Mein Tagebuch: 21.02.2021

21. Februar, Sonntag

Gestern, Samstag, hat in Berlin ein Schweigemarsch als Protest gegen die fortdauernden Corona-Massnahmen und die erodierende Demokratie stattgefunden. Eine Bürgerin aus Mecklenburg-Vorpommern hatte die Idee dazu. Sie meint, es sei schon genug geredet worden, Schweigen als Protest sei jetzt sinnvoller. Der freischaffende Journalist Boris Reitschuster berichtet davon in einem Lifestream auf Youtube über 2 Stunden lang. Er findet es bedauerlich, dass bei diesem guten Wetter nur ein paar Tausend Demonstrierende mitmachen, Kinder und Jugendliche sind fast keine dabei. Alle halten Abstand und tragen eine Maske. Trotzdem gibt es am Strassenrand immer wieder Gegendemonstrant*innen, die die am Schweigemarsch Teilnehmenden, übel beschimpfen und als «Nazi» bezeichnen. Herr Reitschuster, der auch regelmässig Fragen an der Bundespressekonferenz stellt und davon berichtet, erhält öfters einen spontanen persönlichen Dank für seine Arbeit, einmal ruft ihm aber ein Mann voller Hass entgegen: «Reitschuster, verpiss dich!» Es ist eindrucksvoll zu sehen, wie gespalten die Gesellschaft ist. Die Polizei verhält sich sehr höflich und zurückhaltend. Sie achtet darauf, dass sich die beiden Lager nicht in die Haare geraten.

In der Schweiz wird kaum öffentlich gegen die Massnahmen demonstriert. Die Empörung der Gewerbeverbände und bürgerlichen Parteien richtet sich zurzeit vor allem gegen Gesundheitsminister Berset, der ab 1. März zwar die Geschäfte wieder öffnen will, jedoch frühestens am 1. April die Restaurants und deren Terrassen. Der ehemalige Bundesrat und jahrzehntelange Chef der SVP (Schweiz. Volkspartei), Herr Blocher, bezeichnet Bundesrat Berset als Diktator. Damit erntet er aber keinerlei Beifall, denn solche Beschimpfungen oder Bezeichnungen sind in der Schweiz egal in welcher Partei verpönt.

Die offenen Terrassen der Bergrestaurants sollten gemäss Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (!) geschlossen sein. Der Bundesrat schliesst sich an und gibt diese Empfehlung als Weisung, die befolgt werden sollte, heraus. Die Kundschaft darf offiziell nur ein Take away mitnehmen, aber weder Tische noch Stühle der Terrasse benützen. Die Restaurants finden aber, dass sich gerade dank der Tische grössere Menschenansammlungen vermeiden liessen. Sie hoffen, dass sich diese Diskussion sowieso bald erübrigt. Ein Restaurantbesitzer meint: «Dann soll der Bundesrat eben die Armee schicken.» Ich bin einfach schon mal dankbar, dass Restaurants, die Take away anbieten, die Toiletten öffnen dürfen.

Unsere Bekannten und Familienmitglieder in Deutschland und Tschechien staunen über die Schweiz, wo Hotels und Skigebiete geöffnet haben.

Foto: Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 9.12.2020

9. Dezember, Mittwoch:

In Deutschland gibt es auch Wissenschaftler*innen, die damit einverstanden sind, dass die Bundesregierung etwas gegen die Verbreitung des Virus unternimmt. Aber sie sind für verhältnismässige und menschlichere Einschränkungen. So hat zum Beispiel der Infektiologe, Herr Prof. Dr. Schrappe, der Bundesregierung bereits mehrmals geschrieben, konkrete Vorschläge gemacht und auch auf Fehler des Robert-Koch-Instituts hingewiesen. Er erhält keine Antwort. Noch nicht einmal eine Diskussion geschweige ein sonst normaler wissenschaftlicher Diskurs darüber ist möglich. Herr Schrappe ist zum Beispiel dagegen, dass man alle Risikopersonen einfach wegsperrt. Angehörige könnten doch vor dem Besuch ihrer Liebsten in einem Alters- oder Pflegeheim einen Schnelltest machen lassen. Auf diese Weise wäre ein sicherer Besuch möglich.

In der Schweiz gibt es seit November immer häufiger Unterbrüche im Zugverkehr. Nicht nur wegen der Schneefälle. Viele Menschen sehen für sich keine Zukunft mehr und werfen sich vor den Zug. Besonders auf der Strecke Bern – Thun, auf welcher ich jetzt öfters fahre.

Wie viele Menschen sterben oder erkranken wegen der Corona-Massnahmen? Darüber wird es wohl nie Statistiken geben.

Heute liesse sich Folgendes dichten mit dem Titel

Zweierlei Ansichten aus Berlin und Bern
oder zweimal EGAL


Frau Merkel verteidigt ungewohnt emotional
die härteren Massnahmen, EGAL
aus welcher Richtung ihr
ein kalter Wind entgegenweht.
Hat Herr Drosten ihr den Kopf verdreht?

Frau Merkel winken Ferien im Schweizerland.
Da können ihre Landsleute noch so sein
ausser Rand und Band.
Aus dem Herzen vieler
spricht die AfD.
Deutschland, o weh!

Der Berner Gesundheitsdirektor Alain Schnegg
meint, der Bundesrat könne machen, was er will,
bei noch so viel Massnahmen und Drill
mache das Virus, was es will.
So oder so würden die Zahlen wieder steigen.
Das liesse sich mit nichts vermeiden.

Herrn Schnegg winkt per Ende Jahr die Pension.
Er winkt ab und meint: „Ich geh‘ ja schon!
Es ist mir dann EGAL, was Gesundheitsminister Berset
anordnet per se.
Bleibt nur zu hoffen, dass seine Liebesaffäre
ihm nicht kommt in die Quere.
Ein Job bei der Pharma wäre dann mal
bestimmt die sicherste und beste Wahl.“

Foto: Georg Dobrovolny
Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 5.12.2020

5. Dezember, Samstag:

Folgende Covid19-Massnahmen sollen ab dem 9. Dezember schweizweit gelten:
Die Anzahl der Kundschaft in den Läden wird weiter eingeschränkt. In Restaurants muss man zwingend seine Kontaktdaten hinterlegen. Singen ist nur im Familienkreis und in Schulen erlaubt. Empfohlen wird Home-Office und bei Treffen gilt die 2-Haushaltsregel. In den Skigebieten dürfen Bahnen und Gondeln nur zu 2/3 gefüllt sein, es gelten Maskenpflicht und die Abstandsregel von 1.5 m beim Anstehen in Warteschlangen auch draussen, zum Beispiel vor Skiliften. Dabei wird immer gesagt, dass man sich «unter freiem Himmel» nicht anstecken könnte.

Verglichen mit den Bestimmungen in Frankreich, Italien und Deutschland sind wir in Bezug auf die Strenge der Massnahmen gut dran. In der Ostschweiz steigen zwar die Zahlen, dafür sinken sie in der Westschweiz. Im Wallis öffnen ab dem 13. Dezember wieder die Restaurants. Wir freuen uns! Georg prophezeit schon, dass Leukerbad überfüllt sein wird. Deswegen solle ich schon jetzt für den 25. Dezember einen Tisch für uns reservieren.

Die Hintergründe zu den Fallzahlen und wie sich daraus die Einschränkungen ableiten lassen, werden uns von den offiziellen Stellen immer noch nicht vermittelt. Ein Fall ist auch laut der Virologie noch kein kranker Mensch. Wichtige Fragen bleiben unbeantwortet:
Was bedeutet ein positiver PCR-Test und wie zuverlässig ist dessen Aussagekraft?
Wo bleiben die Vergleichszahlen zu schweren Grippejahren? Wie viele Menschen sind ausschliesslich an Covid19 gestorben?
In den Radio-Nachrichten heisst die neuste Sprachregelung: So und so viele Menschen seien «im Zusammenhang mit» Covid19 gestorben.

In der aktuellen Nummer fragt die Zeitschrift «raum&zeit» den Begründer der Bewegung «Querdenken», Michael Ballweg: «Wie beendet man eine Pandemie?» Seine Antwort: «Es könnte sein, dass die Politiker das einfach nicht wissen.» In diesem Monat wird er noch eine Demo in Berlin organisieren. Schon während der ersten Demo im August hatte er sich von der «rechten Szene» distanziert. Den Fernsehleuten hatte er gesagt: «Dann sendet meine Aussage aber auch.» Das wurde jedoch nicht getan. Seither werden die Demonstrierenden in den offiziellen Medien als Rechtsradikale, Antisemiten und Esoteriker bezeichnet. Leider übernehmen dies die Schweizer Medien ohne weitere Recherchen.

Man fragt sich, warum jetzt gerade in Italien so viele Menschen sterben. Der «Bund» von heute schreibt: «Es kursiert die Vermutung, dass Italiener im Alter weniger gesund sind als Deutsche oder Japaner.» Das glaube ich nicht. Die Ernährung mit Olivenöl und Rotwein ist bewiesenermassen sehr gesund. Man kann auch an gebrochenem Herzen sterben. Und die Corona-Massnahmen mit der Isolation der alten Menschen können durchaus die italienischen Herzen, die die Familie über alles lieben, brechen. Darüber schreibt fast niemand. «Corona schlägt aufs Gemüt», meint die «Blick»-Zeitung vom 4.12. Am 10. Dezember ist der «Aktionstag zur psychischen Gesundheit». Die Psychiatrie meldet in letzter Zeit öfters, dass Menschen, die bisher nicht psychisch krank waren, es jetzt werden.

An der Bushaltestelle am Bahnhof Bern sagt ein junger sympathische Mann mit Maske vor sich: «Jetzt habe ich bald genug. Am liebsten wäre mir jetzt ein Winterschlaf bis Ende Januar.» Ich kann ihm das gut nachfühlen und bewundere Menschen, die voller Elan ihr Handwerk ausüben, wie zum Beispiel die zwei Damen von der hiesigen Bio-Gärtnerei. Für gestern und heute haben sie einen kleinen stimmungsvollen Adventsmarkt organisiert. Die Kundschaft schätzt dies sehr. Wir haben ein Gesteck und einen Kranz bestellt. Nun ist unser Hauseingang geschmückt und verbreitet Herzensfreude. 

Ich nehme Abschied von der Berner Altstadt. Über 19 Jahre durfte ich hier an drei verschiedenen Orten wirken, die letzten 12 Jahre unter einem Dach an der Marktgasse, eine kleine Oase im Herzen von Bern mit Ausblick auf den Himmel, den Hausberg «Gurten» und die grün-goldene Kuppel des Bundeshauses. Im Hintergrund hat mich stets eine Geräuschkulisse von den Glocken des Käfigturms und der berühmten Zytglogge, vom Klingeln der Trams und den Sirenen von Notfallwagen begeleitet. An der Fasnacht spielen die Guggen mit ihren schrägen Tönen, in der Adventszeit die Heilsarmee und zwischendurch Strassenmusiker*innen. Ich bin dankbar für alles, was ich hier erleben durfte, besonders für die Begegnungen mit den vielen Menschen, die mir ihr Vertrauen schenkten. Nun gehe ich heiter weiter und freue mich auf die Walliser Berge, den nächsten Raum, und denke wieder an das Stufengedicht von Herrmann Hesse:

„Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen.
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.“

Mein Tagebuch: 24. September 2020

24. September, Donnerstag:

Am Montag begannen die Klima-Aktivist*innen ihr Camp auf dem Berner Bundesplatz aufzubauen. Sie wollten mindestens eine Woche Tag und Nacht bleiben. Dazu waren sie professionell organisiert und ausgerüstet: Grosse Lastwagen transportierten das nötige Material. Vor dem Gebäude der Schweizer Nationalbank wurde ein riesiges Zelt für die Küche aufgebaut, die etwa 200 Leute pro Tag versorgen sollte. Im Vergleich dazu wirkte Greta Thunberg mit ihrem Schulstreikschild bei ihren ersten Auftritten romantisch naiv, aber auch beeindruckender. Diese Demo war nicht bewilligt, die Polizei hielt sich zunächst zurück. Am Dienstag findet hier der Berner Wochenmarkt statt. Die Gemüsebauern waren nicht gerade begeistert über die Blockade des Platzes, konnten aber schliesslich ihre Stände aufbauen. An diesem Tag machten sie trotzdem ein gutes Geschäft: Die Demonstrierenden und deren Küche kauften sehr viel Gemüse ein. Am Abend gab es eine weitere unbewilligte Demo von Flüchtlingen und Asylsuchenden gegen die Bedingungen in den Unterkünften. Diese wollten sich dem Klima-Camp anschliessen, wurden jedoch durch einen massiven Polizei-Einsatz daran gehindert. Viele bürgerliche Politiker*innen reagierten sehr erbost auf die Besetzung des Bundesplatzes und die massive Blockierung des öffentlichen Verkehrs. Über Inhalte wird nicht gesprochen, eine Nationalrätin spricht von einer „Empörungshysterie“ ihrer Kolleg*innen. Dies erinnert mich an die Demo vom 29. August in Berlin. Das beherrschende Thema in den Medien waren die etwa 7 reichsdeutschen Fahnen und der Versuch einiger rechtsextremer Demonstranten in das Reichstagsgebäude einzudringen. Am Mittwoch löste die Berner Stadtpolizei das Klima-Camp friedlich auf. Es kam zu Festnahmen.   

Gesundheitsminister Berset kann sich ein Impfobligatorium für das Personal in Alters- und Pflegeheimen vorstellen, falls dies die Kantone wünschten. Dabei gibt es noch keinen Impfstoff! Und wer würde für die Impfschäden haften?

Eine neue Volksinitiative ist im Umlauf: Die Mobilfunkhaftungsinitiative. Falls es genügend Unterschriften gibt, kann über eine Gesetzesänderung abgestimmt. Stimmt das Volk „ja“, müssten die Mobilfunkanbieter für gesundheitliche Schäden, die der Mobilfunk verursacht, haften.

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 31. August 2020

31. August, Montag:

Ein völlig verregnetes Wochenende haben wir hinter uns, in Berlin scheint das Wetter besser gewesen zu sein. Zum Glück für die Demonstrationen. Immer wieder trugen Polizisten auf dem Boden sitzende Leute weg, mit mehr oder weniger Gewalt. In einem unbewachten Moment gelang es rechtsextremen Gruppe auf das Reichstagsgebäude zu stürmen. Es ist bedauerlich, dass extreme Gruppierungen friedliche Demos für ihre Sache missbrauchen. Immer wieder drängten Polizisten Menschengruppen zusammen, so dass diese nicht den geforderten Abstand untereinander einhalten konnte. Die offizielle Presse spricht von 38‘000 Teilnehmenden, die Organisatoren von mehreren Hunderttausend. Die Gruppe „Querdenken“ ruft dazu auf, die Zeitungen, die nicht wahrheitsgemäss berichten, als Altpapier zu bündeln und am frühen Morgen den Verlagshäusern vor die Türe zu werfen.

Text und Foto von unserem Hopfen:
Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 28. August 2020

28. August, Freitag:

Ein markanter Wetterumschwung ist angekündigt, verzögert sich aber ein wenig. So kann ich heute Vormittag noch unsere Blumentöpfe mit den Geranien und Tomaten neu ordnen, die bald letzten Cherry-Tomaten ernten und zudecken. Kalten Regen haben sie gar nicht gerne.
Die Demo der Veranstalter „Querdenken“, die morgen in Berlin stattfinden soll, wurde amtlich verboten. Viele wollen jetzt erst recht dorthin. Jetzt hat das Berliner Verwaltungsgericht das Verbot gekippt: Die Demo darf unter Einhaltung der Corona-Regeln stattfinden!
Unsere Kölner Freunde machen Ferien in Finnland. Sie konnten gerade noch in das Land einreisen, bevor Einreisende aus Deutschland sich zuerst mal in Quarantäne begeben müssen. Sie sind darüber sehr glücklich und geniessen das „normale Leben“ ohne Masken beim Einkaufen.
Die Spitäler beklagen sich über zu wenig Umsatz: Wegen „Corona“ mussten im März die meisten Operationen verschoben werden. Jetzt wollen die Leute sie aber nicht nachholen.

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 19. August 2020

19. August, Mittwoch:

Frau Merkel hat eventuelle Lockerungen auf den „Sankt-Nimmerleinstag“ verschoben. Karneval 2021 wird in Deutschland abgesagt. Hier in Bern wurde der beliebte „Zibelemärit“ Ende November wegen der Gefahr von zu grossen Menschenansammlungen gestrichen. Nun weiss man nicht wohin mit der grossen Zwiebelernte. Der Bundesrat hat sich am Montag mit den Vertreter*innen der Kantone zu weiteren Absprachen getroffen. Die kantonalen Gesundheitsdirektionen sollen die Entscheidungskompetenz über die Massnahmen erhalten. Das BAG verspricht zum x-ten Mal eine Verbesserung der Digitalisierung und der Formulare. Seit Januar ist in dieser Hinsicht nichts passiert.

Auf dem Youtube-Kanal „sandblech“ kommentiert Michael Mross die Lage in Deutschland und kritisiert, dass die Bürger*innen ihre Rechte noch lange nicht zurückerhalten werden. Die Zensur auf Youtube nimmt zu: Ein Interview mit Prof. Bhakdi wurde gelöscht.

Die Bewegung „Querdenken“, die die Demo in Berlin am 1. August organisiert hatte, wertet die Folgen davon anhand der neusten Statistiken des RKI aus. Fazit: In ganz Deutschland ist nach dem 1. August die Belegung der Intensivbetten zurückgegangen, eine Übersterblichkeit hat es nicht gegeben. Die Veranstalter orten sogar einen positiven Effekt der Demo auf die Gesundheitslage im Land und sehen der nächsten Demo am 29. August zuversichtlich entgegen. Statistisch gesehen ist ihrer Meinung nach die Pandemie seit dem 1. August beendet. Es bestehe kein Grund mehr für irgendwelche Massnahmen.  

Inzwischen werden in Deutschland pro Tag ca. 800‘000 Personen mit einem PCR-Test getestet! Gesundheitsminister Spahn hatte vor kurzem noch gewarnt: Es könnte sein, dass je mehr man teste, umso mehr hätte man falsch-positive Ergebnisse. Es werden etwa 200 verschiedene PCR-Tests mit unterschiedlicher Zuverlässigkeit verwendet. Über die Fehlerquote sagt das RKI nichts. Es gibt auch keine Meldepflicht darüber, wer wo welchen Test benutzt. Wird die Pandemie-Gefahr überschätzt? Auch in der Schweiz befinden sich kaum noch Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen. Dafür steigt die Anzahl der Schüler und Schülerinnen, die positiv getestet werden, jedoch keine Symptome haben.

Folgende Informationen entnehme ich der in der Schweiz herausgegebenen „ExpressZeitung“, Ausgaben Mai und August: Der PCR-Test hat weder ein amtliches Verfahren durchlaufen, noch wurde er wissenschaftlich validiert. Er kann also etwas anderes messen als er vorgibt. Dies erklärt die vielen falsch-positiven und falsch-negativen Testergebnisse gerade auch bei gesunden Personen ohne Symptome. Unser Apotheker hat uns davon abgeraten, sich „einfach so“ testen zu lassen. Die Aussagekraft des Ergebnisses sei gleich null bzw. zufällig. Das hängt damit zusammen, dass das angeblich neuartige Virus SARS-CoV-2 bisher im Labor gar nicht isoliert werden konnte. Seine mikrobiologischen Eigenschaften sind unbekannt. Optisch scheint es sich nicht von den bisher bekannten Corona-Viren zu unterscheiden. Was soll ein PCR-Test dann messen? Forscher sagen, dass dieser sich nur für die Forschung, jedoch nicht für die Diagnostik eigne. Eine chinesische Studie, die dies bim März bestätigte, wurde ohne Begründung bereits wieder zurückgezogen.
86% der Patienten, die im künstlichen Koma an Beatmungsgeräte angeschlossen wurden, sind verstorben. Eine nicht-invasive Beatmung mit Masken und bei Bewusstsein wurde lange nicht empfohlen. Erst Mitte April begannen die New Yorker Ärzte damit. Sanfte Medizin ist auch bei der medikamentösen Behandlung nicht gefragt: Starke Antibiotika und Immunsuppressiva werden verabreicht.

Professor S. Bhakdi meint: „Drakonische Massnahmen, die die Grundrechte der Menschen auf so umfassende Weise einschränken, dürfen doch nur dann verhängt werden, wenn es gesicherte Hinweise dafür gibt, dass ein neues Virus überaus gefährlich ist. Gab es einen solchen Hinweis für Covid-19? Aus meiner Sicht lautet die einfache Antwort: Nein.“

Text und Foto: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 3. August 2020

3. August, Montag:

Dauerregen ist angesagt, die Temperatur ist auf 20 °C gesunken: ideales Arbeitswetter! Ausserdem ist heute Vollmond im Zeichen des Wassermanns: Freiheit und Gerechtigkeit werden eingefordert!
Am 1. August gab es in Berlin auf der Strasse des 17. Juni eine friedliche Demo mit 1.3 Mio Menschen! U. a. wurde auch ein grosses Plakat mit dem Portrait von Mahatma Ghandi mitgetragen. Polizisten weinten. Auf keiner Seite kam es zu Gewalt. Die Bilder sind sehr eindrucksvoll. Dr. Bodo Schiffmann meint: „Das wird in die Welt gehen!“ Kurz nachdem ich dieses private Video angeschaut hatte, wurden die Bilder von Youtube gelöscht. Ich kann es kaum glauben! Wer hat das entschieden? Wer hat Angst vor Bildern mit friedlich demonstrierenden Menschen, die ihre Grundrechte zurückfordern?

Obwohl ich eine ausgebildete Psychologin und Neurowissenschaftlerin mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung bin, werden mir in meinem Bekanntenkreis meine kritischen Anmerkungen zur Corona-Krise oft nicht geglaubt. Manchmal wird mir erst gar nicht zugehört und abgewunken. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, der das passiert. Im Englischen gibt es bereits eine passende Redewendung für eine solche Situation: „My ignorance is as good as your knowledge.“ Dies bedeutet frei übersetzt: „Mein Unwissen ist genauso gut wie deine Fachkenntnis.“ Nicht-interessengebundene Fachkenntnis sowie unabhängige Forschungsergebnisse werden ignoriert oder zensuriert.
Viele Menschen haben Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 und/oder sind belämmert von der ständigen Propaganda durch die Worte „2. Welle“, „Verschwörungstheorien“, „Impfzwang“ usw. In diesem Zustand entsteht bei vielen eine Denkblockade, die man durch Messungen der Hirnströme feststellen kann. Unabhängig von Bildung und bisheriger Lebenserfahrung, sind diese Menschen unter Angst nicht fähig, neue Informationen aufzunehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Aufschlussreich zum Thema Angst und Lernunfähigkeit bzw. Intoleranz ist ein Artikel „Krise 2020 und die Folgen“ von Dr. vet. Med. Matthias Werzecha. Als Tierarzt hat er besonders viel Erfahrung mit Pferden in Angstsituationen. Der beste Umgang mit ihnen ist Beruhigung und Aufklärung. Zum Beispiel führt man das verängstigte Tier in ruhiger Weise an den Gegenstand, etwa an eine umgestürzte Mülltonne heran, die die Panik ausgelöst hatte. Dies haben wir mit allen Säugetieren gemeinsam: Bei Angst kann sich die Tätigkeit der höher entwickelten Hirnstrukturen und damit auch der Zugriff zu dem, was wir bisher gelernt haben, ausschalten. Aktiviert werden stattdessen uralte Reflexmechanismen in den älteren und tieferen Hirnstrukturen – unserem „Reptilienhirn“ – wie Flucht, Angriff oder Totstellreflex. Die Folge davon: Wie ein Pferd kann auch der Mensch in einem Panikzustand seine Lage nicht mehr realistisch beurteilen noch dazulernen.
In Gesprächen erleben Georg und ich, dass viele Bekannte die Massnahmen und Entscheidungen der Regierung akzeptieren und ohne zu hinterfragen befolgen, obwohl unsere Grundrechte – hoffentlich vorläufig – nicht mehr gelten. Es wird angenommen, dass die Regierung nur das Beste für die Bevölkerung will. Doch anstatt diese zu beruhigen und über den Sinn der Massnahmen aufzuklären, setzt zum Beispiel die deutsche Bundesregierung gezielt auf Angstmacherei. In einem sog. Strategiepapier wurde die Verbreitung von Angst und Schrecken als Mittel bezeichnet, um die Bevölkerung dazu zu bringen, die rigorosen Bestimmungen einzuhalten. Der Angestellte des deutschen Bundesinnenministeriums, der eine ausführliche kritische Analyse zu den Massnahmen – für interne Zwecke – erarbeitet hatte, wurde entlassen. Davon habe ich bereits berichtet.
Empfehlenswert zu dem Thema „Angst und Macht“ ist das gleichnamige Buch des Psychologen Rainer Mausfeld. Er schreibt: „Angst blockiert die Befähigung, aus den eigenen gesellschaftlichen Erfahrungen angemessene Schlussfolgerungen zu ziehen … Eine kollektive Angsterzeugung lässt sich daher nutzen, um je nach Bedarf der Machtausübenden Vorgänge für die Öffentlichkeit unsichtbar zu machen.“

Stress und Isolation, sprich Einsamkeit, verursachen Krankheiten wie Depressionen, und Angststörungen. Ausserdem können sie das Herz-Kreislaufsystem schädigen. Inzwischen ist in Deutschland die Suizidrate um 62 % gestiegen. Viele Menschen sehen für sich wegen der wirtschaftlichen Lage keine Zukunft mehr. Aber es gibt auch einen völlig neuen Grund zum Suizid: Einige haben, wie man aus Abschiedsbriefen erfahren kann, Angst an Covid-19 zu erkranken! Durch die mangelnde bzw. ausbleibende Aufklärung durch offizielle Ämter und Institute sowie die ständige Angstmacherei durch die Medien ist die Krankheit zu einem unheimlichen Gespenst geworden.

Rund um das Thema Corona gibt es vorläufig noch keinen wissenschaftlichen Konsens. Aber immer mehr Prominente fordern „Wissenschaft statt Propaganda“!
Mark Twain hat einmal gesagt: „Es ist leichter, die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“

Heute wird in Genua die neue Brücke, neu benannt nach dem Stadtheiligen „Ponte San Giorgio“ feierlich eingeweiht. In knapp 2 Jahren wurde sie nach dem Einsturz im August 2018 wieder neu aufgebaut. Dass diese Erneuerung so schnell und unbürokratisch möglich war, sei für Italien ein Wunder. Dabei sollte dies normal sein, meint der Bürgermeister von Genua. Viele Menschen wollen jetzt die Wirtschaft des Landes nach der Corona-Krise genauso schnell wiederaufgebaut sehen.

Es gibt ein Lied: „Die Liebe baut eine Brücke zwischen mir und der ganzen Welt, ich geh‘ den Weg!“  

Foto und Text: Petra Dobrovolny