Mein Tagebuch: 11. Juni 2020

11. Juni, Donnerstag:

Es kommt alles zum Vorschein oder wird wieder neu in Frage gestellt: Gerichte wollen „alte“ nicht aufgeklärte Fälle wie der Mord an Olof Palme vor 34 Jahren und die Entführung von Maddie McCann vor 13 Jahren abschliessen. Viele Leute wehren sich dagegen und wollen die „Erklärungen“ bzw. die „gefundenen Täter“ nicht akzeptieren. Der immer noch unaufgeklärte Mord an John F. Kennedy und die wirklichen Hintergründe von 9/11 werden zum Thema.
Auch das Vorgehen bei der Corona-Pandemie wird immer häufiger kritisiert. Ein Mitarbeiter des deutschen Innenministeriums bezeichnete die Pandemie als „globalen Fehlalarm“ und schrieb einen 80 Seiten umfassenden internen Bericht, in welchem er die Massnahmen, vor allem auch das Interpretationsmonopol in Bezug auf die Statistiken bestimmter vom Bund finanzierter Institutionen kritisierte. Der Beamte wurde inzwischen entlassen.
Ein österreichischer Mikrobiologe, Prof. Haditsch, der in Niedersachsen arbeitet und lehrt, entlarvt die Zahlenspielerei des Robert-Koch-Instituts und kritisiert vor allem dessen Angstmacherei. Je nach Teststrategie und Berechnung fällt die R-Zahl ganz anders aus.
Für die junge Generation in vielen europäischen Ländern ist Corona abgehakt. Sie wollen keine Masken tragen. Der deutsche Virologe Prof. Streeck sagt, es werde keine zweite Welle geben. Sein Berliner Kollege Drosten meint, das Virus könne sich abschwächen und höchstens einen Schnupfen verursachen.

Jetzt fällt oft das Wort „neue“ Normalität. Niemand weiss, was das bedeuten soll. Zur neuen Normalität in unserem Dorf gehört donnerstags die Marktstände des Gemüsebauern und der Freiburger Käsefrau. Dieses Angebot fand von Anfang an viel Anklang.   

Estelles Karten meinen: Auch wenn wir jetzt aus unserem Kokon herauskrabbeln, die Welt in einem neuen Licht sehen, ist es wichtig, dass wir uns nicht wieder im Aussen verlieren, sondern mit unserer Mitte und unserem Herzen verbunden bleiben. Die Engel sagen wieder: „Yes!“ Wir sollen nur wählen, was wirklich zu uns passt. Wir befinden uns in einer Zeit der inneren Erneuerung, die sich später im Aussen manifestieren wird. In uns erschaffen wir die Welt, in der wir leben möchten.

Neuseeland hat den Sieg über „Corona“ ausgerufen, Jacinda Ardern, die Präsidentin, tanzt vor Freude. Jetzt werden unsere Nachbarn wohl bald reisen können. Edwin hat sich heute mit seinem Bauch an die Scheibe des Aquariums geklebt, so dass ich seine kunstvoll gezeichnete Unterseite bewundern kann. Sie sieht fast aus wie ein Labyrinth.

Am Montag war ich wieder einmal seit langem im Glasatelier zum Perlendrehen. Ich habe die Farben, die gemäss meiner Analyse bei Covid-19 und ähnlichen Infektionen das Immunsystem und die Atemorgane stärken, ausgesucht: Die Grundperle wird gelbgrün, verziert mit orangen Bändern und knallroten Pünktchen, siehe Foto oben. Ich überlege, ob ich dem pensionierten Herrn Koch vom BAG eine Glasperle schenken soll … Bei der heftigen Kritik, die er jetzt einstecken muss, benötigt er bestimmt eine Stärkung.

Text und Foto: Petra Dobrovolny


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