Mein Tagebuch: 08.08.2021

08. August, Sonntag: Löwenportal und eine chinesische Weisheit

Heute schreiten wir durch das Löwenportal, Lion’s Gate. Astronomisch gesehen wird es jedes Jahr etwa am 28. Juli aktiviert und dauert bis zum 12. August, der 8. August ist der Höhepunkt. Die Sonne steht im Zeichen des Löwen, der Stern Sirius kommt der Erde am nächsten und reiht sich in den Gürtel des Sternbild Orion ein. Dieses Jahr kommt noch ein Neumond ebenfalls im Löwen hinzu. Astrologisch bedeutet dies bisher nie dagewesene neue Möglichkeiten und ein neuer Schub in der Öffnung der Herzen. Der Löwe steht für die Kraft und Bewusstsein aus dem Herzen. Wahrheit kommt ans Licht und trifft auf unsere offenen Herzen. Wir können nur noch empört sein über die Frechheit, Lügen und Betrügereien. Viele gehen auf die Strasse, skandieren «Liberté» wie etwa in Nizza. Andere tun sich zusammen, gemeinsam sind wir stark. In Deutschland wehren sich geimpfte und ungeimpfte Mütter gemeinsam gegen das Impfen ihrer Kinder.
Georg meint, ich solle nicht über die Sterne schreiben, sondern über die Realität, sonst würde ich von einigen Leuten als Spinnerin bezeichnet. Doch meiner Meinung nach erläutert die Astrologie Möglichkeiten, die konstelliert sind, archetypische Bilder, die sich zyklisch wiederholen und eine Zeitqualität bestimmen. Eine Konstellation – darin ist auch das Wort «stella», der Stern, enthalten – ist ein Zusammenwirken verschiedener Energiequalitäten. Was wir kollektiv und persönlich daraus machen, ob wir eine Chance ergreifen oder nicht, ist unsere Entscheidung.

Georgs gut gemeinte Kritik führt mich zu der Frage: Was ist Realität? Es besteht zum Beispiel die Forderung, Wissenschaft sollte die Realität möglichst objektiv abbilden und erforschen.

Die Sonntagszeitung berichtet auf der Seite 9, dass laut einem Bericht republikanischer US-Abgeordneter das Corona-Virus bereits im September 2019 aus dem Labor für Virologie in Wuhan ausgebrochen sei. Der 82-seitige Bericht hält fest, dass schon damals Chinas Behörden damit begannen, «jegliche Spuren zu tilgen, die einen Laborursprung der weltumfassenden tödlichen Pandemie beweisen könnten». Der federführende Abgeordnete Michael McCaul aus Texas sagt: «Es handelt sich um die grösste Vertuschung der Menschheitsgeschichte.» Mit ihrem Bericht, der auf öffentlich zugänglichen Quellen beruht, preschen die Kongresspolitiker drei Wochen dem von Joe Biden bestellten Bericht der US-Geheimdienste vor. Zur weltweiten Ausbreitung des Virus trugen massgeblich die im Oktober 2019 in Wuhan stattfindenden Militärweltspiele bei. An ihnen nahmen 9000 Sportler aus 109 Ländern teil. Viele Teilnehmenden nahmen das Virus in ihre Heimatländer mit. In Italien, Brasilien, Frankreich und Schweden gab es bereits im November und Dezember Covid-19-Erkrankungen. China gab «offiziell» erst an Silvester 2019 den Ausbruch der Krankheit an, obwohl bereits im September in Wuhan ein Lockdown verordnet worden war. Weiterhin berichtet die Sonntagszeitung, dass durch Projekteingaben belegt wird, dass im Wuhan-Labor an der Funktionssteigerung von Viren geforscht wird und die dortigen Wissenschaftler zur Züchtung eines Super-Erregers in der Lage sind.

Es ist förderlich, wenn die Wahrheit an die Oberfläche kommt. Wir können sie uns anschauen und uns entscheiden, wie wir leben wollen. Eine chinesische Weisheit besagt: «Wenn ein Schaden von Menschen angerichtet wurde, kann und muss er von Menschen wieder gut gemacht werden.» Im heutigen «Bund» wird Thomas Binz vom BAG zitiert: «Ich glaube, dass mehr Zwischenfälle gibt, als tatsächlich bekannt sind.» Wir können uns fragen: Ist Forschung in Hochsicherheitslaboren überhaupt nötig beziehungsweise zu verantworten, wenn es «Restrisiken» gibt, die der ganzen Welt schaden? Man könnte auch sagen: «Mit Restrisiken müssen wir leben. Die gehören zur Realität.» Tschernobyl und Fukushima lassen grüssen.

Auch dies ist Realität: Am 5. August überschritt der Aktienkurs von Moderna in New York erstmals die Marke von 400 Dollar. Anfang des Jahres lag er noch bei 111 Dollar. Am Geschäft mit der Corona-Impfung gewann Moderna in diesem Jahr bereits 19 Milliarden Dollar. Der Konkurrent Pfizer erwartet dieses Jahr 33 Milliarden Dollar. Seit seiner Ankündigung der dritten Impfung in Israel machte der Aktienkurs einen massiven Sprung an der Börse.  Quelle: «Der Bund» vom 9. August. Der deutsche Virologe Christian Drosten sagt: «Man muss nicht nachimpfen, weil Mutanten auftreten, sondern weil die Immunität gegen Schleimhautviren nicht lebenslang hält. Länder mit einem hohen Anteil an älteren Menschen sollten dabei mehr als nur sehr klar umgrenzte Risikogruppen nachimpfen, sondern ein breites Impfangebot für Drittimpfungen machen.» Bei welcher Firma hat Herr Drosten seine Aktien?
Georg meint: «Das neue Virus heisst nicht SARS-CoV-2, sondern Raffgier.»

In der Ferienwohnung im dritten Stock ist für eine Woche ein neuer etwa 45-jähriger Gast einquartiert. Er kommt aus Süddeutschland und möchte Leukerbad kennenlernen. Ich frage ihn, ob er sich in der Schweiz besser fühlt, denn in Deutschland seien die Massnahmen strenger und würden sehr autoritär umgesetzt. Er schüttelt den Kopf. Davon merke er nichts. Er sei geimpft, würde grössere Menschenansammlungen meiden und könne die Massnahmen der Regierung gut nachvollziehen. Die 80-jährige Nachbarin begrüsst ihn ebenfalls und erzählt, dass sie jetzt nicht mehr wandern könne, sondern nur noch ins Thermalbad ginge. Vor vier Wochen hatte sie mir noch erzählt, dass sie mit ihrem Mann immer noch mit Freude wandern ginge. Sie würden mich gerne mal mitnehmen und mir die Wege entlang den «Suonen», dem alten Bewässerungssystem im Wallis, zeigen. Inzwischen ist sie zweimal geimpft und hat grosse Mühe mit dem Laufen.  

Der Wassermann unterstützt uns im freiheitlichen Denken ohne Grenzen und mit unendlichen Möglichkeiten. Wir wollen aber nicht nur denken und uns in unzähligen Möglichkeiten verlieren. Da hilft uns die Kraft des Löwen, uns auf einen Punkt zu konzentrieren und die zukünftige Welt zu manifestieren.  

Foto: Aussicht von der Rinderhütte bei Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny                         

Mein Tagebuch: 15.02.2021

15. Februar, Montag

Seit 1962 befanden sich nie mehr so viele Planeten im Sternzeichen Wassermann wie zurzeit. Damals begann die Hippiezeit. Erinnert Ihr Euch an das Musical «Hair»? «This is the dawning of the age of Aquarius!» Und jetzt sind wir mittendrin. Freiheit im Denken und Zusammenarbeit ist angesagt, neue Erfindungen und Erkenntnisse ebenfalls.

Ein Immunbiologe der Universität Zürich hat nachgewiesen, dass der Impfstoff von AstraZeneca in den Zellkern eindringen kann. Dies ist für einen Impfstoff ungewöhnlich und dürfte nicht vorkommen. Die Folgen davon: Genveränderungen, Krebserkrankungen und andere Langzeitfolgen bzw. -schäden. Und? Was passiert jetzt? Wird darüber die wissenschaftliche Diskussion aufgenommen, oder wird man diesem Immunbiologen unterstellen, dass er vor 5 Jahren seine Steuererklärung nicht richtig ausgefüllt hat?

Mein lieber Georg meint, ich solle aufhören in dieser Form Tagebuch zu schreiben. Er schickt mir 2 Seiten Kopie meiner Dissertation, die ich vor 40 Jahren verfasst habe mit dem Titel: «Zur Psychologie der veränderten Situation. Eine Untersuchung am Beispiel hirngeschädigter Patienten». Hier geht es um Erwachsene, die plötzlich einen schweren Unfall oder einen Schlaganfall erlitten hatten oder sich einer Hirntumoroperation unterziehen mussten. Bei diesen Betroffenen wurde auf dramatische Weise der Lebensweg unterbrochen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts durfte ich sie 1 bis 2 Jahre lang mit therapeutischen Gesprächen begleiten. Die Analyse dieser Gespräche ergab gesetzmässige Entwicklungsschritte, die ich in meiner Dissertation beschreibe.

Georg meint, wir lebten jetzt auch in einer dramatisch veränderten Situation. Die alte Welt käme nicht mehr zurück, und da sei ich als Fachfrau dazu prädestiniert, etwas dazu zu sagen. Zufälligerweise finde ich in einer Bananenschachtel vom Umzug hierher nach Leukerbad ein Exemplar meiner Doktorarbeit. Ich schlage sie auf und staune über das Motto – auf Seite 4 -von einem ungarischen Schriftsteller, dessen Namen ich nicht kenne: «Wo immer man Abschied nimmt, eröffnet sich eine neue Zukunft.»

Da sind wir wieder bei Hermann Hesses Stufen-Gedicht. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten. Mir geben seine Zeilen über den «Weltgeist» Mut. Dieser will uns nicht «fesseln» und «engen», sondern «heben» und «weiten». Und «der Ruf des Lebens» an uns wird niemals enden. Das ist doch wunderbar! Wir wurden ein Jahr lang gefesselt und eingeengt. Das kann es nicht sein! Es gibt soviel Angst und Enge, viele Menschen glauben gar nicht mehr, dass sich das überhaupt noch ändern wird. Ich bin gut darin trainiert, dieser Stimmung etwas entgegenzuhalten. Meine Mutter glaubte immer, dass morgen die Welt untergeht, ich sagte ihr schon als Kind, dass das nicht stimmt.

Meine Dissertation habe ich damals mit einem Zitat von Karl Jaspers beendet: «Das Gemeinsame aller Grenzsituationen ist, dass sie Leiden bedingen; das Gemeinsame ist aber auch, dass sie die Kräfte zur Entfaltung bringen, die mit der Lust des Daseins, des Sinns, des Wachsens einhergehen.» (Psychologie der Weltanschauungen. Berlin, 1919)

In den letzten Monaten haben wir gesehen, welch wunderbare starken Kräfte unsere Grenzsituation zur Entfaltung brachte. Viele von uns haben begonnen, sich sozial zu engagieren oder künstlerisch tätig zu werden. Viele haben das Kochen entdeckt. Kochbücher befinden sich auf den Bestsellerlisten! Andere wiederum beginnen zu gärtnern und zeigen es ihren Kindern.

Foto: Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 24.12.2020

24. Dezember, Donnerstag:

Der Stern von Bethlehem

Seit drei Tagen stehen Saturn und Jupiter von unserem Planeten Erde aus gesehen in enger Verbindung: Am Nachthimmel ist ein besonders grosser und leuchtender Stern sichtbar, wie zurzeit um Christi Geburt. Astronom*innen und Astrolog*innen machen auf dieses Ereignis aufmerksam. Die Konjunktion ist noch exakter als vor 2000 Jahre. Sie ereignete sich damals im Zeichen der Fische, heute im Zeichen des Wassermanns.

Am Samstag werden auch im Wallis die Restaurants und Thermalbäder wieder schliessen, nachdem sie gerade mal für 2 Wochen wieder öffnen konnten. Eine neue Art Corona-Virus wurde von Touristen aus Grossbritannien eingeschleppt. Jetzt versucht der Bundesrat diese 10’000 Personen ausfindig zu machen, um sie in Quarantäne zu schicken.

Allen Lesern und Leserinnen danke ich für das Interesse und die Treue. Ich wünsche euch alles Gute für die Festtage und eine Neugier darauf, was der Stern von Bethlehem uns verkünden wird. Oder noch besser: Wir alle können unser Licht in die Welt scheinen. Gemeinsam sind wir mindestens so stark wie der Stern von Bethlehem!

Foto: Krippe in Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 17.12.2020

17. Dezember, Donnerstag:

Mit liebevoller Absicht einen Samen säen

Die Welt ist zweigeteilt: Die einen fordern strengere Massnahmen von der Regierung, andere finden sie nutzlos. In einem Leserbrief schreibt jemand: Die Alten sollen zuhause bleiben, damit die Jungen Skifahren können. – Es wird zwar keinen Impfzwang geben, aber eine moralische Verpflichtung dazu. Auf Englisch sagt man dazu «moral persuasion».

Die 99-jährige Tante einer Freundin, die in England lebt, will sich unbedingt impfen lassen. Die Nichte findet dies unsinnig, doch meint sie: «Warum sollte sich meine Tante nicht impfen lassen, wenn sie das möchte? Also unterstütze ich sie darin.»

Shakespeare hat einmal geschrieben: «Nothing is either good or bad, but thinking makes it so.» Nichts ist gut oder schlecht, unser Denken macht es dazu.

Eine meiner Freundinnen in Deutschland erzählt mir, dass ein Antigentest bei ihrer Tochter positiv gewesen sei. Sie hätte also Covid19 gehabt, aber nichts gemerkt. Das sei doch unheimlich. Ich entgegne ihr: «Das ist doch wunderbar! Das zeigt, wie stark deine Tochter ist!» Hier haben wir zwei verschiedene Interpretationen eines Testresultats: «unheimlich» und «wunderbar».

Das Jahr 2020 neigt sich seinem Ende entgegen, war es «unheimlich» oder «wunderbar»? Ein Guru würde sagen: «Es war wie es war!» Auch Buddha würde es gelassen nehmen. Längere und kürzere Zeitzyklen enden, am 21.12. beginnt das Wassermannzeitalter, wir können uns freuen.

Ich persönlich denke positiv und habe Vertrauen in die Kraft der Liebe. Und in die Kraft der Dankbarkeit. In einem Radio-Interview wurde ein Arzt aus Kärnten gefragt, wie sich das Corona-Jahr auf ihn persönlich ausgewirkt habe. Seine Antwort: Er sei jeden Tag dankbar für die Bäume, die Vögel, die Blumen, die Veränderung durch die Jahreszeiten. Dankbar für sein Team, das mithelfe schwere Entscheidungen zu treffen. Bescheidener und demütiger sei er geworden. Der Tot gehöre zum Leben, die Medizin könne nicht alles. Regelmässiges Meditieren sei für ihn ein wichtiger Ausgleich.

Dem kann ich nur beipflichten. Meditieren hilft, Dinge und Umstände einfach wahrzunehmen ohne sie zu bewerten. Auch sich selbst nicht, noch andere. Dies hat weder mit Naivität noch Weltfremdheit zu tun. Sondern eher mit Liebe und Vertrauen.

Heute ist Beethovens 250. Geburtstag. Daniel Barenboim dirigiert in Bonn die 5. Symphonie, die Schicksalssymphonie. Ohne Publikum, ausser den Bläsern tragen die Musiker*innen eine Hygienemaske. Eindrücklicher geht es nicht.

Das Wassermannzeitalter fragt dich: Wo ist der Beethoven in dir? Wo ist dein einzigartiges Talent, durch welches du dein Licht in die Welt scheinen lassen kannst?

Nicht nur das Jahr 2020 geht zu Ende, vor allem das Steinbock-Zeitalter mit seinen rigiden Strukturen und autoritären Regeln. Saturn und Jupiter vermählen sich am 21. Dezember im Wassermann. Ideen bleiben nicht mehr in der Luft hängen: Innovatives Denken wird in neuartige Erfindungen umgesetzt, lineares Denken wird flexibler und mehrdimensionaler. Argumente wie «So haben wir das immer gemacht, und das war gut so!» werden in Frage gestellt. Die neuen Kinder lassen sich nicht mehr in eine Schulbank zwängen. Es werden neue Arten des Unterrichts entstehen. Es wird neue Schulen und neue Berufe geben. Entscheidungen werden im Team und nicht mehr hierarchisch gefällt. Jeder Mensch bringt seine Talente und Ideen ein. Gemeinwohl, Rücksicht und Toleranz sind die Qualitäten des Wassermannzeitalters.

Diese so bedeutenden Tage vor der Wintersonnenwende können wir dafür nutzen, um in Gedanken, Visionen oder Meditationen unseren Samen der Zukunft zu säen: Wie möchten wir leben? Wie möchten wir uns mit unseren einzigartigen Begabungen und Fähigkeiten einsetzen und damit zu einer lebens- und liebenswerten Welt beitragen? Unser Beitrag mag uns noch so klein und unbedeutend erscheinen. Das macht nichts. Unsere liebevolle Absicht gibt ihm die Kraft, und aus dem Samen wird eine wunderbare Pflanze wachsen. So, wie wir es uns gar nicht vorstellen konnten. Wenn wir etwas aus der Kraft unseres Herzens tun, wächst es. Das ist nicht irgendeine romantische Vorstellung, sondern sogar wissenschaftlich bewiesen. Unser Herz ist das Organ, das am stärksten strahlt. Auch auf grössere Distanz nimmt diese Kraft im Unterschied zu der Strahlkraft anderer Organe nicht ab. Stell’ dir vor: Gemeinsam lassen wir zur Wintersonnenwende unser Herz in die Welt strahlen. Wäre das nicht unheimlich wunderbar?

Foto: Adventsschmuck in Leukerbad und Text: Petra Dobrovolny