Mein Tagebuch: 21.12.2021

21. Dezember, Dienstag: Wintersonnenwende

Das Motto des Kanals von Boris Reitschuster hat zum Titel ein Zitat aus der Bundespressekonferenz in Berlin: «Eine Frage noch Herr Reitschuster!»

Meine Frage lautet:
«Will ich, dass eine Regierung angeblich aus lauter Liebe und Fürsorge zur Bevölkerung darüber bestimmt, wie und wann ich sterbe?»
Ich antworte mit einem Zitat aus dem Song der Band «Queen»:
«Too much love can kill you!» Auf Deutsch: «Zuviel Liebe kann töten!»

Heute ist Wintersonnenwende in einer kraftvollen Sternkonstellation, die begünstigt, dass wir uns nach unserer Göttlichkeit fragen.

Wo ist mein inneres Licht? Wie bringe ich es in die Welt? Was möchte ich noch in die Welt bringen?

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 29.11.2020

29. November, Sonntag:

«Macht hoch die Tür, die Tor macht weit …» Heute ist der erste Advent. Die Leute drängen in die Kirche «Maria, hilf!», auf dem Plakat an der Türe steht zwar «max. 10 Personen», es sind aber viel mehr. Man muss sich vorher anmelden, und es herrscht Maskenpflicht. Der Pfarrer setzt seine Maske erst bei der Verteilung des Abendmahls auf. Mit seinen Worten kann er in Kürze eine warmherzige Atmosphäre schaffen, so dass sich jeder und jede trotz der strengen und sehr präsenten Massnahmen in dieser Gemeinschaft trotz Abstandregeln zuhause fühlt.

Im Tal ist Nebel, in den Bergen herrlicher Sonnenschein. Viele Leute kommen herauf nach Leukerbad und spazieren auf dem Römerweg. Familien lassen sich bei den Tischen und Stühlen vor den immer noch wegen Corona geschlossenen Restaurants nieder und geniessen ihr mitgebrachtes Picknick.

Am Abend fahre ich im überfüllten Zug zurück nach Bern und geniesse Georgs angekündigte Fischsuppe.


Foto: Römerweg bei Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19.4. mit Gedicht

  1.  April, Sonntag:
    In den Wochenendbeilagen der Zeitungen wird jetzt viel über die Stärkung des Immunsystems geschrieben. Das inspiriert mich zu einem weiteren Gedicht:

Zur Stärkung

Die Stärkung des Immunsystems
ist in aller Munde.
Und es macht
die wissenschaftliche Erkenntnis
die Runde:

Am stärksten wirken Kuscheln und Kuss.
So bleiben alle gesund mit Genuss!
Paar- oder familienweise
vertreiben wir so das Virus!

Denk‘ auch an Zink und Vitamin C.
Statt Vitamin D
ist besser Sonnenschein,
denn dieser schadet dem Virus sehr,
auch wenn du jetzt nicht kannst ans Meer.

Mein kurzgefasster Rat:
Ruh‘ dich aus von zu viel Tat,
nimm Knoblauch mit Zitrone
und geniesse die Sonne!

Hier könnte das Gedicht fertig sein,
doch es gibt noch einen Zusatzreim:

Vor dem Kuss
nimm Knoblauch mit Zitrone,
denn dann geht’s ohne
den lästigen Geruch.
Fügst du noch ein wenig Honig hinzu,
schmilzt der oder die Geküsste im Nu!

Schwäne in der Aare

Text und Fotos: Petra Dobrovolny

Der Krokus

Der Krokus

Der Krokus bekommt von der Sonne
einen Kuss,
damit er voller Wonne
seine Blüte öffnet zum Sonnengruss.

Wann lässt du dich
von der Sonne küssen,
damit deine Blätter spriessen?

Du bist sicher verwurzelt in der Erde.
Nun ist es Zeit:
Werde! Wachse und werde!

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Neujahrsgedicht

Neujahrsgedicht

Was bringt dir wohl das neue Jahr?
Dessen bist du dir noch nicht gewahr.
Über deinem Weg der Nebel liegt,
an der nächsten Kreuzung du vielleicht abbiegst.

Geh‘ Schritt für Schritt im Vertrauen,
es wird wohl nicht lange dauern
bis den Nebel verdrängt die Sonne
und dir zeigt wohin
in Freude und Wonne!

Text und Foto: Petra Dobrovolny

 

Neues Leben

Deine Sorgen
sind gestorben
in der Nacht.
Nun bist du aufgewacht
an diesem wunderbaren Morgen
und fragst dich:
„Wo sind meine Sorgen?“

Du wunderst dich,
du spürst nicht mehr
ihr schweres Gewicht!
Der Sonne Schein lädt
zu neuem Leben dich ein.

An die Leichtigkeit
bist du noch nicht gewöhnt,
der Gesang der Vögel dein Herz verwöhnt,
es spürt Freude und fühlt sich geborgen
in diesem neuen Leben
ohne Sorgen.

Text: Petra Dobrovolny
Foto: PD: Johanniskraut

 

Die Schlüsselblume

Die Schlüsselblume

Pflück‘ dir ein paar Schlüsselblumen
und stell‘ sie in eine Vase.
Dann hast du vor deiner Nase
den Schlüssel zum Himmelstor.

… und wirst du einst stehen davor,
so musst du nicht kramen in deiner Tasche,
du hast ihn auch nicht verloren in deiner Asche!
Es genügt, wenn du sagst deinen Namen:
Er ist der wahre Schlüssel
zum Einlass in die Ewigkeit.
Die Engel singen: „Amen!“

Wenn du dies weisst,
so bist du jederzeit bereit
zum Einlass in die Ewigkeit.
Daran erinnert dich
jedes Jahr die Schlüsselblume
mit ihrem sonnengelben Licht!

Petra Dobrovolny, zu Ostern
Foto: PD

Die neue Sonne

Die neue Sonne

Das Gestern ist versunken
wie ein Stern im Meer.
Es bekümmert dich nicht mehr!
Für die vergang’nen Tränen
brauchst du dich nicht zu schämen.
Reingewaschen haben sie dein Heute,
auf dass nun strahle deine Freude!
Du lebst sie in jedem Augenblick.
Du schaust manchmal versöhnt zurück,
doch meistens denkst du nur an Morgen
und magst dich nicht mehr sorgen:
Denn deine neue Freude strahlt
und eine neue Sonne sie
an den Himmel malt.

Wir wünschen dir auf deinen neuen Wegen
viel Glück und Gottes Segen!

Deine Engel

Was die Engel dir flüstern

DU bist der Meister der Regie!

Katastrophen kennst du als dein tägliches Brot
und kommst dadurch oft echt in Not!
Du beschliesst:
Das Theater hat nun ein Ende.
Wir Engel reiben uns schon vor Freude die Hände!

Das Stück ist aus,
du gehst nach Haus,
machst deine Augen zu
und findest endlich Ruh‘.
Und wachst wieder auf und bist ganz heiter,
denn das Stück geht nicht mehr weiter.

Wir Engel sagen: „Willkommen, Meister,
in deinem neuen Leben
ohne Dramen und Erdbeben!
Du lässt deine innere Sonne
strahlen für alle: Welche Wonne!

Willkommen in deiner neuen Welt!
Es ist gut, wenn du sagst:
‚Der Vorhang fällt!‘
Denn DU bist der Meister der Regie!
Wir bitten dich: Vergiss das nie!“

Deine Engel

 

 

 

15.2.: Post-Valentinstag-Gedicht

Post-Valentinstag-Gedicht

Ja, der Sturm, wenn er rüttelt,
gar manches auseinanderschüttelt!
Doch darüber scheinen Sonne, Mond und Sterne,
und eigentlich habt ihr euch immer gerne!

Petra Dobrovolny