Mein Tagebuch: 30.12.2021

30. Dezember, Donnerstag: Jahresrückblick

Das Jahresende lädt zu einem Rückblick ein: Am 1. Januar dieses Jahres konnte ich hier in Leukerbad ein Neujahrskonzert im Hotel Beau Séjour geben. Die Hotelbesitzerin war begeistert von meinen Klängen und spendierte einen grosszügigen Aperitif. Damals durften wegen «Corona» nur 10 Personen anwesend sein, das Zertifikat gab es noch nicht. Jetzt gilt die 2G-Regel. Unter solchen Bedingungen möchte ich gar nicht auftreten.

Im Mai und Oktober durfte ich im evangelisch-reformierten Kirchenzentrum in Leukerbad beim Gottesdienst meine Kristall-Lyra auf den Altar legen und meditative Klänge spielen. Die Zuhörenden waren dafür sehr dankbar und staunten darüber, wie Bergkristall klingt, aus welchem die Klangröhren der Lyra bestehen. Georg war am 17. Oktober auch dabei, obwohl er erst ein paar Stunden vorher auf seine linke Hand gestürzt war und grosse Schmerzen hatte.

Mitte Januar liess ich die letzten Sachen aus meiner Praxis in der Berner Altstadt nach Leukerbad transportieren und gab den Raum ab. Er war für mich während 12 Jahren eine Oase für meine therapeutische Arbeit und mein kreatives Tun, wie Meditieren, Komponieren und Schreiben, gewesen. Drei Kolleginnen hatten ursprünglich diesen Raum an der Toplage übernehmen wollen. Sie sagten jedoch kurzfristig ab. Wegen «Corona» sei die Situation für sie als selbständig Tätige nicht mehr planbar. Ich war froh, die Berner Altstadt wegen der zunehmenden Baustellen, Demonstrationen und Gross-Events mit lauter Musik zu verlassen. Im Februar konnte ich in Leukerbad bereits wieder Patientinnen empfangen.

Im Mai begann ich mein 50. Album zu komponieren: Mein Tontechniker hatte mir beigebracht, wie ich mit einem kleinen Audiogerät die Klänge der Natur und meiner Instrumente selbst aufnehmen kann. Es erfüllt mich mit grosser Freude, wenn ich die Stille der Berge und die Ruhe im Haus vor allem nach Mitternacht für Aufnahmen nutzen kann. Vor kurzem konnte ich das Album mit dem Titel «Life River – Fluss des Lebens» mit den Klängen der Bergbäche und meiner Traumharfe veröffentlichen. Es ist im Internet via www.dolphinkissis.ch erhältlich.

Ende Mai wurde ich gebeten mein Märchen «Das Ei der Weisheit» in der Kirche Bremgarten im Rahmen eines Kinderprogramms für den Event «Die lange Nacht der Kirchen» vorzulesen und mit Spielpuppen aufzuführen. Im Jahr 2017 wurde dieses Märchen im united-Verlag veröffentlicht. Ich habe es auch verfilmt und vertont. Es wäre DAS Märchen für die Klimabewegung: Eines Tages verschwindet das Ei der Weisheit, das Liebe und Wissen vereint und Harmonie garantiert, von der Erde. Seither passieren nur noch Naturkatastrophen. Das kleine Mädchen Anastasia bringt es dank ihrem grossen Herzen zustande, das Ei der Weisheit wieder auf die Erde zurückzubringen. Es geht in diesem Märchen um die Frage, ob wir alles, was wir wissen und zu dem wir technisch fähig sind, auch anwenden dürfen, wenn dann die Gefahr besteht, dass die Welt untergeht. Dies erleben wir jetzt mit «Corona». Ein von Menschen genmanipulierter Virus, der auf eine noch nicht geklärte Weise aus einem Labor entwichen ist, bringt die Welt an den Abgrund. Ich hätte nie gedacht, dass mein Märchen eine solche Brisanz bzw. Realität erlangt. Es geht darum, ethisch abzuwägen, ob wir alles, was wir wissen und können, auch in die Wirklichkeit umsetzen dürfen. Die Live-Übertragung von dem Märchen findet ihr auf meinem Youtube-Kanal.

In der ersten Juliwoche besuchten uns Georgs älteste Nichte und ihre zwei bereits erwachsenen Kinder aus der Tschechischen Republik. Georg hatte sie dazu gedrängt nicht noch bis Herbst zu warten, da sich seit Juni die Covid-Situation samt den damit verordneten Massnahmen gebessert hatte. Wir mieteten für unseren Besuch eine Ferienwohnung unter der unsrigen und verbrachten gemeinsam wunderbare Tage. Der Zeitpunkt war – Georg hatte Recht – sehr gut gewählt: Ein Tag vor der Abfahrt unseres Besuches setzte starker Regen ein, der länger andauern sollte. Kurz darauf traf ein heftiger Hagelschlag auch unseren Garten in Bremgarten und vernichtete unsere gesamte Tomatenernte. Und im Herbst verschlimmerte sich die «Corona-Situation» mitsamt den dazugehörenden Einreise- und Quarantäneregeln. Diese bewirkten auch, dass Georg und ich nicht zum achtzigsten Geburtstag seiner ältesten Schwester nach Nordmähren fahren konnten.

Mitte Juli begann ein verregneter Sommer mit starken Überschwemmungen. Meine Gedichtvorlesung, die an einem Campingplatz am Neuenburgersee im Rahmen eines Kulturprogramms stattfinden sollte, fiel ins Wasser. Und mein Wohnwagen wurde von den Fluten erreicht. Mindestens eine Woche lang war er nicht zugänglich. Vor allem bangte ich um meine neue Traumharfe, die ich dort auf dem Boden hatte liegen lassen. Ich hatte sie zwischendurch an meiner Gedichtlesung spielen wollen. Ein guter Freund konnte sie zum Glück retten, sobald der Pegelstand es erlaubte, die Wohnwagentüre zu öffnen. Er konnte das Instrument unbeschadet Georg in Bremgarten übergeben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich und erleichtert ich war.

Im August beschloss ich, meinen Wohnwagen zu verschenken. Er war vom Hochwasser beschädigt worden, aber noch brauchbar. Es meldete sich eine mir unbekannte Frau, die bereits sieben Jahre lang auf eine solche Gelegenheit gewartet hatte. Somit nahm ich nach 34 Jahren Abschied von meinem Refugium am Neuenburgersee. Die Überschwemmung verstand ich als Zeichen dafür, dass sich für mich ein Kreis geschlossen hatte. Zum zweiten Mal in diesem Jahr: Ebenfalls nach 34 Jahren habe ich die Stadt Bern verlassen, wo ich während dieser Zeit Praxisräume gemietet hatte.  

Im Oktober beschliessen wir die 40-jährige Leukerbader Küche, die wir von den Vorgängern übernommen hatten, renovieren zu lassen. Der Kühlschrank funktionierte nicht mehr richtig und die Einrichtung entsprach nicht unseren Bedürfnissen. Zu Beginn hatten wir die Illusion, dass die Arbeiten nach einer Woche abgeschlossen wären. Am 8. November wurde die Küche demontiert, erst am 10. Dezember konnte ich sie wieder in Betrieb nehmen. Am 12. Januar wird noch die Glasabdeckung an den Wänden montiert. Gut Ding will Weile haben. Der Raum wirkt jetzt viel heller und grösser, ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihn betrete. Vor allem haben wir jetzt mehr Stauraum für Lebensmittel.

Ende Oktober erlebten wir die erste Eigentümerversammlung des Hauses. Diese hatte wegen «Corona» im Jahr zuvor nur in Form einer brieflichen Abstimmung stattgefunden. Dieses Jahr konnten wir uns in einem Restaurant mit Zertifikatspflicht treffen. Die heikelste Angelegenheit war die Abstimmung über die Renovation des über vierzigjährigen Hausdachs, welches im letzten Jahr undicht geworden war. Der Erneuerungsfonds war nicht rechtzeitig genügend geäufnet worden. Es wurde entschieden, es noch im November provisorisch zu reparieren. So hoffte man, die Gesamtrenovation so lange aufschieben zu können, bis sich genügend Geld im Fonds befände. Mein Wunsch nach einer Solaranlage stand nicht mehr zu Diskussion, da allein die notwendige Renovation bereits eine sehr hohe Summe ausmacht.

Zusammengefasst war 2021 für mich ein Jahr der intensiven Begegnungen mit dem Element Wasser. Dieses zeigte sich mir in vielfältigen Formen: Als Heilquellen von Leukerbad, Regen, Schnee, Hagel, Überschwemmung, Wasserfälle, Regenbogen, Tränen des Abschieds, der Erleichterung und des Glücks und als Bergbäche, deren Lieder ihren Weg in meine Kompositionen gefunden haben. Der Fluss des Lebens ist vielfältig. Ich kann auch sagen, dass dieses Jahr für mich unter dem Motto stand: «Auf zu neuen Ufern!» Und dafür bin ich sehr dankbar.

Georg meint, dass ich den Jahresrückblick noch gar nicht abschliessen könnte, weil noch nicht klar sei, wieviel noch passieren wird. Vielleicht werde ich noch schnell herausfinden, wie man aus einem quadratischen Stück Papier einen Kranich faltet.

Stossen wir gemeinsam in Dankbarkeit auf das alte Jahr an!

Foto und Text: Petra Dobrovolny


Mein Tagebuch: 15.03.2021

15. März, Montag: Ein Gedicht

Der Winter ist wieder eingekehrt, in den Bergen schneit es seit gestern, auch bei uns im Flachland. Doch hier bleibt der Schnee nicht liegen. Ab und zu stürmt es heftig. So verschiebe ich meine Reise in die Walliser Berge noch um ein paar Tage und schreibe stattdessen ein Gedicht über die Sturmböen:

Sturmböen von  A bis Z

Sturmböen wehen aus Südwest
und rütteln an allem,
was nicht niet- und nagelfest.

Offiziell spricht niemand von Inflation,
doch wir spüren sie länger schon:
Ein Bund Radiesli
kostet dieses Jahr bereits 3 Fränkli.
Und über Nacht
hat uns das Steueramt reicher gemacht:
100’000 mehr wert sei unser Haus …
… auf dem Papier,
doch die Praxis sieht anders aus:
Die Steuerrechnung steigt,
und das Amt wird reich.

Viele trauen nicht mehr der Bank
und verstecken ihr Geld
lieber zuhause im Schrank
oder unter der Matratze,
denn Sparen mit Konto
ist schon längst für die Katze.

Einige Länder der EU setzen den Impfstoff
von AZ aus
und empfehlen der Bevölkerung:
«Bleibt besser zuhaus’,
denn jetzt kommt die nächste Welle
und so auf die Schnelle
haben wir keine andere Lösung.»

In Brüssel schüttelt man den Kopf
und kann es nicht fassen:
Die Schweiz hat diesen Impfstoff erst gar nicht
zugelassen!
Die SchweizerInnen fahren Ski,
trinken Ovo und Bier im Schnee
und geniessen vom Restaurant das Take-Awee.
An der Aare turteln die neuen Liebespärchen.

Brüssel meint: «Ihr lebt wie im Märchen!
Doch bald bläst der nächste Sturm aus Südwest
und rüttelt an allem,
was nicht niet- und nagelfest.»

Foto: Blick auf das Berner Oberland und
Text: Petra Dobrovolny
















Mein Tagebuch: 24.01.2021

24. Januar, Sonntag: Ein Gedicht und «höchst wahrscheinlich»

Die Amtseinsetzung von Joe Biden, dem 46. Präsidenten der USA und Kamala Harris, der ersten Vizepräsidentin, dazu noch von indischer und jamaikanischer Abstammung, hat inzwischen stattgefunden. Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen gegen die gefürchteten Anhänger von Donald Trump, die vor ein paar Tagen das Capitol erstürmt hatten, und gegen das Virus. Die Korrespondenten fanden dieses Ritual sogar feierlicher als sonst, ernsthafter, weniger als Show. Mich beeindruckt hat vor allem die 22-jährige Dichterin Amanda Gorman, die ihr Gedicht «The Hill we climb» vorlas. Hier ein paar Zeilen daraus:

«Der Hügel, den wir erklimmen»

«Wenn es Tag wird, fragen wir uns, wo wir Licht zu finden vermögen,
in diesem niemals endenden Schatten? …
Und wir haben gelernt, dass die Normen und Vorstellungen von dem was gerecht ist, nicht immer Gerechtigkeit ist …  
Und doch gehört die Morgendämmerung uns,
noch ehe wir es wussten.
Irgendwie schaffen wir es.

… der Sieg wird nicht in der Klinge liegen,
sondern in all den Brücken,
die wir gebaut haben.

Denn es gibt immer Licht,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.»

Ein Basler Kantonsarzt findet die Angst vor den Mutationen «überzogen». Statt Angst zu schüren wünscht er sich mehr Aufklärungsarbeit. Boris Johnson hat das Gerücht in die Welt gesetzt, dass die neue Mutation tödlicher sei. Eine britische Virologin pfeift ihn zurück und sagt: Das sei noch überhaupt nicht bewiesen. Deutschland und die Schweiz tun schon aber so, als sei dies eine Tatsache. In unserem Dorf sind 2 Schulkinder aus dem betroffenen Skiort Wengen im Berner Oberland zurückgekehrt und haben anscheinend das neue Virus mitgebracht. Die Folge: Mindestens 300 Personen mussten in Quarantäne, also auch die Kontaktpersonen der Kontaktpersonen. Nach gut einer Woche wird der Alarm abgeblasen: Die Tests seien negativ. Es sei auch gar nicht bewiesen, dass die 2 Schulkinder tatsächlich angesteckt worden waren. Es sei nur höchst wahrscheinlich.

Wie lange müssen wir noch in einem höchst wahrscheinlichen Szenario leben?

Ab Montag gilt eine neue Regelung für die Quarantäne: Sie soll nur 7 statt 10 Tage dauern, wenn der PCR-Test am 7. Tag negativ ist. Das ist schon mal ein kleiner Lichtblick.

Foto: Blick auf das Berner Oberland
und Text: Petra Dobrovolny






Mein Tagebuch: 9. Juni 2020

9. Juni, Dienstag:

Am letzten Samstag haben 5000 Menschen in Basel unbewilligt gegen Rassismus demonstriert. Die Polizei griff nicht ein, sondern kniete ebenfalls während der Gedenkminuten an George Floyd! Es ändert sich etwas! Joe Biden verspricht im Falle seiner Wahl Reformen im Polizeigesetz.
Hier mein Gedicht im Gedenken an George, der am 26. Mai, also vor 2 Wochen in Minneapolis von einem weissen Polizisten ermordet wurde. Seine letzten Worte: „I can’t breathe, let me breathe!“ gingen um die Welt.

Weiter geh’n wir …      

Altes wegräumen
und entsorgen,
Neues erträumen
für eine Zukunft ohne Sorgen.
Zu zweit Hand in Hand,
auch mit anderen verbunden
durch ein unsichtbares Band
über Meere hinweg und Kontinente.

Ein Frieden ohne Ende
ist in Sicht,
ob du es glaubst oder nicht.
Die Masken haben wir abgenommen,
viele sind davon noch benommen.
Die neue Freiheit atmen wir jetzt erst recht,
George Floyd zu Ehren.
Das kann uns niemand verwehren.

Weiter geh’n wir Schritt für Schritt.
Uns’re Schutzengel kommen immer mit.
Wir sind beschirmt und behütet,
auch wenn in Zukunft
noch mancher Sturm wütet.

Am Ufer ziehen Schwäne vorbei,
würdevoll und frei.
Würde und Freiheit
sind auch uns nicht einerlei.
Dafür wir auch weiterhin einstehen,
egal, welche Fahnen über uns wehen.


Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19.4. mit Gedicht

  1.  April, Sonntag:
    In den Wochenendbeilagen der Zeitungen wird jetzt viel über die Stärkung des Immunsystems geschrieben. Das inspiriert mich zu einem weiteren Gedicht:

Zur Stärkung

Die Stärkung des Immunsystems
ist in aller Munde.
Und es macht
die wissenschaftliche Erkenntnis
die Runde:

Am stärksten wirken Kuscheln und Kuss.
So bleiben alle gesund mit Genuss!
Paar- oder familienweise
vertreiben wir so das Virus!

Denk‘ auch an Zink und Vitamin C.
Statt Vitamin D
ist besser Sonnenschein,
denn dieser schadet dem Virus sehr,
auch wenn du jetzt nicht kannst ans Meer.

Mein kurzgefasster Rat:
Ruh‘ dich aus von zu viel Tat,
nimm Knoblauch mit Zitrone
und geniesse die Sonne!

Hier könnte das Gedicht fertig sein,
doch es gibt noch einen Zusatzreim:

Vor dem Kuss
nimm Knoblauch mit Zitrone,
denn dann geht’s ohne
den lästigen Geruch.
Fügst du noch ein wenig Honig hinzu,
schmilzt der oder die Geküsste im Nu!

Schwäne in der Aare

Text und Fotos: Petra Dobrovolny

Neujahrsgedicht

Neujahrsgedicht

Was bringt dir wohl das neue Jahr?
Dessen bist du dir noch nicht gewahr.
Über deinem Weg der Nebel liegt,
an der nächsten Kreuzung du vielleicht abbiegst.

Geh‘ Schritt für Schritt im Vertrauen,
es wird wohl nicht lange dauern
bis den Nebel verdrängt die Sonne
und dir zeigt wohin
in Freude und Wonne!

Text und Foto: Petra Dobrovolny

 

Ein Weihnachtsgedicht

Ein Weihnachtsgedicht

Werde wie das Weihnachtskind!
URVERTRAUEN
Geborgenheit entspringt.
Das ganze Universum
ist deine Göttin Mutter:
Umhüllend immer da!

DRUM:
Werde dir gewahr
in Krippe und Hütte,
unter Decke und Himmelszelt:
Du bist umsorgt und eingehüllt,
auf dass es dir an nichts fehlt.

Von Ferne
leuchten dir die Sterne.
Die Engel lächeln dir zu,
und Ochs‘ und Esel schauen zu.
Du schliesst deine Äuglein in
himmlischer Ruh‘.

Du träumst von Königen,
die dich mit Gold beschenken,
und Hirten mit Schafen,
die dich auch bedenken.

Vor allem träumst du
 deinem Lebensauftrag entgegen,
denn du willst doch
in dieser Welt etwas bewegen!
So folgst du dem damaligen
Weihnachtskinde,
auf dass mehr und mehr
Liebe und Frieden

auf diese Welt finde.

Petra Dobrovolny-Mühlenbach

Das Herz der Eiche

Das Herz der Eiche

In meine knorrige Rinde
kann kein Liebespaar
ein Herz ritzen.

Nun hab‘ ich selbst
für dich ein Herz gemalt
auf meine Rinde!

Möge es dich erfreu’n,
mein Kinde!

Gehst du achtsam durch die Natur,
dir manches Herz entgegenkommt!
Wund’re dich nur!

Vieles wirst du entdecken,
was wiederum dein Herz
wird wecken!

Text und Foto:
Petra Dobrovolny-Mühlenbach

Zeitenwende

Du musst nichts mehr tragen
und nicht mehr verzagen,
wenn die Probleme der Welt
deinen Horizont überragen.

Die Zeiten sind zu Ende,
ob du es glaubst oder nicht!
Die Welt wird verwandelt,
wenn du auf deinem Weg wandelst.

Sei dir treu,
alles andere ist einerlei.

So ist dein Herz froh und munter
und die Welt wird kunterbunter.
In allen Farben sie erstrahlt
und Gott uns einen
Regenbogen malt!

Text: Petra Dobrovolny
Foto: Regenbogen, PD

 

 

Dein Vermächtnis

Dein Vermächtnis

Dein Durchhaltevermögen
ist dein grösstes Vermögen
auf Jahre der Dürre
folgt nun nur noch Fülle.

Und plötzlich weisst du:
Es hat sich gelohnt!
Du wirst nun noch und noch belohnt!

Viel hast du ertragen
an Schmerzen und Hohn!
Doch das gehört nun alten Tagen.
Jetzt kommt der Lohn:
Das Licht dehnt sich aus in dieser Welt!
Doch alles hattest du freiwillig gewählt,
um das Paradies zu erschaffen auf Erden.

Die Engel sagen dir Dank:
„Nun kann es werden!
Geh‘, ruh‘ dich aus,
komm‘ ganz und gar zu dir nach Haus!
Lass los und geniesse
die reifen Früchte im Paradiese!
Die Finsternis ist nun vorbei!“

Du hebst das Glas Wein in der Runde und sagst:
„Wir waren dabei!
Wir haben gekämpft für das Licht,
auf dass es möge bleiben ewiglich!“

Du erlebst noch solange du lebst
das, wonach du gestrebst
und dankst dir selbst, dass
du nie zurückgekrebst!

Andere gingen – manche oft zu früh –  ins Licht,
und kämpften dann von der anderen Seite für dich.
Nun dankst du ihnen
und richtest aus ein Fest,
bevor du dich in Frieden niederlässt,
ohne aufzuhören ein Hüter – eine Hüterin – zu sein:
Ein Hüter – eine Hüterin – für den Frieden
für gross und klein.

Und du gibst weiter dein Vermächtnis.
Niemals geht vergessen das Zeugnis
deines Tuns im Dienste der Wahrheit!
Du siehst es gemeisselt in Stein
und Gott dankt dir für dein Sein.

Text: Petra Dobrovolny
…. auch im Andenken an die Tschechoslowakei
vor 50 Jahren, am 21. August 1968

Foto: PD: Phloxien