Mein Tagebuch: 07.01.2021

7. Januar, Donnerstag:

Heute morgen sind es -7 Grad, klarer Himmel, es wird seit längerem wieder ein sonniger Tag. Pünktlich zum Mittagessen messe ich bei wunderbarem Sonnenschein +18 Grad auf meinem Terrassenrestaurant. Es gibt Buchweizen mit Lauch, Kürbis, Karotten, Linsen und Knoblauch, gewürzt mit Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, Muskat, Algen und Garam Masala, einer indischen Gewürzmischung. Und dazu Walliser Fendant.

Der brasilianische Präsident Bolsonaro sagt, er habe Antikörper und müsse sich nicht impfen lassen. Da fällt mir die Frage ein: Werden jetzt einfach alle Impfwilligen geimpft, ohne dass sie vorher auf die Möglichkeit eines Tests auf Antikörper aufmerksam gemacht werden?

In Österreich hat die Bundesbehörde für Gesundheit ein Formular für Impfwillige an Impfzentren und Arztpraxen verschickt. Dieses müssen die Patient*innen vor der Impfung ausfüllen und unterschreiben. Es enthält einen Fragenkatalog zur Auskunft über Vorerkrankungen und derzeitige Medikamenteneinnahmen sowie folgende Erklärung: «Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Informationen zur Impfung gelesen und verstanden habe. Ich konnte mich über die Neben- und Langzeitwirkungen informieren.» Durch diese Unterschrift haftet dann weder der Staat noch der Impfstoffhersteller für mögliche Schäden. In dem Formular wird indirekt zugegeben, dass es Neben- und Langzeitwirkungen geben kann. Vor allem letztere sind noch gar nicht bekannt. Worüber soll dann die impfende Fachperson aufklären? Und: Ein solches Formular hat man bis jetzt noch nie vor einer Impfung ausfüllen müssen. Warum jetzt?

Der Bevölkerung in Deutschland wird eine «Bewegungsfreiheit» von 15 km Umkreis verordnet. Es ist Frau Merkel anzusehen, dass sie keine Weihnachtsferien in der Schweiz verbringen konnte. Sie sieht ziemlich mitgenommen aus.

Im Internet sehe ich ein Video, ich weiss nicht mehr aus welchem Land: Eine hübsche junge Pflegefachfrau ist gerade geimpft worden und gibt ihre Freude darüber zum Ausdruck. Es hätte gar nicht wehgetan. Nach etwa einer Minute hält sie sich an der Stirn, steht wackelig vom Stuhl auf und fällt in Ohnmacht zu Boden. Dies sollte ursprünglich ein Werbespot für das Pflegepersonal sein …

Unfassbare Nachrichten erreichen uns aus den USA. Trump will sich mit allen Mitteln vor den ihm drohenden Strafverfahren retten und Präsident bleiben. Er bezeichnet die Wahl von Biden als Betrug und hetzt seine Anhänger gegen dessen Amtseinsetzung auf. Er verspricht ihnen, die meist zu denen gehören, die wirtschaftlich und sozial benachteiligt sind oder viel verloren haben, alles, wenn nur seine Präsidentschaft auch weiterhin bestehen bleibt. Und seine Anhänger glauben ihm! Sie stürmen in Washington sogar das Capitol, die Mitglieder des Parlaments müssen im Keller Schutz suchen. Wo war die Polizei? Spätestens jetzt hat Amerika als Vorbild und Hort der Demokratie ausgedient. Die Herren im Kreml und in Peking können darüber nur lachen. Ihnen kann der «Westen» nichts mehr sagen.

Ich schicke eine Meditation für den Frieden in die USA. Die Bilder meiner Vision sind sehr eindrucksvoll: Ich sehe, wie Donald Trump auf dem Rednerpodest zu seinen Anhängern spricht. Seinem Mund entfährt eine rote Wolke, die die Zuhörerschaft von oben her benebelt und einhüllt. Ich schicke rosa und goldenes Licht für den Frieden. Die rote Wolke löst sich auf, die Menschen im Publikum lassen ihre Arme und Köpfe sinken und schweigen. Trump schaut verdutzt in die Runde. Ihm fehlen die Worte. Er tritt ab. – Ein gerader breiter Weg verbindet den bekannten Obelisken mit dem Weissen Haus. Ich sehe vom Obelisken her kommend eine lange Kolonne geschmückter weisser Elefanten, der Anführer ist Ganesha, der Elefantengott der Hindus. Auf ihm sitzt in einem orangen Sahri gekleidet Kamala Harris, die zukünftige Vizepräsidentin der USA. Es gibt noch unermüdliche aggressive Anhänger von Trump, die den Weg versperren. Ganesha packt sie gelassen und kraftvoll mit seinem Rüssel und schiebt sie zur Seite, sie fallen in Ohnmacht. Die Elefanten bleiben einen Moment vor den Mauern – dem Denkmal – mit den Namen der im Vietnamkrieg Gefallenen stehen und verneigen sich. Dann gehen sie weiter zum Weissen Haus. Ihnen folgt «White Eagle», Weisser Adler, der höchste Meister der nordamerikanischen Eingeborenen, nach ihm Joe Biden, anschliessend zahlreiche Schamanen und Schamaninnen Nordamerikas. Sie tragen Räuchergefässe mit rauchendem weissem Salbei, um die Umgebung zu reinigen. Sie trommeln und singen: «Unser Land wird versöhnt und geheilt. Wir unterstützen Joe Biden und Kamala Harris in dieser Aufgabe. Alle gemeinsam machen Amerika würdig, von Grund auf.»

Foto: Leukerbad, Blick nach Süden
und Text: Petra Dobrovolny  

Mein Tagebuch: 12. – 14. Juni 2020

12. Juni, Freitag:

Heute habe ich während einer Klangmeditation zur Erdheilung eine besondere Vision:
Aus der Perspektive eines Adlers sehe ich eine Gegend in der Ukraine, in der im letzten Jahrhundert eine grosse Schlacht stattgefunden hat. Die flachen Felder sind zwar jetzt grün überwachsen, doch ich sehe noch das tiefer in der Erde versickerte Blut. Während der Monochordklänge zieht es sich konzentrisch in Form einer grossen roten an der Erdoberfläche liegenden Spirale zusammen. Sodann erhebt sich diese und dreht sich spiralig in Richtung Himmel. Dabei nimmt sie eine violette Farbe an, welche nach oben hin allmählich zu einem weissen Licht wird. Dies dauert eine Weile. Es scheint eine Reinigung und Heilung zu geschehen, während der ich alte Schlachtrufe und Schreie vergangener Zeiten höre. Das ganze Blut wird wie vom Himmel spiralig aufgesogen und in Licht verwandelt. Zurück bleibt ein im Sonnenschein leuchtendes Weizenfeld und eine Stimme vom Himmel sagt: „Es ist vollbracht.“ Nach einer Weile sehe ich ein weiteres ehemaliges Schlachtfeld in der Nähe, und diese Art von Reinigung geschieht noch einmal. Das Blut erhebt sich wieder als violette Lichtspirale zum Himmel, bis es ganz und gar aufgesogen und weiss durchlichtet ist. In einer dritten Phase sehe ich die Länder Europas unter mir. Alle ehemaligen Schlachtfelder leuchten nacheinander in Form roter Spiralen auf und erheben sich sodann als violette Lichtsäulen spiralig zum Himmel. Solange, bis die Gegend des Schlachtfelds geheilt ist. Am Schluss fliegen tausende von Schwänen spiralig vom Himmel auf die Erde und lassen sich auf den Seen und Flüssen Europas nieder. Ein Schwan sagt zu mir: „Wir sind die Hüter des neuen Friedens.“

13. Juni, Samstag:

Während der heutigen Klangmeditation gibt es eine Fortsetzung. Ich sehe die hohen Berge des Himalayas und einen langen Strom von Flüchtlingen. Es werden immer mehr, die Landschaft wird flacher, aus dem Norden, Osten und Süden strömen die Flüchtlinge nach Westen. Teilweise mit beladenen Reittieren, auch mit Handwagen. Von Regen und Schnee bleiben die Menschen nicht verschont. Dies dauert eine Weile an. Auf einmal drehen die Flüchtlinge am Ende um und wandern in die Richtung, aus der sie gekommen waren, zurück. Es gibt eine langsame, aber deutliche Kettenreaktion: Eine Gruppe nach der anderen dreht sich um und kehrt zurück. Die Luft wird wärmer, die Sonne scheint wie im Frühling. Eine Stimme sagt: „Alle Menschen finden wieder ihr Zuhause, ihren Ort, wo sie in Frieden leben werden. Es werden neue Gemeinschaften entstehen.“
Ich sehe dann ein friedliches China, einen regen Betrieb auf den Handelsstrassen und den grossen Flüssen, in denen wieder Delfine schwimmen.
Auf einmal nehme ich eine neue Anwesenheit im Raum wahr: Ein alter chinesischer Meister sitzt mir gegenüber auf einem niedrigen Hocker und spielt mit einem Bogen auf einem uralten zweisaitigen Instrument. Dann sehe ich, wie weitere alte Meister eintreffen und sich in einen Kreis setzen: Es sind Meister Konfuzius, Lao Tse und weitere chinesische Meister, dann tibetische, Sufi-Meister, Meister der Kaballah, alles Männer. Schliesslich kommen auch christliche Mystiker und hier auch Frauen, wie Hildegard von Bingen dazu. Die stille Botschaft der Versammlung lautet: Wir sind alle auf dem gleichen Weg, wir suchen das Göttliche in unserer Seele. Alle Wege sind richtig, der innere Frieden ist das Ziel. Der Weg ist das Ziel. Und jemand sagt: „Es werden bald wichtige alte Schriften auftauchen oder gefunden, die dies bestätigen.“

14. Juni, Sonntag:

Während der heutigen Klangmeditation zeigt sich mir eine Lichtspirale vom Himmel her zur Erde kommend. Die Engelchöre singen, auch das Läuten von Glocken ist zu hören. Eine Stimme sagt. „ICH BIN das Alpha und das Omega der Welt. WIR SIND das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende der Welt. Nach dem Ende geht es weiter. Das Alpha und das Omega … und ein neues Alpha. Ein Zyklus endet, und ein neuer beginnt. Jetzt sind wir in der Zeit des „und“, in der Zeit des Übergangs. Unsere Träume erschaffen den neuen Anfang.“ 

Text und Foto: Petra Dobrovolny  


Mein Tagebuch: 9. Juni 2020

9. Juni, Dienstag:

Am letzten Samstag haben 5000 Menschen in Basel unbewilligt gegen Rassismus demonstriert. Die Polizei griff nicht ein, sondern kniete ebenfalls während der Gedenkminuten an George Floyd! Es ändert sich etwas! Joe Biden verspricht im Falle seiner Wahl Reformen im Polizeigesetz.
Hier mein Gedicht im Gedenken an George, der am 26. Mai, also vor 2 Wochen in Minneapolis von einem weissen Polizisten ermordet wurde. Seine letzten Worte: „I can’t breathe, let me breathe!“ gingen um die Welt.

Weiter geh’n wir …      

Altes wegräumen
und entsorgen,
Neues erträumen
für eine Zukunft ohne Sorgen.
Zu zweit Hand in Hand,
auch mit anderen verbunden
durch ein unsichtbares Band
über Meere hinweg und Kontinente.

Ein Frieden ohne Ende
ist in Sicht,
ob du es glaubst oder nicht.
Die Masken haben wir abgenommen,
viele sind davon noch benommen.
Die neue Freiheit atmen wir jetzt erst recht,
George Floyd zu Ehren.
Das kann uns niemand verwehren.

Weiter geh’n wir Schritt für Schritt.
Uns’re Schutzengel kommen immer mit.
Wir sind beschirmt und behütet,
auch wenn in Zukunft
noch mancher Sturm wütet.

Am Ufer ziehen Schwäne vorbei,
würdevoll und frei.
Würde und Freiheit
sind auch uns nicht einerlei.
Dafür wir auch weiterhin einstehen,
egal, welche Fahnen über uns wehen.


Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 18.4. mit Gedicht

18. April, Samstag:
Heute schreibe ich …
    
Mein Corona-Gedicht

Das Corona-Virus ist zwar überall,
doch weder fass- noch sichtbar.
Du lernst einen neuen Abstand zur Welt.
Ob das Virus sich auch daran hält?

Die Autobahnen werden leiser,
die Menschen bald ein wenig weiser.
Der Frühling zieht ein in voller Pracht.
Was hat sich nicht alles verändert über Nacht?

Du hörst abends die Nachtigall,
tagsüber den Kuckuck überall.
Aus bleibt der Regen,
doch nie verlässt uns Gottes Segen.

Viele Felder liegen brach,
da kein Helfer vom Ausland kommen mag.
Jetzt wär‘ fällig der Einsatz der Armee
für Salat und Gemüse, o yeah!

Die Schwäne paaren sich im Schilf.
Viele beten: „Santa Maria, hilf!“
„Mutter Erde, vergib‘ uns unsre Sünden!
Wir wollen wieder zu dir finden
und leben in Eintracht und Frieden.

Im Moment tut uns noch vieles betrüben.
Doch bald werden wir erwachen aus dem Schock,
die Wahrheit zeigt sich an jedem Ort.
Es werden die richtigen Regierungen gewählt,
die die Finger lassen von Lüge und Korruption.
Die Menschheit umarmt sich in digitaler Union.

 

Georg verbrennt den Adventskranz als Zeichen dafür, dass jetzt ein neuer Zeitabschnitt beginnt.

Ein Gedichtband …

Dieser Sammelband mit 24 Gedichten von
Petra Dobrovolny ist soeben erschienen
ISBN 9783749410194
Hrsg.: www.literaturpodium.de
Im Buchhandel und auch als e-book erhältlich

Ein Gedichtband ist wie ein Freund

Ein Gedichtband
ist wie ein Freund.
Er reicht dir die Hand
über die Seiten hinaus
und bewirkt, dass du
dich fühlst zu Haus.

Bescheiden reiht er sich
in dein Bücherregal ein,
zwinkert dir zu
ab und zu
und lädt dich ein:
„Schau‘ doch wieder mal
herein
zur Erbauung deiner Seele,
auf dass es ihr und dir
an Herzensnahrung
nicht fehle!“

Ein Gedichtband
ist wie ein Freund.
Er reicht dir die Hand
über die Seiten hinaus
und bewirkt auf seine Art
artig und fein,
dass du dich nicht mehr fühlst allein.
… und er bewirkt ganz leise,
dass du dich fühlst bescheiden weise.

Ein Gedichtband zwinkert dir zu:
„Setz‘ dich mal hin
und lies in aller Ruh‘
meine Botschaft der Liebe und des Friedens.
Dann mag dich nichts mehr betrüben!“

Drum schickt Gedichte um die Welt,
damit sie nicht auseinanderfällt.
Gedichte vereinen euch in Frieden.
Ihr möchtet euch nur noch in den Armen liegen.

Gedichte
bringen das Menschliche ans Lichte,
auf dass es scheine ewiglich
in jedem Herzen
und in der ganzen Welt,
auf dass sie in Kriegen
nicht nur innehält,
sondern ganz und gar davon absieht.
Es ist der Frieden, der siegt!

Gebt dies den Kindern weiter,
auf dass sie dichten mögen
heiter weiter
und mögen lesen Gedichte
im Lichte
des Friedens und der Liebe.

Ein Gedichtband ist wie ein Freund.
Er reicht dir die Hand
über die Seiten hinaus
und wirkt in dein Herz hinein.
Was gibt es Schöneres
als mit einem Gedichtband
in der Hand
einfach zu träumen
und zu sein?

Text: Petra Dobrovolny

Ein Weihnachtsgedicht

Ein Weihnachtsgedicht

Werde wie das Weihnachtskind!
URVERTRAUEN
Geborgenheit entspringt.
Das ganze Universum
ist deine Göttin Mutter:
Umhüllend immer da!

DRUM:
Werde dir gewahr
in Krippe und Hütte,
unter Decke und Himmelszelt:
Du bist umsorgt und eingehüllt,
auf dass es dir an nichts fehlt.

Von Ferne
leuchten dir die Sterne.
Die Engel lächeln dir zu,
und Ochs‘ und Esel schauen zu.
Du schliesst deine Äuglein in
himmlischer Ruh‘.

Du träumst von Königen,
die dich mit Gold beschenken,
und Hirten mit Schafen,
die dich auch bedenken.

Vor allem träumst du
 deinem Lebensauftrag entgegen,
denn du willst doch
in dieser Welt etwas bewegen!
So folgst du dem damaligen
Weihnachtskinde,
auf dass mehr und mehr
Liebe und Frieden

auf diese Welt finde.

Petra Dobrovolny-Mühlenbach

Dein Vermächtnis

Dein Vermächtnis

Dein Durchhaltevermögen
ist dein grösstes Vermögen
auf Jahre der Dürre
folgt nun nur noch Fülle.

Und plötzlich weisst du:
Es hat sich gelohnt!
Du wirst nun noch und noch belohnt!

Viel hast du ertragen
an Schmerzen und Hohn!
Doch das gehört nun alten Tagen.
Jetzt kommt der Lohn:
Das Licht dehnt sich aus in dieser Welt!
Doch alles hattest du freiwillig gewählt,
um das Paradies zu erschaffen auf Erden.

Die Engel sagen dir Dank:
„Nun kann es werden!
Geh‘, ruh‘ dich aus,
komm‘ ganz und gar zu dir nach Haus!
Lass los und geniesse
die reifen Früchte im Paradiese!
Die Finsternis ist nun vorbei!“

Du hebst das Glas Wein in der Runde und sagst:
„Wir waren dabei!
Wir haben gekämpft für das Licht,
auf dass es möge bleiben ewiglich!“

Du erlebst noch solange du lebst
das, wonach du gestrebst
und dankst dir selbst, dass
du nie zurückgekrebst!

Andere gingen – manche oft zu früh –  ins Licht,
und kämpften dann von der anderen Seite für dich.
Nun dankst du ihnen
und richtest aus ein Fest,
bevor du dich in Frieden niederlässt,
ohne aufzuhören ein Hüter – eine Hüterin – zu sein:
Ein Hüter – eine Hüterin – für den Frieden
für gross und klein.

Und du gibst weiter dein Vermächtnis.
Niemals geht vergessen das Zeugnis
deines Tuns im Dienste der Wahrheit!
Du siehst es gemeisselt in Stein
und Gott dankt dir für dein Sein.

Text: Petra Dobrovolny
…. auch im Andenken an die Tschechoslowakei
vor 50 Jahren, am 21. August 1968

Foto: PD: Phloxien

Die Glasperle

Die Glasperle

Dreh‘ flüssiges Glas um die Achse der Welt,
damit sie besser zusammenhält!
Du hast es erhitzt in der Flamme des Friedens,
damit die Menschen sich nicht mehr bekriegen.
Nun staunst du über das Ergebnis:
So viele Farben in einer einzigen Kugel!
Die Engel singen dir ein Löbnis:
„Dein Werk kostet mehr als tausend Rubel!“

Petra Dobrovolny
Foto: Perle aus Murano-Glas gedreht von PD 

 

 

Ein Freund

Ein Freund

Ein Freund ist weitergegangen ins Licht.
Viele Jahre ging er blass an deiner Seite
und bewunderte dich auf seine Art.
Oft habt ihr zusammen gelacht,
Siege und Niederlagen gemeinsam gefeiert.

Nun wartet er auf dich auf der anderen Seite,
lächelt dir manchmal von oben zu
und funkelt in einem Stern.
Du erinnerst dich gern:

Du erhebst dein Glas und prostest ihm zu,
dem treuen Freund in friedlicher Ruh‘.

Petra Dobrovolny

Gemälde und Foto: Petra Dobrovolny

Was die alte Eiche dir flüstert

Ich war schon vor dir hier
und werd‘ es auch sein nach dir.
Auf Erden durchschreitest du viele Räume…
Wenn du magst, werden wir Bäume
auf dieser Reise deine Freunde.
Schenken werden wir dir Weisheit und Frieden,
auf dass deine Reise werde Freude und Vergnügen!

Deine weise Freundin, die alte Eiche