Mein Tagebuch: 20. April 2020

20. April, Montag:
In St. Gallen startet man ein neues Projekt: Es werden Infizierte, die keine Symptome haben, genauer untersucht, besonders deren Abwehrkräfte. Bis jetzt wurden wegen der nicht genügenden Teströhrchen nur Infizierte mit mittel- bis schweren Symptomen getestet.
Die Rauchschwaden der nachbarlichen Zigaretten erreichen uns zumindest von der Gartenseite her seltener, sodass ich die Fenster länger öffnen kann.
Die Fische im Aquarium langweilen sich und vermissen die vertrauten Hausbewohner. Der Garten der immer noch in Neuseeland festsitzenden Nachbarn trocknet langsam vor sich hin. Die Nachbarin meinte, wir sollten nichts darin tun, sie selbst beginne nie vor Ende April. Doch sie weiss nicht, dass wir hier bereits Juni-Wetter haben.
Die SVP, die schweizerische Volkspartei, sammelt Unterschriften zu einem Aufruf, um den Lockdown sofort zu stoppen. «Ohne Wirtschaft geht die Schweiz zugrunde!» In Deutschland sagt Prof. Homburg, ein Volkswirt, die Statistik zeige, dass die Ansteckungsrate bereits vor dem Lockdown ab dem 23. März unter 1 gefallen sei. Er findet die pauschale Schliessung der Geschäfte, die nicht gerade lebenswichtige Dinge verkaufen, sinnlos. Schweden macht eine Slalomfahrt ohne Lockdown. In Jena zeigt die Maskenpflicht beim Einkaufen eine positive Wirkung. Der Anstieg der Neu-Infizierten flacht ab. Frau Merkel dankt für die konstruktive Zusammenarbeit von Bund und Ländern. Das Oktoberfest wird abgesagt.

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