Mein Tagebuch: 06.01.2021

6. Januar, Mittwoch: Die drei heiligen Könige …
… kamen damals dem Stern folgend in Bethlehem an. Sie brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. Gold erinnert uns an unsere göttliche Herkunft und Schöpferkraft, Weihrauch reinigt und Myrrhe stärkt unser Immunsystem. Da wäre eigentlich keine Impfung nötig. Astronomisch gesehen leuchtet uns dieses Jahr tatsächlich so wie damals der Stern von Bethlehem: Jupiter und Saturn haben sich miteinander verbunden und leuchten von uns aus gesehen abends im Südwesten im Sternbild des Wassermanns. Zur Zeit von Christi Geburt war dies im Sternbild der Fische. Das Zeitalter des Wassermanns steht für Wahrheit, plötzliche Eingebungen und Erfindungen, Freiheitsliebe und für die Erkenntnis, dass wir alle zwar unterschiedlich, aber doch eins sind.

Heute ist der höchste Feiertag für die orthodoxe Kirche. Die Erscheinung Christi wird wahrgenommen! Dies ist ein Grund zum Feiern und um sich zu beschenken. Hier geht es um zwei verschiedene Tatbestände: 1. Um die Geburt des Christuslichts und 2. um dessen Wahrnehmung. Wieder einmal geht es um unser Bewusstsein: So gibt es viele Menschen, die die Wahrheit sprechen, aber bis diese wahrgenommen wird, dauert es noch einige Zeit. Mein Wunsch für dieses Jahr: Mögen wir den Stern wahrnehmen, der uns in der Dunkelheit den Weg zur Wahrheit und zur Liebe beleuchtet.
In vielen Gegenden, auch hier in Leukerbad, gibt es noch die Tradition der Sternsänger und -sängerinnen. In der Ukraine, zum Beispiel in Kiew gehen sie in kleinen Gruppen durch die Strassen der Innenstadt, tragen einen grossen bunten Stern an einer langen Holzstange und singen vom Stern von Bethlehem, den drei heiligen Königen und der Erscheinung des Lichts.

In China wurde während der SARS-Epidemie vor ein paar Jahren ein Mittel aus verschiedenen Heilkräutern entwickelt. Dieses wird jetzt erfolgreich bei Covid19 eingesetzt. Es lindert die Symptome. In der Schweiz ist es in der Zürcher Bellevue Apotheke erhältlich. Von einem Medikament gegen Covid19 ist in den Medien keine Rede. Alle Zeitungen schreiben jetzt jeden Tag nur über Impfungen. Auch die WHO spricht nur noch von Impfungen und nicht mehr von Durchseuchung oder Herdenimmunität der Weltbevölkerung.

Eine Entspannung gäbe es nicht, die Massnahmen, die bis zum 22. Januar gelten sollten, werden wahrscheinlich bis Ende Februar verlängert. Der Bundesrat will sich noch mit den Kantonen absprechen und nächste Woche entscheiden. Der Gesundheitsminister gibt zu, dass er die Lage zurzeit nicht einschätzen könnte, die Zahlen seien aber immer noch zu hoch. Restaurants, öffentliche Bäder, Kulturbetriebe usw. werden geschlossen bleiben. Im Wallis müssen jetzt schon die Geschäfte nach 19 h und sonntags wieder schliessen. Insgesamt 19 Länder stehen auf der Risikoliste, darunter jetzt auch Tschechien. Besuche unserer Familie sind also nicht möglich. Geduld und Gelassenheit sind angesagt.

Im hiesigen Buchantiquariat habe ich ein Buch mit Oberwalliser Sagen gefunden. Es enthält eine stattliche Sammlung von 379 Sagen. Auch die damalige Pest hat darin ihre Spuren hinterlassen. Die Sage vom weisen Stier möchte ich euch hier weitergeben:

«In Binn gab es durch die Pest so viele Tote, dass zu wenig Leute da waren, um sie zur Kirche zu tragen und zu beerdigen. Darum holten die Leute den Gemeindestier der Alpe Schapel, und der musste die Toten zur Kirche ziehen. Jedes Mal, wenn er eine Fuhr herbeigeschleppt hatte, trieb man ihn auf eine Weide neben der Kirche, wo er graste, bis die Leute ihn wieder brauchten. Er lief da niemals weg. Schliesslich, als er die letzte Fuhre wieder herbeigeführt hatte, trieben sie ihn wieder auf die Wiese. Aber ohne fremdes Zutun lief er auf und davon bis in die Alpe, woher er gekommen war. Die Pest war jetzt zu Ende.» Josef Guntern: Walliser Sagen. Walter-Verlag Olten und Freiburg im Breisgau, 1963

Mein Neffe ruft mich aus Barcelona an. Dort lebt er seit einigen Jahren mit seiner Familie. In Spanien gab es immer viel strengere Massnahmen als hier bei uns in der Schweiz. Er meint, dass die Impfungen zum Glück bald Erleichterungen brächten und dass es gut sei, wenn alle Massnahmen eingehalten würden. Über ein Jahr lang ist er weder geschäftlich noch privat in ein Flugzeug gestiegen, so viel wie möglich arbeitet er im Homeoffice. Er findet das gut, und der Familie geht es auch sehr gut. Ich teile ihm meine Bedenken zu den wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen der Regierungsentscheidungen zu all den Massnahmen mit, vor allem in Bezug auf die Impfungen, die viel zu schnell zugelassen wurden. Nach dem mehr als einstündigen Gespräch wird er nachdenklich.

Klar, ich nehme das Virus ernst und bin vorsichtig. Ich trage meine kleine Stoffmaske mit den bunten Schmetterlingen im öffentlichen Verkehr und beim Einkaufen. Ich halte Abstand und bin froh, wenn dies andere auch tun. Doch das war für mich schon vor Corona so. Auf die in Bern üblichen 3 Küsschen auf die Wange kann ich ohne weiteres verzichten, auf das Handgeben sowieso. Ich halte es lieber mit dem asiatischen «Namaste!» oder dem hawaianischen «Aloha!», beides bedeutet: «Ich grüsse das Göttliche in dir!» und halte meine Hände vor meinem Herzchakra aneinander. Dies löst bei meinem in der Regel nicht-asiatischen Gegenüber immer noch ein ziemliches Befremden aus, ein chinesisches Gegenüber reagierte mit einem verlegenen Lächeln, doch ich finde die Berührungen mit dem Ellenbogen oder, noch schlimmer, mit dem Fussknöchel unmöglich. Meine sozialen Kontakte beschränke ich auf Mails und Telefongespräche. Impfen lassen werde ich mich sicher nicht. Ich werde auch allen, die mich mal besuchen möchten, sagen, dass sie dies auf eigene Gefahr tun, denn ich bin ein Risikofaktor in jeder Hinsicht. Und wenn jemand meiner Bekannten sagt. «Da kann man doch nichts anderes machen als abwarten, bis alles vorbei ist!», dann entgegne ich: «Oh, doch! Du kannst zumindest wie ein kleines Kind fragen «Warum?» oder weiter nach der Wahrheit fragen und sowieso dein inneres Licht in die Welt leuchten lassen!» Eigentlich müssen wir gar nicht erst auf den Stern von Bethlehem warten, sondern wir können selbst ein Stern werden. «Become a star!»

Foto: Krippe in Leukerbad, leider fehlen hier Ochs‘ und Esel, auch Schafe und Hirten … Georg gefällt der Melchior, denn der hätte noch eine Persönlichkeit!
und Text: Petra Dobrovolny

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