Ein Gedichtband …

Dieser Sammelband mit 24 Gedichten von
Petra Dobrovolny ist soeben erschienen
ISBN 9783749410194
Hrsg.: www.literaturpodium.de
Im Buchhandel und auch als e-book erhältlich

Ein Gedichtband ist wie ein Freund

Ein Gedichtband
ist wie ein Freund.
Er reicht dir die Hand
über die Seiten hinaus
und bewirkt, dass du
dich fühlst zu Haus.

Bescheiden reiht er sich
in dein Bücherregal ein,
zwinkert dir zu
ab und zu
und lädt dich ein:
„Schau‘ doch wieder mal
herein
zur Erbauung deiner Seele,
auf dass es ihr und dir
an Herzensnahrung
nicht fehle!“

Ein Gedichtband
ist wie ein Freund.
Er reicht dir die Hand
über die Seiten hinaus
und bewirkt auf seine Art
artig und fein,
dass du dich nicht mehr fühlst allein.
… und er bewirkt ganz leise,
dass du dich fühlst bescheiden weise.

Ein Gedichtband zwinkert dir zu:
„Setz‘ dich mal hin
und lies in aller Ruh‘
meine Botschaft der Liebe und des Friedens.
Dann mag dich nichts mehr betrüben!“

Drum schickt Gedichte um die Welt,
damit sie nicht auseinanderfällt.
Gedichte vereinen euch in Frieden.
Ihr möchtet euch nur noch in den Armen liegen.

Gedichte
bringen das Menschliche ans Lichte,
auf dass es scheine ewiglich
in jedem Herzen
und in der ganzen Welt,
auf dass sie in Kriegen
nicht nur innehält,
sondern ganz und gar davon absieht.
Es ist der Frieden, der siegt!

Gebt dies den Kindern weiter,
auf dass sie dichten mögen
heiter weiter
und mögen lesen Gedichte
im Lichte
des Friedens und der Liebe.

Ein Gedichtband ist wie ein Freund.
Er reicht dir die Hand
über die Seiten hinaus
und wirkt in dein Herz hinein.
Was gibt es Schöneres
als mit einem Gedichtband
in der Hand
einfach zu träumen
und zu sein?

Text: Petra Dobrovolny

Ein Weihnachtsgedicht

Ein Weihnachtsgedicht

Werde wie das Weihnachtskind!
URVERTRAUEN
Geborgenheit entspringt.
Das ganze Universum
ist deine Göttin Mutter:
Umhüllend immer da!

DRUM:
Werde dir gewahr
in Krippe und Hütte,
unter Decke und Himmelszelt:
Du bist umsorgt und eingehüllt,
auf dass es dir an nichts fehlt.

Von Ferne
leuchten dir die Sterne.
Die Engel lächeln dir zu,
und Ochs‘ und Esel schauen zu.
Du schliesst deine Äuglein in
himmlischer Ruh‘.

Du träumst von Königen,
die dich mit Gold beschenken,
und Hirten mit Schafen,
die dich auch bedenken.

Vor allem träumst du
 deinem Lebensauftrag entgegen,
denn du willst doch
in dieser Welt etwas bewegen!
So folgst du dem damaligen
Weihnachtskinde,
auf dass mehr und mehr
Liebe und Frieden

auf diese Welt finde.

Petra Dobrovolny-Mühlenbach

Dein Vermächtnis

Dein Vermächtnis

Dein Durchhaltevermögen
ist dein grösstes Vermögen
auf Jahre der Dürre
folgt nun nur noch Fülle.

Und plötzlich weisst du:
Es hat sich gelohnt!
Du wirst nun noch und noch belohnt!

Viel hast du ertragen
an Schmerzen und Hohn!
Doch das gehört nun alten Tagen.
Jetzt kommt der Lohn:
Das Licht dehnt sich aus in dieser Welt!
Doch alles hattest du freiwillig gewählt,
um das Paradies zu erschaffen auf Erden.

Die Engel sagen dir Dank:
„Nun kann es werden!
Geh‘, ruh‘ dich aus,
komm‘ ganz und gar zu dir nach Haus!
Lass los und geniesse
die reifen Früchte im Paradiese!
Die Finsternis ist nun vorbei!“

Du hebst das Glas Wein in der Runde und sagst:
„Wir waren dabei!
Wir haben gekämpft für das Licht,
auf dass es möge bleiben ewiglich!“

Du erlebst noch solange du lebst
das, wonach du gestrebst
und dankst dir selbst, dass
du nie zurückgekrebst!

Andere gingen – manche oft zu früh –  ins Licht,
und kämpften dann von der anderen Seite für dich.
Nun dankst du ihnen
und richtest aus ein Fest,
bevor du dich in Frieden niederlässt,
ohne aufzuhören ein Hüter – eine Hüterin – zu sein:
Ein Hüter – eine Hüterin – für den Frieden
für gross und klein.

Und du gibst weiter dein Vermächtnis.
Niemals geht vergessen das Zeugnis
deines Tuns im Dienste der Wahrheit!
Du siehst es gemeisselt in Stein
und Gott dankt dir für dein Sein.

Text: Petra Dobrovolny
…. auch im Andenken an die Tschechoslowakei
vor 50 Jahren, am 21. August 1968

Foto: PD: Phloxien

Nun leg‘ die Hände …

Nun leg‘ die Hände in den Schoss
und lass‘ sie ruh’n.
Im Moment brauchst du nichts zu tun.
Lausch‘ mal in dein Herz hinein
und frag‘ es:
„Was darf es als Nächstes im Leben sein?“
Es antwortet: „Wohin willst du denn noch streben?
Es kommt dir doch alles entgegen!“


Geh‘, wohin dein Herz dich trägt,
dann bist du immer am richtigen Ort und nie zu spät!

Petra Dobrovolny
Foto: PD

 

Was die alte Eiche dir flüstert

Den Lärm der Welt
haben wir nicht bestellt,
weder Gestank noch Gedränge!
Wir lieben stille Klänge.
Wenn die sanften Winde säuseln
und die Wellen auf dem See sich kräuseln,
dann setz‘ dich am Ufer auf die Bank:
Du atmest auf wegen der Ruh‘ und sagst:
„Gott sei Dank!“

Die alte Eiche, deine weise Freundin