Mein Tagebuch: 22. 07.2021

22. Juli, Donnerstag: Gesperrte Wege und der Ausweg durch die Luft

Vorgestern habe ich bei klarem Wetter mit meiner Freundin einen Ausflug in die Berge gemacht. Wir fuhren mit der Torrentbahn von Leukerbad zur Rinderhütte und wanderten auf dem Panoramaweg zur Torrentalp. Nach eine «Rüeblisuppe» auf einer wunderschönen Restaurantterrasse ging es weiter nach Flaschen. Dort war das Restaurant wegen Ruhetag geschlossen. Der Bus fuhr wegen einer Baustelle nicht nach Leukerbad. Schon auf dem Abstieg nach Flaschen war der Wanderweg nach Leukerbad wegen einer Baustelle – neue Lawinenverbauungen – gesperrt. Unterwegs trafen wir ein nettes Ehepaar aus Belgien, das schon seit 17 Jahren auf einem Campingplatz in der Nähe Sommerferien machen.
Es blieb uns nichts anderes übrig, als in Flaschen die Gondelbahn hinauf und zurück zur Rinderhütte zu nehmen und von dort aus die Seilbahn nach Leukerbad. Vor deren Abfahrt hatten wir noch Zeit, um die wunderbare Aussicht auf den Talkessel von Leukerbad mit seinen steilen Felswänden zu geniessen.
Während unserer Wanderung spürte ich hinter mir die Anwesenheit eines Lichtwesens in heller blaugrüner, fast türkiser Farbe. Zunächst dachte ich, es sei Erzengel Michael, den ich manchmal um Schutz bitte. Doch hat erscheint dieser ein kräftig blaues Licht. So fragte ich, wer er sei. Er antwortete, er sei Josef, der irdische Vater von Jesus. Er würde Menschen auf ihrer Wanderschaft beschützen. Ich danke ihm, dass wir trotz Hindernissen nicht nur wieder gut nach Hause kamen, sondern uns an unserem Ausflug freuen konnten über die gute Sicht auf die Alpenkette im Süden und das Rhonetal.

Gestern habe ich das Leukerbader Thermalbad wieder genossen. Im Innenbereich wurde die Maskenpflicht auf dem Weg von der Garderobe bis zum Schwimmbecken aufgehoben. Eine Dame sagt mir, dass sie dies nicht verstehen könnte, doch es stimme vieles nicht mit den sich ständig ändernden Regeln. Jetzt seien vor allem die Jüngeren betroffen. Sie kenne einige, die an «Long-Covid», also an schweren Folgen der Krankheit litten.
Das Bad ist gut besucht, die Ferien machen sich bemerkbar. Die meisten Gäste scheinen in der Schweiz zu wohnen. Es gibt auch einige aus Deutschland und Italien, ab und zu hört man Russisch. Familien aus der Romandie mit drei bis vier Kindern sind häufig. Lebensfreude pur! Obwohl laut Medien die Zahlen der mit der Delta-Variante Infizierten steigen.  Der Bundesrat hat Ferien bis Anfang August und wird erst danach über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Spitäler haben freie Kapazitäten. Die Medien warnen vor einem schlimmen Herbst, weil noch zu wenig Menschen geimpft seien und sich auch nicht impfen lassen wollten. Grossveranstaltungen und Restaurants sollten nur noch für Geimpfte zugänglich sein. Der Gebrauch des Covid-Zertifikats sollte dringend erweitert werden.
Der in Grossbritannien verkündete «Day of Freedom», an dem alle Corona-Massnahmen aufgehoben wurden, wurde dort am 19. Juli mit gemischten Gefühlen begangen. Boris Johnson verbringt auf seinem Landgut eine Quarantäne und lässt sich nicht blicken. Die Menschen in GB sind sich unsicher, ob sie nun auf die Maske verzichten können oder nicht. Auch sind sie desillusioniert in Bezug auf die zuvor so gepriesene Wirkung der Impfung.

Eine Schlagzeile im heutigen «Bund» auf Seite 7 lautet: «Das Gesundheitssystem könnte wieder an seine Grenze stossen. Vierte Welle: Die Mehrheit der Erwachsenen ist geimpft, doch noch immer sind 3,38 Millionen Menschen in der Schweiz nicht immun.» In derselben Ausgabe steht auf Seite 3 über Grossbritannien: «Nun droht ein Chaos-Sommer». Obwohl bekannt ist, dass trotz sehr hoher Impfquote in GB und Israel die Zahlen der Infizierten dort massiv steigen, werden nur Geimpfte als immun bezeichnet. Niemand spricht von den nach einer Covid-Erkrankung von selbst Genesenen. Woher wissen die Medien, wer jetzt immun und wer nicht? Der Wissenschaftler Dr. Robert Moltane stellt in einer Studie fest, dass Länder mit sehr hohen Impfquoten die höchsten Zahlen von Infizierten mit der neuen Virus-Variante aufweisen.  
Es stimmt auch nicht, dass das Gesundheitssystem «wieder» an seine Grenzen stossen wird. Die Spitäler in der Schweiz waren auch im Jahr 2020 nie überlastet gewesen, standen monatelang fast leer und mussten sogar Kurzarbeit einführen. Die Intensivstationen waren nur teilweise ausgelastet. Das Gesundheitssystem konnte wegen der Anordnung des Bundesrats, alle Kapazitäten für eventuelle Covid-Kranke freizuhalten, die sonst übliche medizinische Versorgung nicht mehr gewährleisten.
Georg meint: «Warum wollen die Medien uns ständig belehren? Damit lenken sie nur von ihrem eigenen Unwissen ab. Kompetente Kritiker und Kritikerinnen kommen immer noch nicht zum Wort.»

Foto: Die Torrentalp mit Blick in den Süden auf Alpenkette und Rhonetal
und Text: Petra Dobrovolny

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