Mein Tagebuch; 26.11.2020

26. November, Donnerstag:

Zum Thema Mobilfunk, Immunität, G5 und Corona

Dank des Tipps einer älteren Freundin habe ich mir nun ein Seniorenhandy zugelegt. Und ich schäme mich noch nicht einmal deswegen. Es hat grosse Tasten und eine übersichtliche Software. Es ist hörgeräte-kompatibel. Ich habe zwar kein Hörgerät, mit welchem die Signale interferieren könnten. Für mich als Neuropsychologin bedeutet diese technische Eigenschaft meines neuen Handys, dass die Signale meine Hirnströme nicht durcheinanderbringen. Ausserdem ist dieses Handy untauglich für 5G, kann jedoch die Signale der 3 und 4G-Mobilfunkantennen empfangen. Ich kann sogar den Empfang von 4G abschalten und so auf 3G begrenzen. Offiziell wird dies nicht empfohlen, doch ich finde dies einen echten Fortschritt. Ein Rückschritt ist natürlich, dass per Ende Jahr alle 2G-Antennen, also die jetzt noch bestehenden ältesten, endgültig abgeschaltet werden. Und es scheint auch nur eine Frage der Zeit zu sein, bis man auch 3G … Deswegen musste ich mir ein neues Handy besorgen. Die offizielle Begründung für die Abschaltung: Man brauche eben Platz für 5G. Die Konsument*innen würden sich immer und überall Filme anschauen wollen. Auch im Zug und im Bus …

Die Diskussion über den Zusammenhang von 5G und Corona ist noch längst nicht abgeschlossen. Es ist bekannt, dass 5G das Immunsystem schwächt und wahrscheinlich Krebserkrankungen und chronische neurologische Krankheiten wie Demenz und Alzheimer fördert. Einige Schweizer Kantone haben deswegen ein Moratorium für die Bewilligung neuer Mobilfunkantennen erlassen. Inzwischen läuft eine Volksinitiative: Mobilfunkanbieter sollen für gesundheitliche Schäden haften. Diese Initiative habe ich hier in meinem Tagebuch bereits erwähnt. Und der Zusammenhang mit dem Thema Corona-Pandemie: Die chinesische Provinz Wuhan wie auch Norditalien sind im Vergleich zu anderen Regionen überdurchschnittlich gut mit 5G-Antennen ausgerüstet.

Nun habe ich mein neues Handy eingerichtet, ignoriere mitleidige Blicke meiner Umgebung und den Rückzug von Freundinnen, die nur via Whatsapp kommunizieren wollen. Wieder denke ich daran, wie Georgs Familie in der damaligen Tschechoslowakei aus „politischen Gründen“ das Telefonkabel gekappt wurde, und er zum Beispiel an Neujahr zu einer im Voraus bestellten Zeit ein dortiges Postamt anrufen musste, um seinen Angehörigen alles Gute zu wünschen. Oder an die Zeit meiner jährlichen Reisen – historisch bedingt ohne Georg – hinter den Eisernen Vorhang ab 1972, als ich erlebte, wie meine Schwiegermutter mit ihren drei Töchtern telepathisch kommunizierte und alles klappte … Ja, Telepathie! Ich hielt meine Schwiegermutter immer für sehr fortschrittlich. Als sie uns in den 80er Jahren in der Schweiz besuchte, schüttelte sie über uns den Kopf und sagte: „Ihr telefoniert ja ständig! Warum denn?“

Foto: Berge bei Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 29. Juni 2020

29. Juni, Montag:

Gestern Abend gab es ein kräftiges Gewitter mit kurzem Hagel. Der Wind hat unsere Tomatentöpfe umgeworfen.

Letzte Woche musste ich mir ein neues Handy besorgen. Mein Mobilfunkanbieter hat die 2G-Antennen abgestellt, sang- und klanglos. Ohne mich zu benachrichtigen. Das ist eben genau das, wovor die 5G-Gegner warnen: Mit der Zeit werden die schwächeren Antennen einschliesslich 4G einfach abgestellt, und wir werden so indirekt gezwungen 5G zu benutzen. Die von diesen Antennen ausgehende starke Strahlenbelastung schwächt das Immunsystem und öffnet die Blut-Hirn-Schranke, sodass sich Gifte wie Schwermetalle noch besser im Gehirn ablagern. Dafür können wir unterwegs Filme anschauen und die Fensterstoren unserer Wohnung aus der Ferne bedienen.
Nun habe ich ein Handy, kein Smartphone, das 4G empfangen kann, aber meine private Nummer funktioniert nicht mehr, nur die geschäftliche. So muss ich heute wohl zum 3. Mal zum „help desk“ gehen, denn ausserdem gibt es noch eine „Misconfiguration“.

Die Zahlen der registrierten Infizierten steigen weltweit, besonders in den USA und in Brasilien. Die WHO schlägt Alarm. Präsident Trump sagt, das sei eben toll, wie fleissig in den USA getestet werde, „America first!“. Einige US-Staaten machen Lockerungen wieder rückgängig. Die Befugnis dazu hat Trump vor kurzem den Gouverneuren überlassen.
Auch in der Schweiz steigen die Zahlen. Seitdem die Klubs wieder öffnen dürfen, werden Partys nachgeholt. Am Wochenende hat in Zürich eine einzige Person 300 Mitfeiernde angesteckt. Viele davon haben fiktive Handynummern oder E-Mail-Adressen angegeben. Das „Tracing“ ist also nur begrenzt möglich.
Aus dem Ausland – Serbien! – Zurückkehrende sorgen für vermehrte Ansteckungen. Der Ruf nach Grenzkontrollen und Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird laut. Der Bundesrat tut sich noch immer schwer damit: Von Mitte März bis Anfang Juni hatte er die Bevölkerung bevormundet, das Maskentragen nur Erkrankten mit Symptomen empfohlen, besser liesse man es aber sein, denn Masken vermittelten eine falsche Sicherheit. Dies war eine konträre Aussage zur Empfehlung der WHO und der Virologen auch hier im Land. Ab Anfang Juni, als es endlich Masken gab, setzte der Bundesrat auf Eigenverantwortung der Bevölkerung. Das Resultat: Es trägt fast niemand eine Maske, auch nicht beim Einkaufen in Deutschland, wo in Geschäften immer noch eine Maskenpflicht gilt. Noch vor ein paar Tagen meine Bundesrat Berset, die Virologen hätten ihre Meinung, der Bundesrat die seinige. Vorgestern sagte mir eine Freundin, wie wunderbar der Bundesrat alles gemacht hätte. Sie hätte sich sehr beschützt gefühlt.

Der Schritt von der Eigenverantwortung nach einer längeren Zeit der Bevormundung ist sehr gross. Eigenverantwortung bedingt eine klare und sachlich richtige Information, aufgrund welcher jeder und jede für sich entscheiden kann. Als Georg im April im Bus eine Maske trug, wurde er manchmal angepöbelt oder Mitfahrende mieden ihn wie die Pest. Dabei trägt die Maske auch zur Sicherheit der anderen bei. Dies wurde vom Bundesrat nie kommuniziert. Ein Leserbriefschreiber meint, das Wort „Mitverantwortung“ sei besser als „Eigenverantwortung“, welches nach Egoismus töne.

Mein Tagebuch: 28. und 29. Juni 2020

28. Juni 2020, Sonntag:

Für die kommende Woche sagen gemäss Estelle die Karten das Ende eines Zyklus voraus. Wir werden etwas Neues beginnen, vielleicht ein Geschenk oder eine Gelegenheit erhalten, eine andere Richtung im Leben einschlagen. Wir erreichen etwas, sehen die Frucht unserer Arbeit und können stolz auf uns sein. Es ist Zeit zum Feiern. Wir haben einen Wunsch oder uns ein Ziel gesetzt. Wie und was sich genau erfüllen wird, sollten wir mit unseren Vorstellungen nicht einengen, sondern das konkrete Ergebnis den Engeln überlassen. „Hold your dream loosely, so the angels can surprise you!“

Die Zeitungen bringen Fotos von überfüllten Stränden in Bournemouth, Südengland, und Scharbeutz an der Ostsee. Abstandhalten unmöglich.
Seit letztem Donnerstag steht die „Swiss-Covid-App“ für das „Tracing“ offiziell zur Verfügung. Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden, erhalten einen Code. Diesen müssen sie in der App erfassen. Das Programm benachrichtigt danach sog. Kontaktpersonen, welche der infizierten Person mehr als 15 Minuten näher als 1.5 Meter waren. Diese Kontaktpersonen sollten sich beim Kantonsarzt oder beim BAG melden. Die Behörden entscheiden dann, ob ein Test oder eine bis zu 14-tägige Quarantäne nötig ist. Für die betroffenen Kontaktpersonen bedeutet dies eventuell auch eine Isolation von den eigenen Familienmitgliedern, der Ausfall des Erwerbs werde vom Bund gedeckt. Zwei Prozent der Bevölkerung hat sich die App auf ihr Handy geladen. Die Kantonsärzt*innen möchten die erfassten Daten auch zur Forschung verwenden. Das BAG bestätigt, dass dies nur in einem beschränkten Rahmen möglich sei. Die gesetzliche Grundlage fehlt dazu. Sicherheitsexperten empfehlen, die App nicht immer eingeschaltet zu lassen.
Georg und ich haben Handys, die „app-untauglich“ sind. Und damit sind wir nicht die Einzigen.

29. Juni, Montag:

Gestern Abend gab es ein kräftiges Gewitter mit kurzem Hagel. Der Wind hat unsere Tomatentöpfe umgeworfen.

Letzte Woche musste ich mir ein neues Handy besorgen. Mein Mobilfunkanbieter hat die 2G-Antennen abgestellt, sang- und klanglos. Ohne mich zu benachrichtigen. Das ist eben genau das, wovor die 5G-Gegner warnen: Mit der Zeit werden die schwächeren Antennen einschliesslich 4G einfach abgestellt, und wir werden so indirekt gezwungen 5G zu benutzen. Die von diesen Antennen ausgehende starke Strahlenbelastung schwächt das Immunsystem und öffnet die Blut-Hirn-Schranke, sodass sich Gifte wie Schwermetalle noch besser im Gehirn ablagern. Dafür können wir unterwegs Filme anschauen und die Fensterstoren unserer Wohnung aus der Ferne bedienen.
Nun habe ich ein Handy, kein Smartphone, das 4G empfangen kann, aber meine private Nummer funktioniert nicht mehr, nur die geschäftliche. So muss ich heute wohl zum 3. Mal zum „help desk“ gehen, denn ausserdem gibt es noch eine „Misconfiguration“.

Die Zahlen der Infizierten steigen weltweit, besonders in den USA und in Brasilien. Die WHO schlägt Alarm. Präsident Trump sagt, das sei eben toll, wie fleissig in den USA getestet werde, „America first!“. Einige Staaten machen Lockerungen wieder rückgängig. Die Befugnis dazu hat Trump vor kurzem den Gouverneuren überlassen.
Auch in der Schweiz steigen die Zahlen. Seitdem die Klubs wieder öffnen dürfen, werden Partys nachgeholt. Am Wochenende hat in Zürich eine einzige Person 300 Mitfeiernde angesteckt. Viele davon haben fiktive Handynummern oder E-Mail-Adressen angegeben. Das „Tracing“ ist also nur begrenzt möglich.
Auch aus dem Ausland – Serbien! – Zurückkehrende sorgen für steigende Zahlen. Der Ruf nach Grenzkontrollen und Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird laut. Der Bundesrat tut sich schwer damit: Von Mitte März bis Anfang Juni hatte er die Bevölkerung bevormundet, das Maskentragen nur Erkrankten mit Symptomen empfohlen, besser liesse man es aber sein, denn Masken vermittelten eine falsche Sicherheit. Dies war eine konträre Aussage zur Empfehlung der WHO und der Virologen auch hier im Land. Ab Anfang Juni, als es endlich Masken gab, setzte der Bundesrat auf Eigenverantwortung der Bevölkerung. Das Resultat: Es trägt fast niemand eine Maske, auch nicht beim Einkaufen in Deutschland, wo in Geschäften immer noch eine Maskenpflicht gilt. Noch vor ein paar Tagen meine Bundesrat Berset, die Virologen hätten ihre Meinung, der Bundesrat die seinige. Vorgestern sagte mir eine Freundin, wie wunderbar der Bundesrat alles gemacht hätte. Sie hätte sich sehr beschützt gefühlt.

Der Schritt von der Eigenverantwortung nach einer längeren Zeit der Bevormundung ist sehr gross. Eigenverantwortung bedingt eine klare und sachlich richtige Information, aufgrund welcher jeder und jede für sich entscheiden kann. Als Georg im April im Bus eine Maske trug, wurde er manchmal angepöbelt oder Mitfahrende mieden ihn wie die Pest. Dabei trägt die Maske auch zur Sicherheit der anderen bei. Dies wurde vom Bundesrat nie kommuniziert. Ein Leserbriefschreiber meint, das Wort „Mitverantwortung“ sei besser als „Eigenverantwortung“, welches nach Egoismus töne.

Text: Petra Dobrovolny

Foto: Georg Dobrovolny