Mein Tagebuch: 3. Juli 2020

3. Juli 2020, Freitag:

Maskenpflicht im ÖV – Von 2G zu Telepathie – 3 Mediziner zeigen Zivilcourage

Inzwischen steigen die Zahlen der registrierten Infizierten in der Schweiz auf über 100 täglich. In einem Zürcher Club hat ein Partygänger mindestens 300 weitere angesteckt. Auch dies ist erstaunlich: Die Neu-Infizierten sind zwischen 20 und 50 Jahre alt! Im März wurde immer wieder von offizieller Seite betont, nur die über 65-Jährigen seien gefährdet. Der Club Flamingo musste schliessen, auch weil er bei der Angabe der Anzahl Besucher geschummelt hatte.
Der Bundesrat überlässt jetzt den Kantonen die Kompetenz zu Schliessungen und Bestimmungen im ÖV. So hat der Kanton Genf bereits diese Woche über eine Maskenpflicht in Zug und Bus verfügt. Bei Intercity-Zügen, die mehrere Kantonsgrenzen überqueren, macht diese Lösung aber nicht viel Sinn. Ab Montag gilt deswegen schweizweit im ÖV Maskenpflicht!  

Einreisende aus 29 Ländern müssen sich für 10 Tage in Quarantäne begeben und dürfen ihre Wohnung nicht verlassen. Auf der Liste sind die USA, Brasilien, Russland, Kosovo, Serbien, Kap Verde, Südafrika, Schweden, Bolivien, … Wer die strenge Quarantäne nicht einhält, kann mit 10‘000 CHF gebüsst werden.

Ist dies nun die zweite Welle? Oder die verlängerte erste? Den Spitälern in der Schweiz geht bald ein anscheinend nützendes Medikament, das gegen Ebola entwickelt wurde, aus. Die USA haben die ganze nächste Produktion für sich reserviert. Noch immer werden Naturheilmittel offiziell ignoriert. Die neuste Ausgabe der Zeitschrift „raum&zeit“ berichtet über ein pflanzliches Mittel der Traditionellen Chinesischen Medizin, welches seit 2005 in China zugelassen und nach europäischem Standard auch bei uns hergestellt wird. Es besteht aus 8 Heilpflanzen und heisst Shufeng Jiedu. Auch mit Natriumchlorit bzw. Chlordioxid – NaCl2 – hat man in Ecuador gute Erfahrungen bei der Behandlung von Covid-19 gemacht. Im Februar hatte Georg mit Meersalz inhaliert, nach einer Woche hatten seine starken Hustenanfälle aufgehört. Ich habe ihm gesagt, dass man doch solche Inhalationen in den Spitälern anbieten könne. Als geschulter Ökonom gab er mir zur Antwort: „Daran verdient die Pharma aber zu wenig!“

Immer wieder stellt sich mir die Frage: Warum wird uns so viel Angst gemacht? Wer hat daran Interesse? Die Zahl der Todesfälle, die ausschliesslich an Covid-19 gestorben sind, wird noch immer nicht bekannt gegeben.

Heute steht es im „Bund“: Die Swisscom stellt per Januar 2021 die 2. Generation der Mobilfunksignale ein. Die freiwerdende Kapazität wird dringend für 5G benötigt, so lautet die Begründung. Mehr als eine halbe Million Senioren bringt dies in Bedrängnis: Sie müssen sich ein neues Handy anschaffen, von welchem sie viele Funktionen nie benützen möchten. Mir geht es auch so. Mein Mobilfunkanbieter „Salt“ hat mir ein neues verkauft. Mit 2 SIM-Karten, da ich 2 Nummern habe. Nur: Die 2. SIM-Karte kann lediglich 2G empfangen. Dies wurde mir jedoch nicht mitgeteilt. Die Kundenbetreuerin gestand mir, dass sie dies selbst nicht gewusst habe. Wer sollte es denn wissen? Und nein, mein Guthaben, welches sich noch auf dieser SIM-Karte befindet, könne ich nicht auf die andere übertragen lassen. Sorry! Die Lösung wäre, dass ich ein zweites Handy kaufe.
Fazit: Meine 2. Nummer, die ich früher bevorzugt benutzte, kann ich also vergessen. Ich frage bei der „Engel-Numerologie“ nach. Die Botschaft zu meiner neuen 1. Nummer, die mit 215 beginnt, lautet: „Vertraue auf diese Zeit der Veränderung! Sie ist segensreich für die Erfüllung deiner Träume und deiner Lebensaufgabe.“ 

Was hatten die Engelkarten von Estelle für diese Woche prophezeit?
„Hold your dream loose, so the angels can surprise you!“
Das heisst wohl, ich solle mich nicht an dem alten Handy festhalten. Eine neue Art der Kommunikation wird mir beschwert. Ich versuche es in letzter Zeit mehr mit Telepathie.

Auf dem Youtube-Kanal von Martin Haditsch, Professor für Mikrobiologie und Mediziner, entdecke ich einen Beitrag vom neu gegründeten ausserparlamentarischen Untersuchungsausschuss ACU. Heiko Schöning, ein Hamburger Arzt, hat diesen Ausschuss zusammen mit Kollegen initiiert, da es an der Zeit sei die unverhältnismässigen Massnahmen der Regierung zu hinterfragen. Unter dem Deckmantel des Epidemienotgesetzes würden die bürgerlichen Grundrechte ausgehebelt. Die Interpretation und Darstellung der Zahlen schürten unnötige Angst, der geplante Impfstoff könne erhebliche Schäden anrichten. Aus persönlicher Betroffenheit heraus haben sich nun drei Mediziner zusammengetan und werden, solange es Youtube erlaubt, fachlich kompetent informieren. Die Kommentare sind positiv bis dankend und lobend. Jemand fordert, dass die Regierungsverantwortlichen dann auch zur Verantwortung gezogen werden müssten. Wenn sich herausstellt, dass die Massnahmen mehr schaden als nützen. Diese drei Mediziner gehören nicht zur alternativen Szene. Ihnen reicht es, dass offizielle internationale Forschungsergebnisse in Bezug auf das Corona-Virus, die die bisherigen Massnahmen als fragwürdig bis sinnlos erscheinen lassen, ignoriert werden. Zum Glück gibt es noch Menschen mit Zivilcourage!  

Die Massnahmen nehmen manchmal groteske Formen an. Ein TUI-Charterflug von Frankfurt über Zürich nach Mallorca durfte dort erst gar nicht landen, weil er von Zürich kam. In Zürich war das Flugzeug nur gelandet, aber niemand war weder zu- noch ausgestiegen. Schliesslich landete es wieder in Zürich, die Reisenden aus Deutschland mussten per Zug oder Mietwagen wieder nach Hause zurückkehren. Ob und wann ihnen von wem etwas zurückerstattet wird, steht in den Sternen.

„Schon wieder Freitag!“ meint Georg. „Die Zeit vergeht wie im Flug. Nur die Zeit bis zur Rückkehr unserer Nachbarn aus Neuseeland scheint ewig zu dauern. Vielleicht weil wir schon seit Anfang April auf sie warten.“

Let’s create heaven on earth!  

Text und Foto: Petra Dobrovolny 

Mein Tagebuch: 28. und 29. Juni 2020

28. Juni 2020, Sonntag:

Für die kommende Woche sagen gemäss Estelle die Karten das Ende eines Zyklus voraus. Wir werden etwas Neues beginnen, vielleicht ein Geschenk oder eine Gelegenheit erhalten, eine andere Richtung im Leben einschlagen. Wir erreichen etwas, sehen die Frucht unserer Arbeit und können stolz auf uns sein. Es ist Zeit zum Feiern. Wir haben einen Wunsch oder uns ein Ziel gesetzt. Wie und was sich genau erfüllen wird, sollten wir mit unseren Vorstellungen nicht einengen, sondern das konkrete Ergebnis den Engeln überlassen. „Hold your dream loosely, so the angels can surprise you!“

Die Zeitungen bringen Fotos von überfüllten Stränden in Bournemouth, Südengland, und Scharbeutz an der Ostsee. Abstandhalten unmöglich.
Seit letztem Donnerstag steht die „Swiss-Covid-App“ für das „Tracing“ offiziell zur Verfügung. Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden, erhalten einen Code. Diesen müssen sie in der App erfassen. Das Programm benachrichtigt danach sog. Kontaktpersonen, welche der infizierten Person mehr als 15 Minuten näher als 1.5 Meter waren. Diese Kontaktpersonen sollten sich beim Kantonsarzt oder beim BAG melden. Die Behörden entscheiden dann, ob ein Test oder eine bis zu 14-tägige Quarantäne nötig ist. Für die betroffenen Kontaktpersonen bedeutet dies eventuell auch eine Isolation von den eigenen Familienmitgliedern, der Ausfall des Erwerbs werde vom Bund gedeckt. Zwei Prozent der Bevölkerung hat sich die App auf ihr Handy geladen. Die Kantonsärzt*innen möchten die erfassten Daten auch zur Forschung verwenden. Das BAG bestätigt, dass dies nur in einem beschränkten Rahmen möglich sei. Die gesetzliche Grundlage fehlt dazu. Sicherheitsexperten empfehlen, die App nicht immer eingeschaltet zu lassen.
Georg und ich haben Handys, die „app-untauglich“ sind. Und damit sind wir nicht die Einzigen.

29. Juni, Montag:

Gestern Abend gab es ein kräftiges Gewitter mit kurzem Hagel. Der Wind hat unsere Tomatentöpfe umgeworfen.

Letzte Woche musste ich mir ein neues Handy besorgen. Mein Mobilfunkanbieter hat die 2G-Antennen abgestellt, sang- und klanglos. Ohne mich zu benachrichtigen. Das ist eben genau das, wovor die 5G-Gegner warnen: Mit der Zeit werden die schwächeren Antennen einschliesslich 4G einfach abgestellt, und wir werden so indirekt gezwungen 5G zu benutzen. Die von diesen Antennen ausgehende starke Strahlenbelastung schwächt das Immunsystem und öffnet die Blut-Hirn-Schranke, sodass sich Gifte wie Schwermetalle noch besser im Gehirn ablagern. Dafür können wir unterwegs Filme anschauen und die Fensterstoren unserer Wohnung aus der Ferne bedienen.
Nun habe ich ein Handy, kein Smartphone, das 4G empfangen kann, aber meine private Nummer funktioniert nicht mehr, nur die geschäftliche. So muss ich heute wohl zum 3. Mal zum „help desk“ gehen, denn ausserdem gibt es noch eine „Misconfiguration“.

Die Zahlen der Infizierten steigen weltweit, besonders in den USA und in Brasilien. Die WHO schlägt Alarm. Präsident Trump sagt, das sei eben toll, wie fleissig in den USA getestet werde, „America first!“. Einige Staaten machen Lockerungen wieder rückgängig. Die Befugnis dazu hat Trump vor kurzem den Gouverneuren überlassen.
Auch in der Schweiz steigen die Zahlen. Seitdem die Klubs wieder öffnen dürfen, werden Partys nachgeholt. Am Wochenende hat in Zürich eine einzige Person 300 Mitfeiernde angesteckt. Viele davon haben fiktive Handynummern oder E-Mail-Adressen angegeben. Das „Tracing“ ist also nur begrenzt möglich.
Auch aus dem Ausland – Serbien! – Zurückkehrende sorgen für steigende Zahlen. Der Ruf nach Grenzkontrollen und Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird laut. Der Bundesrat tut sich schwer damit: Von Mitte März bis Anfang Juni hatte er die Bevölkerung bevormundet, das Maskentragen nur Erkrankten mit Symptomen empfohlen, besser liesse man es aber sein, denn Masken vermittelten eine falsche Sicherheit. Dies war eine konträre Aussage zur Empfehlung der WHO und der Virologen auch hier im Land. Ab Anfang Juni, als es endlich Masken gab, setzte der Bundesrat auf Eigenverantwortung der Bevölkerung. Das Resultat: Es trägt fast niemand eine Maske, auch nicht beim Einkaufen in Deutschland, wo in Geschäften immer noch eine Maskenpflicht gilt. Noch vor ein paar Tagen meine Bundesrat Berset, die Virologen hätten ihre Meinung, der Bundesrat die seinige. Vorgestern sagte mir eine Freundin, wie wunderbar der Bundesrat alles gemacht hätte. Sie hätte sich sehr beschützt gefühlt.

Der Schritt von der Eigenverantwortung nach einer längeren Zeit der Bevormundung ist sehr gross. Eigenverantwortung bedingt eine klare und sachlich richtige Information, aufgrund welcher jeder und jede für sich entscheiden kann. Als Georg im April im Bus eine Maske trug, wurde er manchmal angepöbelt oder Mitfahrende mieden ihn wie die Pest. Dabei trägt die Maske auch zur Sicherheit der anderen bei. Dies wurde vom Bundesrat nie kommuniziert. Ein Leserbriefschreiber meint, das Wort „Mitverantwortung“ sei besser als „Eigenverantwortung“, welches nach Egoismus töne.

Text: Petra Dobrovolny

Foto: Georg Dobrovolny