Mein Tagebuch: 29.12.2021

29. Dezember, Mittwoch: Winterschlaf und Spaziergänge

Es schneit und schneit. Der Leukerbader Lawinenwarndienst benachrichtigt mich: Einige Wege und Strassen werden geschlossen, man solle rechtzeitig Vorräte einkaufen.

Ich verwandle mich in ein Murmeltier. Georg kocht und schmuust in der noch nicht ganz fertig renovierten, jedoch funktionierenden neuen Küche. Seine seit dem 17. Oktober verletzte linke Hand badet er seit sechs Tagen regelmässig in den hiesigen Brunnen, das heilende Wasser trägt er in Flaschen nach Hause. Der Unterarm und das Handgelenk sehen schon viel besser aus. Ausserdem macht Georg sich Umschläge mit Weisskohlblättern, die die Verbrennung durch die Röntgenstrahlen ausleiten. Vor dem Einschlafen hülle ich ihn mit heilenden Klängen meiner Kristallklangschalen ein.

Auch bei schlechtem Wetter fanden vorgestern die Montagsspaziergänge in Deutschland statt. Vor einem Jahr wurde im sächsischen Erzgebirge damit begonnen. So wie vor der Wende gehen auch jetzt die Menschen auf die Strasse, um friedlich ihren Widerstand bekannt zu geben. Mahatma Ghandi hatte zu seiner Zeit zu dieser Form des gewaltlosen Protests aufgerufen. Mit Erfolg. Indien wurde selbständig. Steter Tropfen höhlt den Stein. Die Berliner Mauer ist gefallen. Schon in über 200 Städten Deutschlands gehen jetzt die Menschen jeden Montag spazieren. Und es werden immer mehr.

Der britische Astrologe Steve Judd sagt für 2022 voraus, dass es ein leichteres Jahr als dieses werde. Im Februar käme die bis jetzt verborgene Wahrheit zum Vorschein, im März ändere sich die Situation zum Besseren.

Dr. John Campbell berichtet über die neusten Statistiken: Omikron überholt die Delta-Variante des Virus. Die Symptome merkt man bereits nach 3 Tagen, sie sind jedoch viel schwächer, halten nur 5 Tage an und bringen die Erkrankten nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% ins Spital. Good news!  

Foto und Text: Petra Dobrovolny 

Mein Tagebuch: 11.12.2021

11. Dezember, Samstag: Unsere neue Küche und Lawinengefahr

Inzwischen musste ich wieder nach Leukerbad, da am letzten Donnerstag der Bodenbelag für unsere neue Küche geliefert und gelegt wurde. Der Handwerker bat mich darum, auch während der Mittagspause arbeiten zu dürfen, denn wegen des anhaltenden Schneefalls wollte er so schnell wie möglich wieder ins Tal fahren. Um 13 Uhr war der neue Linoleumboden gelegt. Die Küche sieht viel heller aus, ich freue mich über die getroffene Wahl. Jetzt fehlt nur noch die Wandbedeckung, das orange Glas. Dieses wird erst am 12. Januar montiert werden. Doch zum Glück kann ich bereits jetzt alles wieder einräumen, nachdem ich vor dem 8. November, an dem die alte Küche demontiert wurde, alles ausgeräumt hatte. Seitdem hatte ich nur das nötigste Geschirr und einen Kochtopf benutzt und gefunden, dass dies auch genügt. Jetzt staune ich, was aus den Schachteln alles wieder zum Vorschein kommt. Zwei zusätzliche Haushalte haben im Verlaufe dieses Jahres den Weg von meiner Praxis in der Berner Altstadt und von meinem Wohnwagen am Neuenburgersee, dem Lac de Neuchâtel, nach Leukerbad gefunden. Vieles davon brauche ich nicht mehr oder nicht mehrfach und werde es der Allgemeinheit schenken.

Georg meint, er könne mir bald wieder mit dem Einräumen helfen, denn seiner linken Hand geht es langsam wieder besser. Sein Unfall ist schon bald zwei Monate her. Während der ersten vier Wochen wurde das Gelenk zwölf Mal geröntgt. Trotzdem wollte sich kein Arzt darauf festlegen, ob nun doch eine Operation nötig ist oder nicht. Ihr erinnert euch: Über die Folge habe ich bereits berichtet. Die ganze Gegend um das Handgelenk herum weist eine tiefe Verbrennung auf. Da die Heilung fast keine Fortschritte macht, kam Georg auf die Idee, es einmal mit einer Bioresonanz-Sitzung zur Unterstützung seiner inneren Heilkräfte zu versuchen. Die Therapeutin meinte, es dauere bestimmt noch eine Woche, bis ein Fortschritt sichtbar werde. Geduld ist angesagt. Und weiterhin Kühlung und Wickel mit Blättern vom Weisskohl, auch Zinksalbe.    

Mein Handy zeigt eine Nachricht von der Gemeinde Leukerbad: Heute Abend ab 21 Uhr findet ein Lawinenschiessen statt. Zu dem Zeitpunkt sollte man möglichst nicht draussen unterwegs sein. Den Empfang der Nachricht soll ich mit einer Eins bestätigen. Das künstliche Auslösen von Lawinen hilft, um die Strasse ins Tal offen zu behalten. Im letzten Januar musste sie drei Tage lang trotzdem gesperrt werden. Auch gestern hat es fast ununterbrochen geschneit. Alles ist meterhoch in weisser Pracht eingehüllt, eine Stille breitet sich aus.
Woanders in der Welt mögen die Menschen nicht mehr still sein. Sie fordern ihre Bürgerrechte zurück, doch die Regierungen schränken diese immer stärker ein. Mein Bruder berichtet aus London, dass dort bereits über die 4. Impfung gesprochen wird. Wie in der Tschechischen Republik auch. Wegen der «Omikron-Variante» wird die Maskenpflicht in Grossbritannien nach fast sechs Monaten wieder eingeführt, doch längst nicht alle halten sich daran. In der Schweiz beginnen die Schulferien eine Woche früher als vorgesehen, weil besonders Schulen von den Infektionen betroffen sind. Bald wird auch in der Schweiz die Impfung von 5-Jährigen zugelassen. Was wird den Kindern damit angetan?

Deutschland hat eine neue Regierung, die sogenannte Ampelkoalition. Der neue Bundeskanzler heisst Olaf Scholz. Er hat versprochen, dass jetzt alles besser wird. Die 2-G-Regel beherrscht den Weihnachtseinkauf. Nur Geimpfte und Genesene dürfen die Geschäfte und Restaurants betreten. Die Hälfte der Kundschaft muss zu Hause bleiben. Doch manchmal muss etwas schlechter werden, bevor es besser wird.
Ein Spruch des ägyptischen Totenbuchs lautet: «Du stirbst, damit du lebst. Du schläfst, damit du aufwachst.» Viele Menschen wachen jetzt auf und demonstrieren friedlich gegen einen Impfzwang, gegen das Impfen von Kindern und für Freiheit und Grundrechte. Viele Geimpfte fühlen sich jetzt von einer Regierung betrogen, die ihnen nach zwei Impfungen die Freiheit und eine Rückkehr zur Normalität versprochen hatte. Jetzt sieht es danach aus, als wäre eine Impfpflicht die einzige Rettung und ein «Impfabo» unumgänglich. In Österreich ist die Empörung über die ab Februar 2022 geltende Impfpflicht gross. Auf dem Wiener Heldenplatz demonstrierten vor kurzem 44’000 Menschen dagegen.  

Foto: Blick aus unserem Leukerbader Küchenfenster

und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19.10.2021

19. Oktober, Dienstag: «Datenmüll» und Gemeinschaft

Während Ungeimpfte als «gefährliche Sozialschädlinge» beschimpft werden, wird aufgedeckt, dass in Deutschland seit mindestens zwei Monaten die offiziellen Zahlen der Impfquote, Impfdurchbrüche und der hospitalisierten geimpften Krankenhauspatienten nicht stimmen. Auf der Grundlage dieses «Datenmülls», wie der unabhängige deutsche Journalist Boris Reitschuster es nennt, wird das politische Handeln nach wie vor bestimmt. Von offizieller Seite heisst es: »Wir sind noch längst nicht so weit wie Dänemark. An einen Freedom-Day ist nicht zu denken.» Dänemark hat Anfang Oktober die Pandemie für beendet erklärt: Es seien genügend Menschen geimpft, etwa 80%. So wie in Deutschland. Niemand muss mehr eine Maske tragen oder die 3G-Regel einhalten. Seitdem wird ausgelassen gefeiert.

In Singapur, wo 82 % der Bevölkerung geimpft sind, gibt es jetzt so viele Infizierte wie bisher nie. In Israel scheint die Situation ähnlich zu sein. Die offiziellen Medien berichten nicht davon. Im Kanton Zürich nähert sich in den Spitälern der Anteil der doppelt Geimpften in besorgniserregender Weise dem der Ungeimpften an. Trotzdem wird der Bundesrat ab dem 8. November seine Impfoffensive starten.
 
Sogar die WHO hat Covid-19 vor ein paar Wochen als weniger schädlich eingestuft und mit einer mittelschweren Grippe verglichen. Dies hatten namhafte Virologen wie Sonja Pekova oder Infektiologen wie Sucharit Bhakdi bereits vor einem Jahr festgestellt. Sie wurden aber nicht angehört und sogar diffamiert. – Die durchschnittliche Infektionssterblichkeit wurde seit den Studienergebnissen von Prof. Ioannidis der Stanford University, dem sog. «Meistzitierten», herunterkorrigiert auf 0.23% pro 100’000 Einwohner.

Gunnar Kaiser empfiehlt den Blog einer wichtigen Stimme Italiens: Giorgio Agamben. Hier der Link zu dessen Blog:

https://www.quodlibet.it/giorgio-agamben-una-comunit-14-ella-societa

Auf Deutsch übersetzt zu finden auf dem Blog von www.kaisertv.de

und kommentiert auf Youtube:



Der Philosoph Giorgio Agamben kritisiert die Biopolitik, die mit lebensfeindlichen Ideologien eine bewusste Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenlebens betreibt. Italien sei schon lange zu einem «Labor des Westens» geworden. Jetzt sei es wichtig, eine Gemeinschaft innerhalb der Gesellschaft weit ab von jeglicher Bürokratie zu erschaffen.

Foto vom Panoramaweg Rinderhüte bis Mittelstation Flaschen
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 04.05.2021

04. Mai, Dienstag:

Ein verregnetes und kaltes Wochenende ist hinter uns. Es hat sogar gehagelt. Viele Blüten liegen am Boden.

Es häufen sich die Meldungen, dass in Seniorenheimen wieder Infektionen ausbrechen, obwohl alle geimpft sind. Bereits vor Monaten hatten Experten davor gewarnt, dass Impfungen das Virus zu Mutationen «drängen» könnten. Anstatt den Warnungen nachzugehen, wurden diese Experten, u.a. Prof. Bhakdi und Clemens Arvay, diffamiert. Nun schreibt die Journalistin Stephanie Lartz am 3. Mai auf Seite 16 der NZZ so, als sei dies nie zur Debatte gestanden: Es gibt «Fluchtvarianten». Also Virus-Varianten, die den Impfschutz austricksen können. Deswegen empfiehlt die WHO, «das Erbgut der Viren von mindestens 10% der wöchentlich auftretenden Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 zu entschlüsseln. Weiter schreibt die NZZ: «Es ist unklar, ob die Überwachung von Infektionen, die nach einer Impfung auftreten, wirklich funktioniert.»
Da kann ich nur staunen: Plötzlich ist klar, dass der Impfschutz lückenhaft ist und dazu noch «Fluchtvarianten» fördert. Die NZZ setzt noch einen drauf und kritisiert das BAG: «Die genetische Überwachung des Coronavirus in der Schweiz hat blinde Flecken.» Die Analyse, auch «Sequenzierung» genannt, die besonders häufig in Grossbritannien durchgeführt wird, ist zeitlich und finanziell aufwendig.

In Deutschland gibt es zurzeit wieder einmal einen strengen Lockdown mit nächtlicher Ausgangssperre. In der Schweiz gab es so etwas wegen Corona nicht. Das Gratisblatt «20minuten» schreibt: «Die Deutschen loben die Schweizer: Die Schweizer lassen sich einfach nicht einsperren. Für die Menschen in der Schweiz sei die Freiheit ein höheres Gut als der absolutistische Gesundheitsschutz. Sie kontrollieren lieber den Staat, als sich von ihm kontrollieren zu lassen.»
In den Kantonen Uri und Schwyz gibt es Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen, an denen auch die sog. Treichler oder Trychler teilnehmen. In ihrer Tracht gekleidet gehen die jungen kräftigen Männer langsam durch die Strassen und tragen über Nacken und Schultern eine Art Joch, an dessen jeweiligem Ende eine grosse geschmückte Kuhglocke hängt. Das bei jedem Schritt verursachte ohrenbetäubende Geläute bringt den Protest gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten zum Ausdruck. Diese Form des Protests hat eine lange Tradition und macht Eindruck.

Foto: Japanischer Kirschbaum vor dem Hagel
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 30.04.2021

29. April, Donnerstag: Für eine Tasse Café in die Schweiz? Und: Der umarmte Polizist

Vorgestern bin ich wieder in Bremgarten bei Bern gelandet, 900m tiefer. Dazu musste ich noch nicht einmal einen Gleitschirm nehmen. Es genügte der Bus ins Tal sprich Wallis, der Zug durch den Tunnel sprich Lötschbergtunnel. Die Fahrtzeit von der Berg- in die Talwelt dauert zwei Stunden. Ich lande im Frühling: Alles blüht. Die Tulpen in unserem Garten sind bereits zur Hälfte verblüht. Bäume grüssen in maigrün.
Gestern hat Georg mich zum Mittagessen in ein Restaurant mit Gartenterrasse an der Aare eingeladen. Man darf ohne Impfpass und Testresultat dorthin. Nur die Kontaktdaten soll man via QR-Code angeben. Doch wir haben kein Smartphone. Stattdessen haben wir den Tisch reserviert, der Wirt kennt Georg und interessiert sich für die Tschechoslowakei und dafür, wie die Herrschenden es damals hingekriegt haben, dass das Volk bis heute der Ansicht ist, es habe die Wende selbst herbeigeführt. Georg meint, die Wahrheit wird kaum jemand glauben, auch wenn sie ans Licht käme. Wird das mit Corona auch so sein?

Heute steht im «Blick», dem Pendent zur deutschen Bildzeitung: «Coronamüde Deutsche kommen zu uns». Die eidgenössische Zollverwaltung meldet: «Tagsüber beobachten wir an der Grenze zu Deutschland eine leichte Tendenz zu etwas mehr Verkehr.» Die Armen müssen spätestens um 22 Uhr wieder zuhause sein, denn in Deutschland gilt ab dann eine Ausgangssperre bis 5 Uhr. Aber: Die Schweiz gilt als Risikogebiet. Wer ohne triftigen Grund in die Schweiz reist, muss danach in Deutschland für 10 Tage in Quarantäne. Ausser man ist vollständig geimpft oder kann einen negativen Test vorweisen. Ebenfalls steht im «Blick» die genaue Beschreibung der Ausnahmen, die das Ministerium für Soziales und Integration in Baden-Württemberg formuliert hat: Deutsche dürfen für 72 Stunden in die Schweiz, wenn es sich um einen Besuch von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder von einer Person mit geteiltem Sorgerecht oder Umgangsrecht handelt. Wer gegen diese Bestimmungen handelt und erwischt wird, muss eine Busse von bis zu 3000 Euro zahlen.

Seit über einem Jahr erfahren die Bürokraten eine unglaubliche Aufwertung. Wurden sie vorher nicht gross beachtet oder umgangen, so ist dies spätestens seit Corona nicht mehr möglich. Georg hatte diese Macht vor einigen Jahren selbst zu spüren bekommen. Es hiess: «Bei mir müssen Sie unedure – will heissen untendurch -, auch wenn Sie einen Doktortitel haben.»
In Deutschland geht die Polizei sogar auf Rentner los. Die sogenannten «Querdenker» werden jetzt vom Verfassungsschutz «beobachtet». Anfang April ging die Polizei in St. Gallen sehr hart gegen zunächst friedliche Demonstranten vor. Dadurch eskalierte die Gewalt erst recht, in der Altstadt gingen einige Fensterscheiben in die Brüche. Die St. Galler Kantonspolizei setzt jetzt auf die 3D-Strategie: Dialog, Deeskalation, kein Durchsetzen um jeden Preis. In Rapperswil umarmte eine Demonstrantin einen Polizisten, der sie gemäss dem Foto ebenfalls umarmte. Der Journalist Sandro Benini – «Bund» vom 27. April – fragt den Chef der St. Galler Kantonspolizei: «In sozialen Medien feiern Corona-Skeptiker St. Gallen nun als Kanton, in dem man demonstrieren und Polizisten umarmen darf, ohne dass etwas passiert.» Die Antwort: «Das nehmen wir nicht so wahr. Und es trifft nicht zu, dass nichts passiert. Unsere Einsatztaktik werden wir nicht nach der Stimmung in den sozialen Medien festlegen. Wir wissen, was korrekt ist und was getan werden muss. Bei jeder künftigen Veranstaltung wird sich die Frage der Verhältnismässigkeit erneut stellen. Wir können und wollen nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen. … In derselben Situation würden wir wieder gleich handeln. Wir wollten die Demonstration in geordneten Bahnen verlaufen lassen. Das haben wir erreicht.» Der Sprecher der Polizei ist froh, dass er sich nicht für verletzte Demonstranten, Polizisten, Passanten oder Sachbeschädigungen rechtfertigen muss.

Foto: am Aareufer
und Text: Petra Dobrovolny             

Mein Tagebuch: 16.04.2021

16. April, Freitag:

Die grosse Überraschung: Ab Montag dürfen Restaurantterrassen, Konzertsäle, Kinos und Fitnesszentren in der Schweiz wieder öffnen. Mit Sicherheitsauflagen und zahlenmässig eingeschränktem Publikum. Die Pflicht zum Homeoffice bleibt. In der Kirche darf die Gemeinde mit Masken singen, Chöre jedoch nicht. Immerhin: Es sind mehr Lockerungen als erwartet wurden. Die Begründung: Die Bevölkerung habe sich bisher gut an die Regeln gehalten, die Intensivstationen seien nicht ausgelastet, die geöffneten Wintersportgebiete hätten nicht zur Verschlimmerung des Infektionsgeschehens beigetragen. Man wolle auch illegalen Partys, die sonst in Innenräumen stattfinden, vorbeugen. Die Impfungen zeigen ihre Wirkung, es sterben weniger alte Menschen in den Heimen. Das BAG meint, dass die neu erhältlichen Selbsttests die Inzidenzzahlen verzerren, sodass diese nicht mehr so entscheidend wie früher für die Entscheidung über eventuell strengere Massnahmen herangezogen werden können.

Ein deutscher Bild-Reporter hat für ein paar Tage die Schweiz besucht und berichtet, er hätte sich hier wie «im Corona-Paradies» gefühlt und zum Beispiel in der Stadt Zug nur glückliche Menschen gesehen.

Zurzeit debattiert das Parlament in Berlin über die von Angela Merkel vorgeschlagene Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes. Der Bund soll bei einer Inzidenzzahl von über 100 eigenmächtig, also ohne die Länder, über eine Verschärfung der Massnahmen wie Ausgangssperren, Läden- und Schulschliessungen entscheiden können. Die Bundeskanzlerin verteidigt diese «Notbremse» mit den Hilferufen der Intensivmediziner*innen, die sie ständig erhielte. Andere Hilferufe scheint sie nicht zu hören. Ausgerechnet jetzt wird bekannt, dass die britische Mutante gar nicht schlimmer oder tödlicher sei wie das bisher bekannte Virus. Und die Berechnung des Inzidenzwertes beruht immer noch auf dem nicht validierten PCR-Test. Der Bonner Virologe Prof. Streeck ist nicht der einzige Experte, der Ausgangssperren kontraproduktiv findet. Wenn die Menschen in engen Wohnungen eingesperrt seien, würde sich das Virus erst recht vermehren. Auf welcher „wissenschaftlichen“ Grundlage basiert dann das neue Gesetz? Am besten argumentiert die AfD dagegen. Auf das Ergebnis der Bundestagswahlen im kommenden September darf man gespannt sein. Inzwischen wurde eine neue Partei gegründet: DieBasis.  

Foto: Bergdohlen auf unserer Dachterrasse
und Text: Petra Dobrovolny        

Mein Tagebuch: 07.04.2021

07. April, Mittwoch:

Inzwischen ist der Winter zurückgekehrt, letzte Nacht waren es -8°C, auf unserer Dachterrasse liegen 2 cm Neuschnee.

Im «Bund» vom 1. April entdecke ich auf der Seite 5 eine kleine Notiz über Belgien: «Die Regierung muss nach einem Gerichtsurteil wegen unzureichender Rechtsgrundlage innerhalb von 30 Tagen alle Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurücknehmen. Dies habe ein Gericht der Hauptstadt Brüssel in erster Instanz nach einer Klage der Liga für Menschenrechte entschieden, berichteten am Mittwoch mehrere Medien. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte das Urteil. Die Liga für Menschenrechte hatte den belgischen Staat zuvor verklagt.» Dies klingt fast wie ein Aprilscherz. Ich frage meinen Bruder, der in Luxemburg wohnt, ob er mehr weiss und wie die Corona-Situation in Luxemburg ist.

Er antwortet mir: «Belgien ist und war immer schon ein Aprilscherz. Vielleicht steht Flandern etwas besser da. Luxemburg schaut auf Belgien, Deutschland und Frankreich. Was machen diese drei? Dann mische man das und kreiert eine Synthese aus dem, was die drei Nachbarn machen. Das Kaninchen aus diesem Corona-Zylinder wird dann die luxemburgische „Pandemie-Politik“. Heute bei 3°C und Schneeschauern z.B. hat man die Terrassen geöffnet, und du kannst auf der Place d’Armes einen Kaffee trinken oder sonst etwas, sogar essen.»

Am 9. März hat das deutsche Bundesland Saarland die Corona-Schutzverordnung ausser Kraft gesetzt. Das Hauptargument: Die Intensivstationen seien nicht überlastet, die Situation rechtfertige keinen harten Lockdown.

Das Verlagshaus Tamedia, welches in der Schweiz mehrere Zeitungen herausgibt, hat eine Umfrage bei Pflege- und Altenheimen darüber gemacht, wie Pflegepersonal und Bewohner*innen im Rückblick auf das Frühjahr 2020 die Situation erlebt hatten. Das Ergebnis: Das Personal fühlte sich von den Behörden im Stich gelassen, es gab nicht genügend medizinisches Hilfsmaterial, zeitweise wegen der Quarantäne-Anordnungen auch nicht genügend Personal. Die Bewohner*innen fühlten sich entmündigt, in der Quarantäne als Schwerverbrecher*innen behandelt. Sie seien gar nicht gefragt worden, ob sie durch solche Massnahmen vor dem Virus «beschützt» werden wollten.  

Foto: Die Dala in Leukerbad, sie fliesst im Tal in die Rhone
und Text: Petra Dobrovolny        

Mein Tagebuch: 23. und 25.03.2021

23. März, Dienstag: Auf nach Mallorca! We can’t go on together …

Endlich hat sich der Nordwind gelegt, es wird wärmer!
Im Radio erklingt ein Song aus dem Jahre …? … mit Elvis Presley, ich spitze die Ohren, denn der Text scheint interessant zu sein: «We can’t go on together with suspicious minds!» Meiner Meinung passt diese Aussage in unsere jetzige Zeit: Wir können doch so nicht weitermachen, wenn wir uns gegenseitig misstrauen! Wenn wir uns verpetzen, denunzieren oder auch einfach nicht mehr miteinander reden, weil das Gegenüber anderer Meinung ist!

Auch wir erleben dies: Einige Bekannte haben sich in letzter Zeit von uns abgewendet, manchmal «mit besten Wünschen für unseren persönlichen Weg», will heissen: «Ihr werdet schon sehen, wo ihr landen werdet!» Andere sagen uns im Vertrauen: «Es ist gut, wenn ihr mutig seid und Fragen stellt. Über Corona können wir mit unseren Familien und Freunden schon längst nicht mehr reden.»

Die Nachrichten des Schweizer Radios berichten über Deutschland: Die Regierung hat wegen der «exponentiell steigenden Zahlen» schärfere Massnahmen bis zum 18. April angeordnet. Das öffentliche Leben wird besonders über Ostern heruntergefahren, Gottesdienste dürfen nur virtuell stattfinden, im privaten Kreis dürfen sich höchstens 5 Personen treffen, Menschenansammlungen im öffentlichen Raum sind grundsätzlich verboten. – Fazit: Die Bevölkerung war nicht brav genug, der Osterhase bleibt aus. Es ist bereits gesundheitsschädlich bzw. verantwortungslos gemeinsam die Auferstehung Christi zu feiern!

Man konzentriert sich nur darauf, wie sich die Massnahmen auf die Zahlen auswirken, aber nicht auf die Menschen. Kafka und Orwell werden in letzter Zeit oft zitiert. Wo bleiben vertrauensfördernde Massnahmen? Warum spricht man immer noch von «mit und an» oder «im Zusammenhang mit» Covid-Verstorbenen? Warum werden die Proben für den PCR-Test in manchen Ländern wie zum Beispiel in Deutschland und der Schweiz 40mal sequenziert? Die WHO sagte, dass das Resultat ab der 30. «Sequenzierung» d.h. Vergrösserung nicht mehr aussagefähig sei. Ausserdem wurde dieser Test bisher nicht für die Diagnostik im Alltag validiert. Ausgerechnet auf dieser Grundlage basieren die Massnahmen der Regierungen fast aller Länder weltweit. Menschen, die dieses Vorgehen hinterfragen, sogar angesehene Fachleute, werden beschimpft, diffamiert und mit Sanktionen bestraft. Und warum sollen gesunde und von Covid genesene Menschen geimpft werden? Dazu mit einem Impfstoff, der innerhalb von höchstens 7 Monaten entwickelt wurde und dessen Folgen noch gar nicht bekannt sind? Wo bleibt die Aufklärung über Immunsystem und Selbstheilungskräfte? Warum wird nur von Impfungen gesprochen und nicht von bereits erprobten Pflanzenheilmitteln?

«We can’t go on together with suspicious minds!»

Die neusten Nachrichten aus Deutschland: Der Lockdown wird nochmals verschärft. Fünf Tage «Osterruhe» ab Gründonnerstag, alles geschlossen. Ferien im eigenen Land und Wohnwagen sind nicht erlaubt, dafür Ferien auf Mallorca. Dort grassiert gerade die brasilianische Mutante des Virus. Die Festlandspanier selbst dürfen zurzeit nicht nach Mallorca reisen! Soviel ich mich erinnere, war es der deutsche Dichter Heinrich Heine, der einmal sagte: «Denk’ ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf
gebracht.»

25. März, Donnerstag:

… dann passiert ein Wunder: Frau Merkel hat am Mittwoch die Verordnung der Osterruhe zurückgenommen und sich entschuldigt. Die Begründung: Sie hätte sich für diese Massnahme zwar in bester Absicht entschieden, jedoch einsehen müssen, dass dies in einer so kurzen Zeit nicht durchsetzbar war.

Der Bundesrat hat entschieden, dass pro Person und Monat je 5 Selbsttests gratis in Apotheken zur Verfügung stehen sollen. Bundesrat Berset hatte die frohe Botschaft verkündet, dass man sich ab sofort selbst testen könne, bevor man an Ostern Verwandte und Bekannte trifft. – Ich frage hier in Leukerbad in der Apotheke nach. Die Pharma-Assistentin sagt mir: Dies sei frühestens ab dem 1. April der Fall, doch man glaube es erst, wenn die Selbsttests auch tatsächlich geliefert werden.

In Berlin bleibt das Impfzentrum, in dem ausschliesslich mit AZ geimpft wird, leer. Die Skepsis ist zu gross, besonders bei den Polizisten, denen diese Impftermine angeboten wurden. So will man denn den Impfstoff der «normalen» Bevölkerung anbieten. – Ich lese zurzeit das sehr empfehlenswerte Buch von Clemens G. Arvay: Corona Impfstoffe: Rettung oder Risiko. Es ist unglaublich, welche Tricks sich die ForscherInnen von AZ ausgedacht haben. Die Probanden erhielten ein paar Tage vor der Impfung prophylaktisch ein Mittel gegen Fieber und Erkältung. Die Versuchsgruppe erhielt nicht wie sonst üblich ein Placebo, sondern eine Impfung gegen Hirnhautentzündung. Dies alles bewirkt, dass die Statistik, die die Wirkung des Stoffs von AZ belegt, besser aussieht.

Zurzeit vergeht kein Tag, an welchem in den Medien nicht über Impfungen gesprochen wird. Die Forderungen, dass Geimpfte Privilegien erhalten sollten, und der soziale Druck sich impfen zu lassen, nehmen zu. Dabei ist es nicht erwiesen, dass sie immun gegen Covid sind, also über eine sog. sterile Immunität verfügen. Bereits Geimpfte können an dem Virus erkranken, nur das Risiko für einen schweren Verlauf und daran zu sterben, ist geringer. Dies bedeutet, dass Geimpfte das Virus weitergeben können.

Wo bleibt die Forschung über die grosse Gruppe der von Covid Genesenen? Diese macht immerhin 95% aus. Was wäre, wenn sich gerade diese als steril immun erweisen? Georg hat vor ein paar Wochen einem Freund gesagt: «Wenn es dir möglich ist, warte noch mit der Impfung. Es könnte sein, dass einmal nur noch Nicht-Geimpfte ein Flugzeug besteigen dürfen.»  

Das eidgenössische Jodlerfest, das im Juni in Basel hätte stattfinden sollen und welches bereits 2020 wegen Corona abgesagt worden war, wird noch einmal abgesagt. Auch dieses Jahr werden Grossveranstaltungen mit ca. 150’000 Personen in der Schweiz kaum möglich sein. – Und die Ferienreise im Sommer ins Ausland? Einige Fluggesellschaften haben bereits eine Art Impfpass eingeführt. Nun stellt sich heraus, dass es fraglich ist, ob alle Impfwilligen bis Ende Juli mit 2 Dosen geimpft werden können.

Zum Glück kann der Frühling nicht abgesagt werden und macht sich auch in den Bergen breit.

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 21.02.2021

21. Februar, Sonntag

Gestern, Samstag, hat in Berlin ein Schweigemarsch als Protest gegen die fortdauernden Corona-Massnahmen und die erodierende Demokratie stattgefunden. Eine Bürgerin aus Mecklenburg-Vorpommern hatte die Idee dazu. Sie meint, es sei schon genug geredet worden, Schweigen als Protest sei jetzt sinnvoller. Der freischaffende Journalist Boris Reitschuster berichtet davon in einem Lifestream auf Youtube über 2 Stunden lang. Er findet es bedauerlich, dass bei diesem guten Wetter nur ein paar Tausend Demonstrierende mitmachen, Kinder und Jugendliche sind fast keine dabei. Alle halten Abstand und tragen eine Maske. Trotzdem gibt es am Strassenrand immer wieder Gegendemonstrant*innen, die die am Schweigemarsch Teilnehmenden, übel beschimpfen und als «Nazi» bezeichnen. Herr Reitschuster, der auch regelmässig Fragen an der Bundespressekonferenz stellt und davon berichtet, erhält öfters einen spontanen persönlichen Dank für seine Arbeit, einmal ruft ihm aber ein Mann voller Hass entgegen: «Reitschuster, verpiss dich!» Es ist eindrucksvoll zu sehen, wie gespalten die Gesellschaft ist. Die Polizei verhält sich sehr höflich und zurückhaltend. Sie achtet darauf, dass sich die beiden Lager nicht in die Haare geraten.

In der Schweiz wird kaum öffentlich gegen die Massnahmen demonstriert. Die Empörung der Gewerbeverbände und bürgerlichen Parteien richtet sich zurzeit vor allem gegen Gesundheitsminister Berset, der ab 1. März zwar die Geschäfte wieder öffnen will, jedoch frühestens am 1. April die Restaurants und deren Terrassen. Der ehemalige Bundesrat und jahrzehntelange Chef der SVP (Schweiz. Volkspartei), Herr Blocher, bezeichnet Bundesrat Berset als Diktator. Damit erntet er aber keinerlei Beifall, denn solche Beschimpfungen oder Bezeichnungen sind in der Schweiz egal in welcher Partei verpönt.

Die offenen Terrassen der Bergrestaurants sollten gemäss Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (!) geschlossen sein. Der Bundesrat schliesst sich an und gibt diese Empfehlung als Weisung, die befolgt werden sollte, heraus. Die Kundschaft darf offiziell nur ein Take away mitnehmen, aber weder Tische noch Stühle der Terrasse benützen. Die Restaurants finden aber, dass sich gerade dank der Tische grössere Menschenansammlungen vermeiden liessen. Sie hoffen, dass sich diese Diskussion sowieso bald erübrigt. Ein Restaurantbesitzer meint: «Dann soll der Bundesrat eben die Armee schicken.» Ich bin einfach schon mal dankbar, dass Restaurants, die Take away anbieten, die Toiletten öffnen dürfen.

Unsere Bekannten und Familienmitglieder in Deutschland und Tschechien staunen über die Schweiz, wo Hotels und Skigebiete geöffnet haben.

Foto: Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 12.02.2021

12. Januar, Freitag: Inzidenzzahlen, Visionssuche und «Warum?»

Jetzt in Deutschland zu leben, ist eine besondere Herausforderung. Bei der letzten Pressekonferenz der Regierung in Berlin, in der eine Verlängerung des Lockdowns bis Anfang März mitgeteilt wurde, verschlägt es mir die Sprache über diese unterschwelligen menschenverachtenden Aussagen, wenn man denn genau hinhört …  Ich möchte davon hier gar nichts wiedergeben. Wer Ohren hat, der oder die höre selbst.

Weisser Adler, ein spiritueller Lehrer, sagt: Diese Zeit ist eine Herausforderung oder Aufforderung dafür, die eigene Lebensvision zu finden oder neu zu überdenken. In der Tradition der sog. Indianer war die Aufgabe der Visionssuchenden ein paar Tage lang in der Einsamkeit der Natur ohne Essen und Trinken auszuharren. Dadurch entstand die geistige Klarheit über den eigenen Lebenssinn. Die jetzigen Lebensumstände bringen uns in eine ähnliche Situation: In der Isolation, fern von den meisten sozialen Kontakten, nur mit dem Nötigsten zum täglichen Gebrauch haben wir die Chance ohne Ablenkung für sich selbst zum Wesentlichen zu kommen und sich zu fragen: Was will ich in meinem Leben noch erreichen? Wofür will ich kämpfen? Was ist mir wichtig? Wer ist mir wichtig?

Visionssuche ist angesagt. Nutzen wir diese wertvolle Zeit! Lauschen wir nach innen!

Wollen wir ein Leben wie in einem sterilen Labor? Der Präsident des RKI, Herr Prof. Wieler, findet es gut, dass dank der Massnahmen auch andere Infektionskrankheiten kaum mehr aktiv sind. Am besten sei eine Inzidenz 0 oder höchstens 10, das bedeutet, dass am besten gar keiner von 100’000 Menschen sich innerhalb von 7 Tagen ansteckt. Deutschland hat zurzeit eine Inzidenz von 63. Bis 0 wäre noch ein langer Weg.  Die WHO empfiehlt Lockerungen ab 50. Nun hat die deutsche Bundesregierung eigenmächtig eine Inzidenzzahl von 35 (!!!) als Ziel festgelegt. Also werden die strengen Massnahmen um noch mindestens einen Monat verlängert und die Grenzen zu Nachbarländern, vor allem zu Tirol und Tschechien fast geschlossen.

In der Schweiz sorgen der Gewerbeverband, verschiedene Berufsverbände, die Gewerkschaften und vor allem die SVP (Schweiz. Volkspartei) dafür, dass der Bundesrat, vor allem Herr Berset sich weder zu sehr in seine Macht als Gesundheitsminister verliebt noch zu sehr nach Deutschland schielt. Auch seine eigene Partei, die SP, kritisiert ihn. Die SVP lanciert eine Petition, die die sofortige Öffnung der Geschäfte und weitere weitgehende Lockerungen fordert. Jede Stunde Lockdown koste die Schweiz 6 Millionen Franken. Die Schweizer*innen erreicht man am besten über das Portemonnaie. Da ist es gut herauszufinden, wieviel eine Stunde Freiheit kostet.

Die tschechische Virologin Sonja Pekova wird diffamiert, anstatt dass man sich mal anhört, was ihre Forschung ergeben hat. Sie hat herausgefunden, dass die neuen Mutanten des Virus keine neuen Varianten sind, sondern neue Stämme. Das Verhalten dieser Stämme sei so ungewöhnlich, dass sie vermutet, es gäbe ein geheimes Labor, das mit Absicht neue Virenstämme züchtet und auf die Welt loslässt. Die neu vorkommenden Viren seien nicht Mutanten von SARS-Cov-2, ähneln diesem auch nicht, sondern weisen eigene Stämme auf. Eigentlich müssten sie SARS-Cov-3, SARS-Cov-4 und SARS-Cov-5 benannt werden. Als Vergleich dazu, zieht sie das Beispiel verschiedener Hunderassen heran: Der heutige Hund ist keine mutierte Wolfsvariante, sondern hat auch eigenständige Gene, die mit der Zeit durch Züchtung entstanden sind. So gibt es heute Pinscher, Doggen und Pudel. Ihre Forschungsergebnisse könnten sich andere Virolog*innen doch mal konkret anschauen. Warum passiert das nicht? Stattdessen wird ihr vorgeworfen, vor 5 Jahren nicht richtig mit Forschungsgeldern umgegangen zu sein.

Falls Frau Pekova recht hat, hätte dies Folgen für den Impfstoff: Der bisherige Impfstoff würde nämlich überhaupt nicht bei den neuen Viren nützen. Eine Impfstoffhersteller-Firma sagt, dass der bisherige Impfstoff auch bei Mutanten nützt, dass es jedoch einfach sei, den Impfstoff anzupassen. Die Antwort der Swissmedic, der schweizerischen Zulassungsbehörde, lautet: Wenn nur geringe Veränderungen am Impfstoff nötig wären, würde sich ein kompliziertes und langwieriges Zulassungsverfahren erübrigen. Wir können also wieder mal beruhigt sein. Besonders, wenn wir nicht die Frage stellen, wer das bezahlt.

Die 10-köpfige Delegation der WHO, die vor kurzem Wuhan besuchte, um die Herkunft des Virus zu erkunden, hat nichts herausgefunden. Ihr Fazit: Es bleibe bei der Vermutung, dass es von Fledermäusen übertragen worden sei. Und wenn das Labor absichtlich Fledermäuse infiziert hat? Doch danach fragt niemand.

Der Oberarzt eines mährischen Krankenhauses in Hranice schildert die dortigen Verhältnisse: Tagtäglich kämen Menschen mit harmlosen Erkältungssymptomen, die sich leicht mit Tee, Vitamin C und ein paar Tagen Bettruhe kurieren liessen. Sie sind überzeugt, sie hätten CoViD-19 und bestehen auf einem Spitalbett. Kaum hat dieser Arzt auch noch Statistiken ins Netz gestellt, die zeigen, dass die Situation anders ist als von offiziellen Stellen beschrieben wird, gehen die Medien auf ihn los. Er würde seine Patienten nicht ernst nehmen und sich über sie lustig machen. Ein paar Tage später wird er degradiert und fristlos entlassen. Massgebend wurde dies durch die Medien verursacht. Warum?

Foto: Holzschnitzerei vor einem geschlossenen Restaurant in Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny