Mein Tagebuch: 26.06.2021

25. Juni, Freitag: Auf ins Wallis!

Meine Reise habe ich wegen eines Unwetters um einen Tag verschoben. Der Sturm kam vom Westen über Bern, Österreich und verwandelte sich über Südmähren in einen Tornado. Es gab auch in der Schweiz Überschwemmungen, sieben mährische Dörfer wurden schwer betroffen: Dächer wurden abgedeckt, Autos in die Luft gewirbelt, Fenster eingedrückt. Dieses Ereignis war bis jetzt der stärkste Orkan in Europa. Stärker als jener vor etwa 2 Jahren über dem Süden von Luxemburg.

Leukerbad begrüsst mich mit vielen Blumen geschmückt. Zum 25. Mal findet hier ein internationales Literaturfestival statt. Ich habe erst vor kurzem davon erfahren. 45 Schreibende aus der Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich, Weissrussland, Polen und Brasilien lesen aus ihren Werken vor. Ich besorge mir das Programm und entscheide mich für den literarischen Abend am Samstag.

In mehreren Zeitungsartikeln und Leserbriefen werden sogenannte Impfzögerer – nach «Impfmuffel» und «Impfskeptiker» wieder ein neues Wort – dringend und drängend dazu aufgerufen, sich endlich impfen zu lassen. Aus Solidarität, und damit das Virus bis Herbst endlich besiegt sei und so ein Zurück zur Normalität möglich sei. Eine Journalistin schreibt sogar, dass Unentschlossenen eine Impfpflicht helfen würde! Über nach der Impfung Verstorbene oder Notfalloperierte, bei denen der Dünndarm nicht mehr durchblutet wurde, oder von Betroffenen mit einer Entzündung des Herzmuskels berichten die offiziellen Medien nicht.

Foto von der grünen Bank auf unserer Terrasse mit Walliser Wein und Roggenbrot
und Text: Petra Dobrovolny

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