Mein Tagebuch: 12.09.2021

12. September, Sonntag: Immer wieder anders

Der Spätsommer hält noch an. Georg bringt von der Bio-Gärtnerei zwei noch blühende Tomatensetzlinge. Vielleicht bringen sie bis Oktober noch ein paar Früchte? Das wäre ein kleiner Trost nach dem Hagelschlag auf unsere Tomaten im Juli. Die Hoffnung geben wir nicht auf.

Ab Montag soll eine erweiterte Zertifikatpflicht gelten. Auch für die Innenbereiche der Restaurants. Vor einer Woche meinte Bundesrat Berset noch, dies sei eine «bizarre» Vorstellung. Jetzt hat er wieder mal seine Meinung geändert. – Spucktests in Schulen sollen doch nichts bringen. Die Maskenpflicht für Schüler und Schülerinnen wurde in den letzten Monaten mal als notwendig erachtet, zwischendurch wieder abgeschafft. Seit 18 Monaten werden uns sich ständig ändernde Regeln auferlegt, die vorher als sinnlos betrachtet wurden. Zunächst wurden Leute ohne Symptome gar nicht für Tests zugelassen, und es hiess, Masken seien eher schädlich als nützlich. Viele Spitäler wurden in der Pandemiezeit geschlossen, weil sie nicht rentieren. Jetzt, nach den Sommerferien, erweist sich die Bettenkapazität in den Intensivstationen als zu klein. Nicht dringende Operationen werden wieder verschoben. Ein grösseres Problem ist das fehlende Pflegepersonal. Unter solchen Bedingungen wie ständiger Überlastung und Impfpflicht haben viele gekündigt und orientieren sich beruflich um.

Die offiziellen Medien hetzen gegen die angeblich uneinsichtigen und arroganten Ungeimpften, die alles andere als solidarisch seien. Leserbriefschreibende rufen dazu auf, im eigenen Familien- und Bekanntenkreis Ungeimpfte unter sozialen Druck zu setzen. Jemand schreibt im «Bund» vom 11.09.: Wenn ab Montag die Zertifikatspflicht in Restaurants gilt, werde er als geimpfter Gast vor seiner Bestellung fragen, ob das gesamte Personal geimpft sei. Ist dies nicht der Fall, würde er aufstehen und sagen: «Tut mir leid! In dem Fall gehe ich wieder!»

Georg meint: «Die neue Krankheit heisst Kontrollitis. Jeder kontrolliert jeden.»
Die Welt wird bizarrer. Vor allem Kinder und Jugendliche kommen damit nicht zurecht. Besonders nicht damit, dass ihnen gesagt wird, sie könnten den Tod ihrer Grosseltern und Eltern verursachen. Die psychiatrischen Kliniken sind überfüllt.

Die Demonstrationen gegen die Massnahmen nehmen seit letztem Donnerstag, an welchem der Bundesrat die Erweiterung der Zertifikatspflicht ankündigte zu. Die Warteschlangen vor den Impfzentren werden wieder länger.

Wie wird das Volk am 28. November über das Covid-Gesetz abstimmen? Die Hoffnung geben wir nicht auf.

Ich nehme mein viersaitiges indisches Musikinstrument, die Tampura, und fahre nach Leukerbad. Am Abend gehe ich noch in die Therme, denn ab Morgen wird für den Eintritt ein Zertifikat verlangt. 

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 02.09.2021

02. September, Donnerstag: Denunzieren oder Zivilcourage und Sirtaki

Altweibersommer oder «Indian Summer»: Die Berge laden zum Wandern ein.
Auf meinen Ausflug nehme ich einen von Georg geschickten Artikel aus der NZZ vom 31. August, um ihn im Bergrestaurant zu lesen. Claudia Rey schreibt dort auf der Seite 17: «Zwischen Denunzieren und Zivilcourage». Im letzten Jahr gingen bei der Zürcher Polizei 4000 Meldungen bzw. Beschwerden darüber ein, dass jemand sich nicht an die Corona-Massnahmen gehalten hätte. Die Städte Essen und Frankfurt und der Staat Neuseeland bieten im Netz sogar «Spitzel-Tools» für solche Meldungen an. Dort kann jede Person Verstösse gegen Corona-Massnahmen melden, die Angabe der eigenen Kontaktdaten ist optional. Dies hat wohl eher mit Denunzieren als mit Zivilcourage zu tun. Claudia Rey schreibt dazu: «Es macht einen Unterschied, ob jemand die Person hinter sich in der Schlange an der Kasse bittet, etwas mehr Abstand zu halten, oder ob er oder sie jemanden heimlich fotografiert und das Bild in einem Meldetool des Ordnungsamtes hochlädt.» Während seit der Corona-Zeit das Denunzieren blüht, mangelt es unserer Gesellschaft an Zivilcourage. Letztere sei, gemäss Carmen Tanner, Psychologieprofessorin an der Uni Zürich, lernbar. Sie möchte ein Videospiel entwickeln, mit dem sich Zivilcourage lernen lässt. Zurzeit fehlen dafür jedoch die finanziellen Mittel. Claudia Rey gelangt zu dem Fazit: «Die Behörden täten gut daran, dem Denunziantentum mittels Meldetools nicht noch mehr Auftrieb zu verleihen. Etwas mehr Zivilcourage im Alltag würde uns allen gutstehen. Wer in sich hineinhorcht, dürfte den feinen Unterschied zwischen Zivilcourage und Denunziantentum auch ohne Training spüren.»

Mir stellen sich dazu ein paar Fragen: Warum wird Zivilcourage erst im Studium ein Thema und nicht schon im Kindergarten? Welches Lehrmaterial haben Lehrende dafür zur Verfügung? Als Kinder haben wir mit Begeisterung «Monopoly» gespielt, uns aber in der Schule furchtbar gelangweilt, wenn wir «Staatskunde» hatten. Warum gibt es ausreichend Finanzen zur Entwicklung von digitalen Spitzel-Tools und nicht von Lernvideos über Zivilcourage?

Gestern ist Mikis Theodorakis gestorben. Er war 96 Jahre alt. Seine Musik steht für das Leben, die Freiheit und die Liebe. Der Film «Zorbas, der Grieche» ging um die Welt. Wie wäre es, wenn wir in der Warteschlange vor der Kasse hinter uns blickten und die nächste Person nicht zu mehr Abstand, sondern alle Wartenden zu einem gemeinsamen Sirtaki aufforderten?

Foto
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 28.08.2021

25. August, Mittwoch: Mehrere Welten

Ein Zwischenhoch bringt nochmal ein paar Tage Spätsommer.
Georg meint, ich solle endlich aufhören über Corona zu schreiben, das würde sowieso niemanden mehr interessieren. Vielleicht würde in zwanzig Jahren eine Geschichtsstudentin zu dem Thema recherchieren und sich darüber wundern, was wir heute erleben. Ich solle stattdessen von den Abenteuern meines neuen Lebens in Leukerbad berichten.
Eigentlich ist zu dem Thema auch schon alles gesagt worden. Spannend wird die Abstimmung am 28. November über das Covid-Gesetz. Wie wird das Schweizer Stimmvolk entscheiden? Angeblich rollt jetzt wegen der Delta-Variante die vierte Welle an.

An diesem Wochenende haben die «Freunde der Verfassung» zu einer Tagung mit vielen spannenden Vorträgen, u.a. auch von Sucharit Bhakdi und Karina Reiss eingeladen. Alles wurde live aufgenommen. Falls die Videos auf Youtube gelöscht würden, kann man sie finden bei http://cwl-live.ch

Für mich sind zwei Informationen von Prof. Bhakdi neu und interessant: Wenn keine Alarmsituation besteht, schläft das Immunsystem. Dann kann auch eine Blutprobe nicht nachweisen, ob man immun ist gegen Covid19. Eine entsprechende Blutanalyse sagt nichts aus. Ein weiterer Punkt betrifft Bluttransfusionen, die die mRNA-Impfung übertragen, wenn der Spender oder die Spenderin gerade geimpft wurde. Spendenwillige sollten mindestens 14 Tage warten. Das Deutsche Rote Kreuz findet, dass ein einziger Tag genügt.

Abseits der offiziellen Medien wird über Demonstrationen gegen die Massnahmen und vor allem gegen den grünen Pass in mehreren Ländern berichtet. Mich beeindruckt, dass in Italien und Griechenland viele Demonstrierende ein Holzkreuz auf der Schulter tragen. Kommt es doch noch zu einer weltweiten Freiheitsbewegung?

Wenn ich die Felswände rund um Leukerbad betrachte und mit den Bergwesen spreche, bin ich in einer anderen Welt. Doch was ist «die eine» und was «die andere» Welt?
Ich packe mein neues Aufnahmegerät ein und gehe in den Wald, um die gluckernden Bergbäche aufzunehmen. Im Moment ist es noch windstill, die Schweizer Luftwaffe hat Mittagspause, die Motorsägen ruhen, kein Helikopter ist in Sicht. Also, los geht’s!

Foto: Bergbach bei Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 22.08.2021

22. August, Sonntag: Vollmond im Wassermann und die Chance auf Freiheit

Zum zweiten Mal in diesem Monat kommt der Vollmond in das Zeichen des Wassermanns und fordert uns auf, unsere Einzigartigkeit auf neue Weise in diesem Leben auf dieser Erde zu manifestieren. Die Künstlerin Meret Oppenheim hat einmal gesagt: «Die Freiheit bekommt man nicht. Man muss sie sich nehmen.»

Heute postet Gunnar Kaiser ein neues Video auf Youtube mit dem Titel: «Die Furcht vor der Freiheit». In seinem Vortrag erwähnt er vor allem das 2015 erschienene Buch mit dem Titel «Autonomie» von Harald Welzer. Die neue Normalität ist eine ideologiefreie Ideologie ohne Führer und Personenkult. Der Vorteil einer Ideologie ist, dass sie den Gläubigen erlaubt, die Komplexität der Gesellschaft in radikaler Einfachheit zu verstehen. Sie bietet eine Entlastung von weiterem Nachdenken über die eigene Identität. Auf die derzeitige Situation bezogen geschieht diese Entlastung durch die Zugehörigkeit zu den «Solidarischen», durch den Glauben an DIE Wissenschaft und an die neue Definition von «Normalität». Statt ideologische Propaganda gibt es eingängige Werbesprüche wie «Nicht verpassen, impfen lassen!» «Impfpflicht ist Bürgerpflicht!» Aber: Die Aktienkurse der Firmen, die den Impfstoff herstellen, fallen – laut NZZ von heute.

Die Delta-Variante hat anscheinend in Süd-Vietnam zugeschlagen. Dieses Land war bisher von den vorherigen Varianten weitgehend verschont geblieben. In wenigen Tagen soll ein erster Lockdown gelten. Alle Geschäfte, auch Supermärkte für Lebensmittel, werden voraussichtlich für mindestens zwei Wochen geschlossen. Vor den Läden bilden sich lange Warteschlangen, die Kundschaft streitet sich um die letzte Ware in den bereits halbleeren Regalen. Es kommt sogar zu Schlägereien. Meine Freundin zeigt mir auf ihrem Handy ein Video von ihrem Sohn, der in Vietnam wohnt und arbeitet. Sie sagt: «Darüber schreibt hier keine Zeitung!»
In Israel gibt es bald wieder einen Lockdown, obwohl dieses Land Weltmeister im Impfen sein soll. Die australische und die neuseeländische Regierung beschliessen nach der Entdeckung eines einzigen «Falles» einen Lockdown. Was wird das bringen?

Ich erhalte einen Link zum Video einer Anhörung von Dr. Vladimir Zelenko vor dem israelischen Rat der Rabbiner. Dr. Zelenko ist ein jüdischer Mediziner, der in den USA lebt und für den Nobelpreis in Medizin vorgeschlagen wurde, u.a. weil er über 6000 Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren, erfolgreich behandelt hat. Darunter auch die Präsidenten Trump und Bolsonaro, vor allem mit Zink. Seiner Aussage nach habe er 85% seiner Patienten vor einer Einlieferung ins Spital bewahren können. Eine Impfung gegen Covid-19 sei nicht nötig. Dr. Zelenko ist sich bewusst, dass er wegen seiner Aussagen in diesem Video sein Leben verlieren könne. Er fragt, warum jetzt zu dritten Mal geimpft werde mit diesem vergifteten Todesschuss –  a poisoned death shot – , wenn es schon so viele Impfdurchbrüche gäbe?»  Israel sei zur Zeit weltweit das grösste Labor mit einer zu 80% geimpften Bevölkerung. Die akuten Impffolgen hätten bereits gezeigt, dass 40% der Geimpften Blutgerinnsel bekämen, die meisten drei bis vier Tage nach der Impfung. Viele junge Erwachsene litten nach der Impfung unter einer Herzbeutelentzündung – Myokarditis. Die Zahl der Fehlgeburten im ersten Drittel der Schwangerschaft sei bei geimpften Schwangeren von 10% auf 80% gestiegen. Zu erwarten seien bei Geimpften mittelfristig pathologische bzw. paradoxe Antworten des Immunsystems, langfristig die Zunahme von Autoimmunkrankheiten, Krebserkrankungen und Unfruchtbarkeit. Historisch gesehen bestünde zurzeit das grösste Risiko eines Genozids. Wenn 7 Milliarden Menschen geimpft würden, überlebten innerhalb von zwei bis drei Jahren höchstens 5 Milliarden. Bedeutend mehr Menschen würden an der Impfung als an Covid-19 sterben. Einer der drei Räte oder Richter bricht kurz vor dem Ende dieser Anhörung in Tränen aus.

Foto: Vollmond über Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny                      

Mein Tagebuch: 08.08.2021

08. August, Sonntag: Löwenportal und eine chinesische Weisheit

Heute schreiten wir durch das Löwenportal, Lion’s Gate. Astronomisch gesehen wird es jedes Jahr etwa am 28. Juli aktiviert und dauert bis zum 12. August, der 8. August ist der Höhepunkt. Die Sonne steht im Zeichen des Löwen, der Stern Sirius kommt der Erde am nächsten und reiht sich in den Gürtel des Sternbild Orion ein. Dieses Jahr kommt noch ein Neumond ebenfalls im Löwen hinzu. Astrologisch bedeutet dies bisher nie dagewesene neue Möglichkeiten und ein neuer Schub in der Öffnung der Herzen. Der Löwe steht für die Kraft und Bewusstsein aus dem Herzen. Wahrheit kommt ans Licht und trifft auf unsere offenen Herzen. Wir können nur noch empört sein über die Frechheit, Lügen und Betrügereien. Viele gehen auf die Strasse, skandieren «Liberté» wie etwa in Nizza. Andere tun sich zusammen, gemeinsam sind wir stark. In Deutschland wehren sich geimpfte und ungeimpfte Mütter gemeinsam gegen das Impfen ihrer Kinder.
Georg meint, ich solle nicht über die Sterne schreiben, sondern über die Realität, sonst würde ich von einigen Leuten als Spinnerin bezeichnet. Doch meiner Meinung nach erläutert die Astrologie Möglichkeiten, die konstelliert sind, archetypische Bilder, die sich zyklisch wiederholen und eine Zeitqualität bestimmen. Eine Konstellation – darin ist auch das Wort «stella», der Stern, enthalten – ist ein Zusammenwirken verschiedener Energiequalitäten. Was wir kollektiv und persönlich daraus machen, ob wir eine Chance ergreifen oder nicht, ist unsere Entscheidung.

Georgs gut gemeinte Kritik führt mich zu der Frage: Was ist Realität? Es besteht zum Beispiel die Forderung, Wissenschaft sollte die Realität möglichst objektiv abbilden und erforschen.

Die Sonntagszeitung berichtet auf der Seite 9, dass laut einem Bericht republikanischer US-Abgeordneter das Corona-Virus bereits im September 2019 aus dem Labor für Virologie in Wuhan ausgebrochen sei. Der 82-seitige Bericht hält fest, dass schon damals Chinas Behörden damit begannen, «jegliche Spuren zu tilgen, die einen Laborursprung der weltumfassenden tödlichen Pandemie beweisen könnten». Der federführende Abgeordnete Michael McCaul aus Texas sagt: «Es handelt sich um die grösste Vertuschung der Menschheitsgeschichte.» Mit ihrem Bericht, der auf öffentlich zugänglichen Quellen beruht, preschen die Kongresspolitiker drei Wochen dem von Joe Biden bestellten Bericht der US-Geheimdienste vor. Zur weltweiten Ausbreitung des Virus trugen massgeblich die im Oktober 2019 in Wuhan stattfindenden Militärweltspiele bei. An ihnen nahmen 9000 Sportler aus 109 Ländern teil. Viele Teilnehmenden nahmen das Virus in ihre Heimatländer mit. In Italien, Brasilien, Frankreich und Schweden gab es bereits im November und Dezember Covid-19-Erkrankungen. China gab «offiziell» erst an Silvester 2019 den Ausbruch der Krankheit an, obwohl bereits im September in Wuhan ein Lockdown verordnet worden war. Weiterhin berichtet die Sonntagszeitung, dass durch Projekteingaben belegt wird, dass im Wuhan-Labor an der Funktionssteigerung von Viren geforscht wird und die dortigen Wissenschaftler zur Züchtung eines Super-Erregers in der Lage sind.

Es ist förderlich, wenn die Wahrheit an die Oberfläche kommt. Wir können sie uns anschauen und uns entscheiden, wie wir leben wollen. Eine chinesische Weisheit besagt: «Wenn ein Schaden von Menschen angerichtet wurde, kann und muss er von Menschen wieder gut gemacht werden.» Im heutigen «Bund» wird Thomas Binz vom BAG zitiert: «Ich glaube, dass mehr Zwischenfälle gibt, als tatsächlich bekannt sind.» Wir können uns fragen: Ist Forschung in Hochsicherheitslaboren überhaupt nötig beziehungsweise zu verantworten, wenn es «Restrisiken» gibt, die der ganzen Welt schaden? Man könnte auch sagen: «Mit Restrisiken müssen wir leben. Die gehören zur Realität.» Tschernobyl und Fukushima lassen grüssen.

Auch dies ist Realität: Am 5. August überschritt der Aktienkurs von Moderna in New York erstmals die Marke von 400 Dollar. Anfang des Jahres lag er noch bei 111 Dollar. Am Geschäft mit der Corona-Impfung gewann Moderna in diesem Jahr bereits 19 Milliarden Dollar. Der Konkurrent Pfizer erwartet dieses Jahr 33 Milliarden Dollar. Seit seiner Ankündigung der dritten Impfung in Israel machte der Aktienkurs einen massiven Sprung an der Börse.  Quelle: «Der Bund» vom 9. August. Der deutsche Virologe Christian Drosten sagt: «Man muss nicht nachimpfen, weil Mutanten auftreten, sondern weil die Immunität gegen Schleimhautviren nicht lebenslang hält. Länder mit einem hohen Anteil an älteren Menschen sollten dabei mehr als nur sehr klar umgrenzte Risikogruppen nachimpfen, sondern ein breites Impfangebot für Drittimpfungen machen.» Bei welcher Firma hat Herr Drosten seine Aktien?
Georg meint: «Das neue Virus heisst nicht SARS-CoV-2, sondern Raffgier.»

In der Ferienwohnung im dritten Stock ist für eine Woche ein neuer etwa 45-jähriger Gast einquartiert. Er kommt aus Süddeutschland und möchte Leukerbad kennenlernen. Ich frage ihn, ob er sich in der Schweiz besser fühlt, denn in Deutschland seien die Massnahmen strenger und würden sehr autoritär umgesetzt. Er schüttelt den Kopf. Davon merke er nichts. Er sei geimpft, würde grössere Menschenansammlungen meiden und könne die Massnahmen der Regierung gut nachvollziehen. Die 80-jährige Nachbarin begrüsst ihn ebenfalls und erzählt, dass sie jetzt nicht mehr wandern könne, sondern nur noch ins Thermalbad ginge. Vor vier Wochen hatte sie mir noch erzählt, dass sie mit ihrem Mann immer noch mit Freude wandern ginge. Sie würden mich gerne mal mitnehmen und mir die Wege entlang den «Suonen», dem alten Bewässerungssystem im Wallis, zeigen. Inzwischen ist sie zweimal geimpft und hat grosse Mühe mit dem Laufen.  

Der Wassermann unterstützt uns im freiheitlichen Denken ohne Grenzen und mit unendlichen Möglichkeiten. Wir wollen aber nicht nur denken und uns in unzähligen Möglichkeiten verlieren. Da hilft uns die Kraft des Löwen, uns auf einen Punkt zu konzentrieren und die zukünftige Welt zu manifestieren.  

Foto: Aussicht von der Rinderhütte bei Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny                         

Mein Tagebuch: 07.08.2021

07. August, Samstag: Questo è una storia …

So beginnt ein Lied von Adriano Celentano. Doch ich erzähle hier nicht wie er die Geschichte eines Jungen*, sondern jene meiner Sommer auf einem Campingplatz am Neuenburgersee. Vieles habe ich dort erlebt: Für mich war es ein Kraftort zum Auftanken und Träumen, ein Ort der Inspiration und Begegnungen. Jedes Jahr leistete ich einen Beitrag an das vielfältige Kulturprogramm. In den ersten Jahren waren dies Kurse in Atem und Bewegung nach Ilse Middendorf. Ab 2006 nannte ich mein Angebot «Lass deine Seele reisen»: Eine Meditation im Liegen zu Klängen und Gesang von Petra. Mein «Orchester» umfasst eine schamanische Trommel, ein Klangauge (steel drum), Rasseln aus unterschiedlichen Kulturen – wie Madagaskar, Mali, Südamerika, Hawai’i und La Tène (keltisch), einen Regenstock, ein Monochord, eine Kristalllyra sowie Klangstäbe mit den Planetenklängen und tibetische Klangschalen. Zu Beginn frage ich die Anwesenden nach ihrem Wunschthema. Die Antworten sind meistens: Vertrauen, Heilung, Vergebung, Versöhnung. Auch besteht manchmal der Wunsch nach Heilung der Ahnenlinie. Ich stimme mich auf das jeweilige Thema ein und begrüsse sodann die Naturwesen des Ortes. Dies sind Zwerge, Elfen, Einhörner, die Baumwesen der Umgebung sowie die Drachen der vier Elemente. Der Oberzwerg raucht jeweils seine Pfeife und streicht sich den langen weissen Bart, während er meint, es sei höchste Zeit, dass ich wieder singe und klinge. Dann bitte ich um die Unterstützung der Erzengel, Engel und weiterer Helfer aus der geistigen Welt. Oft erscheinen während meiner Meditation auch die Ahnen, die mit diesem Ort verbunden sind, und tanzen eine Polonaise. Im Sommer 2020 meldete sich mehrmals Mutter Erde mit der Botschaft, dass wir Menschen keine Angst, sondern Vertrauen haben sollten. Sie würde uns tragen, nähren und beschützen. Zunehmend erschienen auch Wesen anderer Galaxien und landeten hier mit ihren Raumschiffen. Sie gaben uns zu verstehen, dass sie uns in dieser Zeit der Wandlung unterstützen möchten, denn sie hätten auf ihrem Planeten Ähnliches erlebt und könnten uns dank ihrer Erfahrung beistehen.
Nach meinen Klängen ist eine Zeit der Stille sehr wichtig, damit die Liegenden nachspüren und ihre Erlebnisse ordnen können. Sodann folgt ein Austausch über das Erfahrene. Manche Teilnehmende berichten über eine sehr tiefe Entspannung. Manchmal schläft jemand ein und ist überrascht, wenn mein «Konzert» bereits vorbei ist. Es hätte sich zeitlich wie fünf Minuten angefühlt. Dabei waren es gemessene 40 Minuten. Manche berichten, dass sich verschiedene körperliche Schmerzen aufgelöst hätten. Andere erzählen von Begegnungen mit kürzlich verstorbenen Familienangehörigen oder mit dem eigenen Krafttier oder von Visionen in wunderbaren Farben. Oft wirken meine Klänge weiter in die Träume der kommenden Nacht. Ich bekomme sie dann am nächsten Tag erzählt, oder eine Teilnehmerin zeigt mir ein Bild, das sie von ihrer Seelenreise gemalt hat.
Nächste Woche werde ich meine restlichen Sachen packen. Georg wird mir dabei helfen. Die meisten Musikinstrumente habe ich bereits an meinen neuen Wirkungsort, nach Leukerbad, gebracht. Die Bergwesen freuen sich schon, auch die Nixen, der Erd- und der Luftdrache. Zwerge und Elfen gibt es hier auch. Die vor dem Hochwasser gerettete Traumharfe konnte ich wieder stimmen und spielen. Es ist alles gut. Ein Kreis schliesst sich, ein neuer beginnt. Nach 34 Jahren.

Die Hopi haben prophezeit, dass die alte Erde eine Zeit der Erneuerung erleben wird. Ein Kreis wird sich schliessen. Bevor ein neuer Kreis beginnen wird, sagten sie eine Übergangszeit mit Stürmen, Hochwasser und Bränden voraus. In dieser Zeit leben wir jetzt.

*Anmerkung: «Il ragazzo della Via Gluck» heisst der Titel des Liedes von Adriano Celentano.

Foto: Hopi-Rassel
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 30.07.2021

30. Juli, Freitag:

Es regnet und regnet, der Hochsommer und die «Hundstage» bleiben aus, während es in Südosteuropa brennt. Unsere Tomaten können wir dieses Jahr vergessen. Sie wurden vom Hagel durchlöchert. Den Walliser Winzern macht der Falsche Mehltau zu schaffen. So sind wir froh um unsere Weinvorräte des sehr guten Jahrgangs 2019.

Ein grosses Thema in den Mainstream-Medien: Mehr Rechte für Geimpfte! Wenn jemand vor ein paar Monaten sagte, dass uns die Grundrechte genommen werden, war er bereits ein Verschwörungstheoretiker. Jetzt heisst die Forderung: Geimpfte sollten ihre Rechte zurückbekommen. Das Covid-Zertifikat soll in manchen Ländern bald nicht nur für Grossveranstaltungen, Theater und Konzerte gelten, sondern auch für Besuche in Restaurants und Altersheimen. Der PCR-Test soll bald für Ungeimpfte nicht mehr gratis sein. Für das Gesundheitspersonal gilt zum Beispiel in Frankreich ab September eine Impfpflicht. Die Proteste und Demonstrationen dagegen nehmen zu. 
Auch in der Schweiz wird die dritte Impfung im Herbst vom BAG «geprüft». Sie wird als «Auffrischung» bezeichnet.
In Südamerika soll die nächste Variante entdeckt worden sein. Südamerika ist weit weg, könnte man meinen. Doch unsere Nachbarn sind vor wenigen Tagen aus Equador zurückgekommen… Die neue Virusvariante heisst «Lambda». Nach «Delta» werden fünf Buchstaben des griechischen Alphabets übersprungen. Wenn dies ein Zeichen dafür ist, das wir in grösseren Schritten alle Varianten abhaken und bald bei Omega, also am Ende des Alphabets ankommen, habe ich nichts dagegen. Der Bundesrat hatte vor etwa zwei Monaten für Ende Juli die Aufhebung aller Massnahmen versprochen, doch jetzt ist er wieder zurückgekrebst: Da sei die sich ausbreitende Delta-Variante, man müsste abwarten, was die Leute mitbringen, die aus den Ferien zurückkehren und wie sich der Schulanfang auswirke usw. Und die Maskenpflicht müsste bestimmt mindestens bis zum kommenden Frühjahr beibehalten werden, denn den Winter verbringen wir wieder vermehrt in geschlossenen Räumen. In einem Radio-Interview erwähnt Bundesrat Berset nebenbei, dass nach der Impfung 19 Personen gestorben seien. Er stellt dies ohne Kommentar fest. Der Moderator hakt hier auch nicht nach.

Im Wallis will sich niemand mehr impfen lassen. Die Kantone Obwalden, Nidwalden und Appenzell Innerrhoden sind schweizweit die «Schlusslichter». Am meisten Geimpfte gibt es im Kanton Zürich. Ja, die Bergler und Berglerinnen: Sie sehen die Welt aus einer anderen Perspektive!

Foto und Text: Petra Dobrovolny  

Mein Tagebuch: 29.07.2021

29. Juli, Donnerstag: Eine Verschwörungstheorie löst sich auf

Es bewegt sich doch etwas: Nach etwa 17 Monaten löst sich eine Verschwörungstheorie auf. Genauer gesagt: Sie wandelt sich und wird salonfähig. Seitdem der amerikanische Präsident Joe Biden die US-Geheimdienste damit beauftragt hat, der Frage nach dem Ursprung des Virus nachzugehen, ist eine neue Debatte über die Entstehung des Virus möglich geworden. Sogar Tedros, der Generaldirektor der WHO, hat vor kurzem gesagt, das Virus könnte einem Labor entwichen sein. Er sei selbst einmal Laborant gewesen und wüsste, dass Unfälle passieren.
Letztes Jahr wurden Wissenschaftlerinnen wie die Tschechin Sonia Pekova und die Italienerin Rossana Segreto diffamiert und schikaniert, weil sie anhand ihrer Studien herausgefunden hatten, dass das Virus in einem Labor entstanden ist. Ein sonst üblicher wissenschaftlicher Diskurs war gar nicht möglich. Personen, die die These der Laborentstehung vertraten und verbreiteten wurden beschimpft und zensiert. Heute sagt sogar der deutsche Virologe Herr Drosten, der dieser These damals vehement widersprach, dass dies möglich sei. Für Rossana Segreto spielt es keine Rolle, wer Recht hat. Sie meint: «Wir sollten nur klug genug sein, allen Möglichkeiten nachzugehen. So steigern wir die Chance, dass wir so etwas wie die aktuelle Pandemie in Zukunft besser verstehen und vielleicht ein weiteres Mal verhindern können. Das sind wir unseren Kindern schuldig.» (Quelle: Die österreichische Wochenzeitung «News» vom 09.07.2021)

Unterdessen verstärkt sich der gesellschaftliche Druck auf die sogenannten Impfskeptiker noch mehr. Eine Leserbriefschreiberin meint im heutigen «Bund», dass das Urteil «verantwortungslos» nicht für solche, die mit dem Impfen noch abwarten, zutreffe. Es gäbe genug Gründe zur Skepsis. Und sie selbst sei sehr wohl um die Volksgesundheit besorgt und nähme ihre Verantwortung wahr, indem sie sich vorläufig nicht impfen liesse.
 
Am 27. Juli schreibt das Schweizer Gratisblatt 20minuten: «18 tote Geimpfte – Weniger als erwartet». Ich finde das sehr makaber. Passierte dies während eines klinischen Versuchs, würde man weitere Versuche mit dem Impfstoff sofort stoppen und ihn erst gar nicht zulassen. «Der Bund» von heute bringt die neusten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit: 379 Personen mit vollständiger Impfung haben sich trotzdem angesteckt. Diese Zahlen bewegten sich «im Rahmen» und seien erwartet worden. Aktuell seien 47,4 Prozent oder über 4 Millionen der Bevölkerung geimpft. – Besonders in Israel gibt es viele «Impfdurchbrüche» vor allem bei älteren Menschen. Deshalb sollen über 60-Jährige ein drittes Impfangebot erhalten.

Ich wundere mich, was alles als «erwartet» bezeichnet wird. Und «erwartet» bedeutet in dem Zusammenhang «normal» und kein Grund zur Besorgnis. Doch wer ist „man“, der da etwas erwartet? Warum wurden wir von „man“ nicht im Voraus über diese Erwartung informiert?  

In dieser Zeit werden immer wieder Begriffe umdefiniert. Zum Beispiel
1. «Solidarität»: Ich bin solidarisch, wenn ich mich impfen lasse.
2. «Freiheit»: Mit dem neuen grünen Pass sind wir frei. Jene, die keinen haben, sind es nicht.
3. «Der Tag der Freiheit» wird gefeiert, wenn wir alle geimpft sind, sodass alle bisherigen Massnahmen aufgehoben werden können.
4. «Immunität»: Immun ist, wer zweimal geimpft ist. Womöglich mit zwei verschiedenen Impfstoffen. Von natürlicher Immunität spricht offiziell niemand. «Von-selbst-Genesene», die sich zuhause selbst kurierten – wie zum Beispiel Georg mit Meersalz-Inhalationen – und wegen Covid-19 weder in einer Arztpraxis noch in einem Spital waren, gibt es nicht. Sie wurden statistisch gar nicht erfasst.
5. «Impfstoff»: Die Herstellerfirmen, wie zum Beispiel BioNtech/Pfizer, beschreiben ihn als eine Injektion, die keine sterile Immunität verursacht: „It may not prevent you from getting …“. Somit lassen sie sich eine Hintertüre offen. Andere Experten sagen, es handle sich gar nicht um einen Impfstoff, sondern um ein Gen-Therapeutikum. Ursprünglich wurde die Technik, mit welcher jetzt mRNA-Impfstoffe hergestellt werden, zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt.

Wer in Bezug auf diese neuen Definitionen anderer Meinung ist, wird von den Medien als Verschwörungstheoretiker oder Verschwörungsmystiker bezeichnet. Welche weiteren Theorien werden sich in den nächsten Monaten auflösen? Oder enthüllt werden? Das aus dem Griechisch stammende Wort „Apokalypse“ bedeutet „Enthüllung“.

These times may not prevent you from … what?

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 27.07.2021

27. Juli, Dienstag: Unwetter und Hochwasser

Am letzten Freitag hat ein lieber Freund nach meinem Wohnwagen auf einem vom Hochwasser betroffenen Campingplatz am Neuenburgersee geschaut und auf meinen Wunsch hin daraus meine Traumharfe samt durchnässter Tasche befreit. Er musste durch kniehohes Wasser waten. Der Wasserpegel war inzwischen zum Glück wieder leicht unter die Türschwelle meines Wohnwagens gesunken, so dass sich die Türe öffnen liess. Ich bin sehr erleichtert und dankbar, dass mein Freund dieses wunderbare Instrument retten und zu uns nach Bremgarten bringen konnte. Georg hat ihn mit heissem Tee und Datteln bewirtet. Per Telefon bekam ich die Rettungsaktion erzählt.

Am Sonntag machte sich Georg auf den Weg nach Leukerbad und wollte ein paar Tage mit mir gemeinsam die Walliser Berge geniessen. Am Montag erhielten wir die Nachricht unseres Nachbarn, dass um 2 Uhr in der Nacht ein heftiges Gewitter mit Hagel über Bremgarten hinweggezogen sei. Deswegen fährt Georg heute so schnell wie möglich nach Hause, um nachzuschauen, wie die Lage aussieht. Wir sind noch glimpflich davongekommen: Unsere Tomaten und ein paar Geranien sind zwar nicht mehr zu retten, doch die Blumentöpfe und -kästen auf der Fensterbank vor unserem Esszimmer stehen noch auf ihrem Platz. Der Wind hatte die Schnur des Sonnenstoren gelöst, so dass dieser sich schützend über der Fensterbank und die Geranien ausbreiten konnte. Bei einigen Nachbarn ist Wasser unter der Haustüre in den Gang geflossen. Alle sagen: «So etwas haben wir noch nie erlebt.»

Mindestens bis Mitte August ist in unseren Breitengraden kein Hochsommerwetter in Sicht. Es werden weitere Stürme erwartet, der Sommer findet in Südosteuropa statt. Griechenland leidet unter einer Hitzewelle bis zu 46 Grad.

Das amerikanische Gesundheitsministerium will wegen der Delta-Virusvariante die Maskenpflicht für Geimpfte beibehalten. Ausserdem soll die Bewilligung des PCR-Tests, der in den USA am 2. Juli 2020 notfallmässig zugelassen wurde, per 31.12.2021 auslaufen. Bis dann hätten die Labors Zeit, um einen neuen Test zu entwickeln. Der bisherige kann nicht zwischen SARS-CoV2 und Influenza-Viren A und B unterscheiden! Welche Regierung der Welt ist denn darüber informiert? Ich bin zwar keine Regierung, wusste diesen wichtigen Tatbestand jedoch bis jetzt auch nicht. Quelle: Youtube-Kanal von RT DE am 27.07.2021. Von Grippe-Erkrankungen war schon lange Zeit nicht mehr die Rede, sodass man meinen könnte, die Grippeviren seien ausgestorben. 

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 23.07.2021

23. Juli, Freitag: Zwei Vollmonde im Wassermann

Heute ist Vollmond im Sternzeichen Wassermann. An sich ist dies nichts Aussergewöhnliches, wenn nicht der nächste Vollmond am 22. August ebenfalls im Wassermann stattfände. Was bedeutet dies?  Vollmond steht für ein Ende und einen neuen Anfang. Der Wassermann ist ein sog. Luftzeichen. Das Element Luft steht für klares und innovatives Denken. In der Zeit zwischen den beiden Vollmonden gehen wir durch ein energetisches Portal in ein neues Bewusstsein. Wir glauben nicht mehr, was uns jemand weismachen will. Unsere Angst schwindet, denn wir sehen klarer, was nicht stimmt. Bisherigen Autoritäten glauben wir nicht mehr bedingungslos. Gemeinschaft und eine gemeinsame Suche nach neuen Lösungen für das Gemeinwohl werden immer wichtiger.

In zahlreichen Ländern kommt es zu massiven Überschwemmungen. Das Ausmass wird als «biblisch» bezeichnet. So etwas gab es zu unserer Zeit noch nie. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen erreicht uns: Zu den Beneluxländern und Deutschland kommen auch die Ukraine, China, Südpolen, …  Ein deutscher Politiker meint, jetzt müssten die Betroffenen schnell finanzielle Hilfe erhalten. Die entsprechenden Antragsformulare müssten so einfach wie möglich gehalten werden. Er sagt dies zu einer Zeit, zu der noch Menschen auf den Dächern der Häuser auf eine lebensrettende Hilfe warten. Wer von ihnen denkt jetzt an das Ausfüllen eines Formulars?

Am 15. Juli hat Dr. John Campbell, ein Arzt mit mindestens 40 Jahren Berufserfahrung, der die Statistiken und medizinischen Studien verfolgt und mit englischem Humor sachlich «cool» kommentiert, einen sehr bemerkenswerten Beitrag auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht. In GB wird statistisch festgehalten, ob Geimpfte oder Ungeimpfte positiv auf die Delta-Variante getestet wurden. Innerhalb der ersten Juli-Woche hatte die Anzahl der positiven Ergebnisse nach einem PCR-Test bei geimpften Personen um 40% zugenommen, bei ungeimpften dagegen war sie um 22% gesunken. Dies sei erstaunlich, meint Dr. Campbell und gäbe Anlass zur Hoffnung. Niemand könnte sagen, warum dies so sei. Nobody knows, nobody can tell! Doch: Prof. Sucharit Bhakdi hatte davor gewarnt, dass Geimpfte anfälliger auf neue Virus-Varianten sein werden.

Nun bin ich gespannt, was bis zum nächsten Vollmond noch alles passieren wird. Vor allem frage ich mich, wann die Ergebnisse solcher Statistiken von den regierenden Entscheidungstragenden «wahr»- genommen werden.
Der deutsche Philosoph, Schriftsteller und freie Journalist Gunnar Kaiser interviewte am 25. April 2021 auf seinem Youtube-Kanal Martin Esfeld, einen deutschen Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Uni Lausanne. Dieser sagt vor allem: Der Missbrauch der Wissenschaft während der Corona-Pandemie liegt in der Annahme, die Wissenschaft würde bestimmte politische Anweisungen legitimieren. Das kann Wissenschaft nicht. Sie soll objektiv Fakten beschreiben. Aus Fakten folgen keine Handlungsanweisungen. Dazu wären normative Prämissen nötig. Nicht von Fakten, sondern von Normen können Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Eine Norm wäre der Gesundheitsschutz. Jetzt besteht das Problem, dass diese jedoch nicht die einzige ist. Sie wird stillschweigend aber zur Einzigen erklärt und als absolut gesetzt. Soweit die philosophische Kritik. Wenn man sich dazu noch die Handlungsempfehlungen anschaut, so kommt man zu dem Schluss, dass diese vollkommen unsinnig sind und gerade eben nicht dem Gesundheitsschutz dienen, sondern kontraproduktiv sind. So weit Prof. Martin Esfeld.

Hier der Link zum über einstündigen Interview:
https://www.youtube.com/watch?v=eDWhGMnIca4

Foto und Text: Petra Dobrovolny