Das neue Jahr begann mit einer Tragödie: Etwa nach 1 Uhr brach in der voll besetzten Bar in Crans Montana ein Feuer aus. 40 meist junge Menschen starben, mindestens 116 wurden meist schwer verletzt. Die Betroffenheit ist gross, das Wallis und bald auch die ganze Schweiz steht unter Schock. Diese Katastrophe hätte vermieden werden können: Der Betreiber hatte die Bar vor ein paar Jahren in Eigenregie mit entzündbarem Material an der Decke renoviert. Mit bengalische Kerzen auf Champagnerflaschen machte er auf der Homepage der Bar Werbung. Ein Notausgang war ständig verschlossen. Brandschutzkontrollen der Gemeinde hatten seit mehr als 6 Jahren nicht mehr stattgefunden. Trauer und Wut sind gross, auch die Anteilnahme aus dem Ausland.
Am 2. Januar herrscht trotz Hochbetrieb auch in Leukerbad Totenstille. Dies nach einer ausgelassenen Knallerei an Sylvester. Ich gehe wie gewohnt am frühen Nachmittag in die Leukerbadner Marienkirche, um mit meinen Klangschalen zu meditieren und zu singen. Heute kommen besonders viele Jugendliche, um bei der Madonna von Fatima eine Kerze für die von der Katastrophe Betroffenen anzuzünden.
Foto und Text: Petra Dobrovolny
