Mein Tagebuch: 17.09.2021

17. September, Freitag: Demo in Bern von gestern

Als unmittelbare Reaktion auf die Ankündigung des Bundesrats über die Erweiterung der Zertifikatspflicht auf Restaurants, Schwimmbäder, Fitness-Studios etc. sowie den verstärkten Druck in Richtung Impfzwang fand gestern Abend eine unbewilligte Demo in Bern statt. Ich schaue mir hier in Leukerbad auf Youtube den Lifestream von Sabine Seibold an. Die Teilnehmenden versammeln sich beim Bahnhof und ziehen friedlich durch die Altstadt zum Bundeshaus. So viele Menschen habe ich in Bern noch nie gesehen. Der «Blick» schreibt am nächsten Tag von 1500, doch von anderer Seite heisst es, dass es etwa 30’000 waren: Familien mit Kindern, öfters alle drei Generationen waren dabei. Die Menge skandiert immer wieder «Liberté! Liberté! Liberté!» oder «Friede, Freiheit, Demokratie!» Viele tragen die Schweizer Fahne mit sich oder schwingen sie, ab und zu wird die Nationalhymne gesungen. Dann sind wieder die «Freiheitstrychler» mit ihren Kuhglocken zu hören. Etwa 30 Meter vor dem Bundeshaus ist ein vier bis fünf Meter hoher Zaun aufgestellt worden. Auch so etwas habe ich noch nie gesehen. Kurz vor 21 Uhr beginnt eine Gruppe des sog. «Schwarzen Blocks», gewaltbereite junge Leute, die an Wochenenden immer wieder in Bern demonstrieren und Schutz vor der Polizei in der Reitschule beim Berner Bahnhof finden, am Zaun zu rütteln und Petarden in Richtung Bundeshaus und Polizei zu werfen. Daraufhin schaltet die Polizei nach einer kurzen Vorwarnung ihren Wasserwerfer ein. Jemand schlägt Sabine Seibold ihr Handy mit einem solch kräftigen Schlag aus der Hand, so dass der Stick, auf dem sie es montiert hatte, abbricht. Andere helfen ihr, das Handy wiederzufinden und trösten sie. Trotz Schock kann sie weiterfilmen. Im Scheinwerfer des nun abgestellten Wasserwerfers tauchen zwei weiss gekleidete Männer mit indischen Trommeln auf. Sie tanzen und singen das Mantra «Hare Krishna», in kurzer Zeit singen, tanzen und klatschen etwa vierzig Leute mit. Die aufgeheizte Stimmung auf dem Bundesplatz wird wieder friedlich, gegen 22 Uhr löst sich die Demonstration auf, ohne dass die Polizei noch einmal eingreift.

Am Tag nach der Demo verteidigt der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause den Einsatz der Polizei. Das Bundeshaus hätte geschützt werden müssen, sonst wäre so etwas wie am 6. Januar in Washington, als das Capitol gestürmt wurde, passiert. Die Tageszeitungen schreiben von einer zunehmenden Gewaltbereitschaft der Impfgegner und werfen alle Demonstrierenden in denselben Topf.

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 22.03.2021

22. März, Montag: Weltwassertag

Der Wind, der auch in der Nacht sehr stark über die Berge hinwegfegte, legt sich für heute Vormittag für ein paar Stunden. Die Bergdohlen sammeln weggeworfene Pommes frites und drehen mit ihrer Beute spiralige Kreise über Leukerbad.

Heute ist der Weltwassertag. In der Schweiz gibt es immer mehr Probleme mit dem Trinkwasser. Öfters wird festgestellt, dass Quellen von Pestiziden verseucht sind und sogar geschlossen werden müssen. Ein Gesetz, dass eine biologische Landwirtschaft fordert, wurde vor einer Woche vom Parlament aufgeschoben. In Bremgarten kauft Georg schon seit einiger Zeit Wasser für unsere Teeküche ein. Hier in Leukerbad hingegen geniesse ich das Hahnenwasser. Der Tee damit schmeckt wunderbar. Und ich spüre, wie sehr das hiesige Wasser meiner Gesundheit dient.

Am letzten Samstag gab es eine Grossdemo in Kassel, Deutschland. Boris Reitschuster berichtete wieder im Lifestream darüber. Unter anderem demonstrierten ÄrztInnen mit einem grossen weissen Transparent. Darauf stand in schwarzer Schrift: «Wir sind keine Verschwörungstheoretiker. Wir sind Ärzte.» In einem Interview sagte eine Ärztin, sie sei hier, um ein Zeichen zu setzen. Die Zahlen, die wir vorgesetzt bekämen seien manipulativ und hätten mit Medizin nichts zu tun. Sie habe sich der Vereinigung «Ärzte für Aufklärung» angeschlossen. Deswegen habe sie bereits von der deutschen Ärztekammer ein Mahnschreiben erhalten: Wenn sie noch einmal zum Thema Corona auffiele, müsste sie mit berufsrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Es ist kaum zu glauben, mit welchen Mitteln gegen Menschen vorgegangen wird, die anderer Meinung sind. Warum? Georg meint, es handle sich um ein systembedingtes Lügen. In Anlehnung an «too big to fail» bei Banken oder anderen grossen Unternehmen. Wenn sich jetzt jemand von einer Regierung hinstellen und sagen würde: «Tut mir leid! Dieses und jenes war ein Irrtum, wir haben Fehler gemacht!» Dann wäre diese Person ihres Lebens nicht mehr sicher. Es bleibt nichts anderes mehr übrig, als die Bevölkerung als unmündig zu erklären und Angst und Panik zu schüren. Mit der Zeit – jetzt dauert dies schon ein Jahr so! – nützt sich diese Strategie jedoch ab. Dauerhafte Reize, vor allem wenn sie Angst hervorrufen und ständig den Überlebensinstinkt triggern, werden aus Selbstschutz mit der Zeit ausgeblendet. Dies ist ein neuropsychologisches Naturgesetz. Jemand erfand mal das Motto: «Stell’ dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.» Viele schauen oder hören sich die Nachrichten in den offiziellen Medien nicht mehr an.

Foto: Sternenhimmel über Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 5.12.2020

5. Dezember, Samstag:

Folgende Covid19-Massnahmen sollen ab dem 9. Dezember schweizweit gelten:
Die Anzahl der Kundschaft in den Läden wird weiter eingeschränkt. In Restaurants muss man zwingend seine Kontaktdaten hinterlegen. Singen ist nur im Familienkreis und in Schulen erlaubt. Empfohlen wird Home-Office und bei Treffen gilt die 2-Haushaltsregel. In den Skigebieten dürfen Bahnen und Gondeln nur zu 2/3 gefüllt sein, es gelten Maskenpflicht und die Abstandsregel von 1.5 m beim Anstehen in Warteschlangen auch draussen, zum Beispiel vor Skiliften. Dabei wird immer gesagt, dass man sich «unter freiem Himmel» nicht anstecken könnte.

Verglichen mit den Bestimmungen in Frankreich, Italien und Deutschland sind wir in Bezug auf die Strenge der Massnahmen gut dran. In der Ostschweiz steigen zwar die Zahlen, dafür sinken sie in der Westschweiz. Im Wallis öffnen ab dem 13. Dezember wieder die Restaurants. Wir freuen uns! Georg prophezeit schon, dass Leukerbad überfüllt sein wird. Deswegen solle ich schon jetzt für den 25. Dezember einen Tisch für uns reservieren.

Die Hintergründe zu den Fallzahlen und wie sich daraus die Einschränkungen ableiten lassen, werden uns von den offiziellen Stellen immer noch nicht vermittelt. Ein Fall ist auch laut der Virologie noch kein kranker Mensch. Wichtige Fragen bleiben unbeantwortet:
Was bedeutet ein positiver PCR-Test und wie zuverlässig ist dessen Aussagekraft?
Wo bleiben die Vergleichszahlen zu schweren Grippejahren? Wie viele Menschen sind ausschliesslich an Covid19 gestorben?
In den Radio-Nachrichten heisst die neuste Sprachregelung: So und so viele Menschen seien «im Zusammenhang mit» Covid19 gestorben.

In der aktuellen Nummer fragt die Zeitschrift «raum&zeit» den Begründer der Bewegung «Querdenken», Michael Ballweg: «Wie beendet man eine Pandemie?» Seine Antwort: «Es könnte sein, dass die Politiker das einfach nicht wissen.» In diesem Monat wird er noch eine Demo in Berlin organisieren. Schon während der ersten Demo im August hatte er sich von der «rechten Szene» distanziert. Den Fernsehleuten hatte er gesagt: «Dann sendet meine Aussage aber auch.» Das wurde jedoch nicht getan. Seither werden die Demonstrierenden in den offiziellen Medien als Rechtsradikale, Antisemiten und Esoteriker bezeichnet. Leider übernehmen dies die Schweizer Medien ohne weitere Recherchen.

Man fragt sich, warum jetzt gerade in Italien so viele Menschen sterben. Der «Bund» von heute schreibt: «Es kursiert die Vermutung, dass Italiener im Alter weniger gesund sind als Deutsche oder Japaner.» Das glaube ich nicht. Die Ernährung mit Olivenöl und Rotwein ist bewiesenermassen sehr gesund. Man kann auch an gebrochenem Herzen sterben. Und die Corona-Massnahmen mit der Isolation der alten Menschen können durchaus die italienischen Herzen, die die Familie über alles lieben, brechen. Darüber schreibt fast niemand. «Corona schlägt aufs Gemüt», meint die «Blick»-Zeitung vom 4.12. Am 10. Dezember ist der «Aktionstag zur psychischen Gesundheit». Die Psychiatrie meldet in letzter Zeit öfters, dass Menschen, die bisher nicht psychisch krank waren, es jetzt werden.

An der Bushaltestelle am Bahnhof Bern sagt ein junger sympathische Mann mit Maske vor sich: «Jetzt habe ich bald genug. Am liebsten wäre mir jetzt ein Winterschlaf bis Ende Januar.» Ich kann ihm das gut nachfühlen und bewundere Menschen, die voller Elan ihr Handwerk ausüben, wie zum Beispiel die zwei Damen von der hiesigen Bio-Gärtnerei. Für gestern und heute haben sie einen kleinen stimmungsvollen Adventsmarkt organisiert. Die Kundschaft schätzt dies sehr. Wir haben ein Gesteck und einen Kranz bestellt. Nun ist unser Hauseingang geschmückt und verbreitet Herzensfreude. 

Ich nehme Abschied von der Berner Altstadt. Über 19 Jahre durfte ich hier an drei verschiedenen Orten wirken, die letzten 12 Jahre unter einem Dach an der Marktgasse, eine kleine Oase im Herzen von Bern mit Ausblick auf den Himmel, den Hausberg «Gurten» und die grün-goldene Kuppel des Bundeshauses. Im Hintergrund hat mich stets eine Geräuschkulisse von den Glocken des Käfigturms und der berühmten Zytglogge, vom Klingeln der Trams und den Sirenen von Notfallwagen begeleitet. An der Fasnacht spielen die Guggen mit ihren schrägen Tönen, in der Adventszeit die Heilsarmee und zwischendurch Strassenmusiker*innen. Ich bin dankbar für alles, was ich hier erleben durfte, besonders für die Begegnungen mit den vielen Menschen, die mir ihr Vertrauen schenkten. Nun gehe ich heiter weiter und freue mich auf die Walliser Berge, den nächsten Raum, und denke wieder an das Stufengedicht von Herrmann Hesse:

„Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen.
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.“

Mein Tagebuch: 24. September 2020

24. September, Donnerstag:

Am Montag begannen die Klima-Aktivist*innen ihr Camp auf dem Berner Bundesplatz aufzubauen. Sie wollten mindestens eine Woche Tag und Nacht bleiben. Dazu waren sie professionell organisiert und ausgerüstet: Grosse Lastwagen transportierten das nötige Material. Vor dem Gebäude der Schweizer Nationalbank wurde ein riesiges Zelt für die Küche aufgebaut, die etwa 200 Leute pro Tag versorgen sollte. Im Vergleich dazu wirkte Greta Thunberg mit ihrem Schulstreikschild bei ihren ersten Auftritten romantisch naiv, aber auch beeindruckender. Diese Demo war nicht bewilligt, die Polizei hielt sich zunächst zurück. Am Dienstag findet hier der Berner Wochenmarkt statt. Die Gemüsebauern waren nicht gerade begeistert über die Blockade des Platzes, konnten aber schliesslich ihre Stände aufbauen. An diesem Tag machten sie trotzdem ein gutes Geschäft: Die Demonstrierenden und deren Küche kauften sehr viel Gemüse ein. Am Abend gab es eine weitere unbewilligte Demo von Flüchtlingen und Asylsuchenden gegen die Bedingungen in den Unterkünften. Diese wollten sich dem Klima-Camp anschliessen, wurden jedoch durch einen massiven Polizei-Einsatz daran gehindert. Viele bürgerliche Politiker*innen reagierten sehr erbost auf die Besetzung des Bundesplatzes und die massive Blockierung des öffentlichen Verkehrs. Über Inhalte wird nicht gesprochen, eine Nationalrätin spricht von einer „Empörungshysterie“ ihrer Kolleg*innen. Dies erinnert mich an die Demo vom 29. August in Berlin. Das beherrschende Thema in den Medien waren die etwa 7 reichsdeutschen Fahnen und der Versuch einiger rechtsextremer Demonstranten in das Reichstagsgebäude einzudringen. Am Mittwoch löste die Berner Stadtpolizei das Klima-Camp friedlich auf. Es kam zu Festnahmen.   

Gesundheitsminister Berset kann sich ein Impfobligatorium für das Personal in Alters- und Pflegeheimen vorstellen, falls dies die Kantone wünschten. Dabei gibt es noch keinen Impfstoff! Und wer würde für die Impfschäden haften?

Eine neue Volksinitiative ist im Umlauf: Die Mobilfunkhaftungsinitiative. Falls es genügend Unterschriften gibt, kann über eine Gesetzesänderung abgestimmt. Stimmt das Volk „ja“, müssten die Mobilfunkanbieter für gesundheitliche Schäden, die der Mobilfunk verursacht, haften.

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 28. August 2020

28. August, Freitag:

Ein markanter Wetterumschwung ist angekündigt, verzögert sich aber ein wenig. So kann ich heute Vormittag noch unsere Blumentöpfe mit den Geranien und Tomaten neu ordnen, die bald letzten Cherry-Tomaten ernten und zudecken. Kalten Regen haben sie gar nicht gerne.
Die Demo der Veranstalter „Querdenken“, die morgen in Berlin stattfinden soll, wurde amtlich verboten. Viele wollen jetzt erst recht dorthin. Jetzt hat das Berliner Verwaltungsgericht das Verbot gekippt: Die Demo darf unter Einhaltung der Corona-Regeln stattfinden!
Unsere Kölner Freunde machen Ferien in Finnland. Sie konnten gerade noch in das Land einreisen, bevor Einreisende aus Deutschland sich zuerst mal in Quarantäne begeben müssen. Sie sind darüber sehr glücklich und geniessen das „normale Leben“ ohne Masken beim Einkaufen.
Die Spitäler beklagen sich über zu wenig Umsatz: Wegen „Corona“ mussten im März die meisten Operationen verschoben werden. Jetzt wollen die Leute sie aber nicht nachholen.

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19. August 2020

19. August, Mittwoch:

Frau Merkel hat eventuelle Lockerungen auf den „Sankt-Nimmerleinstag“ verschoben. Karneval 2021 wird in Deutschland abgesagt. Hier in Bern wurde der beliebte „Zibelemärit“ Ende November wegen der Gefahr von zu grossen Menschenansammlungen gestrichen. Nun weiss man nicht wohin mit der grossen Zwiebelernte. Der Bundesrat hat sich am Montag mit den Vertreter*innen der Kantone zu weiteren Absprachen getroffen. Die kantonalen Gesundheitsdirektionen sollen die Entscheidungskompetenz über die Massnahmen erhalten. Das BAG verspricht zum x-ten Mal eine Verbesserung der Digitalisierung und der Formulare. Seit Januar ist in dieser Hinsicht nichts passiert.

Auf dem Youtube-Kanal „sandblech“ kommentiert Michael Mross die Lage in Deutschland und kritisiert, dass die Bürger*innen ihre Rechte noch lange nicht zurückerhalten werden. Die Zensur auf Youtube nimmt zu: Ein Interview mit Prof. Bhakdi wurde gelöscht.

Die Bewegung „Querdenken“, die die Demo in Berlin am 1. August organisiert hatte, wertet die Folgen davon anhand der neusten Statistiken des RKI aus. Fazit: In ganz Deutschland ist nach dem 1. August die Belegung der Intensivbetten zurückgegangen, eine Übersterblichkeit hat es nicht gegeben. Die Veranstalter orten sogar einen positiven Effekt der Demo auf die Gesundheitslage im Land und sehen der nächsten Demo am 29. August zuversichtlich entgegen. Statistisch gesehen ist ihrer Meinung nach die Pandemie seit dem 1. August beendet. Es bestehe kein Grund mehr für irgendwelche Massnahmen.  

Inzwischen werden in Deutschland pro Tag ca. 800‘000 Personen mit einem PCR-Test getestet! Gesundheitsminister Spahn hatte vor kurzem noch gewarnt: Es könnte sein, dass je mehr man teste, umso mehr hätte man falsch-positive Ergebnisse. Es werden etwa 200 verschiedene PCR-Tests mit unterschiedlicher Zuverlässigkeit verwendet. Über die Fehlerquote sagt das RKI nichts. Es gibt auch keine Meldepflicht darüber, wer wo welchen Test benutzt. Wird die Pandemie-Gefahr überschätzt? Auch in der Schweiz befinden sich kaum noch Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen. Dafür steigt die Anzahl der Schüler und Schülerinnen, die positiv getestet werden, jedoch keine Symptome haben.

Folgende Informationen entnehme ich der in der Schweiz herausgegebenen „ExpressZeitung“, Ausgaben Mai und August: Der PCR-Test hat weder ein amtliches Verfahren durchlaufen, noch wurde er wissenschaftlich validiert. Er kann also etwas anderes messen als er vorgibt. Dies erklärt die vielen falsch-positiven und falsch-negativen Testergebnisse gerade auch bei gesunden Personen ohne Symptome. Unser Apotheker hat uns davon abgeraten, sich „einfach so“ testen zu lassen. Die Aussagekraft des Ergebnisses sei gleich null bzw. zufällig. Das hängt damit zusammen, dass das angeblich neuartige Virus SARS-CoV-2 bisher im Labor gar nicht isoliert werden konnte. Seine mikrobiologischen Eigenschaften sind unbekannt. Optisch scheint es sich nicht von den bisher bekannten Corona-Viren zu unterscheiden. Was soll ein PCR-Test dann messen? Forscher sagen, dass dieser sich nur für die Forschung, jedoch nicht für die Diagnostik eigne. Eine chinesische Studie, die dies bim März bestätigte, wurde ohne Begründung bereits wieder zurückgezogen.
86% der Patienten, die im künstlichen Koma an Beatmungsgeräte angeschlossen wurden, sind verstorben. Eine nicht-invasive Beatmung mit Masken und bei Bewusstsein wurde lange nicht empfohlen. Erst Mitte April begannen die New Yorker Ärzte damit. Sanfte Medizin ist auch bei der medikamentösen Behandlung nicht gefragt: Starke Antibiotika und Immunsuppressiva werden verabreicht.

Professor S. Bhakdi meint: „Drakonische Massnahmen, die die Grundrechte der Menschen auf so umfassende Weise einschränken, dürfen doch nur dann verhängt werden, wenn es gesicherte Hinweise dafür gibt, dass ein neues Virus überaus gefährlich ist. Gab es einen solchen Hinweis für Covid-19? Aus meiner Sicht lautet die einfache Antwort: Nein.“

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 3. August 2020

3. August, Montag:

Dauerregen ist angesagt, die Temperatur ist auf 20 °C gesunken: ideales Arbeitswetter! Ausserdem ist heute Vollmond im Zeichen des Wassermanns: Freiheit und Gerechtigkeit werden eingefordert!
Am 1. August gab es in Berlin auf der Strasse des 17. Juni eine friedliche Demo mit 1.3 Mio Menschen! U. a. wurde auch ein grosses Plakat mit dem Portrait von Mahatma Ghandi mitgetragen. Polizisten weinten. Auf keiner Seite kam es zu Gewalt. Die Bilder sind sehr eindrucksvoll. Dr. Bodo Schiffmann meint: „Das wird in die Welt gehen!“ Kurz nachdem ich dieses private Video angeschaut hatte, wurden die Bilder von Youtube gelöscht. Ich kann es kaum glauben! Wer hat das entschieden? Wer hat Angst vor Bildern mit friedlich demonstrierenden Menschen, die ihre Grundrechte zurückfordern?

Obwohl ich eine ausgebildete Psychologin und Neurowissenschaftlerin mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung bin, werden mir in meinem Bekanntenkreis meine kritischen Anmerkungen zur Corona-Krise oft nicht geglaubt. Manchmal wird mir erst gar nicht zugehört und abgewunken. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, der das passiert. Im Englischen gibt es bereits eine passende Redewendung für eine solche Situation: „My ignorance is as good as your knowledge.“ Dies bedeutet frei übersetzt: „Mein Unwissen ist genauso gut wie deine Fachkenntnis.“ Nicht-interessengebundene Fachkenntnis sowie unabhängige Forschungsergebnisse werden ignoriert oder zensuriert.
Viele Menschen haben Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 und/oder sind belämmert von der ständigen Propaganda durch die Worte „2. Welle“, „Verschwörungstheorien“, „Impfzwang“ usw. In diesem Zustand entsteht bei vielen eine Denkblockade, die man durch Messungen der Hirnströme feststellen kann. Unabhängig von Bildung und bisheriger Lebenserfahrung, sind diese Menschen unter Angst nicht fähig, neue Informationen aufzunehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Aufschlussreich zum Thema Angst und Lernunfähigkeit bzw. Intoleranz ist ein Artikel „Krise 2020 und die Folgen“ von Dr. vet. Med. Matthias Werzecha. Als Tierarzt hat er besonders viel Erfahrung mit Pferden in Angstsituationen. Der beste Umgang mit ihnen ist Beruhigung und Aufklärung. Zum Beispiel führt man das verängstigte Tier in ruhiger Weise an den Gegenstand, etwa an eine umgestürzte Mülltonne heran, die die Panik ausgelöst hatte. Dies haben wir mit allen Säugetieren gemeinsam: Bei Angst kann sich die Tätigkeit der höher entwickelten Hirnstrukturen und damit auch der Zugriff zu dem, was wir bisher gelernt haben, ausschalten. Aktiviert werden stattdessen uralte Reflexmechanismen in den älteren und tieferen Hirnstrukturen – unserem „Reptilienhirn“ – wie Flucht, Angriff oder Totstellreflex. Die Folge davon: Wie ein Pferd kann auch der Mensch in einem Panikzustand seine Lage nicht mehr realistisch beurteilen noch dazulernen.
In Gesprächen erleben Georg und ich, dass viele Bekannte die Massnahmen und Entscheidungen der Regierung akzeptieren und ohne zu hinterfragen befolgen, obwohl unsere Grundrechte – hoffentlich vorläufig – nicht mehr gelten. Es wird angenommen, dass die Regierung nur das Beste für die Bevölkerung will. Doch anstatt diese zu beruhigen und über den Sinn der Massnahmen aufzuklären, setzt zum Beispiel die deutsche Bundesregierung gezielt auf Angstmacherei. In einem sog. Strategiepapier wurde die Verbreitung von Angst und Schrecken als Mittel bezeichnet, um die Bevölkerung dazu zu bringen, die rigorosen Bestimmungen einzuhalten. Der Angestellte des deutschen Bundesinnenministeriums, der eine ausführliche kritische Analyse zu den Massnahmen – für interne Zwecke – erarbeitet hatte, wurde entlassen. Davon habe ich bereits berichtet.
Empfehlenswert zu dem Thema „Angst und Macht“ ist das gleichnamige Buch des Psychologen Rainer Mausfeld. Er schreibt: „Angst blockiert die Befähigung, aus den eigenen gesellschaftlichen Erfahrungen angemessene Schlussfolgerungen zu ziehen … Eine kollektive Angsterzeugung lässt sich daher nutzen, um je nach Bedarf der Machtausübenden Vorgänge für die Öffentlichkeit unsichtbar zu machen.“

Stress und Isolation, sprich Einsamkeit, verursachen Krankheiten wie Depressionen, und Angststörungen. Ausserdem können sie das Herz-Kreislaufsystem schädigen. Inzwischen ist in Deutschland die Suizidrate um 62 % gestiegen. Viele Menschen sehen für sich wegen der wirtschaftlichen Lage keine Zukunft mehr. Aber es gibt auch einen völlig neuen Grund zum Suizid: Einige haben, wie man aus Abschiedsbriefen erfahren kann, Angst an Covid-19 zu erkranken! Durch die mangelnde bzw. ausbleibende Aufklärung durch offizielle Ämter und Institute sowie die ständige Angstmacherei durch die Medien ist die Krankheit zu einem unheimlichen Gespenst geworden.

Rund um das Thema Corona gibt es vorläufig noch keinen wissenschaftlichen Konsens. Aber immer mehr Prominente fordern „Wissenschaft statt Propaganda“!
Mark Twain hat einmal gesagt: „Es ist leichter, die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“

Heute wird in Genua die neue Brücke, neu benannt nach dem Stadtheiligen „Ponte San Giorgio“ feierlich eingeweiht. In knapp 2 Jahren wurde sie nach dem Einsturz im August 2018 wieder neu aufgebaut. Dass diese Erneuerung so schnell und unbürokratisch möglich war, sei für Italien ein Wunder. Dabei sollte dies normal sein, meint der Bürgermeister von Genua. Viele Menschen wollen jetzt die Wirtschaft des Landes nach der Corona-Krise genauso schnell wiederaufgebaut sehen.

Es gibt ein Lied: „Die Liebe baut eine Brücke zwischen mir und der ganzen Welt, ich geh‘ den Weg!“  

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 16. Mai 2020

16. Mai, Samstag:

Die Eisheiligen sind nun spürbar vorbei: Es wird wieder wärmer!
Heute berichtet der „Bund“ davon, dass der Kanton Bern im Vergleich mit der übrigen Schweiz weniger hart vom Coronavirus getroffen wurde. Es gab sogar insgesamt weniger Todesfälle als in den gleichen Monaten der letzten 5 Jahre!
Es melden sich zusehends häufiger Leute zu Wort in dem Sinne: Das Virus muss man zwar ernst nehmen, doch der Bundesrat hätte zu spät und unvorbereitet reagiert, obwohl er bereits im Januar Bescheid wusste. Mit Schutzmasken und genügend Testkapazitäten wäre ein Lockdown nicht nötig gewesen. Dank Notrecht hätte der Bundesrat teilweise unverständliche Massnahmen ergriffen. Der Kolumnist Ruedi Strahm schrieb von „materialbezogenen Massnahmen“. Und dies passierte alles ohne die Kontrolle des Parlaments.
Auch heute werden viele für Freiheit und Bürgerrechte demonstrieren. Vom Berner Sicherheitsdirektor wurde ihnen dafür die Allmend, der grosse Platz beim Messegelände angeboten. Dort sei Abstandhalten besser möglich als in der Altstadt. Doch es gibt wieder zu viele Demonstrierende auf dem symbolträchtigen Bundesplatz, also direkt vor dem Parlamentsgebäude. Die Polizei registriert hundert davon. Der Berner Stadtpräsident erlaubt ab sofort Kleinst-Demos mit 5 Personen.   
Erstaunlich finden wir die zahlreichen Leserbriefe, die die Demonstrierenden als unverantwortlich bezeichnen. Die Presse vermutet einen „Haufen“ von Impfgegnern, Esoterikern, Verschwörungstheoretikern, G5-Gegnern usw. Dieser „Haufen“ besteht jedoch vor allem aus besorgten Bürger*innen, die gewaltlos die Gewährleistung der vom Europarat garantierten Menschenrechte einfordert und auf den guten schweizerischen Konsens setzt. Endlich sagt ein Politiker: „Ziviler Ungehorsam wird bald zur Bürgerpflicht!“ Niemand in der Schweiz will die Regierung stürzen, im Unterschied zu Deutschland.

Christina Neuhaus schrieb in der NZZ am 9. Mai: „Machen wir uns nichts vor: Notrecht bedroht die Demokratie. Es beschneidet unsere Freiheit im Namen von Sicherheit und Gesundheit. Natürlich droht der Schweiz keine Autokratie. Aber wir müssen aufpassen, dass sich die Gewichte nicht zu stark Richtung Sicherheit verschieben. Sonnst nimmt uns der Staat eines Tages auch die Verantwortung ab, die wir ihm gar nie übertragen haben.“

Heute herrscht im Bio-Garten unseres Dorfes Hochbetrieb: Nach den Eisheiligen wollen viele Hobbygärtner*innen neue Setzlinge pflanzen. Georgs Komposterde findet grossen Absatz.
Während meines Spaziergangs der Aare entlang sehe ich eine Entenmutter mit 12 Kleinen. Sie wirkt sehr entspannt. In einem Schrebergarten setzt ein Mann Salate auf seinen Kompost. Er fühlt sich geschmeichelt, dass ich sie fotografiere.



Text und Fotos: Petra Dobrovolny