Mein Tagebuch: 07.04.2022

07. April, Donnerstag: Sonnensturm und morphogenetische Felder

Erhalten wir Hilfe von den Sonnenwesen? Gestern traf ein heftiger Sonnensturm auf die Erde. Es wurden vor kurzem Sonnenwirbel in der Nähe des Sonnenäquators entdeckt, die man in einer solchen Form noch nie gesehen hat. Haben diese eine reinigende und transformierende Wirkung?

Heute wurden im deutschen Bundestag sämtliche Vorlagen für eine allgemeine Impfpflicht abgelehnt. Die Vernunft hat gesiegt. Vorläufig zumindest. Und Russland wurde wegen seiner Kriegsverbrechen aus dem UNO-Menschenrechtsrat ausgeschlossen.
Anscheinend haben sich die russischen Truppen aus der Gegend von Kiew zurückgezogen. Dafür konzentrieren sie sich jetzt auf die Ostukraine. Immer mehr Kriegsgräuel kommen ans Tageslicht. Meine Patentante, die im 2. Weltkrieg die russische Besatzung in Deutschland erlebt hat, sagt: «Bei denen hat sich seither nichts geändert. Das ist doch schrecklich!» Eine gute Frage: «Wann ändert sich etwas?»
Das Mitgefühl mit der ukrainischen Bevölkerung ist in Litauen am stärksten, denn die Erfahrung der russischen Invasion im Jahre 1991 ist dort im Gedächtnis der Menschen noch sehr lebendig. Das Schweizer Radio interviewt den damaligen Präsidenten Vytautas Landsbergis. Dieser sagt, dass damals alle Litauer:innen bereit waren gemeinsam und mit nackten Händen ihr Land zu verteidigen. Sie sangen ununterbrochen die Nationalhymne und Volkslieder. Niemand wusste, wie dies ausgehen würde, doch die russischen Panzer zogen unverrichteter Dinge ab, und Litauen wurde als erstes Land von der damaligen Sowjetunion unabhängig.

Kurz vor der russischen Invasion fand in der Ukraine der «Tag der Einheit» statt. Präsident Selenski hatte alle dazu aufgefordert, so oft wie möglich die Nationalhymne zu singen. Georg meinte, wenn das die russischen Soldaten hören, sei es mit ihrer Kampfbereitschaft vorbei. Leider kam es anders. Doch wer weiss, eine Wirkung hatte das Singen bestimmt.

Die Stadt Bern hat beschlossen, auf einem grossen freien Grundstück, dem Viererfeld, bis Anfang Mai ein Dorf aus 400 Containern für eine kurzfristige Aufnahme von etwa 1000 ukrainischen Flüchtlinge zu erstellen. Der Vorteil: Diese müssten nicht in unterirdische Zivilschutzanlagen und könnten sich selbst organisieren. Inzwischen gibt es 28’000 ukrainische Flüchtlinge in der Schweiz, täglich werden es mehr. Es sind hauptsächlich Frauen und Kinder, auch viele Waisenkinder, oft mit Hund oder Katze. Etwa 40% finden bei Schweizer Gastfamilien eine private Unterkunft. In vielen Fällen geht das gut, oft gibt es aber Probleme. Die Gastfamilien werden mit Trauer und Traumata konfrontiert. Manchmal finden die Gäste die Zimmer zu klein, haben auch noch einen Kulturschock, hängen stundenlang an ihrem Handy, um das Neuste von ihren Liebsten zu erfahren. Oft verkriechen sie sich lieber als mit der Gastfamilie am gemeinsamen Mittagstisch zu sitzen. Beide Seiten sind dann überfordert, die helfende und die kriegstraumatisierte. Deshalb warnt die Direktorin der Schweizer Flüchtlingshilfe die Gastfamilien vor falschen Erwartungen und davor, eine «Helfer-Haltung» einzunehmen. Man solle sich eher an das Modell einer Wohngemeinschaft halten und sich auf Augenhöhe begegnen. Ein 15-jähriger ukrainische Junge brachte es auf den Punkt: «Die Berge in der Schweiz sind sehr schön. Aber ich möchte jetzt lieber in der Ukraine sein.»

Wann ändert sich etwas? Vor zwei Wochen habe ich entdeckt, dass Rupert Sheldrake sein Buch «Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes» aus dem Jahr 1981 fast 30 Jahre später aktualisiert und mit neueren Erkenntnissen ergänzt noch einmal veröffentlicht hat. Auf Deutsch ist es im Ullstein-Verlag erschienen. Seit den 80er Jahren war dieses Buch für mich ein Schlüsselwerk für mein Verständnis der Quantenphysik und vor allem dafür, wie wir selbst mit unserer eigenen Schöpferkraft energetisch wirken können. Um das Jahr 2000 herum zeigte Masaru Emoto, wie Gebete und Meditationen das Wasser dazu brachten, wunderschöne Eiskristalle zu formen. Mit seinen Fotos von gefrorenen Wassertropfen bewies er, dass Information die Struktur von Molekülen verändern kann. Rupert Sheldrake beschreibt, wie die Resonanz morphischer Felder bis in das menschliche Lernen hineinwirkt. Das bedeutet: «Was Menschen irgendwo auf der Welt gelernt haben, sollte in der Folge für andere Menschen überall auf der Welt leichter erlernbar sein.» S. 23 im genannten Buch.

Das 20. Jahrhundert nannten wir «das Jahrhundert der Kriege» und meinten, die Menschen hätten endlich gelernt, den Frieden vorzuziehen und das 21. Jahrhundert dementsprechend zu gestalten. Es braucht wohl noch seine Zeit. Müssen all die Kriege der letzten 22 Jahre und vor allem der jetzige in der Ukraine dazu dienen endlich zu lernen? Wir sind alle durch ein kollektives Feld miteinander verbunden und können kollektiv lernen, ohne uns einander zu kennen oder uns physisch zu begegnen.

Im «Bund» vom 2. April erscheint ein zweiseitiger Artikel mit der Überschrift: «Frankreich bräuchte dringend mal eine Psychoanalyse». Georg fragt mich: «Wie macht man das?» Gute Frage. Psychoanalyse ist Bewusstseinsarbeit. Nicht jeder oder jede ist dazu bereit, denn diese Arbeit ist so anstrengend wie Bergsteigen. Und ohne Leidensdruck bewegt sich niemand. Ein Patient fragte mich vor kurzem: «Wie lange dauert die Heilung eines Burnouts?» Meine Antwort: «das kommt darauf an, ob und wie intensiv Sie Bewusstseinsarbeit leisten wollen.» Er war erst mal enttäuscht, weil ich ihm kein Wundermittel gab. Dann aber wieder beruhigt darüber, dass er es selbst in der Hand hat und dass ich ihn dabei ein Stück des Weges begleiten kann.

Während der letzten 42 Jahre meiner psychotherapeutischen Arbeit habe ich mich oft gefragt, ob Einzelsitzungen sinnvoll, ein Luxus oder eine Sisiphus-Arbeit seien. Doch immer wieder berichteten mir meine Patient:innen, wie sich plötzlich oder allmählich ihr Umfeld veränderte: Der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin war kompromissbereit, oder die Liebe zueinander war wieder erwacht. Unangenehme Mitmenschen verschwanden, wunderbare traten neu in das Umfeld ein. Mir wurde klar: In jeder Therapiesitzung ist das kollektive Feld präsent und unsere Gespräche wirken darauf ein. Wenn jetzt genügend Franzosen und Französinnen zu einer Psychoanalyse bereit wären … In der Bibel wird irgendwo von 144’000 Menschen gesprochen. Zum Glück gibt es auch die Sonnenwesen, die in unser morphogenetisches Feld wirken und uns Licht bringen.  

Foto: Magnolienblüte in New energy vision

und Text: Petra Dobrovolny

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