Mein Tagebuch: 07.08.2021

07. August, Samstag: Questo è una storia …

So beginnt ein Lied von Adriano Celentano. Doch ich erzähle hier nicht wie er die Geschichte eines Jungen*, sondern jene meiner Sommer auf einem Campingplatz am Neuenburgersee. Vieles habe ich dort erlebt: Für mich war es ein Kraftort zum Auftanken und Träumen, ein Ort der Inspiration und Begegnungen. Jedes Jahr leistete ich einen Beitrag an das vielfältige Kulturprogramm. In den ersten Jahren waren dies Kurse in Atem und Bewegung nach Ilse Middendorf. Ab 2006 nannte ich mein Angebot «Lass deine Seele reisen»: Eine Meditation im Liegen zu Klängen und Gesang von Petra. Mein «Orchester» umfasst eine schamanische Trommel, ein Klangauge (steel drum), Rasseln aus unterschiedlichen Kulturen – wie Madagaskar, Mali, Südamerika, Hawai’i und La Tène (keltisch), einen Regenstock, ein Monochord, eine Kristalllyra sowie Klangstäbe mit den Planetenklängen und tibetische Klangschalen. Zu Beginn frage ich die Anwesenden nach ihrem Wunschthema. Die Antworten sind meistens: Vertrauen, Heilung, Vergebung, Versöhnung. Auch besteht manchmal der Wunsch nach Heilung der Ahnenlinie. Ich stimme mich auf das jeweilige Thema ein und begrüsse sodann die Naturwesen des Ortes. Dies sind Zwerge, Elfen, Einhörner, die Baumwesen der Umgebung sowie die Drachen der vier Elemente. Der Oberzwerg raucht jeweils seine Pfeife und streicht sich den langen weissen Bart, während er meint, es sei höchste Zeit, dass ich wieder singe und klinge. Dann bitte ich um die Unterstützung der Erzengel, Engel und weiterer Helfer aus der geistigen Welt. Oft erscheinen während meiner Meditation auch die Ahnen, die mit diesem Ort verbunden sind, und tanzen eine Polonaise. Im Sommer 2020 meldete sich mehrmals Mutter Erde mit der Botschaft, dass wir Menschen keine Angst, sondern Vertrauen haben sollten. Sie würde uns tragen, nähren und beschützen. Zunehmend erschienen auch Wesen anderer Galaxien und landeten hier mit ihren Raumschiffen. Sie gaben uns zu verstehen, dass sie uns in dieser Zeit der Wandlung unterstützen möchten, denn sie hätten auf ihrem Planeten Ähnliches erlebt und könnten uns dank ihrer Erfahrung beistehen.
Nach meinen Klängen ist eine Zeit der Stille sehr wichtig, damit die Liegenden nachspüren und ihre Erlebnisse ordnen können. Sodann folgt ein Austausch über das Erfahrene. Manche Teilnehmende berichten über eine sehr tiefe Entspannung. Manchmal schläft jemand ein und ist überrascht, wenn mein «Konzert» bereits vorbei ist. Es hätte sich zeitlich wie fünf Minuten angefühlt. Dabei waren es gemessene 40 Minuten. Manche berichten, dass sich verschiedene körperliche Schmerzen aufgelöst hätten. Andere erzählen von Begegnungen mit kürzlich verstorbenen Familienangehörigen oder mit dem eigenen Krafttier oder von Visionen in wunderbaren Farben. Oft wirken meine Klänge weiter in die Träume der kommenden Nacht. Ich bekomme sie dann am nächsten Tag erzählt, oder eine Teilnehmerin zeigt mir ein Bild, das sie von ihrer Seelenreise gemalt hat.
Nächste Woche werde ich meine restlichen Sachen packen. Georg wird mir dabei helfen. Die meisten Musikinstrumente habe ich bereits an meinen neuen Wirkungsort, nach Leukerbad, gebracht. Die Bergwesen freuen sich schon, auch die Nixen, der Erd- und der Luftdrache. Zwerge und Elfen gibt es hier auch. Die vor dem Hochwasser gerettete Traumharfe konnte ich wieder stimmen und spielen. Es ist alles gut. Ein Kreis schliesst sich, ein neuer beginnt. Nach 34 Jahren.

Die Hopi haben prophezeit, dass die alte Erde eine Zeit der Erneuerung erleben wird. Ein Kreis wird sich schliessen. Bevor ein neuer Kreis beginnen wird, sagten sie eine Übergangszeit mit Stürmen, Hochwasser und Bränden voraus. In dieser Zeit leben wir jetzt.

*Anmerkung: «Il ragazzo della Via Gluck» heisst der Titel des Liedes von Adriano Celentano.

Foto: Hopi-Rassel
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 12. – 14. Juni 2020

12. Juni, Freitag:

Heute habe ich während einer Klangmeditation zur Erdheilung eine besondere Vision:
Aus der Perspektive eines Adlers sehe ich eine Gegend in der Ukraine, in der im letzten Jahrhundert eine grosse Schlacht stattgefunden hat. Die flachen Felder sind zwar jetzt grün überwachsen, doch ich sehe noch das tiefer in der Erde versickerte Blut. Während der Monochordklänge zieht es sich konzentrisch in Form einer grossen roten an der Erdoberfläche liegenden Spirale zusammen. Sodann erhebt sich diese und dreht sich spiralig in Richtung Himmel. Dabei nimmt sie eine violette Farbe an, welche nach oben hin allmählich zu einem weissen Licht wird. Dies dauert eine Weile. Es scheint eine Reinigung und Heilung zu geschehen, während der ich alte Schlachtrufe und Schreie vergangener Zeiten höre. Das ganze Blut wird wie vom Himmel spiralig aufgesogen und in Licht verwandelt. Zurück bleibt ein im Sonnenschein leuchtendes Weizenfeld und eine Stimme vom Himmel sagt: „Es ist vollbracht.“ Nach einer Weile sehe ich ein weiteres ehemaliges Schlachtfeld in der Nähe, und diese Art von Reinigung geschieht noch einmal. Das Blut erhebt sich wieder als violette Lichtspirale zum Himmel, bis es ganz und gar aufgesogen und weiss durchlichtet ist. In einer dritten Phase sehe ich die Länder Europas unter mir. Alle ehemaligen Schlachtfelder leuchten nacheinander in Form roter Spiralen auf und erheben sich sodann als violette Lichtsäulen spiralig zum Himmel. Solange, bis die Gegend des Schlachtfelds geheilt ist. Am Schluss fliegen tausende von Schwänen spiralig vom Himmel auf die Erde und lassen sich auf den Seen und Flüssen Europas nieder. Ein Schwan sagt zu mir: „Wir sind die Hüter des neuen Friedens.“

13. Juni, Samstag:

Während der heutigen Klangmeditation gibt es eine Fortsetzung. Ich sehe die hohen Berge des Himalayas und einen langen Strom von Flüchtlingen. Es werden immer mehr, die Landschaft wird flacher, aus dem Norden, Osten und Süden strömen die Flüchtlinge nach Westen. Teilweise mit beladenen Reittieren, auch mit Handwagen. Von Regen und Schnee bleiben die Menschen nicht verschont. Dies dauert eine Weile an. Auf einmal drehen die Flüchtlinge am Ende um und wandern in die Richtung, aus der sie gekommen waren, zurück. Es gibt eine langsame, aber deutliche Kettenreaktion: Eine Gruppe nach der anderen dreht sich um und kehrt zurück. Die Luft wird wärmer, die Sonne scheint wie im Frühling. Eine Stimme sagt: „Alle Menschen finden wieder ihr Zuhause, ihren Ort, wo sie in Frieden leben werden. Es werden neue Gemeinschaften entstehen.“
Ich sehe dann ein friedliches China, einen regen Betrieb auf den Handelsstrassen und den grossen Flüssen, in denen wieder Delfine schwimmen.
Auf einmal nehme ich eine neue Anwesenheit im Raum wahr: Ein alter chinesischer Meister sitzt mir gegenüber auf einem niedrigen Hocker und spielt mit einem Bogen auf einem uralten zweisaitigen Instrument. Dann sehe ich, wie weitere alte Meister eintreffen und sich in einen Kreis setzen: Es sind Meister Konfuzius, Lao Tse und weitere chinesische Meister, dann tibetische, Sufi-Meister, Meister der Kaballah, alles Männer. Schliesslich kommen auch christliche Mystiker und hier auch Frauen, wie Hildegard von Bingen dazu. Die stille Botschaft der Versammlung lautet: Wir sind alle auf dem gleichen Weg, wir suchen das Göttliche in unserer Seele. Alle Wege sind richtig, der innere Frieden ist das Ziel. Der Weg ist das Ziel. Und jemand sagt: „Es werden bald wichtige alte Schriften auftauchen oder gefunden, die dies bestätigen.“

14. Juni, Sonntag:

Während der heutigen Klangmeditation zeigt sich mir eine Lichtspirale vom Himmel her zur Erde kommend. Die Engelchöre singen, auch das Läuten von Glocken ist zu hören. Eine Stimme sagt. „ICH BIN das Alpha und das Omega der Welt. WIR SIND das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende der Welt. Nach dem Ende geht es weiter. Das Alpha und das Omega … und ein neues Alpha. Ein Zyklus endet, und ein neuer beginnt. Jetzt sind wir in der Zeit des „und“, in der Zeit des Übergangs. Unsere Träume erschaffen den neuen Anfang.“ 

Text und Foto: Petra Dobrovolny  


Mein Tagebuch: 4. Juni 2020

4. Juni, Donnerstag:

Das prächtige Wetter am vergangenen Pfingstwochenende hat die Menschen scharenweise in die Natur gelockt. Abstandhalten war nicht möglich, nur wenige trugen Masken. Die Polizei kassierte – im Unterschied zu Ostern – keine 100-Franken-Bussen mehr ein. Im heutigen „Bund“ steht, dass der Bundesrat vor mehr als einer Woche diese Busse abgeschafft, aber dies noch nicht öffentlich kommuniziert habe. Lieber tut er so, als gelte die Busse immer noch. Sein Vertrauen in die Mündigkeit des Bürgers scheint nicht gross zu sein.
Der Berner Tierpark „Dählhölzli“ darf an Pfingsten wieder öffnen. Doch der Direktor Bernd Schildger winkt ab: Nach 2 ½ Monaten müssten die Tiere zunächst nur allmählich wieder an die Menschen gewöhnt werden. Die Affen hätten wohl noch ihren Spass an einem Besucheransturm an Pfingsten, doch die Flamingos seien sehr scheue Tiere …
Dankbarkeit und Lebensfreude! Ein Aufatmen geht nach dem am 16. März verordneten „Ruck“ der Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga durch das Land. „Ich kann nicht atmen! Lassen Sie mich atmen! Let me breathe!“, waren die letzten Worte des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis, bevor er von einem weissen Polizisten wehrlos auf dem Boden liegend mit dessen Knie erdrosselt wurde. Vorgestern war die Trauerfeier. Ein Familienmitglied sagt, es gäbe zweierlei Gesetze in den USA: Eines für die Weissen und eines für die Schwarzen. Das dürfe nicht sein. Bei den Demonstrationen der Bewegung „Black lives matter!“ nehmen zunehmend auch Weisse teil. In mindestens 36 amerikanischen Städten brennt es. Präsident Trump will die Armee hinschicken. Wer kann jetzt noch vermitteln? Auf Facebook darf noch nicht mal Martin Luther King zitiert werden. Der betreffende User musste seine Nachricht wieder löschen. Ich hoffe, dass der vorherige Präsident Obama sich zu Wort melden wird. Der spirituelle Lehrer Moojiji meldet sich zu diesem Vorfall und sagt: Der Mensch habe sich weit entfernt von seiner Würde und von seiner wahren Natur.

Vorgestern hatte ich während einer Klangmeditation eine Vision: Ich sehe tiefe Risse und Spalten in der Erde, die Atmosphäre ist düster und bedrohlich. Dann erscheint vom Himmel ein grosses Herz. Dieses strahlt seine kosmische Energie auf Mutter Erde. Die Gräben schliessen sich. Heilung geschieht. Sie kann durch die Liebe geschehen.

Schweizer Waffenlieferungen an die regimetreue Polizei in Hongkong werden gemeldet. Die Pfefferspray-Pistolen stammen aus dem Kanton Bern, die Herstellerfirma dementiert. Die Schweiz legt zumindest offiziell Wert auf die Autonomie von Hongkong.  „Shame on Switzerland!“, sagt der Demokratie-Aktivist Joshua Wong und fordert die Schweiz auf, die Waffenlieferungen zu stoppen.

Bei der gestrigen Klangmeditation zeigen sich mir wieder sehr eindrucksvolle, fast apokalyptische Bilder: In einer Meeresbucht sehe ich eine riesigen weissen Wal. Es ist der Hüter der Akasha-Bibliothek. In seinem Inneren sind in unzähligen Regalen Akten bzw. Dossiers aller Menschen eingeordnet. Darin sind alle Taten des Lebens aufgezeichnet. In Träumen können die Menschen diese Bibliothek besuchen, ihr Dossier einsehen und bestimmte Passagen von einem geistigen Lehrer streichen lassen. In meiner Vision beginnt der Wal sich zu winden und zu krümmen. Dadurch entstehen hohe Wellen. Dies dauert eine ganze Weile. Auf einmal öffnet er sein Maul und kotzt die Dossiers der ganzen Menschheit ins Meer. Die meisten davon versinken, viele bleiben auf einer bestimmten Seite aufgeschlagen schwimmend auf der Wasseroberfläche. Eine Stimme vom Himmel sagt: „Das Karma ist gelöscht. Die Wahrheit der Diktatoren kommt ans Licht.“
Plötzlich befinde ich mich im Inneren des Wals und der Bibliothek. Die Regale an den Wänden sind leer. In der Mitte des Raumes steht ein einfacher Holztisch mit einem Stuhl. Auf dem Tisch befindet sich ein Tintenfass, darin steht eine Schreibfeder. Gott Vater, er zeigt sich mir als alter weiser Mann mit langem Bart, betritt den Raum. In seiner Hand hält er ein dickes in goldenem Leder gebundenen Buch, dessen 7 Siegel gelöst sind. Er legt es auf den Tisch und schlägt die erste Seite auf. Sie ist unbeschrieben, alle weiteren Seiten scheinen leer zu sein. Zu mir gewandt sagt Gott an die Adresse der ganzen Menschheit: „Dies ist das Buch des Goldenen Zeitalters. Ihr Menschen werdet es schreiben. Ihr entscheidet, wie ihr leben wollt.“
Ich bin zutiefst beeindruckt, frage mich aber auch: „Sind wir jetzt mündig und fähig diese grosse Verantwortung zu übernehmen?“ Gott scheint mehr Vertrauen in die Menschen zu haben als der Schweizer Bundesrat in seine Bürger und Bürgerinnen. Aber der Bundesrat ist ja auch nicht der liebe Gott!

Die Kartenlegerin Estelle prophezeit für diese Woche: Wir kommen langsam aus unserem Kokon-Zustand der letzten Wochen heraus. Ein neues Abenteuer beginnt, wir können das Leben nach unseren Träumen gestalten und den Himmel auf Erden erschaffen. Wir werden mehr uns selbst und führen durch Beispielgeben. Die Engel ermuntern uns dazu und sagen: „Take action!“ Nach der langen Zeit des Wartens kommt die Zeit des Handelns.

Italien hat gehandelt und die Landesgrenzen ab dem 3. Juni wieder geöffnet, auch die Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes ist wieder garantiert. Es gibt noch ca. 20‘000 aktive Fälle. Erste deutsche Urlauber fahren mit ihren Campingwagen durch die Schweiz und freuen sich auf den ersten italienischen Caffè. Die Schweiz will aber mindestens noch bis zum 15. Juni mit der Grenzöffnung nach Italien warten und hat dies Rom in einem formellen Schreiben mitgeteilt.


Foto und Bild: Petra Dobrovolny
Das Herz habe ich in den 3 Farben bzw. Frequenzen des Planeten Erde gemalt: Rot, Violett und Grün.
Text: Petra Dobrovolny