Mein Tagebuch: 3. August 2020

3. August, Montag:

Dauerregen ist angesagt, die Temperatur ist auf 20 °C gesunken: ideales Arbeitswetter! Ausserdem ist heute Vollmond im Zeichen des Wassermanns: Freiheit und Gerechtigkeit werden eingefordert!
Am 1. August gab es in Berlin auf der Strasse des 17. Juni eine friedliche Demo mit 1.3 Mio Menschen! U. a. wurde auch ein grosses Plakat mit dem Portrait von Mahatma Ghandi mitgetragen. Polizisten weinten. Auf keiner Seite kam es zu Gewalt. Die Bilder sind sehr eindrucksvoll. Dr. Bodo Schiffmann meint: „Das wird in die Welt gehen!“ Kurz nachdem ich dieses private Video angeschaut hatte, wurden die Bilder von Youtube gelöscht. Ich kann es kaum glauben! Wer hat das entschieden? Wer hat Angst vor Bildern mit friedlich demonstrierenden Menschen, die ihre Grundrechte zurückfordern?

Obwohl ich eine ausgebildete Psychologin und Neurowissenschaftlerin mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung bin, werden mir in meinem Bekanntenkreis meine kritischen Anmerkungen zur Corona-Krise oft nicht geglaubt. Manchmal wird mir erst gar nicht zugehört und abgewunken. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, der das passiert. Im Englischen gibt es bereits eine passende Redewendung für eine solche Situation: „My ignorance is as good as your knowledge.“ Dies bedeutet frei übersetzt: „Mein Unwissen ist genauso gut wie deine Fachkenntnis.“ Nicht-interessengebundene Fachkenntnis sowie unabhängige Forschungsergebnisse werden ignoriert oder zensuriert.
Viele Menschen haben Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 und/oder sind belämmert von der ständigen Propaganda durch die Worte „2. Welle“, „Verschwörungstheorien“, „Impfzwang“ usw. In diesem Zustand entsteht bei vielen eine Denkblockade, die man durch Messungen der Hirnströme feststellen kann. Unabhängig von Bildung und bisheriger Lebenserfahrung, sind diese Menschen unter Angst nicht fähig, neue Informationen aufzunehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Aufschlussreich zum Thema Angst und Lernunfähigkeit bzw. Intoleranz ist ein Artikel „Krise 2020 und die Folgen“ von Dr. vet. Med. Matthias Werzecha. Als Tierarzt hat er besonders viel Erfahrung mit Pferden in Angstsituationen. Der beste Umgang mit ihnen ist Beruhigung und Aufklärung. Zum Beispiel führt man das verängstigte Tier in ruhiger Weise an den Gegenstand, etwa an eine umgestürzte Mülltonne heran, die die Panik ausgelöst hatte. Dies haben wir mit allen Säugetieren gemeinsam: Bei Angst kann sich die Tätigkeit der höher entwickelten Hirnstrukturen und damit auch der Zugriff zu dem, was wir bisher gelernt haben, ausschalten. Aktiviert werden stattdessen uralte Reflexmechanismen in den älteren und tieferen Hirnstrukturen – unserem „Reptilienhirn“ – wie Flucht, Angriff oder Totstellreflex. Die Folge davon: Wie ein Pferd kann auch der Mensch in einem Panikzustand seine Lage nicht mehr realistisch beurteilen noch dazulernen.
In Gesprächen erleben Georg und ich, dass viele Bekannte die Massnahmen und Entscheidungen der Regierung akzeptieren und ohne zu hinterfragen befolgen, obwohl unsere Grundrechte – hoffentlich vorläufig – nicht mehr gelten. Es wird angenommen, dass die Regierung nur das Beste für die Bevölkerung will. Doch anstatt diese zu beruhigen und über den Sinn der Massnahmen aufzuklären, setzt zum Beispiel die deutsche Bundesregierung gezielt auf Angstmacherei. In einem sog. Strategiepapier wurde die Verbreitung von Angst und Schrecken als Mittel bezeichnet, um die Bevölkerung dazu zu bringen, die rigorosen Bestimmungen einzuhalten. Der Angestellte des deutschen Bundesinnenministeriums, der eine ausführliche kritische Analyse zu den Massnahmen – für interne Zwecke – erarbeitet hatte, wurde entlassen. Davon habe ich bereits berichtet.
Empfehlenswert zu dem Thema „Angst und Macht“ ist das gleichnamige Buch des Psychologen Rainer Mausfeld. Er schreibt: „Angst blockiert die Befähigung, aus den eigenen gesellschaftlichen Erfahrungen angemessene Schlussfolgerungen zu ziehen … Eine kollektive Angsterzeugung lässt sich daher nutzen, um je nach Bedarf der Machtausübenden Vorgänge für die Öffentlichkeit unsichtbar zu machen.“

Stress und Isolation, sprich Einsamkeit, verursachen Krankheiten wie Depressionen, und Angststörungen. Ausserdem können sie das Herz-Kreislaufsystem schädigen. Inzwischen ist in Deutschland die Suizidrate um 62 % gestiegen. Viele Menschen sehen für sich wegen der wirtschaftlichen Lage keine Zukunft mehr. Aber es gibt auch einen völlig neuen Grund zum Suizid: Einige haben, wie man aus Abschiedsbriefen erfahren kann, Angst an Covid-19 zu erkranken! Durch die mangelnde bzw. ausbleibende Aufklärung durch offizielle Ämter und Institute sowie die ständige Angstmacherei durch die Medien ist die Krankheit zu einem unheimlichen Gespenst geworden.

Rund um das Thema Corona gibt es vorläufig noch keinen wissenschaftlichen Konsens. Aber immer mehr Prominente fordern „Wissenschaft statt Propaganda“!
Mark Twain hat einmal gesagt: „Es ist leichter, die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“

Heute wird in Genua die neue Brücke, neu benannt nach dem Stadtheiligen „Ponte San Giorgio“ feierlich eingeweiht. In knapp 2 Jahren wurde sie nach dem Einsturz im August 2018 wieder neu aufgebaut. Dass diese Erneuerung so schnell und unbürokratisch möglich war, sei für Italien ein Wunder. Dabei sollte dies normal sein, meint der Bürgermeister von Genua. Viele Menschen wollen jetzt die Wirtschaft des Landes nach der Corona-Krise genauso schnell wiederaufgebaut sehen.

Es gibt ein Lied: „Die Liebe baut eine Brücke zwischen mir und der ganzen Welt, ich geh‘ den Weg!“  

Foto und Text: Petra Dobrovolny

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