Mein Tagebuch: 23. und 24. Juni 2020

23. Juni, Dienstag und 24. Juni, Mittwoch:

Sehr warmes Sommerwetter, heute werden es mindestens 25°C. Wäsche waschen und Johannisbeeren sammeln, am Abend ins Glasatelier.
Ein ganz normaler Tag? Heute entdecken Experten während einer halben Stunde aussergewöhnliche Ausschläge im magnetischen Feld unseres Planeten. Niemand kann dieses Phänomen erklären, denn die Sonnenstürme sind zurzeit so ruhig, wie noch nie in diesem Jahr.

Die Schweizer Fleischbranche sieht sich im Unterschied zu Deutschland gerüstet: Es hätte „keine grösseren“ Corona-Ausbrüche gegeben. Die Schutzmassnahmen seien sehr streng, also Abstandhalten und Masken. Das Foto der NZZ vom 24. Juni, eine Innenaufnahme einer Zubereitungsabteilung, zeigt die Angestellten zwar mit Plastikhauben, Schürzen und Handschuhen, jedoch ohne Masken. Vielleicht ist es ein „vor-der-Corona-Zeit-Foto“.
Während einer Klangmeditation habe ich folgende Vision: Eine Delegation sogenannter Nutztiere, d.h. ein paar Kühe, Schweine und Hühner, kommt zu mir. Die Leitkuh gibt mir eine Botschaft für die Menschen: „Führt uns nicht mehr in die Schlachthöfe. Das macht euch krank!“ Sie sagt nicht, dass wir kein Fleisch mehr essen sollen. Es wäre jedoch an der Zeit, die Fleischverarbeitung und den Umgang mit den Tieren zu ändern.
Georg und ich essen seit 43 Jahren kein Fleisch mehr. In unserer unmittelbaren Umgebung wird im Sommer zum Glück nicht gegrillt. Immer öfter sehen wir bei den Grillstellen am Ufer der Aare, dass Familien Brotteig um Stöcke wickeln, die die Kinder dann ins Feuer halten. Alle scheinen damit zufrieden zu sein. Es geht auch anders.

Am Abend gehe ich ins Glasatelier, welches sich in unserer Nähe befindet. Meine Lehrerin bzw. „Glas-Meisterin“ zeigt mir, wie man in der 800°C heissen Flamme herzförmige Perlen aus Murano-Glas formen kann. Mit dem Resultat bin ich noch nicht zufrieden, da muss ich noch üben.  


Foto und Text: Petra Dobrovolny 

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