass ich mein diesjähriges Tagebuch in meinem Blog auf Internet veröffentliche, dass er es erst gar nicht lesen wolle. Es sei bestimmt viel zu konform. Nun ja, er ist als einziger „Wassermann“ der Revolutionär in der Familie. Und ich als „Waage“ kann und will ihm diese Rolle auch gar nicht streitig machen. Waagen lassen alle zu Wort kommen. Doch sie können auch kämpfen, wenn auch waffenlos, und zwar für Wahrheit und Gerechtigkeit. Wie zum Beispiel Mahatma Ghandi. 

Foto: Leukerbad im Advent, und Text: Petra Dobrovolny                          

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