Mein Tagebuch: 04.05.2021

04. Mai, Dienstag:

Ein verregnetes und kaltes Wochenende ist hinter uns. Es hat sogar gehagelt. Viele Blüten liegen am Boden.

Es häufen sich die Meldungen, dass in Seniorenheimen wieder Infektionen ausbrechen, obwohl alle geimpft sind. Bereits vor Monaten hatten Experten davor gewarnt, dass Impfungen das Virus zu Mutationen «drängen» könnten. Anstatt den Warnungen nachzugehen, wurden diese Experten, u.a. Prof. Bhakdi und Clemens Arvay, diffamiert. Nun schreibt die Journalistin Stephanie Lartz am 3. Mai auf Seite 16 der NZZ so, als sei dies nie zur Debatte gestanden: Es gibt «Fluchtvarianten». Also Virus-Varianten, die den Impfschutz austricksen können. Deswegen empfiehlt die WHO, «das Erbgut der Viren von mindestens 10% der wöchentlich auftretenden Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 zu entschlüsseln. Weiter schreibt die NZZ: «Es ist unklar, ob die Überwachung von Infektionen, die nach einer Impfung auftreten, wirklich funktioniert.»
Da kann ich nur staunen: Plötzlich ist klar, dass der Impfschutz lückenhaft ist und dazu noch «Fluchtvarianten» fördert. Die NZZ setzt noch einen drauf und kritisiert das BAG: «Die genetische Überwachung des Coronavirus in der Schweiz hat blinde Flecken.» Die Analyse, auch «Sequenzierung» genannt, die besonders häufig in Grossbritannien durchgeführt wird, ist zeitlich und finanziell aufwendig.

In Deutschland gibt es zurzeit wieder einmal einen strengen Lockdown mit nächtlicher Ausgangssperre. In der Schweiz gab es so etwas wegen Corona nicht. Das Gratisblatt «20minuten» schreibt: «Die Deutschen loben die Schweizer: Die Schweizer lassen sich einfach nicht einsperren. Für die Menschen in der Schweiz sei die Freiheit ein höheres Gut als der absolutistische Gesundheitsschutz. Sie kontrollieren lieber den Staat, als sich von ihm kontrollieren zu lassen.»
In den Kantonen Uri und Schwyz gibt es Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen, an denen auch die sog. Treichler oder Trychler teilnehmen. In ihrer Tracht gekleidet gehen die jungen kräftigen Männer langsam durch die Strassen und tragen über Nacken und Schultern eine Art Joch, an dessen jeweiligem Ende eine grosse geschmückte Kuhglocke hängt. Das bei jedem Schritt verursachte ohrenbetäubende Geläute bringt den Protest gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten zum Ausdruck. Diese Form des Protests hat eine lange Tradition und macht Eindruck.

Foto: Japanischer Kirschbaum vor dem Hagel
und Text: Petra Dobrovolny

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