Mein Tagebuch: 12. – 14. Juni 2020

12. Juni, Freitag:

Heute habe ich während einer Klangmeditation zur Erdheilung eine besondere Vision:
Aus der Perspektive eines Adlers sehe ich eine Gegend in der Ukraine, in der im letzten Jahrhundert eine grosse Schlacht stattgefunden hat. Die flachen Felder sind zwar jetzt grün überwachsen, doch ich sehe noch das tiefer in der Erde versickerte Blut. Während der Monochordklänge zieht es sich konzentrisch in Form einer grossen roten an der Erdoberfläche liegenden Spirale zusammen. Sodann erhebt sich diese und dreht sich spiralig in Richtung Himmel. Dabei nimmt sie eine violette Farbe an, welche nach oben hin allmählich zu einem weissen Licht wird. Dies dauert eine Weile. Es scheint eine Reinigung und Heilung zu geschehen, während der ich alte Schlachtrufe und Schreie vergangener Zeiten höre. Das ganze Blut wird wie vom Himmel spiralig aufgesogen und in Licht verwandelt. Zurück bleibt ein im Sonnenschein leuchtendes Weizenfeld und eine Stimme vom Himmel sagt: „Es ist vollbracht.“ Nach einer Weile sehe ich ein weiteres ehemaliges Schlachtfeld in der Nähe, und diese Art von Reinigung geschieht noch einmal. Das Blut erhebt sich wieder als violette Lichtspirale zum Himmel, bis es ganz und gar aufgesogen und weiss durchlichtet ist. In einer dritten Phase sehe ich die Länder Europas unter mir. Alle ehemaligen Schlachtfelder leuchten nacheinander in Form roter Spiralen auf und erheben sich sodann als violette Lichtsäulen spiralig zum Himmel. Solange, bis die Gegend des Schlachtfelds geheilt ist. Am Schluss fliegen tausende von Schwänen spiralig vom Himmel auf die Erde und lassen sich auf den Seen und Flüssen Europas nieder. Ein Schwan sagt zu mir: „Wir sind die Hüter des neuen Friedens.“

13. Juni, Samstag:

Während der heutigen Klangmeditation gibt es eine Fortsetzung. Ich sehe die hohen Berge des Himalayas und einen langen Strom von Flüchtlingen. Es werden immer mehr, die Landschaft wird flacher, aus dem Norden, Osten und Süden strömen die Flüchtlinge nach Westen. Teilweise mit beladenen Reittieren, auch mit Handwagen. Von Regen und Schnee bleiben die Menschen nicht verschont. Dies dauert eine Weile an. Auf einmal drehen die Flüchtlinge am Ende um und wandern in die Richtung, aus der sie gekommen waren, zurück. Es gibt eine langsame, aber deutliche Kettenreaktion: Eine Gruppe nach der anderen dreht sich um und kehrt zurück. Die Luft wird wärmer, die Sonne scheint wie im Frühling. Eine Stimme sagt: „Alle Menschen finden wieder ihr Zuhause, ihren Ort, wo sie in Frieden leben werden. Es werden neue Gemeinschaften entstehen.“
Ich sehe dann ein friedliches China, einen regen Betrieb auf den Handelsstrassen und den grossen Flüssen, in denen wieder Delfine schwimmen.
Auf einmal nehme ich eine neue Anwesenheit im Raum wahr: Ein alter chinesischer Meister sitzt mir gegenüber auf einem niedrigen Hocker und spielt mit einem Bogen auf einem uralten zweisaitigen Instrument. Dann sehe ich, wie weitere alte Meister eintreffen und sich in einen Kreis setzen: Es sind Meister Konfuzius, Lao Tse und weitere chinesische Meister, dann tibetische, Sufi-Meister, Meister der Kaballah, alles Männer. Schliesslich kommen auch christliche Mystiker und hier auch Frauen, wie Hildegard von Bingen dazu. Die stille Botschaft der Versammlung lautet: Wir sind alle auf dem gleichen Weg, wir suchen das Göttliche in unserer Seele. Alle Wege sind richtig, der innere Frieden ist das Ziel. Der Weg ist das Ziel. Und jemand sagt: „Es werden bald wichtige alte Schriften auftauchen oder gefunden, die dies bestätigen.“

14. Juni, Sonntag:

Während der heutigen Klangmeditation zeigt sich mir eine Lichtspirale vom Himmel her zur Erde kommend. Die Engelchöre singen, auch das Läuten von Glocken ist zu hören. Eine Stimme sagt. „ICH BIN das Alpha und das Omega der Welt. WIR SIND das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende der Welt. Nach dem Ende geht es weiter. Das Alpha und das Omega … und ein neues Alpha. Ein Zyklus endet, und ein neuer beginnt. Jetzt sind wir in der Zeit des „und“, in der Zeit des Übergangs. Unsere Träume erschaffen den neuen Anfang.“ 

Text und Foto: Petra Dobrovolny  


Mein Tagebuch: 3. April 2020

3. April: Viele Reisende kehren jetzt in ihr Heimatland zurück. Allein 3000 sind aus Südamerika wieder in der Schweiz gelandet. In China und Taiwan steigt die Zahl der Infizierten deswegen wieder an. Die ukrainische Regierung will die Rückkehrenden direkt vom Flughafen zur Quarantäne ins Spital bringen. Vom Flughafengebäude in Kiew sind schon Zurückgereiste geflohen. Das kann ich gut verstehen. Vor 20 Jahren habe ich einen Vortrag im Uni-Spital Odessa gehalten und gesehen, wie menschenunwürdig die Verhältnisse dort waren. Daran hat sich wohl bis heute nicht viel geändert, zumal sich die Ukraine seit 2014 im Krieg befindet. Ein Schweizer Epidemiologe schreibt im «Bund»: Am besten sei bei eine Selbstisolation ein «neutrales» Hotelzimmer, anstatt die eigene Wohnung, wo man keine Familienangehörigen anstecken könnte. Eine gute Idee! Denn jetzt stehen viele Hotels leer.
Uns gegenüber wohnt eine Familie aus Kosovo. Florim, der Vater, hat eine eigene Logistik-Firma. Jetzt hat er sich vor die Haustüre einen langen schweren Sack gehängt und absolviert jeden Abend sein Box-Training. Für uns sieht das sehr professionell aus. Er bringt es auch seiner Frau und den beiden Kindern bei. Gerne schauen wir von unserem Fenster aus dem nachbarlichen «Box-Tanz» um den Sack zu. Georg fragt Florim: «Wen stellst du dir denn als Gegner vor?» «Das Steueramt!» lautet die Antwort.
«Hallöchen!», sagt Natascha auf Youtube. «Heute mache ich ein Video: Nie mehr graue Haare!»
Der Zigarettenrauch unseres Nachbarn dringt immer noch zu uns. Andere Nachbarn hängen eine Hängematte in ihrem Garten auf. Ein prima Ort zur Selbstisolation! Unsere Nachbarin hat in ihrem Garten die Kamelie von ihrem Schutzmantel befreit. Entwarnung: Die Nächte werden ab sofort wärmer. Einige Magnolien in unserer Umgebung haben ziemlich unter dem Nachtfrost der letzten Woche gelitten. Die Blüten sind braun geworden.
Der Bundesrat warnt eindringlich trotz dem schönen Wetter zuhause zu bleiben und vor allem an Ostern weder ins Tessin zu fahren noch in die Berge zu wandern. Die Spitäler könnten wegen zu vieler Unfälle überlastet werden und hätten mit Corona jetzt bereits genug zu tun.