Mein Tagebuch: 03.03.2021

03. März, Mittwoch: Nochmal ein Bad schon nach 2 Tagen!

Heute habe ich für 11.30 h einen Termin in der öffentlichen Leukerbader Therme, die früher «Burgerbad» hiess, reserviert. Der Eintritt kostet heute 2.- CHF weniger als vorgestern, d.h. 16.- CHF. Es sind etwa ein Drittel der Gäste vom Montag da, alles läuft etwas gemütlicher und ohne Happening-Atmosphäre ab. Die Sonne ist durch Hochnebel und Saharastaub verdeckt. Es ist mir nicht warm genug, um nach dem Bad noch in einem der vielen Liegestühle auf der Wiese auszuruhen. Also gehe ich wieder nach Hause und geniesse meine Gemüsesuppe.

Heute steht im «Walliser Boten», dass in Raron neben der Kantonsstrasse ein Grundstück in der Grösse von 16’000 m2 wegen einer Verseuchung mit Quecksilber saniert werden muss. Die Verursacherin ist die Firma Lonza von Visp. Insgesamt 147 Pappeln mussten deswegen gefällt werden. Ein Foto zeigt die aufgestapelten Baumstämme. Es sieht sehr traurig aus.
Lonza stellt jetzt für «Moderna» den Impfstoff gegen Covid-19 her und lässt als erstes die eigenen Mitarbeitenden impfen, damit niemand bei der Produktion ausfällt. Die Impfung ist selbstverständlich freiwillig und beeinträchtigt in keiner Weise den nationalen Impfplan.

Die Zeitung berichtet auch davon, dass ein internationales Walser-Treffen im Lötschental stattgefunden hat. Da sei die Idee entstanden, die «Walserwege» als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO anzumelden. Gemeinsam mit den anderen drei Alpenländern Frankreich, Italien und Österreich. Ein Beispiel für ein immaterielles Kulturerbe ist das Trockenmauerwerk. Dies ist bereits im UNESCO-Register eingetragen. Dabei geht es um das Bauhandwerk und wie es der nächsten Generation weitergegeben wird. Auch für diesen Eintrag haben verschiedene Länder zusammengearbeitet: Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Slowenien, Spanien, Zypern und die Schweiz. Bei meinen Spaziergängen rund um Leukerbad ist mir schon aufgefallen, dass es viele gut unterhaltene Trockenmauern gibt.       

Morgen heisst es Abschied nehmen von Leukerbad und den Walliser Bergen. Georg erwartet mich 1000 m weiter unten beim Berner Bahnhof. Er hat mich vorgewarnt: Die hell- und dunkelvioletten Krokusse in unserem Garten seien bereits verblüht.

Im Gratisblatt „20 Minuten“ wird morgen stehen, dass der nach Europa gelangte Saharastaub radioaktiv sein soll. Es wurde Cäsium nachgewiesen. Wahrscheinlich kommt er aus Südalgerien, wo Frankreich in der Vergangenheit Atomversuche durchführte.

Foto: Meine Schneeschuhe
und Text: Petra Dobrovolny      

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