Mein Tagebuch: 9.12.2020

9. Dezember, Mittwoch:

In Deutschland gibt es auch Wissenschaftler*innen, die damit einverstanden sind, dass die Bundesregierung etwas gegen die Verbreitung des Virus unternimmt. Aber sie sind für verhältnismässige und menschlichere Einschränkungen. So hat zum Beispiel der Infektiologe, Herr Prof. Dr. Schrappe, der Bundesregierung bereits mehrmals geschrieben, konkrete Vorschläge gemacht und auch auf Fehler des Robert-Koch-Instituts hingewiesen. Er erhält keine Antwort. Noch nicht einmal eine Diskussion geschweige ein sonst normaler wissenschaftlicher Diskurs darüber ist möglich. Herr Schrappe ist zum Beispiel dagegen, dass man alle Risikopersonen einfach wegsperrt. Angehörige könnten doch vor dem Besuch ihrer Liebsten in einem Alters- oder Pflegeheim einen Schnelltest machen lassen. Auf diese Weise wäre ein sicherer Besuch möglich.

In der Schweiz gibt es seit November immer häufiger Unterbrüche im Zugverkehr. Nicht nur wegen der Schneefälle. Viele Menschen sehen für sich keine Zukunft mehr und werfen sich vor den Zug. Besonders auf der Strecke Bern – Thun, auf welcher ich jetzt öfters fahre.

Wie viele Menschen sterben oder erkranken wegen der Corona-Massnahmen? Darüber wird es wohl nie Statistiken geben.

Heute liesse sich Folgendes dichten mit dem Titel

Zweierlei Ansichten aus Berlin und Bern
oder zweimal EGAL


Frau Merkel verteidigt ungewohnt emotional
die härteren Massnahmen, EGAL
aus welcher Richtung ihr
ein kalter Wind entgegenweht.
Hat Herr Drosten ihr den Kopf verdreht?

Frau Merkel winken Ferien im Schweizerland.
Da können ihre Landsleute noch so sein
ausser Rand und Band.
Aus dem Herzen vieler
spricht die AfD.
Deutschland, o weh!

Der Berner Gesundheitsdirektor Alain Schnegg
meint, der Bundesrat könne machen, was er will,
bei noch so viel Massnahmen und Drill
mache das Virus, was es will.
So oder so würden die Zahlen wieder steigen.
Das liesse sich mit nichts vermeiden.

Herrn Schnegg winkt per Ende Jahr die Pension.
Er winkt ab und meint: „Ich geh‘ ja schon!
Es ist mir dann EGAL, was Gesundheitsminister Berset
anordnet per se.
Bleibt nur zu hoffen, dass seine Liebesaffäre
ihm nicht kommt in die Quere.
Ein Job bei der Pharma wäre dann mal
bestimmt die sicherste und beste Wahl.“

Foto: Georg Dobrovolny
Text: Petra Dobrovolny

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