Mein Tagebuch: 06.05.2021

06. Mai, Donnerstag: Die Terrassen sind offen! Der Wind der Wahrheit in einer Zeit der Widersprüche

Heftige Winde und viel Regen machen das Leben der Restaurantterrassen schwierig. Als ich nach acht Monaten wieder einmal meine Freundin traf, mussten wir unsere Gläser und Tassen die ganze Zeit über festhalten. Wir nahmen es gelassen und waren froh, dass es eine Stunde mal nicht regnete.
Einer unserer Freunde schickt uns ein Video zum Thema: «Die Terrassen sind offen!» Es ist ein alter Sketch mit dem holländischen Komiker Rudi Carrell, jedoch topaktuell: Er sitzt bei sehr stürmischem Wind mit seiner Freundin auf einer Restaurantterrasse. Beide sind schick angezogen, und der Kellner bringt ihnen Spaghetti. Der Wind bläst ihnen die langen Nudeln fast von der Gabel, bevor sie den Mund erreichen. Rudis Spaghetti fliegen der Freundin in den Ausschnitt ihres schönen Kleids. Der Kellner erkundigt sich, ob alles in Ordnung sei. Rudi meint, alles sei gut, er könne den Rotwein bringen. Inzwischen fängt es auch noch an zu regnen. Der Kellner kommt in einer wetterfesten gelben Ölkleidung wieder zum Tisch und giesst ein wenig Wein in ein Glas, das er Rudi zum Probieren reicht. Rudi versucht die Wetterbedingungen zu ignorieren und meint nach der Kostprobe nickend, der Kellner könne den Wein eingiessen. Dieser stellt die zwei Gläser nebeneinander auf den Tisch, hält die Flasche in der Mitte darüber, und der Wind lässt den Wein abwechslungsweise in das eine, dann in das andere Glas fliessen. Ende der Szene.
Es tut gut mal zu lachen!

In der aktuellen Nummer der Zeitschrift «raum&zeit» Nr. 231 von Mai und Juni gibt es interessante Artikel zu Corona und auch anderen Themen wie 5G usw. Besonders beeindrucken mich die Artikel «Corona-Falle Pflegeheim» von Adelheid von Stösser und «Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffes BioNtech» von Dr. Vanessa Schmidt-Krüger. Hier ein paar Zitate aus dem ersten Artikel, Seite 11 bis 12: «Obschon 80 Prozent der positiv getesteten symptomlos sind, wir der PCR-Test bis heute nicht in Frage gestellt, sondern behauptet, dass auch Menschen ohne Symptome ansteckend seien. Gegen den Testentwickler laufen aktuell sogar Strafanzeigen wegen falscher Tatsachenbehauptung.» Die WHO erklärte neulich, «dass ein positiver PCR-Test nicht ausreiche, um eine Erkrankung nachzuweisen. Ausserdem solle der CT-Wert herabgesetzt werden, d.h. für ein positives Testergebnis bräuchte es eine höhere Viruskonzentration… Für Heime und ihre Bewohner wäre es ebenfalls von grossem Vorteil, würde in erster Linie auf die Symptome geschaut, anstatt auf die Tests… « Es gibt die Möglichkeit, an einer Infektion mit SARS-Viren zu erkranken und zu sterben. «Setzt man diese jedoch ins Verhältnis zu anderen Gefahren, lässt sich alleine schon aus der Sterberate ersehen, dass SARS-CoV-2 kein Killervirus ist. Die Letalität liegt bei 0.3 %. Mehr als 99 Prozent der PCR-Positiven haben überlebt.» Weiterhin schreibt Frau Dr. Stösser, dass differenziert werden müsse, ob jemand an oder mit Corona gestorben sei. Durch die ständige Präsentation von zu hohen Fallzahlen und Schreckensszenarien werde ganz bewusst ein Dauerzustand der Angst erzeugt, «damit alle schön brav die Regeln befolgen, bis die rettende Impfung dem Spuk hoffentlich ein Ende bereitet.»
In dem Artikel über die Nebenwirkungen des BioNtech-Impfstoffes stellt Frau Dr. Schmidt-Krüger die Frage, wie gefährlich die Nanopartikel der Lipid-Hülle seien. Diese Hülle sorgt dafür, dass der eigentliche Impfstoff, nämlich die für uns fremde DNA des Virus, überhaupt von unseren Zellen aufgenommen wird. Die Zellbiologin und Neurowissenschaftlerin stellt fest, dass die Wirkungen auf unser Blut, die Nerven und die DNA ungeklärt sind. Wichtige Studien wurden bisher nicht durchgeführt. Bekannt ist, dass Nanopartikel die Blut-Hirn-Schranke überwinden, also auch ins Gehirn eindringen können. Nach Impfungen mit dem vergleichbaren Moderna-Impfstoff wurden diese Partikel im Gehirn und in Augen gefunden. Die von ihnen verursachte Entzündung des Nervengewebes kann neurologische Störungen bewirken.

Bei dem zunehmenden «Wind der Wahrheit» können einem schon mal die Spaghetti um die Ohren fliegen.

Wir leben mit grossen Widersprüchen: Das deutsche Verfassungsgericht in Karlsruhe hat den jetzigen Lockdown für rechtlich in Ordnung befunden. Eine Studie der Universität Stanford stellt fest, dass ein Lockdown eher schadet als nützt. Die Liste der Nebenwirkungen der Impfstoffe wird immer länger, man soll sich jedoch aus Solidarität impfen lassen. Der Nutzen überwiege die Risiken. Über Langzeitwirkungen weiss niemand etwas.
Der Schweizer Gewerbeverband verurteilt die vom Bundesrat geplante vorsichtige Öffnung in 3 Phasen bis Ende Juli. Dies berichtet heute «Der Bund» auf Seite 7. Gastronomiebetriebe sollten laut Gewerbeverband Ende Mai öffnen können. Die Kantone kritisieren, dass der Bundesrat bei seiner «Öffnungslogik» an der Reproduktionszahl als Richtwert festhalten will. «Dieser sei untauglich, urteilt etwa der Kanton Bern, man würde sich besser nach der Auslastung der Betten in den Intensivpflege-Stationen richten.» Meine Bemerkung dazu: Die R-Zahl leitet sich direkt vom PCR-Test ab und soll angeben, wie viele Personen eine einzige anstecken kann. Warum verwendet man diesen weltweit immer noch als «Goldstandard» für den diagnostischen Alltag, obwohl er nie dafür zugelassen wurde?
Am 12. Mai wird der Bundesrat entscheiden, wie es weitergeht mit dem 3-Phasen-Modell.

Dem gängigen Corona-Wortschatz kann ich zwei Wörter zufügen: «Öffnungslogik» und «die Ungeschützten». Letzteres soll diejenigen bezeichnen, die weder geimpft sind, noch einen negativen PCR-Test noch eine Bestätigung über eine durchgemachte Covid-19-Krankheit vorzeigen können. Menschen, die von Natur aus von ihrem Immunsystem geschützt werden, scheint es nicht – mehr – zu geben.

Foto und Text: Petra Dobrovolny                      

Mein Tagebuch: 04.05.2021

04. Mai, Dienstag:

Ein verregnetes und kaltes Wochenende ist hinter uns. Es hat sogar gehagelt. Viele Blüten liegen am Boden.

Es häufen sich die Meldungen, dass in Seniorenheimen wieder Infektionen ausbrechen, obwohl alle geimpft sind. Bereits vor Monaten hatten Experten davor gewarnt, dass Impfungen das Virus zu Mutationen «drängen» könnten. Anstatt den Warnungen nachzugehen, wurden diese Experten, u.a. Prof. Bhakdi und Clemens Arvay, diffamiert. Nun schreibt die Journalistin Stephanie Lartz am 3. Mai auf Seite 16 der NZZ so, als sei dies nie zur Debatte gestanden: Es gibt «Fluchtvarianten». Also Virus-Varianten, die den Impfschutz austricksen können. Deswegen empfiehlt die WHO, «das Erbgut der Viren von mindestens 10% der wöchentlich auftretenden Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 zu entschlüsseln. Weiter schreibt die NZZ: «Es ist unklar, ob die Überwachung von Infektionen, die nach einer Impfung auftreten, wirklich funktioniert.»
Da kann ich nur staunen: Plötzlich ist klar, dass der Impfschutz lückenhaft ist und dazu noch «Fluchtvarianten» fördert. Die NZZ setzt noch einen drauf und kritisiert das BAG: «Die genetische Überwachung des Coronavirus in der Schweiz hat blinde Flecken.» Die Analyse, auch «Sequenzierung» genannt, die besonders häufig in Grossbritannien durchgeführt wird, ist zeitlich und finanziell aufwendig.

In Deutschland gibt es zurzeit wieder einmal einen strengen Lockdown mit nächtlicher Ausgangssperre. In der Schweiz gab es so etwas wegen Corona nicht. Das Gratisblatt «20minuten» schreibt: «Die Deutschen loben die Schweizer: Die Schweizer lassen sich einfach nicht einsperren. Für die Menschen in der Schweiz sei die Freiheit ein höheres Gut als der absolutistische Gesundheitsschutz. Sie kontrollieren lieber den Staat, als sich von ihm kontrollieren zu lassen.»
In den Kantonen Uri und Schwyz gibt es Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen, an denen auch die sog. Treichler oder Trychler teilnehmen. In ihrer Tracht gekleidet gehen die jungen kräftigen Männer langsam durch die Strassen und tragen über Nacken und Schultern eine Art Joch, an dessen jeweiligem Ende eine grosse geschmückte Kuhglocke hängt. Das bei jedem Schritt verursachte ohrenbetäubende Geläute bringt den Protest gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten zum Ausdruck. Diese Form des Protests hat eine lange Tradition und macht Eindruck.

Foto: Japanischer Kirschbaum vor dem Hagel
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 21.02.2021

21. Februar, Sonntag

Gestern, Samstag, hat in Berlin ein Schweigemarsch als Protest gegen die fortdauernden Corona-Massnahmen und die erodierende Demokratie stattgefunden. Eine Bürgerin aus Mecklenburg-Vorpommern hatte die Idee dazu. Sie meint, es sei schon genug geredet worden, Schweigen als Protest sei jetzt sinnvoller. Der freischaffende Journalist Boris Reitschuster berichtet davon in einem Lifestream auf Youtube über 2 Stunden lang. Er findet es bedauerlich, dass bei diesem guten Wetter nur ein paar Tausend Demonstrierende mitmachen, Kinder und Jugendliche sind fast keine dabei. Alle halten Abstand und tragen eine Maske. Trotzdem gibt es am Strassenrand immer wieder Gegendemonstrant*innen, die die am Schweigemarsch Teilnehmenden, übel beschimpfen und als «Nazi» bezeichnen. Herr Reitschuster, der auch regelmässig Fragen an der Bundespressekonferenz stellt und davon berichtet, erhält öfters einen spontanen persönlichen Dank für seine Arbeit, einmal ruft ihm aber ein Mann voller Hass entgegen: «Reitschuster, verpiss dich!» Es ist eindrucksvoll zu sehen, wie gespalten die Gesellschaft ist. Die Polizei verhält sich sehr höflich und zurückhaltend. Sie achtet darauf, dass sich die beiden Lager nicht in die Haare geraten.

In der Schweiz wird kaum öffentlich gegen die Massnahmen demonstriert. Die Empörung der Gewerbeverbände und bürgerlichen Parteien richtet sich zurzeit vor allem gegen Gesundheitsminister Berset, der ab 1. März zwar die Geschäfte wieder öffnen will, jedoch frühestens am 1. April die Restaurants und deren Terrassen. Der ehemalige Bundesrat und jahrzehntelange Chef der SVP (Schweiz. Volkspartei), Herr Blocher, bezeichnet Bundesrat Berset als Diktator. Damit erntet er aber keinerlei Beifall, denn solche Beschimpfungen oder Bezeichnungen sind in der Schweiz egal in welcher Partei verpönt.

Die offenen Terrassen der Bergrestaurants sollten gemäss Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (!) geschlossen sein. Der Bundesrat schliesst sich an und gibt diese Empfehlung als Weisung, die befolgt werden sollte, heraus. Die Kundschaft darf offiziell nur ein Take away mitnehmen, aber weder Tische noch Stühle der Terrasse benützen. Die Restaurants finden aber, dass sich gerade dank der Tische grössere Menschenansammlungen vermeiden liessen. Sie hoffen, dass sich diese Diskussion sowieso bald erübrigt. Ein Restaurantbesitzer meint: «Dann soll der Bundesrat eben die Armee schicken.» Ich bin einfach schon mal dankbar, dass Restaurants, die Take away anbieten, die Toiletten öffnen dürfen.

Unsere Bekannten und Familienmitglieder in Deutschland und Tschechien staunen über die Schweiz, wo Hotels und Skigebiete geöffnet haben.

Foto: Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny