Mein Tagebuch: 06.01.2021

6. Januar, Mittwoch: Die drei heiligen Könige …
… kamen damals dem Stern folgend in Bethlehem an. Sie brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. Gold erinnert uns an unsere göttliche Herkunft und Schöpferkraft, Weihrauch reinigt und Myrrhe stärkt unser Immunsystem. Da wäre eigentlich keine Impfung nötig. Astronomisch gesehen leuchtet uns dieses Jahr tatsächlich so wie damals der Stern von Bethlehem: Jupiter und Saturn haben sich miteinander verbunden und leuchten von uns aus gesehen abends im Südwesten im Sternbild des Wassermanns. Zur Zeit von Christi Geburt war dies im Sternbild der Fische. Das Zeitalter des Wassermanns steht für Wahrheit, plötzliche Eingebungen und Erfindungen, Freiheitsliebe und für die Erkenntnis, dass wir alle zwar unterschiedlich, aber doch eins sind.

Heute ist der höchste Feiertag für die orthodoxe Kirche. Die Erscheinung Christi wird wahrgenommen! Dies ist ein Grund zum Feiern und um sich zu beschenken. Hier geht es um zwei verschiedene Tatbestände: 1. Um die Geburt des Christuslichts und 2. um dessen Wahrnehmung. Wieder einmal geht es um unser Bewusstsein: So gibt es viele Menschen, die die Wahrheit sprechen, aber bis diese wahrgenommen wird, dauert es noch einige Zeit. Mein Wunsch für dieses Jahr: Mögen wir den Stern wahrnehmen, der uns in der Dunkelheit den Weg zur Wahrheit und zur Liebe beleuchtet.
In vielen Gegenden, auch hier in Leukerbad, gibt es noch die Tradition der Sternsänger und -sängerinnen. In der Ukraine, zum Beispiel in Kiew gehen sie in kleinen Gruppen durch die Strassen der Innenstadt, tragen einen grossen bunten Stern an einer langen Holzstange und singen vom Stern von Bethlehem, den drei heiligen Königen und der Erscheinung des Lichts.

In China wurde während der SARS-Epidemie vor ein paar Jahren ein Mittel aus verschiedenen Heilkräutern entwickelt. Dieses wird jetzt erfolgreich bei Covid19 eingesetzt. Es lindert die Symptome. In der Schweiz ist es in der Zürcher Bellevue Apotheke erhältlich. Von einem Medikament gegen Covid19 ist in den Medien keine Rede. Alle Zeitungen schreiben jetzt jeden Tag nur über Impfungen. Auch die WHO spricht nur noch von Impfungen und nicht mehr von Durchseuchung oder Herdenimmunität der Weltbevölkerung.

Eine Entspannung gäbe es nicht, die Massnahmen, die bis zum 22. Januar gelten sollten, werden wahrscheinlich bis Ende Februar verlängert. Der Bundesrat will sich noch mit den Kantonen absprechen und nächste Woche entscheiden. Der Gesundheitsminister gibt zu, dass er die Lage zurzeit nicht einschätzen könnte, die Zahlen seien aber immer noch zu hoch. Restaurants, öffentliche Bäder, Kulturbetriebe usw. werden geschlossen bleiben. Im Wallis müssen jetzt schon die Geschäfte nach 19 h und sonntags wieder schliessen. Insgesamt 19 Länder stehen auf der Risikoliste, darunter jetzt auch Tschechien. Besuche unserer Familie sind also nicht möglich. Geduld und Gelassenheit sind angesagt.

Im hiesigen Buchantiquariat habe ich ein Buch mit Oberwalliser Sagen gefunden. Es enthält eine stattliche Sammlung von 379 Sagen. Auch die damalige Pest hat darin ihre Spuren hinterlassen. Die Sage vom weisen Stier möchte ich euch hier weitergeben:

«In Binn gab es durch die Pest so viele Tote, dass zu wenig Leute da waren, um sie zur Kirche zu tragen und zu beerdigen. Darum holten die Leute den Gemeindestier der Alpe Schapel, und der musste die Toten zur Kirche ziehen. Jedes Mal, wenn er eine Fuhr herbeigeschleppt hatte, trieb man ihn auf eine Weide neben der Kirche, wo er graste, bis die Leute ihn wieder brauchten. Er lief da niemals weg. Schliesslich, als er die letzte Fuhre wieder herbeigeführt hatte, trieben sie ihn wieder auf die Wiese. Aber ohne fremdes Zutun lief er auf und davon bis in die Alpe, woher er gekommen war. Die Pest war jetzt zu Ende.» Josef Guntern: Walliser Sagen. Walter-Verlag Olten und Freiburg im Breisgau, 1963

Mein Neffe ruft mich aus Barcelona an. Dort lebt er seit einigen Jahren mit seiner Familie. In Spanien gab es immer viel strengere Massnahmen als hier bei uns in der Schweiz. Er meint, dass die Impfungen zum Glück bald Erleichterungen brächten und dass es gut sei, wenn alle Massnahmen eingehalten würden. Über ein Jahr lang ist er weder geschäftlich noch privat in ein Flugzeug gestiegen, so viel wie möglich arbeitet er im Homeoffice. Er findet das gut, und der Familie geht es auch sehr gut. Ich teile ihm meine Bedenken zu den wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen der Regierungsentscheidungen zu all den Massnahmen mit, vor allem in Bezug auf die Impfungen, die viel zu schnell zugelassen wurden. Nach dem mehr als einstündigen Gespräch wird er nachdenklich.

Klar, ich nehme das Virus ernst und bin vorsichtig. Ich trage meine kleine Stoffmaske mit den bunten Schmetterlingen im öffentlichen Verkehr und beim Einkaufen. Ich halte Abstand und bin froh, wenn dies andere auch tun. Doch das war für mich schon vor Corona so. Auf die in Bern üblichen 3 Küsschen auf die Wange kann ich ohne weiteres verzichten, auf das Handgeben sowieso. Ich halte es lieber mit dem asiatischen «Namaste!» oder dem hawaianischen «Aloha!», beides bedeutet: «Ich grüsse das Göttliche in dir!» und halte meine Hände vor meinem Herzchakra aneinander. Dies löst bei meinem in der Regel nicht-asiatischen Gegenüber immer noch ein ziemliches Befremden aus, ein chinesisches Gegenüber reagierte mit einem verlegenen Lächeln, doch ich finde die Berührungen mit dem Ellenbogen oder, noch schlimmer, mit dem Fussknöchel unmöglich. Meine sozialen Kontakte beschränke ich auf Mails und Telefongespräche. Impfen lassen werde ich mich sicher nicht. Ich werde auch allen, die mich mal besuchen möchten, sagen, dass sie dies auf eigene Gefahr tun, denn ich bin ein Risikofaktor in jeder Hinsicht. Und wenn jemand meiner Bekannten sagt. «Da kann man doch nichts anderes machen als abwarten, bis alles vorbei ist!», dann entgegne ich: «Oh, doch! Du kannst zumindest wie ein kleines Kind fragen «Warum?» oder weiter nach der Wahrheit fragen und sowieso dein inneres Licht in die Welt leuchten lassen!» Eigentlich müssen wir gar nicht erst auf den Stern von Bethlehem warten, sondern wir können selbst ein Stern werden. «Become a star!»

Foto: Krippe in Leukerbad, leider fehlen hier Ochs‘ und Esel, auch Schafe und Hirten … Georg gefällt der Melchior, denn der hätte noch eine Persönlichkeit!
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 28. und 29. Juni 2020

28. Juni 2020, Sonntag:

Für die kommende Woche sagen gemäss Estelle die Karten das Ende eines Zyklus voraus. Wir werden etwas Neues beginnen, vielleicht ein Geschenk oder eine Gelegenheit erhalten, eine andere Richtung im Leben einschlagen. Wir erreichen etwas, sehen die Frucht unserer Arbeit und können stolz auf uns sein. Es ist Zeit zum Feiern. Wir haben einen Wunsch oder uns ein Ziel gesetzt. Wie und was sich genau erfüllen wird, sollten wir mit unseren Vorstellungen nicht einengen, sondern das konkrete Ergebnis den Engeln überlassen. „Hold your dream loosely, so the angels can surprise you!“

Die Zeitungen bringen Fotos von überfüllten Stränden in Bournemouth, Südengland, und Scharbeutz an der Ostsee. Abstandhalten unmöglich.
Seit letztem Donnerstag steht die „Swiss-Covid-App“ für das „Tracing“ offiziell zur Verfügung. Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden, erhalten einen Code. Diesen müssen sie in der App erfassen. Das Programm benachrichtigt danach sog. Kontaktpersonen, welche der infizierten Person mehr als 15 Minuten näher als 1.5 Meter waren. Diese Kontaktpersonen sollten sich beim Kantonsarzt oder beim BAG melden. Die Behörden entscheiden dann, ob ein Test oder eine bis zu 14-tägige Quarantäne nötig ist. Für die betroffenen Kontaktpersonen bedeutet dies eventuell auch eine Isolation von den eigenen Familienmitgliedern, der Ausfall des Erwerbs werde vom Bund gedeckt. Zwei Prozent der Bevölkerung hat sich die App auf ihr Handy geladen. Die Kantonsärzt*innen möchten die erfassten Daten auch zur Forschung verwenden. Das BAG bestätigt, dass dies nur in einem beschränkten Rahmen möglich sei. Die gesetzliche Grundlage fehlt dazu. Sicherheitsexperten empfehlen, die App nicht immer eingeschaltet zu lassen.
Georg und ich haben Handys, die „app-untauglich“ sind. Und damit sind wir nicht die Einzigen.

29. Juni, Montag:

Gestern Abend gab es ein kräftiges Gewitter mit kurzem Hagel. Der Wind hat unsere Tomatentöpfe umgeworfen.

Letzte Woche musste ich mir ein neues Handy besorgen. Mein Mobilfunkanbieter hat die 2G-Antennen abgestellt, sang- und klanglos. Ohne mich zu benachrichtigen. Das ist eben genau das, wovor die 5G-Gegner warnen: Mit der Zeit werden die schwächeren Antennen einschliesslich 4G einfach abgestellt, und wir werden so indirekt gezwungen 5G zu benutzen. Die von diesen Antennen ausgehende starke Strahlenbelastung schwächt das Immunsystem und öffnet die Blut-Hirn-Schranke, sodass sich Gifte wie Schwermetalle noch besser im Gehirn ablagern. Dafür können wir unterwegs Filme anschauen und die Fensterstoren unserer Wohnung aus der Ferne bedienen.
Nun habe ich ein Handy, kein Smartphone, das 4G empfangen kann, aber meine private Nummer funktioniert nicht mehr, nur die geschäftliche. So muss ich heute wohl zum 3. Mal zum „help desk“ gehen, denn ausserdem gibt es noch eine „Misconfiguration“.

Die Zahlen der Infizierten steigen weltweit, besonders in den USA und in Brasilien. Die WHO schlägt Alarm. Präsident Trump sagt, das sei eben toll, wie fleissig in den USA getestet werde, „America first!“. Einige Staaten machen Lockerungen wieder rückgängig. Die Befugnis dazu hat Trump vor kurzem den Gouverneuren überlassen.
Auch in der Schweiz steigen die Zahlen. Seitdem die Klubs wieder öffnen dürfen, werden Partys nachgeholt. Am Wochenende hat in Zürich eine einzige Person 300 Mitfeiernde angesteckt. Viele davon haben fiktive Handynummern oder E-Mail-Adressen angegeben. Das „Tracing“ ist also nur begrenzt möglich.
Auch aus dem Ausland – Serbien! – Zurückkehrende sorgen für steigende Zahlen. Der Ruf nach Grenzkontrollen und Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird laut. Der Bundesrat tut sich schwer damit: Von Mitte März bis Anfang Juni hatte er die Bevölkerung bevormundet, das Maskentragen nur Erkrankten mit Symptomen empfohlen, besser liesse man es aber sein, denn Masken vermittelten eine falsche Sicherheit. Dies war eine konträre Aussage zur Empfehlung der WHO und der Virologen auch hier im Land. Ab Anfang Juni, als es endlich Masken gab, setzte der Bundesrat auf Eigenverantwortung der Bevölkerung. Das Resultat: Es trägt fast niemand eine Maske, auch nicht beim Einkaufen in Deutschland, wo in Geschäften immer noch eine Maskenpflicht gilt. Noch vor ein paar Tagen meine Bundesrat Berset, die Virologen hätten ihre Meinung, der Bundesrat die seinige. Vorgestern sagte mir eine Freundin, wie wunderbar der Bundesrat alles gemacht hätte. Sie hätte sich sehr beschützt gefühlt.

Der Schritt von der Eigenverantwortung nach einer längeren Zeit der Bevormundung ist sehr gross. Eigenverantwortung bedingt eine klare und sachlich richtige Information, aufgrund welcher jeder und jede für sich entscheiden kann. Als Georg im April im Bus eine Maske trug, wurde er manchmal angepöbelt oder Mitfahrende mieden ihn wie die Pest. Dabei trägt die Maske auch zur Sicherheit der anderen bei. Dies wurde vom Bundesrat nie kommuniziert. Ein Leserbriefschreiber meint, das Wort „Mitverantwortung“ sei besser als „Eigenverantwortung“, welches nach Egoismus töne.

Text: Petra Dobrovolny

Foto: Georg Dobrovolny

Mein Tagebuch: 20. und 21. Juni 2020

20. Juni 2020, Samstag:

Der Bundesrat hat über neue Lockerungen entschieden. Das Notrecht gilt ab sofort nicht mehr, die Kantone sollen wieder für die Sicherheit zuständig sein. Weiterhin gelten Empfehlungen: Bei Symptomen solle man sich testen lassen und in Quarantäne begeben, Homeoffice, wenn möglich, ab Montag gilt ein Abstand von 1,5 m, Demonstrierende sollten Masken tragen. Dringendst empfohlen sind Hygienemasken im öffentlichen Verkehr. Ab jetzt sind Versammlungen mit 1000 Menschen zugelassen.
Die Experten der Taskforce kritisieren diese ihrer Ansicht nach zu frühen und zu weitgehenden Lockerungen. Die Schweiz sei nicht darauf vorbereitet, die Zahl der Infizierten stieg in dieser Woche von 30 auf 50 pro Tag.

An manchen Orten tauchen kleine Plakate auf, die im Layout jenen des BAG zum Verwechseln ähneln. Nur der Text der Empfehlungen ist anders. Der Titel lautet: „Positivität fördern statt Angst.“ Das Motto des BAG „So schützen wir uns“ wurde kopiert. Das grösste Piktogramm zeigt kleine männliche und weibliche Figuren, die in der Form eines Herzens zusammenstehen. Der dazugehörende Text: „Eine bessere freie Welt für ALLE aktiv mitgestalten. Unsere Grundrechte bewahren!“ Unter der Rubrik „Weiterhin wichtig“ sind auf zwei Zeilen verteilt je 4 Piktogramme zu sehen mit dem Text: „Regelmässig meditieren, die geistige Welt um Hilfe bitten, aufbauende Texte lesen, Durchblick anstreben, nachdenken und hinterfragen, sich nichts vorgaukeln lassen, gleichschalten nicht zulassen, die geistige Freiheit nie aufgeben.“

21. Juni, Sonntag:

Sommerwetter und Ruhe im Quartier. Am Abend lacht eine Familie bei einer Feier in ihrem Garten. Die Lebensfreude ist nicht aufzuhalten! Auch die Restaurants in der Berner Altstadt sind im Freien gut besetzt, der Duft von Oregano und Pizza liegt in der Luft. Es ist friedlich. Während ich über den Waisenhausplatz zum Bahnhof laufe, schenke ich den Gästen ein Lächeln, sie lächeln freudig zurück. Kinder spielen Nachlaufen, Hunde sitzen schwanzwedelnd vor Herrchen oder Frauchen in der Hoffnung auf ein Stück Pizza. Das Auto aus Luxemburg steht immer noch vor dem Hotel Savoy, ein Gast aus Deutschland fährt vor. Weitere deutsche Gäste rollen Ihre Koffer vom Bahnhof herkommend in die Altstadt.

Gemäss dem britischen Astrologen Steve Judd braut sich am Himmel einiges zusammen: Gestern Nacht war die Sommersonnenwende, 9 Stunden später, also heute Morgen fand eine ringförmige Sonnenfinsternis bei Neumond statt. Fünf Planeten sind rückläufig, ab Montag bis Donnerstag nächster Woche sogar sechs. Mars ist bis Januar rückläufig. Dies ist er sonst höchstens für 4 Wochen. Welche Zeitqualität lässt sich aus dieser ausserordentlichen Konstellation ableiten? Steve Judd rät zu einer vorsichtigen Haltung gegenüber der nächsten Zukunft. Das Schlimmste ist noch nicht vorbei, es kämen tiefgreifende Änderungen auf uns zu. Bisheriges und Alt-Bewährtes werden wir überdenken, der Ruf nach Reformen wird laut. Strukturen lösen sich auf. Neue Lösungen sind noch nicht greifbar. Bis Ende Jahr sind starke geo-physikalische Ereignisse, also Vulkanausbrüche und Erdbeben zu erwarten, besonders in der Zeit vom 12. bis 14. Juli und in der 2. Hälfte Oktober.

Heute koche ich zum letzten Mal Rhabarberkompott. Die Saison dafür ist zu Ende. Ich mische eine Handvoll schwarzer Johannisbeeren aus unserem Garten hinzu und würze alles mit Zimt – sehr viel -, Sternanis – eher wenig -, Nelken, Muskat, Bourbon-Vanille und Rohrzucker. „Mmmh!“ meint Georg. Dieses Rezept sollte ich patentieren lassen.

Estelle liest die Karten für die kommende Woche: Wir gebrauchen unsere Intuition und betrachten die Welt aus der Perspektive der Einheit. Wir sind entschlossen und bringen unsere Schöpferkraft zum Ausdruck. Uns erwartet ein neuer Anfang, bei welchem unsere neu entdeckte Kreativität eine Rolle spielt. Wir können uns und den Geschehnissen vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen. Es passiert viel hinter der Bühne. Die Engel finden: „Ihr seid bereit! You are ready! You can create heaven on earth! Ihr könnt den Himmel auf Erden erschaffen!“

Ich will es genauer wissen und besuche auf meinem Sonntagsspaziergang meine Freundin, die Eiche. Sie war schon vor mir da und wird es auch nach mir sein. Deswegen hat sie mit ihrer Weisheit eine andere Perspektive als ich. Sie flüstert mir zu:

Mach‘ dir keine Sorgen,
denke nicht an morgen
und schon gar nicht an übermorgen!
Eine Annahme ist das alles,
du stellst dir damit eine Falle!

Darauf fällst du nicht herein,
am besten lässt du das Morgen sein
und hörst auf meinen Rat,
den du umsetzt in die Tat:

Denk‘ nur an heute
und das mit aller Freude.
Geh‘ mit Sonne im Herzen
durch die Welt,
in der es nie an etwas fehlt.

Hülle und Fülle
jetzt und hier.
Es geschehe SEIN Wille!
Amen. So ist es.
Das sag‘ ich dir.

Deine Freundin, die Eiche


In der Sprache des indigenen Volkes der Hopi in Nordamerika gibt es nur die Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft sind darin eingeschlossen und mitgemeint.
Ich finde das sehr weise. Auch Gregg Braden betont in seinem Buch „Der Jesaja-Effekt“, dass wir nicht aus einem Mangelgefühl heraus um eine bessere Zukunft bitten sollen. Das Geheimnis für die Erfüllung von Gebeten liegt darin, dass wir uns unsere Wünsche so vorstellen, als seien sie bereits in Erfüllung gegangen. Zum Beispiel würde der Satz des Liedes „Möge Heilung gescheh’n!“ zur kraftvollen Version „Ja, ja, Heilung ist geschehen“.

              

   
  Fotos und Text: Petra Dobrovolny    

  

Mein Tagebuch: 6. Juni 2020

6. Juni, Samstag:

Kurzer Mittagssonnenschein, dann soll es regnen bis mindestens Sonntagabend oder auch die nächsten Tage.
Heute nehmen die Bergbahnen und die Schifffahrt wieder ihren Betrieb auf. Die Bergbahnen dürfen die Gondeln nur zu einem Drittel füllen, die Schiffe müssen sich auf die Hälfte der sonst möglichen Fahrgäste beschränken. Das Personal trägt Masken, die Fahrgäste sollten es auch. Falls sie keinen haben, können sie eine für 1.- CHF kaufen. Es geht also in grossen Schritten in Richtung „neue“ Normalität.

Edwin, der alte weise Fisch, hat sich irgendwo im Boden des Aquariums verkrochen und zeigt sich nicht. Auf seine Weise lauscht er dem Herzschlag von Mutter Erde.
Mallorca meldet, dass die Luftqualität um 60 % besser geworden sei, seit März gibt es 40 % weniger Abfall. Das Meer im Küstenbereich ist kristallklar. Die Natur hat sich in den letzten drei Monaten an vielen Orten erstaunlich gut erholt. In unserer Gegend blühen die Rosen dieses Jahr besonders kräftig und ausdauernd. Es scheint auch ein gutes Obstjahr zu werden.

Heute probiere ich das iranische Rezept für Rhabarber als Gemüse aus: Ich dünste Zwiebeln glasig, füge Rhabarber dazu und würze mit etwas Salz, Kardamom, Muskat, Nelken, Fenchelsamen, frische Minze aus unserem Garten, auch etwas Liebstöckel, und füge Rosinen dazu. Das gewürfelte Rindfleisch des Originalrezepts lasse ich weg. Man könnte zum Beispiel stattdessen geräucherten Tofu nehmen. Dazu koche ich Goldhirse mit Kurkuma. Georg findet das neue Mahl hervorragend. Ich solle das wiederholen, er mag Saures. Mit viel Hirse gemischt schmeckt es mir auch. Nächstes Mal werde ich wohl mehr Minze und Rosinen beigeben.



Text und Fotos: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 5. Juni 2020

5. Juni, Freitag:

Im ganzen Quartier ist es sehr ruhig. Nachbar Florim hat seinen Boxsack weggeräumt. Anscheinend muss er nicht mehr auf das Steueramt „einboxen“. Stattdessen renoviert er in seinem Haus die Küche. Die langmonatige Baustelle weiterer Nachbarn ist endlich beendet. Die Rasenmäher der Umgebung haben bereits vor Pfingsten ihre Pflicht getan. Unsere Nachbarn, die junge Familie, fährt tagsüber wohl an ihrem neuen Wohnort und kehrt erst abends zurück. So vermindern sich die Rauchschwaden der Zigaretten in unserem Garten.
Von unseren Nachbarn in Neuseeland haben wir noch nichts wegen ihrer Rückkehr gehört. Zum Glück sind die Fische noch alle da, heute entdecke ich sogar einen, den ich bisher übersehen hatte. Er hat dieselbe Farbe wie der kieselsteinige Boden des Aquariums, bewegt sich sehr langsam und sieht sehr alt und weise aus. Ich nenne ihn Edwin. Er meint, ich solle mir keine Sorgen machen, er habe schon viel erlebt und überlebt.

Wie gestern regnet es leise vor sich hin, es hat sich etwas abgekühlt.

Ich lese „Das Magazin“ Nr. 22 vom 30. Mai. Catherine Duttweiler zieht darin eine erste Bilanz des Corona-Stresstests für Bundesrat, BAG und Militär. Darin erfahre ich zum ersten Mal, dass der Bundesratssprecher André Simonazzi als höchster Kommunikator der Nation bereits ab Anfang Februar die gesamte Kommunikation für die nahende Krise mit folgenden Prinzipien organisierte:

1. Geschwindigkeit kommt vor Vollständigkeit.
2. Botschaften werden einfach und verständlich formuliert.
3. Wenn einzelne Infos (noch) nicht verbreitet werden können, wird dies begründet.
4. Auch Unangenehmes wird angesprochen, Fehler werden eingestanden.

Die falsche Definition der Risikogruppen erwähnt die Journalistin nicht. Es ist aber bekannt, dass der Bundesrat erst Ende März einer Forschergruppe Gehör schenkte und endlich eine wissenschaftliche Taskforce ins Leben rief, um nicht weiter aufgrund unsicherer Daten und Annahmen Entscheide für nicht angebrachte Massnahmen zu treffen. Jetzt denkt man darüber nach, wie Politik und Wissenschaft in Zukunft zusammenarbeiten könnten, so wie es in anderen Ländern schon längst der Fall ist.

Auch heute trägt kaum jemand in der Schweiz eine Maske. In den Zügen läuft vor jedem Halt eine automatisierte Durchsage, dass das Tragen von Masken empfohlen wird, sobald ein Abstand von 2 Metern nicht eingehalten werden kann. Das nervt, verbreitet Angst und niemand hält sich daran. Warum auch! Wir haben die ganze Zeit ohne Masken, die es zunächst nicht gab, bestens überstanden. Die NZZ veröffentlicht einen Artikel, der 26 Studien auswertet und zum Schluss kommt, dass Masken das Virus doch stoppen.

Tatsächlich: Obama meldet sich zu Wort, sogar auch Bush, Clinton und Carter, also die letzten 4 noch lebenden ehemaligen Präsidenten der USA warnen Trump vor einer Mobilisierung der Armee gegen die Demonstrationen in zahlreichen Städten. Die obersten Militärs geben zu verstehen, dass sie einen Befehl, der sich gegen das eigene Volk richtet, nicht befolgen werden.

Heute ist Vollmond in Schütze und eine partielle Mondfinsternis. Dies ist eine Chance, darüber nachzudenken und zu spüren, was für uns persönlich, aber auch für die Welt wertvoll und wichtig ist. Welchen Weg wird unsere Gesellschaft gehen? Was wird beibehalten? Was wird sich ändern? Alte Themen und Vorstellungen tauchen wieder auf, auch wenn sie schon lange als abgehakt betrachtet wurden. Fragen stellen sich: Wofür bin ich dankbar? Welche Veränderungen machen mir Angst? Wo kann ich mehr Eigenverantwortung übernehmen? Jeder und jede ist herausgefordert Stellung zu beziehen. Dies kann auch ruhig und friedlich geschehen.

In ihrem Rundbrief fragt Luzia Osterwalder, die Co-Präsidentin der Interessengemeinschaft für das Verbot von Tierversuchen in der Schweiz: „Wollen wir in einer Demokratie leben oder in Finanz-, Handels-, Polizei- oder Medizindiktaturen? … Worauf beruht die Medizin im Jahr 2020 eigentlich? Was ist wirklich wissenschaftlich erwiesen und was sind Dogmen?“
Ich habe mich in den letzten Wochen öfters gefragt, wann offizielle Spitäler endlich Naturheilmediziner*innen um Zusammenarbeit bitten. In unserem Umfeld erfahren wir immer wieder von Covid19-Betroffenen, die sich mit Inhalieren von Meersalz oder Soda erfolgreich selbst helfen konnten. Warum werden Inhalationen nicht verschrieben? Die Behandlung mit Beatmungsgeräten hätte sich bestimmt in vielen Fällen erübrigt. Eine medizinische Behandlung muss teuer sein und wehtun. Ein Patient sagte einmal zu mir: „Ihre Therapie ist viel zu sanft. Ich verspüre keine Schmerzen und kann nicht glauben, dass sie etwas nützt. Da gehe ich lieber wieder zu meinem Hausarzt.“ Er war jedoch zu mir gekommen, weil die bisherigen schmerzhaften Therapien nichts genützt hatten …

Das Team um den inzwischen bekanntesten deutschen Virologen Christian Drosten muss das Fazit der Studie zur Infektionsmöglichkeit von Kindern neu schreiben. Kolleg*innen im In- und Ausland kritisierten auch die jeweils schnelle Veröffentlichung der Berliner Forschungsergebnisse in den Tagesmedien. Diese sollten zunächst auf einem fachlichen Podium diskutiert und überprüft werden, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangen.

Gemäss der WHO hatte die Schweiz bis gestern insgesamt 30‘936 registrierte Infizierte, 23 Neu-Infizierte kamen dazu, insgesamt sind an und mit Covid-19 1‘921 verstorben, 28‘600 sind genesen. Es gibt noch 415 aktive Fälle, 29 davon befinden sich noch in einem kritischen Zustand. In den Medien werden die Genesenen nie erwähnt, auch wird nirgends beschrieben, wie sie sich geheilt haben. 

Österreich prescht vor und öffnet überraschenderweise schon ab heute alle Grenzen mit Ausnahme derjenigen nach Italien. Die Nachbarländer staunen, die Schweiz ist düpiert: Erst letzte Woche war unsere Justizministerin in Wien und der 15. Juni war als Datum der Öffnung vereinbart worden. Italien ist beleidigt. Doch Kurz macht es kurz: Es bleibt dabei. Andere finden das „Kurz“-sichtig.

Dream big! Yes, we can!




Fotos und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 30. April und 1. Mai 2020

30. April, Donnerstag:
Unserem Finanzminister Ueli Maurer ist es nicht mehr wohl in seiner Haut. Dies sagt er in einem langen Interview mit ihm von der NZZ. Er habe zwar die Entscheide des Bundesrates Kollegial mitgetragen, jedoch von Anfang an über die zu erwartenden riesigen Verluste der Wirtschaft gewarnt. Wörtlich sagt er: „Mir kommt es vor, als würden wir den Leuten sagen, sie sollen alle daheimbleiben, weil starker Regen zu erwarten ist. Vielleicht würde es reichen, wenn wir ihnen sagen, sie sollten den Schirm mitnehmen und gute Stiefel anziehen.“
Und, siehe da, in der heutigen Pressekonferenz kündigt der Bundesrat frühere Lockerungen für die Restaurants an, am 11. Mai und nicht erst am 8. Juni dürfen sie öffnen, sogar können die Gäste zu viert an einem Tisch sitzen, Altersbeschränkungen für Kinder fallen weg. Die Wirte können unter freiem Himmel grosszügiger bestuhlen, damit der vorgeschriebene Abstand von 2 Metern zwischen den Tischen besser eingehalten werden kann.
Ich freue mich darauf, wenn die Berner Innenstadt nach fast 3 Monaten wiederbelebt wird. Denn die anfangs friedliche Atmosphäre ist schon seit langem beklemmend bis gespenstisch. Es liegt mehr Abfall herum, je länger je mehr verschandeln Graffities die Fassaden. Berns schmuddelige Patina verbreitet keinen Charme mehr. In Moskau dagegen desinfiziert man sogar die Strassen! Hier fahren die Trams und die Busse wie Geisterfahrzeuge, in welchen fast niemand sitzt, umher. Weder hupen noch klingeln sie. Fotografierende chinesische Touristen stehen ihnen nicht mehr im Weg. Auf den Böden vor den Schaufenstern verunzieren breite schwarz-gelbe Klebstreifen, die die nötigen Abstände markieren, die Lauben. Die UNESCO-Kommission wäre nicht begeistert davon. Ich hoffe, dass dieser „Corona-Style“ nicht Eingang in das UNESCO-Kulturerbe finden wird.
Vom Fenster meines Praxisraums sehe ich auf die anderen Dächer der Altstadt und auf den Baukran, der bereits seit mindestens 2 Jahren bei der Schweizerischen Nationalbank steht. Was wird dort wohl alles umgebaut? Der Kranführer hat mir schon lange nicht gewunken, die Baustelle steht still. Ich sende Klänge für den Frieden in die Welt. Mögen die Menschen sich in dieser Zeit besinnen, wie sie wirklich leben und was sie nicht mehr mitmachen wollen.

Sobald ab dem 11. Mai dann auch die Schulen öffnen, kehrt wieder etwas mehr Normalität im Alltag ein. Normalität mit Abstand: Im öffentlichen Verkehr werden Schutzmasken dann nicht zur Pflicht, aber besonders zu Spitzenzeiten empfohlen. Das Bundesamt für Gesundheit BAG stellt einen Videoclip ins Netz. Er zeigt den richtigen Gebrauch einer Hygienemaske. Eine Pflegefachfrau demonstriert, wie: Zuerst wasche man sich die Hände. Dann entnehme man die Maske der Schachtel, prüfe gegen das Licht, ob sie Löcher aufweise. Man stelle fest, wo oben und unten bzw. aussen und innen ist, ziehe sie in vertikaler Richtung etwas auseinander, befestige sie hinter den Ohren und klemme den Metallbügel über der Nase fest. Dann wasche man sich wieder die Hände. Niemals dürfe man die Maske im Gesichtsbereich anfassen, auch wenn es einen noch so jucke. Zum Abnehmen halte man sie nur an den Gummibändern hinter den Ohren fest. Man entsorge sie umgehend in einen Abfalleimer, dessen Deckel sich per Pedal öffnen lässt. Danach ist wieder Händewaschen angesagt. Alles klar?

Unser Engelchen bringt eine Schutzmaske dorthin, wo sie benötigt wird.


1. Mai, Freitag:

Das Regenwetter hat dazu beigetragen, dass ich mit meiner Steuererklärung vorwärtskomme. Falls das Steueramt meine roten Zahlen nicht akzeptiert, werde ich beim Nachbarn Florim Boxunterricht nehmen. Der Boxsack hängt immer noch vor seiner Haustüre.
Heute wurden Grossveranstaltungen bis August abgesagt. Dies betrifft auch Florim, da er mit seiner Logistik Mitte Juli das Gurtenfestival auf unserem Hausberg versorgt. Letztes Jahr feierten und rockten dort 80‘000 Menschen. Die Bässe sind bis weit über die Stadt Bern hinaus zu hören. Alle sollen tolerant sein und sich daran freuen. Nun freuen sich vor allem die Rehe im Wald.
Unsere Waschmaschine ist kaputt, sie kann kein Wasser mehr abpumpen. Georg meint, es ginge auch ohne. Er sei schliesslich ohne Waschmaschine aufgewachsen und zeigt mir, wie man zu zweit die grösseren Wäschestücke von Hand auswringen kann. Ich staune. Die Corona-Zeit ist eine Zeit des Lernens. Viele Menschen finden die Rückkehr zum einfachen Leben sehr gut. Bei jeder Anschaffung denkt man darüber nach, was man wirklich braucht. Viele möchten jetzt ein Haustier. Die Nachfrage ist merklich gestiegen. Mir genügen für den Moment die Fische im nachbarlichen Aquarium.
Heute steht’s in der Zeitung: „Der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern bezeichnet die Wiederbelebung der Innenstadt als hochrangig politisches Ziel.“
Wir sind hier in unserem Dorf privilegiert: Hier begegnet man sich freundlich, grüsst mit Abstand zwar, aber doch, hält an für einen kleinen Schwatz mit Abstand, aber doch. Die Gärten werden gepflegt, es ist ruhig und friedlich. Gestern gab es ausser dem bereits üblichen Gemüsestand bei der Schule auch noch einen Käsestand. Die Händlerin sagte zu Georg: „Falls Sie nicht genug Geld dabeihaben, bringen Sie es eben nächste Woche! Ich kenne Sie noch vom Märit vor dem Bundeshaus (in der Stadt)!“ Georg hatte gerade das nötige Kleingeld dabei, hat sich jedoch gewundert.

Die deutsche Tagesschau bringt eine Reportage über die Seeleute. Sie dürfen mindestens seit März die Schiffe nicht verlassen und auch nicht ausgewechselt werden, auch wenn ihre Schicht beendet ist. Über 150‘000 Seeleute sind weltweit auf ihren Schiffen isoliert und dürfen noch nicht einmal an Land gehen. Sie können das Benötigte bestellen, es wird ihnen von einem Kurier gebracht. Im Hamburger Hafen machen die Kapitäne um 12 Uhr durch ihr Schiffshorn auf diese Situation aufmerksam. Eine weitere Reportage gilt den wieder offenen Campingplätzen. In Mecklenburg-Vorpommern filmt ein Kamerateam die Wohnwagenbesitzer*innen, die heute wieder zum ersten Mal in ihrem Haus im Grünen übernachten dürfen. Eine Frau vergiesst Tränen der Trauer über die vergangenen Wochen und Tränen der Erleichterung über die erlaubte Rückkehr. Jetzt müsse sie erstmal den Garten in Ordnung bringen und reisst „Unkraut“ aus. „Halt! Nicht kompostieren!“, will ich ihr zurufen. Die ganze Wiese vor ihrem Wohnwagen besteht aus … Löffelkraut! Das weiss sie offenbar nicht. Ein Schweizer Arzt hat mal gesagt, dass genau die Heilkräuter, die wir benötigen, in unserer nächsten Umgebung wachsen. Die Natur beliefert uns frei Haus! Maiglöckchen zum Beispiel helfen bei Herzrhythmusstörungen.

Text und Fotos: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 18.4. mit Gedicht

18. April, Samstag:
Heute schreibe ich …
    
Mein Corona-Gedicht

Das Corona-Virus ist zwar überall,
doch weder fass- noch sichtbar.
Du lernst einen neuen Abstand zur Welt.
Ob das Virus sich auch daran hält?

Die Autobahnen werden leiser,
die Menschen bald ein wenig weiser.
Der Frühling zieht ein in voller Pracht.
Was hat sich nicht alles verändert über Nacht?

Du hörst abends die Nachtigall,
tagsüber den Kuckuck überall.
Aus bleibt der Regen,
doch nie verlässt uns Gottes Segen.

Viele Felder liegen brach,
da kein Helfer vom Ausland kommen mag.
Jetzt wär‘ fällig der Einsatz der Armee
für Salat und Gemüse, o yeah!

Die Schwäne paaren sich im Schilf.
Viele beten: „Santa Maria, hilf!“
„Mutter Erde, vergib‘ uns unsre Sünden!
Wir wollen wieder zu dir finden
und leben in Eintracht und Frieden.

Im Moment tut uns noch vieles betrüben.
Doch bald werden wir erwachen aus dem Schock,
die Wahrheit zeigt sich an jedem Ort.
Es werden die richtigen Regierungen gewählt,
die die Finger lassen von Lüge und Korruption.
Die Menschheit umarmt sich in digitaler Union.

 

Georg verbrennt den Adventskranz als Zeichen dafür, dass jetzt ein neuer Zeitabschnitt beginnt.