Mein Tagebuch: 26. April

26. April, Sonntag:
Normalerweise werden wissenschaftliche Erkenntnisse revidiert, sobald sie durch neue Forschungsergebnisse überholt sind, ausser sie sind interessengebunden. Es kann aber auch sein, dass ganze Wissenschaftszweige und deren Erkenntnisse offiziell erst gar nicht zu Wort gelassen werden. Manchmal ist es bereits riskant, wenn man als Fachmann oder Fachfrau nach Zusammenhängen fragt, die bisher noch niemand bedacht hat. In dieser Zeit sind wir als Laien besonders herausgefordert, uns jenseits von Angst und Panik eine Meinung zu bilden. Unter Angst zeigt unser Gehirn dasselbe Muster wie unter Hypnose. In einem solchen Zustand können wir keine bewusste Wahl treffen.
Ein Arzt aus dem Emmental stellt die Frage nach der Anfälligkeit an Covid19 zu erkranken und den 5G-Funkantennen. In seinem Leserbrief im gestrigen „Bund“ schreibt er: „Unser Immunsystem – zuständig für die Erkennung und Elimination von Viren, Bakterien und auch entarteten Zellen – wird durch die dauernde ‚nichtionisierende‘ Bestrahlung geschwächt. 5G-Aufrüstung und Covid: Schauen wir das einmal an und ziehen Konsequenzen. Nicht nur Wuhan, auch Norditalien ist stark 5G-aufgerüstet.“
Vorgestern hat der Bundesrat zum Glück entschieden, den Grenzwert für 5G nicht hinaufzusetzen, sondern wie bisher zu belassen. Damit zeigte er, dass er nicht von der Propaganda der Mobilfunkanbieter hypnotisiert worden ist.

Der deutsche Virologe, Prof. Hendrik Streeck, der die Regierung nicht direkt berät, fragt sich nach seiner Feldstudie in Heinsberg NRW, ob es wirklich sinnvoll war, eine allgemeine Ausgangsbeschränkung zu erlassen. Aufgrund neuerer Erkenntnisse müssten seiner Meinung nach Krankenhäuser und Heime genauer daraufhin untersucht werden, wie hier Infektionen besser vorgebeugt werden könne.

Aus einer grösseren Perspektive betrachtet der Geologe und „Life-Scientist“ Gregg Braden die Evolution und die angeborenen Fähigkeiten der Menschen. Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse hätten gezeigt, dass die Evolutionstheorie von Darwin überholt sei. DNA-Analysen von paläontologischem Erbmaterial, also von uralten menschlichen Zellen, haben überraschenderweise gezeigt, dass wir weder vom Affen abstammen, noch uns allmählich zum aufrechten Gang und damit in Bezug auf unser Gehirn entwickelt hätten. Der Mensch sei vor 200‘000 Jahren auf die Erde gekommen und die Form von Schädel und Gehirn sei schon zu dem Zeitpunkt so gewesen wie heute. Dies lässt bisher unbeantwortete Fragen offen:
Wer sind wir? Woher kommen wir? Wie können wir das Leben besser machen? Warum sind wir hier?
Gregg Braden sagt in seinem Youtube-Beitrag „Our human story is based on false science“, wir sind nicht, was uns gesagt wurde, was wir sind. Wir haben die Fähigkeit, unsere eigene Biologie zu regulieren. Das ursprüngliche Motto „Der Stärkere überlebt“ legt dem Leben das Prinzip des Wettkampfs zugrunde. Darwin gab seiner eigenen Theorie keine lange Dauer und war überrascht, dass diese an seinem Lebensende immer noch galt. Gemäss den neusten Erkenntnissen erhöht sich die Chance für das Überleben durch Zusammenarbeit für das Gemeinwohl. Wird in Zukunft danach gelebt, wird sich vieles positiv verändern.

Im Moment sieht es so aus, als könnte man die Menschen in zwei Gruppen einteilen: Einige meinen, der Mensch lerne kaum dazu und setze das Gelernte nicht in sein Verhalten um. Andere meinen, der Mensch würde aus dieser Krise lernen, werde solidarischer, mitfühlender und bewusster im Umgang mit der Erde. Das Bewusstsein „Wir sind alle eins!“ hätten wir dem Corona-Virus zu verdanken. Im Kanton Bern werden jetzt ein paar zusätzliche Unterkünfte für Asylsuchende geöffnet, damit diese nicht so eng zusammengepfercht wohnen müssen und mehr Abstand zueinander halten können.
Nun, wir werden sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt. Georg meint, dass die „Angst-Blase“ bald platzen werde. Gemäss der deutschen Tagesschau lässt eine erstaunliche Aussage der Stanford Universität aufhorchen: Die Forschung nach einem Impfstoff gegen Covid19 sei sinnlos, da das Virus zu harmlos sei.
Vor allem ist es spannend, uns und unsere Fähigkeit weiter oder wieder zu entdecken und hoffentlich positiv zu nutzen. Gregg Braden meint, je mehr Macht wir der Technologie und den Robotern übergäben, würden wir unsere kostbaren Fähigkeiten und vor allem unsere Menschlichkeit verlieren.

Die Gratis-Zeitung „20 minuten“ hatte bereits am 23. März über die das Risiko von schweren Verläufen der Covid19 bei Rauchenden berichtet. In einer Umfrage berichten in der Ausgabe vom 23. April Raucher, dass diese Information ihnen bei einem Zigaretten-Lockdown geholfen hätte. Ein Leser hat nach 40 Jahren mit Rauchen aufgehört und ist überglücklich.

Ab Morgen werden die Busse von unserem Dorf aus wieder häufiger in die Stadt fahren, der Ferienfahrplan gilt. Der Bundesrat meint nun doch, dass besonders während des Stossverkehrs Masken angebracht seien. Von einer generellen Maskenpflicht wie in Österreich oder Deutschland will er aber weiterhin nichts wissen. Die Armee wird nächste Woche führenden Detailhändlern täglich eine Million Masken liefern. Sie sollen zum Selbstkostenpreis verkauft werden.

Die Fische im nachbarlichen Aquarium warten immer noch auf ihre Besitzer. In den kommenden Tagen werden die zwei letzten Flugzeuge für Heimkehrende in Zürich landen.
Nach 6 Wochen gab es heute zum ersten Mal ein heftiges Gewitter mit länger anhaltendem Regen. Georg ist erleichtert, dass er den völlig ausgetrockneten Garten der Nachbarn jetzt nicht begiessen muss.

Reiterin auf dem Heimweg

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