Mein Tagebuch: 10. Juli 2020

10. Juli, Freitag:

Georg hat vor ein paar Tagen hier im Büro der Gemeinde nachgefragt, wie viele registrierte es denn hier gäbe. Die Dame am Schalter sagte: «Das dürfen wir nicht sagen.» Georg liess nicht locker, sodass die Dame ihre Chefin fragte. Diese sagte: «Das dürfen wir nicht sagen!» Georg fragte zurück: «Dürfen Sie es nicht sagen, oder wissen Sie es nicht?» Darauf erhielt er keine Antwort mehr. An demselben Tag erfuhren wir, dass Bern jetzt als erster Kanton die Anzahl der neuen Infizierten von allen – vor allem grösseren- Gemeinden im Internet veröffentlicht. Die Damen in unserem Gemeindebüro waren wohl nicht auf dem neusten Stand der Dinge.

Heute hätten unsere Nachbarn aus Neuseeland zurückkommen sollen. Aber ihr Flug mit «Emirates» wurde gestrichen und für den 15. Juli angesetzt. Zu allem kommt noch dazu, dass Neuseeland die Anzahl Flüge aus dem Ausland einschränkt und für Ankommende eine Quarantäne vorschreibt. Damit unsere Nachbarn zurückreisen können, muss also erstmal ein Flugzeug vom Ausland landen können. Nun, wir drücken weiter unsere Daumen! Alle Fische sind noch da und wedeln mit den Flossen. Edwin meint, er habe einen Leckerbissen verdient. Im Futter Sortiment gibt es wohl etwas, was extra für am Boden lebende Fische bestimmt ist.

Zu 98% der Fahrgäste tragen jetzt, wie vom Bund seit Montag vorgeschrieben, Hygienemasken. Ein Hausarzt berichtet, dass er diese Woche zahlreiche Anfragen nach einem Attest, welches die Betreffenden von dieser Pflicht ausnimmt, erhalten habe. Er rät seinen Kolleg*innen, solche Atteste nur in besonderen Fällen wie bei Atembeschwerden und körperlicher Behinderung auszustellen.

Jetzt beginnt es zu regnen! Nach den heissen Tagen mit etwa 30° C Hitze eine Wohltat! Es regnet fast die ganze Nacht, im Glarnerland und in Uri entladen sich schwere Gewitter.

Text und Foto: Petra Dobrovolny

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