Mein Tagebuch: 02.03.2021

02. März, Dienstag: Ein Bad nach 4 Monaten

Gestern konnte ich tatsächlich für 18 h einen Termin in der Therme bekommen. Im Innenbereich besteht Maskenpflicht, auch von der Garderobe bis zur Dusche, eigentlich auch von der Dusche bis zur Türe nach draussen. Wie sollen etwa 160 Leute, die gleichzeitig im Bad sein dürfen, 160 Masken kurz vor der Türe hinlegen oder irgendwo aufhängen, zumal fast alle Masken gleich aussehen? Vor jedem Bassin ist angeschrieben, wie viele Personen hineindürfen. In den 2 grossen Bassins sind 37 bzw. 47 erlaubt. Aber niemand zählt alle Personen ab, bevor er oder sie in das Bassin steigt. Um diese Zeit ist der Andrang so gross, dass man gar nicht schwimmen kann. Hauptsache, alle freuen sich, dass das Bad nach 4 Monaten wieder geöffnet ist und wieder der Gesundheit dienen kann. Leider ist der Ruheraum geschlossen. Draussen stehen zwar zahlreiche Liegestühle, doch jetzt ist es mir zu kalt, um mich dort auszuruhen. Ich nehme den 10-minütigen Heimweg unter die Füsse und kaufe mir unterwegs beim Chinesen Reis mit roten Linsen als Take away. Es schmeckt prima!

Heut geht’s nochmal mit Schneeschuhen zum Weidstübli, meine Freundin kommt mit. Die Sportferien der Schulen sind vorbei, weniger Leute sind unterwegs. Wir haben genug Platz auf der langen Bank an der Hauswand und geniessen Walliser Weisswein und Sonnenschein. Georg schickt mir per Post das Foto des Tages aus dem Gratisblatt «20 Minuten»: «Bier im Schnee». Die Bündner Bergrestaurants haben dem Bundesrat nachgegeben und sämtliche Stühle und Tische von ihren Terrassen weggeräumt. Das Foto zeigt 4 deutsche Skitouristen, die auf ihren Jacken im Schnee sitzen und sich mit Bier in grossen Gläsern zuprosten und dabei offensichtlich viel Spass haben. Wenn das Mama Merkel sähe!

Foto: Leukerbader Therme und
Text: Petra Dobrovolny

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