Mein Tagebuch: 13.08.2022

13. August, Samstag: Wie wird es im Herbst? Und der Rütli-Schwur

Die Süddeutsche Zeitung fragt: «Ist Deutschland zu vorsichtig oder ist Europa zu leichtsinnig?» Die Frage bezieht sich auf «Corona». Vor ein paar Tagen hat der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach das neue Infektionsschutzgesetz vorgestellt, das ab dem 1. Oktober gelten soll, falls der Bundestag zustimmt. Die Hypothese: Im Herbst werde es eine schlimmere Virusvariante geben und das Gesundheitssystem werde überlastet. Also muss jeder, der einen öffentlich zugänglichen Innenraum betreten will, seine «Gesundheit» beweisen. Es gelten ein Test, eine Impfung oder Genesung, die nicht länger als 3 Monate her ist. Die bisherigen Impfungen halten leider nicht, was sie versprochen haben, also seien sie alle 3 Monate nötig, doch bald gäbe es einen neuen Impfstoff. Kurz nach seiner Ankündigung erkrankt Herr Lauterbach an Covid, trotz aller Vorsichtsmassnahmen und 4 Impfungen. Am 9. September soll es in Berlin eine grosse Demonstration gegen die «Pandemieregeln» geben. Da anscheinend die Infektionszahlen sehr steigen, empfiehlt Herr Lauterbach das Maskentragen in allen Innenräumen. Ab dem 1. Oktober wird bundesweit wohl wieder die 3G-Regel gelten. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr wurde seit der Einführung gar nicht mehr abgeschafft. Es ist sogar immer noch eine FFP2-Maske vorgeschrieben. Da käme ich mit meiner kleinen Stoffmaske nicht weit und verzichte auch dieses Jahr darauf, meine Liebsten in Deutschland zu besuchen.

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit meint, dass man noch keine zuverlässigen Voraussagen machen könnte. In der ersten Augustwoche war die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Woche davor sogar um mindestens 30% gesunken. Die «Pandemie» wird allmählich zu einer «Endemie», d.h. das Virus wird nur noch eine leichte Grippe verursachen. 70% der Bevölkerung in der Schweiz sind geimpft, 40% zum 3. Mal, an einer 4. Impfung, die vor kurzem zugelassen wurde, haben über 80-Jährige kaum Interesse. Die Intensivstationen sind schon seit langem höchstens nur zu 78% ausgelastet. Ein Problem ist der Personalmangel.

Am letzten Wochenende hat das Bundeslager der Pfadfinder:innen stattgefunden. Etwa 30’000 Scouts kamen im Oberwallis zusammen. Dieses Wochenende findet seit 3 Jahren wieder die Streetparade in Zürich statt. Es wird eine Million Teilnehmende erwartet. Der Veranstalter warnt vor der Ansteckung mit Affenpocken. Wer infiziert sei, solle zuhause bleiben. Eigenverantwortung ist plötzlich ein Thema. Von «Corona» spricht bei so grossen Veranstaltungen niemand mehr.

Wir werden sehen, wie es im Oktober weitergeht. Ende September wird das Parlament auf Antrag des Bundesrats über eine zweijährige Verlängerung der Möglichkeit eines Zertifikats abstimmen. – Das Verfassungsgericht von Liechtenstein hatte vor ein paar Monaten die 2G-Regel als verfassungswidrig erklärt. Die Schweiz hat kein Verfassungsgericht. Das Volk ist der Souverän.

Der Text vom Rütli-Schwur lautet:

«Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern,

in keiner Not uns trennen und Gefahr.

Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,

eher den Tod als in der Knechtschaft leben.

Wir wollen trauen auf den höchsten Gott,

und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.»

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 12.06.2022

12. Juni, Sonntag: Hinweise

Der „Walliser Bote“ berichtet, dass nach einer Wallfahrt nach Lourdes im Oberwallis wieder Corona ausgebrochen sei. Über dieses Thema möchte ich nicht mehr so viel, höchstens noch sehr Bemerkenswertes berichten. Ich habe dazu schon alles in meinen Tagebüchern 2020 und 2021* geschrieben, sogar 16 Gedichte, die im Sammelband „Oktobertage“ vom Literaturpodium 2021 erschienen sind. Lieber gebe ich euch Hinweise zu Büchern oder Youtube – Videos. Vor Kurzem hat Gunnar Kaiser den Musiker Markus Stockhausen interviewt. Der Musiker möchte ein Sandkorn im Getriebe sein und in seinen Seminaren die Menschen zu ihrer eigenen Kreativität führen. Er ist sehr optimistisch, was unsere Zukunft betrifft. Diese schwierigen Zeiten seien als Geburtswehen einer neuen Erde und Daseinsform zu verstehen. – Die Bücher von Gunnar Kaiser und Clemens G. Arvay finde ich sehr empfehlenswert. Auch die Beiträge von Dr. med. Bodo Schiffmann auf dessen Kanal „Alles ausser Mainstream“. – Vor etwa zwei Jahren hat Prof. Sucharit Bhakdi mit anderen gemeinsam in Deutschland den Verein „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ gegründet. Die Verbindung dazu im Internet: mwgfd.de -. Auf Englisch hält Prof. Bhakdi Vorträge an Symposien der internationalen Vereinigung „Doctors for covidethics“: doctors4covidethics.org

*Mein „Tagebuch 2020: Corona-Zeit“ ist 2021 im Erzählband „Nie wieder Martini“ erschienen. Mein „Tagebuch 2021: Lebensweg und Wandlung“ gibt es seit Mai dieses Jahres im Erzählband „Tanz im Zwielicht“. Herausgeber: Literaturpodium, Dorante Edition Berlin. Weitere Infos: www.petrasmaerchen.de unter „Angebot“ oder www.literaturpodium.de oder im Buchhandel.

Euch allen einen schönen Sonntag!

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 21.05.2022

21. Mai, Samstag: Endlich wieder Musik!

An diesem Wochenende findet das 78. Treffen der Musikgesellschaften des Bezirks Leuk statt. Zwei Jahre lang war dies nicht möglich, Blasmusik war in der Corona-Zeit nicht erlaubt. Umso mehr freuen sich alle darauf, die Gemeinde Leukerbad ist die Gastgeberin. Das Motto: «Äntli widär Müsig!» 11 Verbände aus allen Dörfern der Umgebung mit durchschnittlich 50 bis 70 Mitgliedern dreier Generationen marschieren in ihren traditionellen Uniformen und Fahnen voller Freude und Dankbarkeit durch die Gassen, angeführt von Kindern und Ehrendamen in Trachten und mit Blumensträussen. Zwei weitere Musikverbände wurden eingeladen: Einer von Lauterbrunnen im Kanton Bern und einer von Vimbuch aus Süddeutschland. Trommeln, Hörner, Trompeten und weitere Blasinstrumente werden gekonnt und schwungvoll gespielt. Das gute Wetter trägt zur feierlichen und fröhlichen Stimmung bei. Besonders gefällt mir die Gruppe der Majoretten. In ihren weiss-roten Kleidchen tanzen die 6- bis 15-jährigen Mädchen leichtfüssig zum Rhythmus der Musik und erhalten viel Beifall vom Publikum am Strassenrand.

Fotos und Text: Petra Dobrovolny 

Mein Tagebuch: 17.05.2022

17. Mai, Dienstag: Eine Versammlung kurz vor Vollmond

Am letzten Samstagabend, den 14. Mai, fand die 19. Mitgliederversammlung der Leukerbader Thermalquellenzunft statt. Diese Zunft setzt sich für Informationen rund um das hiesige Thermalwasser ein und hat den Thermalquellensteg in der Dalaschlucht erstellt, der besonders seit der Corona-Zeit sehr beliebt ist und seit 2020 jährlich mindestens von 48’000 Personen besucht wird. Im Oktober muss der Steg wegen der grossen Lawinengefahr geschlossen werden, im Mai werden die Winterschäden in Fronarbeit einiger Zunftmitglieder wieder eröffnet. Der Aufwand lohnt sich auch finanziell, denn gerne honorieren die Besuchenden nach dem Gang durch die Schlucht mit ihren steilen Felswänden, aus denen die Thermalquellen herausfliessen, dieses eindrucksvolle Naturerlebnis mit einer Spende.

Die Zunft besteht seit 2003 und hat heute 302 Mitglieder. Letztes Jahr starben 7 davon, 2 traten altershalber aus, 7 neue kamen dazu. Unter anderem auch ich. Der Präsident ermuntert die etwa 60 Versammelten besonders junge Leute als Mitglieder zu werben.

Mich beeindruckt die Herzlichkeit unter den Mitgliedern. Es sind etwa gleich viele Männer wie Frauen bei dieser Versammlung anwesend, in einem Alter von 50 an aufwärts. Hände werden geschüttelt, Umarmungen ausgetauscht, wie vor «Corona». Nur die Fenster in dem eher kleinen Raum schräg gestellt, um für frische Luft zu sorgen. Alle haben sich viel zu erzählen, denn zwei Jahre lang haben sich die meisten nicht mehr gesehen, die Abstimmungen zu den dringendsten Traktanden waren brieflich durchgeführt worden.

Ein diesjähriges Traktandum ist auch anscheinend wieder mal die Erstellung eines frei zugänglichen Kneippbades auf einer Wiese. Da es sich bei dieser um ein privates Grundstück handelt, ist dieses Projekt nicht so einfach. Die Einzelheiten dazu und zu weiteren Plänen kann ich wegen des Leukerbader Wallisertitsch nur zur Hälfte verstehen. Ein «richtiges» Mitglied wird man erst durch ein Taufritual. Es wird die Liste der Anwärter*innen vorgelesen, plötzlich höre ich meinen Namen. Darauf war ich nicht gefasst. Aber «wegen Corona» musste alles auf dieses Jahr verschoben werden, auch wenn ich meinen Mitgliederbeitrag für 2021 bereits bezahlt hatte. Doch erstmal begibt sich die ganze Versammlung in den Saal des Restaurants. Die Zunft hat zu einem Aperitif und einem 4-Gang-Menü eingeladen. Als einzige habe ich eine vegetarische Variante bestellt. Das heisst: Die leckere Süsskartoffelsuppe bekomme ich auch, bei der anschliessenden kleinen Portion grüner Spargel sind für mich keine Crevetten, sondern mehr Spargel dabei. Der Hauptgang besteht aus Kalbsschulter an einer Pilzsauce und Bärlauch-Risotto, für mich gibt es zwar auch Risotto, jedoch mit einem mir nicht schmeckendem Sojaschnitzel mit Bratensauce. Zum Glück gibt es beim Risotto noch einen «Nachschlag». Vor dem Dessert – Joghurtmousse mit frischen Erdbeeren, mmh, lecker! –  steigt die Spannung, denn die Taufe der Neumitglieder wird vom Quellenkonsul und Zeremonienmeister feierlich angekündigt. Wir – zwei Kandidaten und zwei Kandidatinnen sollen nach vorne kommen, Schuhe und Socken ausziehen und der Reihe nach einzeln in eine hölzerne Bütte mit warmem Thermalwasser steigen. Der Quellenkonsul fragt jeden und jede nach der Herkunft und was wir bei einem ersten Besuch der hiesigen Therme erlebt hätten. Ich sage, dass ich u.a. aus Bern käme und bei meinem ersten Besuch einen Regenbogen gesehen hätte. Ich würde mir wünschen, dass Menschen aus allen Ländern der Welt und in allen Farben wie der Regenbogen nach Leukerbad kämen, um hier die Natur und das Wasser zu geniessen. Das Publikum klatscht Beifall. Weiter sage ich: «Leukerbad ist über die Dala und die Rhone mit dem Mittelmeer und so mit der ganzen Welt verbunden. Hier leben Menschen mit einer besonderen Herzenergie und Wasser transportiert Information. Ich bin Klangtherapeutin und weiss, dass der Ton CIS oder «Do majeur» die Herzenergie zum Fliessen bringt. Wenn wir also diesen Ton singen, fliesst diese Energie von hier in die ganze Welt.» Das Publikum klatscht noch mehr. Einige bedanken sich anschliessend auch noch persönlich für meine schönen Worte. Die Zunftratsmitglieder trocknen sodann den vier frisch «Getauften» die Füsse, und zwar die Frauen den Männern und die Männer den Frauen. Der Präsident überreicht jedem und jeder ein grafisch kunstvoll gestaltetes Blatt, das die Mitgliedschaft bei der Zunft bestätigt, sowie einen Pin zum Anstecken mit dem Logo der Zunft, einer kleinen kecken Nixe. Mit weiteren Gläsern Walliser Wein geht dieser wunderbare gesellige Abend um Mitternacht zu Ende. Der baldige Vollmond und die Sterne grüssen vom wolkenlosen Himmel. Es ist fast windstill und für die Jahreszeit sehr warm.

Foto: Thermalquellensteg in der Dalaschlucht, Leukerbad

und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 31.03.2022

31. März, Donnerstag: Das Ende der Corona-Krise in der Schweiz und ein fehlendes Gericht

Am letzten Sonntag bin ich von der Walliser Schneelandschaft in den Berner Frühling gefahren. In unserem Garten blühen Tulpen und Osterglocken. Georg hat zu meiner Begrüssung fast 2 m lange Forsythien-Zweige in einer grossen Vase neben unseren Esstisch gestellt. Ihr leuchtendes Gelb strahlen sie in den Raum. Am Montag, ein warmer Frühlingstag, hat eine Familie, die am Anfang unserer Strasse wohnt, zum „Magnolien-Apéro“ eingeladen. Ein riesiger Magnolienbaum nimmt fast ihren ganzen Garten ein. Er fühlt sich sichtlich geehrt, als gut 40 Erwachsene und Kinder ihn bestaunen und ihm mit Champagner und Apfelsaft zuprosten. Zum Sonnenuntergang verströmt er das zarte Rosa seiner Blüten noch einmal mit voller Kraft, bevor er sie für die Nacht leise schliesst. Alle sind dankbar für dieses heitere und ungezwungene Zusammensein, das in den letzten zwei Jahren wegen Corona nicht möglich war.

Der Bundesrat erklärt für heute Mitternacht die „besondere Lage“ wegen Corona für beendet. Die „Zahlen“ sind nach wie vor sehr hoch, aber die Intensivstationen sind schon seit längerem nicht überlastet. Die Lage in den Spitälern ist nicht wegen Covid-Erkrankungen angespannt, sondern weil das Personal fehlt oder krank ist. Der Bundesrat bezeichnet die kommende Zeit als eine „Phase der Vorsicht“. Masken- und Isolationspflicht nach einem positiven Test fallen weg, Zertifikate im Inland sind schon seit dem 16. Februar abgeschafft. Für Auslandsreisen werden sie auf Wunsch erstellt. Die Taskforce wird zwei Monate früher als geplant aufgelöst. Ihr Vizepräsident sagt heute bei einem Radio-Interview, es gäbe etwa vier Coronavirus-Varianten, mit denen wir auch in Zukunft leben müssten und auch könnten. Sie würden eine Art Grippe verursachen. Ich staune. Bis vor kurzem hätte man eine solche Aussage als „Verschwörungstheorie“ bezeichnet.

„Corona ist nun Sache der Kantone“, schreibt „Der Bund“ von heute und weiter: „Die Hürde für die Ausrufung einer besonderen Lage, die in den ersten Wochen der Pandemie und vom 29. Juni 2020 bis Ende März 2022 galt, setzt der Bundesrat hoch an. … Damit der Bundesrat noch einmal nationale Massnahmen beschliesst, müsste eine höhere Belastung des Gesundheitssystems drohen, als es in den bisherigen Wellen der Fall war.“  Man lese und staune: Die potenziellen Patient:innen müssen sich der aus wirtschaftlichen Gründen reduzierten Betten- und Personalkapazitäten anpassen.
Forscher:innen warnen: Das Virus müsste unbedingt auch weiterhin beobachtet werden. Doch wer bezahlt das? Die Gensequenzierungen, die die vorhandenen Virusvarianten bestimmen, und die Abwasseruntersuchungen, die darüber Auskunft geben, wo wie viele Menschen infiziert sind, müssen vom Bund noch finanziell geregelt werden. Und was passiert mit den 15 Millionen Impfdosen, die die Schweiz noch bestellt hat? Fast niemand möchte sich mehr impfen lassen, sondern lieber einen Beitrag für die Entwicklungshilfe leisten.

Georg geht wie jeden Donnerstag zum Dorfmarkt. Den griechischen Stand von „greekfood“ betreut heute ein Freund von Jorgos. Auf Georgs Frage, was er denn sonst mache, antwortet Athanasios, dass er in Genf lebe und Rechtsanwalt für Völkerrecht sei. Es kommt zu einem Gespräch über das Budapester Abkommen aus dem Jahre 1994: Damals verzichteten die Ukraine, Belarus und Kasachstan auf ihre atomaren Waffen. Im Gegenzug wurden ihnen die bestehenden Landesgrenzen garantiert. Mitunterzeichnende waren Russland, die USA, GD, Frankreich und später auch China. Georg fragt Athanasios, warum im Falle eines Vertragsbruchs, wie dies vor ein paar Jahren bei der Annexion der Krim und wie dies jetzt seit dem 24. Februar mit dem russischen Invasionskrieg in die Ukraine der Fall ist, niemand vor Gericht käme. Die erstaunliche Antwort des Juristen lautet: „Es gibt dafür kein zuständiges Gericht!“ Georg kann nicht fassen, dass es ein Abkommen geben kann, ohne dass ein Gericht bei dessen Verletzung zuständig wäre, und ermuntert Athanasios ein solches aufzugleisen.

Foto und Text: Petra Dobrovolny    

Mein Tagebuch: 12.03.2022

12. März, Samstag: Gebete werden erhört

Weltweit wird für Frieden gebetet, meditiert und demonstriert. Auch quer durch die Schweiz von St. Gallen, Zürich, Bern bis nach Genf gehen die Menschen zu zehntausenden für den Frieden in der Ukraine auf die Strasse. Die Glückskette hat inzwischen über 50 Mill. Franken an Spenden gesammelt, 10’000 Haushalte haben sich gemeldet und möchten Flüchtlinge aufnehmen.
Unterdessen nimmt die russische Invasion an Brutalität gegen die Zivilbevölkerung zu. Zusagen für humanitäre Korridore werden kurzfristig wieder zurückgenommen. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, die Feuerpausen immer wieder zu unterbrechen. Doch wir geben die Hoffnung nicht auf und wissen, dass jedes Gebet erhört wird. Jedes Gebet, jeder gute Gedanke kann den Unterschied machen. Manchmal im letzten Moment. Beeinflusst wird das gesamte morphogenetische Feld, ein Energiefeld, in welchem Möglichkeiten zur Wirklichkeit werden können. Wird die «Kritische Masse» erreicht, so kippt der Zustand des ganzen Feldes. Zum Beispiel benötigt es nur noch eine winzige Temperaturerhöhung, bis Wasser zu kochen beginnt. Wann genau eine Situation in ihr Gegenteil kippt, ist schwierig vorauszusagen. Manchmal passiert es eine Minute vor zwölf.
Dies zeigt das Beispiel Österreich: Am 9. März wurde das Gesetz zur Impfpflicht, welches am 15. März in Kraft treten sollte, ausgesetzt. Die Begründung: Es sei unverhältnismässig! Und per 9. April werden in Kanada alle Corona-Massnahmen inklusiv Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen – Trucker! – aufgehoben.

Gestern erhielten wir endlich wieder eine Nachricht von unserem Kiewer Freund. Wir sind erleichtert: Er konnte mit seiner Frau nach Polen fliehen, es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Er schreibt Georg:

“After a week of living under fire and endless sirens, we decided to leave Ukraine. We were received by a Polish family, our daughter’s friends. We got more than two days, but now on the spot. We are treated very well, but it can last so long, if the war drags on for months. I never imagined in my nightmares that we could become refugees. You paint the rest in your imagination. That is, it is not known what happened to our apartment in Kyiv. That’s all, because what else to say?»

Wir danken ihm für seine Nachricht und antworten, dass wir froh sind, dass er und seine Frau noch leben: « We have been worrying what might happen to you. Now we are glad that you and your wife are still alive. Take your time to recover and, please, do write as much as you can. Also write down your dreams, if you can remember them. Your writing is very precious and important. »

Foto: Gebetsfeder eines Kondors
und Text: Petra Dobrovolny und NN

Mein Tagebuch: 12.02.2022

12. Februar, Samstag: Es bewegt sich etwas!

Seit 16 Tagen demonstrieren die Trucker in Kanada für die Freiheit: Truckers for Freedom. Ausgelöst hatte ihren Unmut die Impfpflicht für LKW-Fahrer:innen, die über die kanadisch-amerikanische Grenze fahren. Ein Fahrer bringt es auf den Punkt: «Wir werden ständig belogen! Erst sagten sie, es genügen 2 Impfungen, dann wurden es 3, bald soll es alle 3 Monate eine sein. Zuerst hiess es, mit 75% Geimpften werde die Herdenimmunität erreicht, jetzt spricht man von 90%. Wir kämpfen nicht nur für uns, sondern auch für euch! Denn sie werden uns umbringen!» Über 50’000 Fahrzeuge stehen jetzt in der Hauptstadt Ottawa, die Bevölkerung unterstützt die Fahrer und versorgt sie mit Lebensmitteln, auch wenn dies inzwischen polizeilich verboten wurde. Die Provinz Ontario hat gestern den Notstand ausgerufen. Jede Person, die der Regierung nicht gehorche, werde bestraft. Premierminister Trudeau, der 11 Tage lang irgendwohin in Sicherheit gebracht worden war, ist wieder aufgetaucht und sagt im Parlament, dass es sich hier nur um eine kleine Minderheit handle, die dem Land Probleme bereite. Eine Abgeordnete verlangt jedoch von ihm, dass er sofort rausgehen und sich bei den Trucker entschuldigen solle. Unterdessen ziehen tausende von Menschen mit Fahnen friedlich für die Freiheit und gegen den Premierminister durch Ottawa. «Truckers for Freedom» wird zu einer Bewegung, die auch auf andere Länder wie Belgien, Finnland, Neuseeland, Frankreich und die Schweiz überschwappt.
Das deutsche Verfassungsgericht hat entschieden, dass die Impfpflicht für bestimmte Berufe rechtens sei. Die Begründung: Ungeimpftes Pflegepersonal sei für die Betagten ein höheres Risiko als die Impfung für das Personal. Wie können Juristen darüber befinden? Auf welcher Grundlage? Über 1000 Studien belegen inzwischen Impfschäden. Der Mangel an Pflegepersonal besteht bereits, denn viele steigen in einen anderen Beruf um oder wandern in die Schweiz oder nach Paraguay aus.   

In der aktuellen Nummer 235 der Zeitschrift „Raum & Zeit“ finde ich einen interessanten Artikel der Ärztin und Homöopathin Christiane Poppe: „Covid-19 ist sehr gut behandelbar“. Sie empfiehlt zwei Bücher von Dr. med. Uwe Friedrich: „Angst vor Corona?“ und „Long Covid – und jetzt?“ und beschreibt, dass die homöopathische Behandlung auch bei Patienten wirkt, die diese Methode Humbug finden. Auf der Seite 106 in diesem Heft finde ich einen Hinweis darauf, dass es inzwischen Balkon-Solargeräte gibt. Man kann den erzeugten Strom direkt über eine Steckdose in den eigenen Haushaltsstromkreis einspeisen. Präsident Macron hat davon bestimmt noch nichts gelesen. Er will für Frankreich sechs neue Atomkraftwerke planen.

Österreich will die parlamentarisch abgesegnete Impfpflicht für alle ab 18 Jahren sehr wahrscheinlich doch nicht einführen.

Foto: Sonnenuntergang im Wallis

und Text: Petra Dobrovolny
    

Mein Tagebuch: 05.02.2022

05. Februar, Samstag: Angst vor den Taliban oder dem Virus?

Ein paar Tage habe ich im «Flachland» verbracht. Dort macht sich der Frühling schon bemerkbar. An einer Mauer blühen bereits die Forsythien. Hier im Wallis hat es unterdessen wieder geschneit. Heute wärmt mich statt Georgs Kaminfeuer die Walliser Sonne. Ab heute gilt in Österreich eine gesetzliche Impfpflicht für Erwachsene ab 18 Jahren. Ab Mitte März sollen Stichproben erhoben und Bussen von 300.- bis 3’600.- Euro bei Nichteinhaltung erteilt werden. Früher erzählte man sich in der Schweiz Witze, in denen man sich lustig über die Österreicher machte. Zum Beispiel: «Weisst du, warum die Österreicher über den Ofen-Pass in die Schweiz fahren müssen?» «Nein.» «Weil sie noch nicht ganz gebacken sind!»

Diese Woche hat der Schweizer Bundesrat die Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung umgewandelt und die Quarantäne für Leute, die mit Infizierten in Kontakt waren, aber keine Symptome haben, aufgehoben. Weitere Lockerungen werden ab dem 16. Februar erwartet. Auch wenn die «Zahlen» wegen der Omikron-Variante immer noch steigen. Es besteht die Aussicht, dass die Zertifikatspflicht für das Inland abgeschafft wird. Lässt sich der Bundesrat von Dänemark inspirieren?

In einem Beitrag auf Youtube vergleicht Dr. John Campbell Dänemark mit Neuseeland in Bezug auf den Umgang mit Corona. In Dänemark steigen die «Zahlen» mit Omikron, doch man habe dort vor ein paar Tagen beschlossen, dies zu ignorieren und sämtliche Massnahmen gleichzeitig aufzuheben. Dr. Campbell meint, das sei erstaunlich. Aber mehr als 80% der Bevölkerung sei geimpft, das Gesundheitswesen funktioniere nach wie vor sehr gut und sei nicht überlastet. Während der Corona-Zeit hätte immer eine transparente Diskussion der Regierung mit den Wissenschaftler:innen im Land sowie mit der eigenen Bevölkerung stattgefunden. Die Massnahmen und Impfempfehlungen hätte die Bevölkerung mit Vertrauen aufgenommen und befolgt. Die Pandemie sei in Dänemark nie parteipolitisch missbraucht worden. Und was macht Neuseeland? Die Regierung hat auch «während Omikron» die Landesgrenzen geschlossen, sogar für Leute mit Wohnsitz im Land! In der Welt verstreut gibt es zahlreiche Neuseeländer:innen, die unfreiwilliger Weise gestrandet sind. Die Geschichte einer Neuseeländerin ging durch die Zeitungen: Sie war in Afghanistan schwanger geworden und wollte ihr Kind in ihrer Heimat auf die Welt bringen. Die Einreise wurde ihr erst erlaubt, nachdem sie die regierenden Taliban darum gebeten hatte, bei der neuseeländischen Regierung anzufragen. Bei dieser war die Angst vor den Taliban wohl grösser als die Angst vor dem Virus.

So können wir immer wieder staunen, wie die Regierungen verschiedener Länder unterschiedlich mit dem gleichen Virus umgehen. Und kaum jemand, ausser Georg natürlich, stellt zum Beispiel die Frage: Warum haben sich in Dänemark und Israel so viele Menschen mit dem Virus angesteckt, obwohl sie geimpft sind? Was nützt dann die Impfung? Ich würde seine Frage ergänzen: «Was nützt der gegenwärtige Impfstoff, der immer noch auf der ersten Variante des Virus, nämlich der Alpha-Variante beruht?»

Foto: Leukerbad, Blick nach Süden, und Text: Petra Dobrovolny  

Mein Tagebuch: 07.01.2022

7. Januar, Freitag: Grenzerfahrungen

Gestern hatte ich unsere französischen Nachbarn, ein älteres Ehepaar, zu mir zum Apéritif eingeladen. Sie wohnen in der Gegend von Paris und kommen schon seit mehr als 20 Jahren immer wieder nach Leukerbad. Während der Corona-Zeit wurden sie zu ihrer Verwunderung beim Grenzübertritt nie angehalten ausser diesem Mal bei der Herfahrt. Ein Schweizer Zollbeamter zeigte ihnen das Stoppschild, sie dachten, sie müssten jetzt das Covid-Zertifikat vorzeigen und machten ihre Handys bereit. Doch der Zöllner wollte davon gar nichts wissen. Er fragte, ob sie Fleisch importieren würden. Sie verneinten. Daraufhin bestand er auf einer Durchsuchung des Wagens, die er ohne Maske und Handschuhe durchführte. Nach kurzer Zeit fand er vier Stück Rindfleisch. Die Nachbarin erklärte, dass sie diese während ihrer Ferien in der Schweiz nicht zuhause im Kühlschrank verderben lassen wollten und deswegen mitgenommen hätte. Sie würden nicht beabsichtigen, das Fleisch in der Schweiz zu verkaufen. Schliesslich bekamen sie freie Fahrt.   

Sie erzählen mir, wie sehr in Frankreich auf die Ungeimpften geschimpft werde. Offiziell wird gesagt, dass wegen einiger sturer Erwachsener, die sich nicht impfen lassen wollten, jetzt die Kinder geimpft werden müssten. Gestern habe Macron gesagt, er würde die Ungeimpften so lange «emmerder», bis sie endlich nachgäben. «Der Bund» übersetzt das präsidiale «emmerder» mit «auf die Nerven gehen». Das ist sehr milde ausgedrückt. Das französische Wort beinhaltet «merde», was «Scheisse» bedeutet. Die Nachbarin meint, Macron würde nur aussprechen, was viele Menschen im Land denken.

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 03.01.2022

3. Januar, Montag: Mit Farben und Pinsel in das neue Jahr

Nach Tagen mit Tauwetter ist es in den Walliser Alpen wieder kalt geworden. Viele Familien reisen heute wieder nach Hause. Gut erholt und mit schönen Erinnerungen an die Feiertage in Leukerbad. Die Schneeverhältnisse waren sehr gut, die Stimmung auch. Am Silvesternachmittag hatten Georg und ich auf der vollbesetzten Terrasse vom «Weidstübli» eine fröhliche Gruppe aus Bayern erlebt. Ein älterer Herr spielte auf eine Harmonika bekannte deutsche Lieder wie «Junge, komm’ bald wieder!» oder «I möcht’ wieder heim!» Die etwa zehnköpfige Gruppe, Familienmitglieder dreier Generationen, schunkelte singend dazu und steckte alle Gäste mit ihrer Lebensfreude an. Die Chefin des Restaurants hatte sogar die für uns immer zu laute Radiomusik aus den Lautsprechern abgestellt und lief nicht mehr gestresst herum. So schenkte diese Gruppe der ganzen Umgebung einen wunderbaren Jahresausklang mit deutschen Schnulzen, deren herzerwärmende Darbietung in dieser «Corona-Zeit» besonders dankbar angenommen wurden.

Am 2. Januar fuhr Georg wieder nach Hause. Er war zufrieden mit dem Fortschritt der Heilung seines linken Unterarms und Handgelenks, das er sich bei einem Sturz im letzten Oktober zugezogen hatte. Das Leukerbader Wasser aus dem Brunnen und Umschläge mit Weisskohlblättern hatten ihm geholfen.

An Neujahr träume ich: Es zeigen sich mir viele ausgepackte Umzugsschachteln. Darunter finde ich in einem Keramikbecher meine Malpinsel zu einem Strauss gebündelt. Diesen Traum verstehe ich als eine Aufforderung, wieder einmal zu malen. Ich kaufe mir einen Malkasten mit Gouache-Farben. Sogar so etwas kann man in Leukerbad finden! Die Farben sind genau in den Tönen, wie ich sie mir wünsche und ich erinnere mich daran, mit welcher Freude ich als Kind im ersten Schuljahr meinen neuen Malkasten öffnete. Ich liess meine Pinsel über das Papier tanzen, eine neue Welt tat sich mir auf. Meinen Eltern verkündete ich, dass ich einmal Malerin werden möchte, wenn ich gross bin. Malen und Werken war mein Lieblingsfach. Ab der dritten Klasse Oberstufe wurde dies jedoch durch Kunstgeschichte ersetzt. Ab einem Alter von 13 Jahren wurde ausgerechnet der Selbstausdruck mit Farben nicht mehr unterrichtet. Dies machte mich damals sehr traurig. Zum Trost kauften mir meine Eltern eine Staffelei und Ölfarben. Ich erhielt aber keine Anweisungen dazu, die Staffelei wackelte und hatte keinen stabilen Stand. Auch hatte ich neben der Schule zu wenig freie Zeit für Pinsel und Farben. Somit schlief dieses Hobby nach kurzer Zeit ein, bis ich etwa 15 Jahre später auf Anraten meines Jung’schen Psychoanalytikers die Malutensilien meiner Kindheit aus einer Umzugsschachtel befreite. Ich malte Bilder aus meinen Träumen oder folgte meiner Intuition, ohne den Anspruch zu haben ein grossartiges Werk zu schaffen. Dem Pinsel absichtslos folgend, freute ich mich an der Vielfalt der Farben und an dem, was sich meiner Seele entspringend formulieren wollte.

In den 80er Jahren lernte ich durch meine Freundin Silvia, die in St. Gallen ein Malatelier leitete, die Methode von Arno Stern kennen. In einem Raum ohne Fenster, also ohne Ablenkung von aussen, finden sich Malende im Alter von etwa sieben bis über 90 Jahren zusammen. In der Mitte des Raumes steht eine lange Palette mit wasserlöslichen Farben in Bechern. Jeder Farbe ist ein dünner und ein dicker Pinsel zugeordnet. Die Atelierleiterin steht ganz im Dienst der Malenden. Mit Reissnägeln befestigt sie jeweils ein kleines oder grosses Blatt in der richtigen Höhe an der grossen Malwand, die vom Boden bis zur Decke reicht. Nach getaner Arbeit nimmt sie es ab oder fügt ein nächstes Blatt an, falls die farbigen Linien sich weiter in den Raum schlängeln möchten. Auf Wunsch mischt die Leiterin verschiedene Farben in kleinen Schälchen. Gesprochen wird nur das Nötigste. Meistens ist es während des Malens im Atelier mucksmäuschenstill. Weder die Tätigkeit der Malenden noch das Ergebnis werden bewertet oder etwa interpretiert. Die Bilder werden auch nicht mit nach Hause genommen, denn sie sind nicht für die Blicke anderer bestimmt.

Silvia und ich entwickelten gemeinsam Kurse für Erwachsene, die wir «atmen -bewegen – malen» nannten. Ich leitet die Gruppe jeweils für 1 ½ Stunden in der Methode «Atem und Bewegung» nach Ilse Middendorf an, anschliessend stand Silvia für 1 ½ Stunden den Teilnehmenden im Atelier zu Diensten. Der Atem hatte das Tor zur Inspiration geöffnet. Was sich nun aus der Tiefe der Seele ausdrücken wollte, fand durch Pinsel und Farbe zu farbigen Spuren auf das weisse Papier. Voller kindlicher Freude malte ich auch mit. Eine kurze Gesprächsrunde rundete das Erlebte ab. Jeder und jede erzählte nach eigenem Ermessen etwas über das Erfahrene.

Diese Kurse waren so beliebt, dass wir sie auch noch ein paar Jahre fortsetzten, nachdem ich nach Bern umgezogen war. Nach kurzer Zeit lernte ich an meinem neuen Wohnort eine weitere Malatelierleiterin kennen, mit welcher ich ebenfalls viele Jahre gemeinsam solche Kurse anbieten konnte. Die meisten meiner Bilder, die im Rahmen unserer Kurse entstanden sind, habe ich bis heute aufbewahrt. Einige davon fanden den Weg in mein erstes Buch «Lass mich atmen! Selbstwerdung und Sinnfindung durch Traum und Atem». Diese «Seelenbilder» könnt Ihr im Internet finden auf petrasmaerchen.ch

Noch eine Bemerkung: Arno Stern hatte nach dem 2. Weltkrieg kriegstraumatisierte Kinder in seinem Atelier in Paris malen lassen. Er wusste, wie sehr die Malspuren solcher Kinder geschützt werden mussten und nannte sein Atelier «clos lieu», einen geschlossenen Raum. Keine andere Person durfte den Raum betreten, auch die Eltern nicht. «Einen sicheren Raum für Kinder» nennt heute die Caritas ihre Projekte mit Malateliers für kriegstraumatisierte Kinder in der Ostukraine. Arno Sterns Samen ist aufgegangen. Seine Forderung nach einer Pädagogik, die das fördert, was sich aus der inneren Seelenquelle formulieren möchtet, findet immer mehr Gehör. Sein Sohn André setzt und entwickelt die Arbeit seines inzwischen über 90-jährigen Vaters heute fort.

Nun öffne ich meinen neu erstandenen Malkasten und probiere neugierig mit dem beigelegten kleinen Pinsel die lichtvollen Farben aus. Es entsteht eine Sonne, die ihre Strahlen in goldgelben, orangen und rosa Tönen über das ganze Blatt strahlt. Möge dieses Licht in das neue Jahr hineinstrahlen! Es werde Licht!

Bild und Foto: Licht für 2022!

und Text: Petra Dobrovolny