Mein Tagebuch: 22.08.2021

22. August, Sonntag: Vollmond im Wassermann und die Chance auf Freiheit

Zum zweiten Mal in diesem Monat kommt der Vollmond in das Zeichen des Wassermanns und fordert uns auf, unsere Einzigartigkeit auf neue Weise in diesem Leben auf dieser Erde zu manifestieren. Die Künstlerin Meret Oppenheim hat einmal gesagt: «Die Freiheit bekommt man nicht. Man muss sie sich nehmen.»

Heute postet Gunnar Kaiser ein neues Video auf Youtube mit dem Titel: «Die Furcht vor der Freiheit». In seinem Vortrag erwähnt er vor allem das 2015 erschienene Buch mit dem Titel «Autonomie» von Harald Welzer. Die neue Normalität ist eine ideologiefreie Ideologie ohne Führer und Personenkult. Der Vorteil einer Ideologie ist, dass sie den Gläubigen erlaubt, die Komplexität der Gesellschaft in radikaler Einfachheit zu verstehen. Sie bietet eine Entlastung von weiterem Nachdenken über die eigene Identität. Auf die derzeitige Situation bezogen geschieht diese Entlastung durch die Zugehörigkeit zu den «Solidarischen», durch den Glauben an DIE Wissenschaft und an die neue Definition von «Normalität». Statt ideologische Propaganda gibt es eingängige Werbesprüche wie «Nicht verpassen, impfen lassen!» «Impfpflicht ist Bürgerpflicht!» Aber: Die Aktienkurse der Firmen, die den Impfstoff herstellen, fallen – laut NZZ von heute.

Die Delta-Variante hat anscheinend in Süd-Vietnam zugeschlagen. Dieses Land war bisher von den vorherigen Varianten weitgehend verschont geblieben. In wenigen Tagen soll ein erster Lockdown gelten. Alle Geschäfte, auch Supermärkte für Lebensmittel, werden voraussichtlich für mindestens zwei Wochen geschlossen. Vor den Läden bilden sich lange Warteschlangen, die Kundschaft streitet sich um die letzte Ware in den bereits halbleeren Regalen. Es kommt sogar zu Schlägereien. Meine Freundin zeigt mir auf ihrem Handy ein Video von ihrem Sohn, der in Vietnam wohnt und arbeitet. Sie sagt: «Darüber schreibt hier keine Zeitung!»
In Israel gibt es bald wieder einen Lockdown, obwohl dieses Land Weltmeister im Impfen sein soll. Die australische und die neuseeländische Regierung beschliessen nach der Entdeckung eines einzigen «Falles» einen Lockdown. Was wird das bringen?

Ich erhalte einen Link zum Video einer Anhörung von Dr. Vladimir Zelenko vor dem israelischen Rat der Rabbiner. Dr. Zelenko ist ein jüdischer Mediziner, der in den USA lebt und für den Nobelpreis in Medizin vorgeschlagen wurde, u.a. weil er über 6000 Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren, erfolgreich behandelt hat. Darunter auch die Präsidenten Trump und Bolsonaro, vor allem mit Zink. Seiner Aussage nach habe er 85% seiner Patienten vor einer Einlieferung ins Spital bewahren können. Eine Impfung gegen Covid-19 sei nicht nötig. Dr. Zelenko ist sich bewusst, dass er wegen seiner Aussagen in diesem Video sein Leben verlieren könne. Er fragt, warum jetzt zu dritten Mal geimpft werde mit diesem vergifteten Todesschuss –  a poisoned death shot – , wenn es schon so viele Impfdurchbrüche gäbe?»  Israel sei zur Zeit weltweit das grösste Labor mit einer zu 80% geimpften Bevölkerung. Die akuten Impffolgen hätten bereits gezeigt, dass 40% der Geimpften Blutgerinnsel bekämen, die meisten drei bis vier Tage nach der Impfung. Viele junge Erwachsene litten nach der Impfung unter einer Herzbeutelentzündung – Myokarditis. Die Zahl der Fehlgeburten im ersten Drittel der Schwangerschaft sei bei geimpften Schwangeren von 10% auf 80% gestiegen. Zu erwarten seien bei Geimpften mittelfristig pathologische bzw. paradoxe Antworten des Immunsystems, langfristig die Zunahme von Autoimmunkrankheiten, Krebserkrankungen und Unfruchtbarkeit. Historisch gesehen bestünde zurzeit das grösste Risiko eines Genozids. Wenn 7 Milliarden Menschen geimpft würden, überlebten innerhalb von zwei bis drei Jahren höchstens 5 Milliarden. Bedeutend mehr Menschen würden an der Impfung als an Covid-19 sterben. Einer der drei Räte oder Richter bricht kurz vor dem Ende dieser Anhörung in Tränen aus.

Foto: Vollmond über Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny                      

Mein Tagebuch: 08.08.2021

08. August, Sonntag: Löwenportal und eine chinesische Weisheit

Heute schreiten wir durch das Löwenportal, Lion’s Gate. Astronomisch gesehen wird es jedes Jahr etwa am 28. Juli aktiviert und dauert bis zum 12. August, der 8. August ist der Höhepunkt. Die Sonne steht im Zeichen des Löwen, der Stern Sirius kommt der Erde am nächsten und reiht sich in den Gürtel des Sternbild Orion ein. Dieses Jahr kommt noch ein Neumond ebenfalls im Löwen hinzu. Astrologisch bedeutet dies bisher nie dagewesene neue Möglichkeiten und ein neuer Schub in der Öffnung der Herzen. Der Löwe steht für die Kraft und Bewusstsein aus dem Herzen. Wahrheit kommt ans Licht und trifft auf unsere offenen Herzen. Wir können nur noch empört sein über die Frechheit, Lügen und Betrügereien. Viele gehen auf die Strasse, skandieren «Liberté» wie etwa in Nizza. Andere tun sich zusammen, gemeinsam sind wir stark. In Deutschland wehren sich geimpfte und ungeimpfte Mütter gemeinsam gegen das Impfen ihrer Kinder.
Georg meint, ich solle nicht über die Sterne schreiben, sondern über die Realität, sonst würde ich von einigen Leuten als Spinnerin bezeichnet. Doch meiner Meinung nach erläutert die Astrologie Möglichkeiten, die konstelliert sind, archetypische Bilder, die sich zyklisch wiederholen und eine Zeitqualität bestimmen. Eine Konstellation – darin ist auch das Wort «stella», der Stern, enthalten – ist ein Zusammenwirken verschiedener Energiequalitäten. Was wir kollektiv und persönlich daraus machen, ob wir eine Chance ergreifen oder nicht, ist unsere Entscheidung.

Georgs gut gemeinte Kritik führt mich zu der Frage: Was ist Realität? Es besteht zum Beispiel die Forderung, Wissenschaft sollte die Realität möglichst objektiv abbilden und erforschen.

Die Sonntagszeitung berichtet auf der Seite 9, dass laut einem Bericht republikanischer US-Abgeordneter das Corona-Virus bereits im September 2019 aus dem Labor für Virologie in Wuhan ausgebrochen sei. Der 82-seitige Bericht hält fest, dass schon damals Chinas Behörden damit begannen, «jegliche Spuren zu tilgen, die einen Laborursprung der weltumfassenden tödlichen Pandemie beweisen könnten». Der federführende Abgeordnete Michael McCaul aus Texas sagt: «Es handelt sich um die grösste Vertuschung der Menschheitsgeschichte.» Mit ihrem Bericht, der auf öffentlich zugänglichen Quellen beruht, preschen die Kongresspolitiker drei Wochen dem von Joe Biden bestellten Bericht der US-Geheimdienste vor. Zur weltweiten Ausbreitung des Virus trugen massgeblich die im Oktober 2019 in Wuhan stattfindenden Militärweltspiele bei. An ihnen nahmen 9000 Sportler aus 109 Ländern teil. Viele Teilnehmenden nahmen das Virus in ihre Heimatländer mit. In Italien, Brasilien, Frankreich und Schweden gab es bereits im November und Dezember Covid-19-Erkrankungen. China gab «offiziell» erst an Silvester 2019 den Ausbruch der Krankheit an, obwohl bereits im September in Wuhan ein Lockdown verordnet worden war. Weiterhin berichtet die Sonntagszeitung, dass durch Projekteingaben belegt wird, dass im Wuhan-Labor an der Funktionssteigerung von Viren geforscht wird und die dortigen Wissenschaftler zur Züchtung eines Super-Erregers in der Lage sind.

Es ist förderlich, wenn die Wahrheit an die Oberfläche kommt. Wir können sie uns anschauen und uns entscheiden, wie wir leben wollen. Eine chinesische Weisheit besagt: «Wenn ein Schaden von Menschen angerichtet wurde, kann und muss er von Menschen wieder gut gemacht werden.» Im heutigen «Bund» wird Thomas Binz vom BAG zitiert: «Ich glaube, dass mehr Zwischenfälle gibt, als tatsächlich bekannt sind.» Wir können uns fragen: Ist Forschung in Hochsicherheitslaboren überhaupt nötig beziehungsweise zu verantworten, wenn es «Restrisiken» gibt, die der ganzen Welt schaden? Man könnte auch sagen: «Mit Restrisiken müssen wir leben. Die gehören zur Realität.» Tschernobyl und Fukushima lassen grüssen.

Auch dies ist Realität: Am 5. August überschritt der Aktienkurs von Moderna in New York erstmals die Marke von 400 Dollar. Anfang des Jahres lag er noch bei 111 Dollar. Am Geschäft mit der Corona-Impfung gewann Moderna in diesem Jahr bereits 19 Milliarden Dollar. Der Konkurrent Pfizer erwartet dieses Jahr 33 Milliarden Dollar. Seit seiner Ankündigung der dritten Impfung in Israel machte der Aktienkurs einen massiven Sprung an der Börse.  Quelle: «Der Bund» vom 9. August. Der deutsche Virologe Christian Drosten sagt: «Man muss nicht nachimpfen, weil Mutanten auftreten, sondern weil die Immunität gegen Schleimhautviren nicht lebenslang hält. Länder mit einem hohen Anteil an älteren Menschen sollten dabei mehr als nur sehr klar umgrenzte Risikogruppen nachimpfen, sondern ein breites Impfangebot für Drittimpfungen machen.» Bei welcher Firma hat Herr Drosten seine Aktien?
Georg meint: «Das neue Virus heisst nicht SARS-CoV-2, sondern Raffgier.»

In der Ferienwohnung im dritten Stock ist für eine Woche ein neuer etwa 45-jähriger Gast einquartiert. Er kommt aus Süddeutschland und möchte Leukerbad kennenlernen. Ich frage ihn, ob er sich in der Schweiz besser fühlt, denn in Deutschland seien die Massnahmen strenger und würden sehr autoritär umgesetzt. Er schüttelt den Kopf. Davon merke er nichts. Er sei geimpft, würde grössere Menschenansammlungen meiden und könne die Massnahmen der Regierung gut nachvollziehen. Die 80-jährige Nachbarin begrüsst ihn ebenfalls und erzählt, dass sie jetzt nicht mehr wandern könne, sondern nur noch ins Thermalbad ginge. Vor vier Wochen hatte sie mir noch erzählt, dass sie mit ihrem Mann immer noch mit Freude wandern ginge. Sie würden mich gerne mal mitnehmen und mir die Wege entlang den «Suonen», dem alten Bewässerungssystem im Wallis, zeigen. Inzwischen ist sie zweimal geimpft und hat grosse Mühe mit dem Laufen.  

Der Wassermann unterstützt uns im freiheitlichen Denken ohne Grenzen und mit unendlichen Möglichkeiten. Wir wollen aber nicht nur denken und uns in unzähligen Möglichkeiten verlieren. Da hilft uns die Kraft des Löwen, uns auf einen Punkt zu konzentrieren und die zukünftige Welt zu manifestieren.  

Foto: Aussicht von der Rinderhütte bei Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny                         

Mein Tagebuch: 07.08.2021

07. August, Samstag: Questo è una storia …

So beginnt ein Lied von Adriano Celentano. Doch ich erzähle hier nicht wie er die Geschichte eines Jungen*, sondern jene meiner Sommer auf einem Campingplatz am Neuenburgersee. Vieles habe ich dort erlebt: Für mich war es ein Kraftort zum Auftanken und Träumen, ein Ort der Inspiration und Begegnungen. Jedes Jahr leistete ich einen Beitrag an das vielfältige Kulturprogramm. In den ersten Jahren waren dies Kurse in Atem und Bewegung nach Ilse Middendorf. Ab 2006 nannte ich mein Angebot «Lass deine Seele reisen»: Eine Meditation im Liegen zu Klängen und Gesang von Petra. Mein «Orchester» umfasst eine schamanische Trommel, ein Klangauge (steel drum), Rasseln aus unterschiedlichen Kulturen – wie Madagaskar, Mali, Südamerika, Hawai’i und La Tène (keltisch), einen Regenstock, ein Monochord, eine Kristalllyra sowie Klangstäbe mit den Planetenklängen und tibetische Klangschalen. Zu Beginn frage ich die Anwesenden nach ihrem Wunschthema. Die Antworten sind meistens: Vertrauen, Heilung, Vergebung, Versöhnung. Auch besteht manchmal der Wunsch nach Heilung der Ahnenlinie. Ich stimme mich auf das jeweilige Thema ein und begrüsse sodann die Naturwesen des Ortes. Dies sind Zwerge, Elfen, Einhörner, die Baumwesen der Umgebung sowie die Drachen der vier Elemente. Der Oberzwerg raucht jeweils seine Pfeife und streicht sich den langen weissen Bart, während er meint, es sei höchste Zeit, dass ich wieder singe und klinge. Dann bitte ich um die Unterstützung der Erzengel, Engel und weiterer Helfer aus der geistigen Welt. Oft erscheinen während meiner Meditation auch die Ahnen, die mit diesem Ort verbunden sind, und tanzen eine Polonaise. Im Sommer 2020 meldete sich mehrmals Mutter Erde mit der Botschaft, dass wir Menschen keine Angst, sondern Vertrauen haben sollten. Sie würde uns tragen, nähren und beschützen. Zunehmend erschienen auch Wesen anderer Galaxien und landeten hier mit ihren Raumschiffen. Sie gaben uns zu verstehen, dass sie uns in dieser Zeit der Wandlung unterstützen möchten, denn sie hätten auf ihrem Planeten Ähnliches erlebt und könnten uns dank ihrer Erfahrung beistehen.
Nach meinen Klängen ist eine Zeit der Stille sehr wichtig, damit die Liegenden nachspüren und ihre Erlebnisse ordnen können. Sodann folgt ein Austausch über das Erfahrene. Manche Teilnehmende berichten über eine sehr tiefe Entspannung. Manchmal schläft jemand ein und ist überrascht, wenn mein «Konzert» bereits vorbei ist. Es hätte sich zeitlich wie fünf Minuten angefühlt. Dabei waren es gemessene 40 Minuten. Manche berichten, dass sich verschiedene körperliche Schmerzen aufgelöst hätten. Andere erzählen von Begegnungen mit kürzlich verstorbenen Familienangehörigen oder mit dem eigenen Krafttier oder von Visionen in wunderbaren Farben. Oft wirken meine Klänge weiter in die Träume der kommenden Nacht. Ich bekomme sie dann am nächsten Tag erzählt, oder eine Teilnehmerin zeigt mir ein Bild, das sie von ihrer Seelenreise gemalt hat.
Nächste Woche werde ich meine restlichen Sachen packen. Georg wird mir dabei helfen. Die meisten Musikinstrumente habe ich bereits an meinen neuen Wirkungsort, nach Leukerbad, gebracht. Die Bergwesen freuen sich schon, auch die Nixen, der Erd- und der Luftdrache. Zwerge und Elfen gibt es hier auch. Die vor dem Hochwasser gerettete Traumharfe konnte ich wieder stimmen und spielen. Es ist alles gut. Ein Kreis schliesst sich, ein neuer beginnt. Nach 34 Jahren.

Die Hopi haben prophezeit, dass die alte Erde eine Zeit der Erneuerung erleben wird. Ein Kreis wird sich schliessen. Bevor ein neuer Kreis beginnen wird, sagten sie eine Übergangszeit mit Stürmen, Hochwasser und Bränden voraus. In dieser Zeit leben wir jetzt.

*Anmerkung: «Il ragazzo della Via Gluck» heisst der Titel des Liedes von Adriano Celentano.

Foto: Hopi-Rassel
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 30.07.2021

30. Juli, Freitag:

Es regnet und regnet, der Hochsommer und die «Hundstage» bleiben aus, während es in Südosteuropa brennt. Unsere Tomaten können wir dieses Jahr vergessen. Sie wurden vom Hagel durchlöchert. Den Walliser Winzern macht der Falsche Mehltau zu schaffen. So sind wir froh um unsere Weinvorräte des sehr guten Jahrgangs 2019.

Ein grosses Thema in den Mainstream-Medien: Mehr Rechte für Geimpfte! Wenn jemand vor ein paar Monaten sagte, dass uns die Grundrechte genommen werden, war er bereits ein Verschwörungstheoretiker. Jetzt heisst die Forderung: Geimpfte sollten ihre Rechte zurückbekommen. Das Covid-Zertifikat soll in manchen Ländern bald nicht nur für Grossveranstaltungen, Theater und Konzerte gelten, sondern auch für Besuche in Restaurants und Altersheimen. Der PCR-Test soll bald für Ungeimpfte nicht mehr gratis sein. Für das Gesundheitspersonal gilt zum Beispiel in Frankreich ab September eine Impfpflicht. Die Proteste und Demonstrationen dagegen nehmen zu. 
Auch in der Schweiz wird die dritte Impfung im Herbst vom BAG «geprüft». Sie wird als «Auffrischung» bezeichnet.
In Südamerika soll die nächste Variante entdeckt worden sein. Südamerika ist weit weg, könnte man meinen. Doch unsere Nachbarn sind vor wenigen Tagen aus Equador zurückgekommen… Die neue Virusvariante heisst «Lambda». Nach «Delta» werden fünf Buchstaben des griechischen Alphabets übersprungen. Wenn dies ein Zeichen dafür ist, das wir in grösseren Schritten alle Varianten abhaken und bald bei Omega, also am Ende des Alphabets ankommen, habe ich nichts dagegen. Der Bundesrat hatte vor etwa zwei Monaten für Ende Juli die Aufhebung aller Massnahmen versprochen, doch jetzt ist er wieder zurückgekrebst: Da sei die sich ausbreitende Delta-Variante, man müsste abwarten, was die Leute mitbringen, die aus den Ferien zurückkehren und wie sich der Schulanfang auswirke usw. Und die Maskenpflicht müsste bestimmt mindestens bis zum kommenden Frühjahr beibehalten werden, denn den Winter verbringen wir wieder vermehrt in geschlossenen Räumen. In einem Radio-Interview erwähnt Bundesrat Berset nebenbei, dass nach der Impfung 19 Personen gestorben seien. Er stellt dies ohne Kommentar fest. Der Moderator hakt hier auch nicht nach.

Im Wallis will sich niemand mehr impfen lassen. Die Kantone Obwalden, Nidwalden und Appenzell Innerrhoden sind schweizweit die «Schlusslichter». Am meisten Geimpfte gibt es im Kanton Zürich. Ja, die Bergler und Berglerinnen: Sie sehen die Welt aus einer anderen Perspektive!

Foto und Text: Petra Dobrovolny  

Mein Tagebuch: 29.07.2021

29. Juli, Donnerstag: Eine Verschwörungstheorie löst sich auf

Es bewegt sich doch etwas: Nach etwa 17 Monaten löst sich eine Verschwörungstheorie auf. Genauer gesagt: Sie wandelt sich und wird salonfähig. Seitdem der amerikanische Präsident Joe Biden die US-Geheimdienste damit beauftragt hat, der Frage nach dem Ursprung des Virus nachzugehen, ist eine neue Debatte über die Entstehung des Virus möglich geworden. Sogar Tedros, der Generaldirektor der WHO, hat vor kurzem gesagt, das Virus könnte einem Labor entwichen sein. Er sei selbst einmal Laborant gewesen und wüsste, dass Unfälle passieren.
Letztes Jahr wurden Wissenschaftlerinnen wie die Tschechin Sonia Pekova und die Italienerin Rossana Segreto diffamiert und schikaniert, weil sie anhand ihrer Studien herausgefunden hatten, dass das Virus in einem Labor entstanden ist. Ein sonst üblicher wissenschaftlicher Diskurs war gar nicht möglich. Personen, die die These der Laborentstehung vertraten und verbreiteten wurden beschimpft und zensiert. Heute sagt sogar der deutsche Virologe Herr Drosten, der dieser These damals vehement widersprach, dass dies möglich sei. Für Rossana Segreto spielt es keine Rolle, wer Recht hat. Sie meint: «Wir sollten nur klug genug sein, allen Möglichkeiten nachzugehen. So steigern wir die Chance, dass wir so etwas wie die aktuelle Pandemie in Zukunft besser verstehen und vielleicht ein weiteres Mal verhindern können. Das sind wir unseren Kindern schuldig.» (Quelle: Die österreichische Wochenzeitung «News» vom 09.07.2021)

Unterdessen verstärkt sich der gesellschaftliche Druck auf die sogenannten Impfskeptiker noch mehr. Eine Leserbriefschreiberin meint im heutigen «Bund», dass das Urteil «verantwortungslos» nicht für solche, die mit dem Impfen noch abwarten, zutreffe. Es gäbe genug Gründe zur Skepsis. Und sie selbst sei sehr wohl um die Volksgesundheit besorgt und nähme ihre Verantwortung wahr, indem sie sich vorläufig nicht impfen liesse.
 
Am 27. Juli schreibt das Schweizer Gratisblatt 20minuten: «18 tote Geimpfte – Weniger als erwartet». Ich finde das sehr makaber. Passierte dies während eines klinischen Versuchs, würde man weitere Versuche mit dem Impfstoff sofort stoppen und ihn erst gar nicht zulassen. «Der Bund» von heute bringt die neusten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit: 379 Personen mit vollständiger Impfung haben sich trotzdem angesteckt. Diese Zahlen bewegten sich «im Rahmen» und seien erwartet worden. Aktuell seien 47,4 Prozent oder über 4 Millionen der Bevölkerung geimpft. – Besonders in Israel gibt es viele «Impfdurchbrüche» vor allem bei älteren Menschen. Deshalb sollen über 60-Jährige ein drittes Impfangebot erhalten.

Ich wundere mich, was alles als «erwartet» bezeichnet wird. Und «erwartet» bedeutet in dem Zusammenhang «normal» und kein Grund zur Besorgnis. Doch wer ist „man“, der da etwas erwartet? Warum wurden wir von „man“ nicht im Voraus über diese Erwartung informiert?  

In dieser Zeit werden immer wieder Begriffe umdefiniert. Zum Beispiel
1. «Solidarität»: Ich bin solidarisch, wenn ich mich impfen lasse.
2. «Freiheit»: Mit dem neuen grünen Pass sind wir frei. Jene, die keinen haben, sind es nicht.
3. «Der Tag der Freiheit» wird gefeiert, wenn wir alle geimpft sind, sodass alle bisherigen Massnahmen aufgehoben werden können.
4. «Immunität»: Immun ist, wer zweimal geimpft ist. Womöglich mit zwei verschiedenen Impfstoffen. Von natürlicher Immunität spricht offiziell niemand. «Von-selbst-Genesene», die sich zuhause selbst kurierten – wie zum Beispiel Georg mit Meersalz-Inhalationen – und wegen Covid-19 weder in einer Arztpraxis noch in einem Spital waren, gibt es nicht. Sie wurden statistisch gar nicht erfasst.
5. «Impfstoff»: Die Herstellerfirmen, wie zum Beispiel BioNtech/Pfizer, beschreiben ihn als eine Injektion, die keine sterile Immunität verursacht: „It may not prevent you from getting …“. Somit lassen sie sich eine Hintertüre offen. Andere Experten sagen, es handle sich gar nicht um einen Impfstoff, sondern um ein Gen-Therapeutikum. Ursprünglich wurde die Technik, mit welcher jetzt mRNA-Impfstoffe hergestellt werden, zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt.

Wer in Bezug auf diese neuen Definitionen anderer Meinung ist, wird von den Medien als Verschwörungstheoretiker oder Verschwörungsmystiker bezeichnet. Welche weiteren Theorien werden sich in den nächsten Monaten auflösen? Oder enthüllt werden? Das aus dem Griechisch stammende Wort „Apokalypse“ bedeutet „Enthüllung“.

These times may not prevent you from … what?

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 27.07.2021

27. Juli, Dienstag: Unwetter und Hochwasser

Am letzten Freitag hat ein lieber Freund nach meinem Wohnwagen auf einem vom Hochwasser betroffenen Campingplatz am Neuenburgersee geschaut und auf meinen Wunsch hin daraus meine Traumharfe samt durchnässter Tasche befreit. Er musste durch kniehohes Wasser waten. Der Wasserpegel war inzwischen zum Glück wieder leicht unter die Türschwelle meines Wohnwagens gesunken, so dass sich die Türe öffnen liess. Ich bin sehr erleichtert und dankbar, dass mein Freund dieses wunderbare Instrument retten und zu uns nach Bremgarten bringen konnte. Georg hat ihn mit heissem Tee und Datteln bewirtet. Per Telefon bekam ich die Rettungsaktion erzählt.

Am Sonntag machte sich Georg auf den Weg nach Leukerbad und wollte ein paar Tage mit mir gemeinsam die Walliser Berge geniessen. Am Montag erhielten wir die Nachricht unseres Nachbarn, dass um 2 Uhr in der Nacht ein heftiges Gewitter mit Hagel über Bremgarten hinweggezogen sei. Deswegen fährt Georg heute so schnell wie möglich nach Hause, um nachzuschauen, wie die Lage aussieht. Wir sind noch glimpflich davongekommen: Unsere Tomaten und ein paar Geranien sind zwar nicht mehr zu retten, doch die Blumentöpfe und -kästen auf der Fensterbank vor unserem Esszimmer stehen noch auf ihrem Platz. Der Wind hatte die Schnur des Sonnenstoren gelöst, so dass dieser sich schützend über der Fensterbank und die Geranien ausbreiten konnte. Bei einigen Nachbarn ist Wasser unter der Haustüre in den Gang geflossen. Alle sagen: «So etwas haben wir noch nie erlebt.»

Mindestens bis Mitte August ist in unseren Breitengraden kein Hochsommerwetter in Sicht. Es werden weitere Stürme erwartet, der Sommer findet in Südosteuropa statt. Griechenland leidet unter einer Hitzewelle bis zu 46 Grad.

Das amerikanische Gesundheitsministerium will wegen der Delta-Virusvariante die Maskenpflicht für Geimpfte beibehalten. Ausserdem soll die Bewilligung des PCR-Tests, der in den USA am 2. Juli 2020 notfallmässig zugelassen wurde, per 31.12.2021 auslaufen. Bis dann hätten die Labors Zeit, um einen neuen Test zu entwickeln. Der bisherige kann nicht zwischen SARS-CoV2 und Influenza-Viren A und B unterscheiden! Welche Regierung der Welt ist denn darüber informiert? Ich bin zwar keine Regierung, wusste diesen wichtigen Tatbestand jedoch bis jetzt auch nicht. Quelle: Youtube-Kanal von RT DE am 27.07.2021. Von Grippe-Erkrankungen war schon lange Zeit nicht mehr die Rede, sodass man meinen könnte, die Grippeviren seien ausgestorben. 

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 23.07.2021

23. Juli, Freitag: Zwei Vollmonde im Wassermann

Heute ist Vollmond im Sternzeichen Wassermann. An sich ist dies nichts Aussergewöhnliches, wenn nicht der nächste Vollmond am 22. August ebenfalls im Wassermann stattfände. Was bedeutet dies?  Vollmond steht für ein Ende und einen neuen Anfang. Der Wassermann ist ein sog. Luftzeichen. Das Element Luft steht für klares und innovatives Denken. In der Zeit zwischen den beiden Vollmonden gehen wir durch ein energetisches Portal in ein neues Bewusstsein. Wir glauben nicht mehr, was uns jemand weismachen will. Unsere Angst schwindet, denn wir sehen klarer, was nicht stimmt. Bisherigen Autoritäten glauben wir nicht mehr bedingungslos. Gemeinschaft und eine gemeinsame Suche nach neuen Lösungen für das Gemeinwohl werden immer wichtiger.

In zahlreichen Ländern kommt es zu massiven Überschwemmungen. Das Ausmass wird als «biblisch» bezeichnet. So etwas gab es zu unserer Zeit noch nie. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen erreicht uns: Zu den Beneluxländern und Deutschland kommen auch die Ukraine, China, Südpolen, …  Ein deutscher Politiker meint, jetzt müssten die Betroffenen schnell finanzielle Hilfe erhalten. Die entsprechenden Antragsformulare müssten so einfach wie möglich gehalten werden. Er sagt dies zu einer Zeit, zu der noch Menschen auf den Dächern der Häuser auf eine lebensrettende Hilfe warten. Wer von ihnen denkt jetzt an das Ausfüllen eines Formulars?

Am 15. Juli hat Dr. John Campbell, ein Arzt mit mindestens 40 Jahren Berufserfahrung, der die Statistiken und medizinischen Studien verfolgt und mit englischem Humor sachlich «cool» kommentiert, einen sehr bemerkenswerten Beitrag auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht. In GB wird statistisch festgehalten, ob Geimpfte oder Ungeimpfte positiv auf die Delta-Variante getestet wurden. Innerhalb der ersten Juli-Woche hatte die Anzahl der positiven Ergebnisse nach einem PCR-Test bei geimpften Personen um 40% zugenommen, bei ungeimpften dagegen war sie um 22% gesunken. Dies sei erstaunlich, meint Dr. Campbell und gäbe Anlass zur Hoffnung. Niemand könnte sagen, warum dies so sei. Nobody knows, nobody can tell! Doch: Prof. Sucharit Bhakdi hatte davor gewarnt, dass Geimpfte anfälliger auf neue Virus-Varianten sein werden.

Nun bin ich gespannt, was bis zum nächsten Vollmond noch alles passieren wird. Vor allem frage ich mich, wann die Ergebnisse solcher Statistiken von den regierenden Entscheidungstragenden «wahr»- genommen werden.
Der deutsche Philosoph, Schriftsteller und freie Journalist Gunnar Kaiser interviewte am 25. April 2021 auf seinem Youtube-Kanal Martin Esfeld, einen deutschen Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Uni Lausanne. Dieser sagt vor allem: Der Missbrauch der Wissenschaft während der Corona-Pandemie liegt in der Annahme, die Wissenschaft würde bestimmte politische Anweisungen legitimieren. Das kann Wissenschaft nicht. Sie soll objektiv Fakten beschreiben. Aus Fakten folgen keine Handlungsanweisungen. Dazu wären normative Prämissen nötig. Nicht von Fakten, sondern von Normen können Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Eine Norm wäre der Gesundheitsschutz. Jetzt besteht das Problem, dass diese jedoch nicht die einzige ist. Sie wird stillschweigend aber zur Einzigen erklärt und als absolut gesetzt. Soweit die philosophische Kritik. Wenn man sich dazu noch die Handlungsempfehlungen anschaut, so kommt man zu dem Schluss, dass diese vollkommen unsinnig sind und gerade eben nicht dem Gesundheitsschutz dienen, sondern kontraproduktiv sind. So weit Prof. Martin Esfeld.

Hier der Link zum über einstündigen Interview:
https://www.youtube.com/watch?v=eDWhGMnIca4

Foto und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 22. 07.2021

22. Juli, Donnerstag: Gesperrte Wege und der Ausweg durch die Luft

Vorgestern habe ich bei klarem Wetter mit meiner Freundin einen Ausflug in die Berge gemacht. Wir fuhren mit der Torrentbahn von Leukerbad zur Rinderhütte und wanderten auf dem Panoramaweg zur Torrentalp. Nach eine «Rüeblisuppe» auf einer wunderschönen Restaurantterrasse ging es weiter nach Flaschen. Dort war das Restaurant wegen Ruhetag geschlossen. Der Bus fuhr wegen einer Baustelle nicht nach Leukerbad. Schon auf dem Abstieg nach Flaschen war der Wanderweg nach Leukerbad wegen einer Baustelle – neue Lawinenverbauungen – gesperrt. Unterwegs trafen wir ein nettes Ehepaar aus Belgien, das schon seit 17 Jahren auf einem Campingplatz in der Nähe Sommerferien machen.
Es blieb uns nichts anderes übrig, als in Flaschen die Gondelbahn hinauf und zurück zur Rinderhütte zu nehmen und von dort aus die Seilbahn nach Leukerbad. Vor deren Abfahrt hatten wir noch Zeit, um die wunderbare Aussicht auf den Talkessel von Leukerbad mit seinen steilen Felswänden zu geniessen.
Während unserer Wanderung spürte ich hinter mir die Anwesenheit eines Lichtwesens in heller blaugrüner, fast türkiser Farbe. Zunächst dachte ich, es sei Erzengel Michael, den ich manchmal um Schutz bitte. Doch hat erscheint dieser ein kräftig blaues Licht. So fragte ich, wer er sei. Er antwortete, er sei Josef, der irdische Vater von Jesus. Er würde Menschen auf ihrer Wanderschaft beschützen. Ich danke ihm, dass wir trotz Hindernissen nicht nur wieder gut nach Hause kamen, sondern uns an unserem Ausflug freuen konnten über die gute Sicht auf die Alpenkette im Süden und das Rhonetal.

Gestern habe ich das Leukerbader Thermalbad wieder genossen. Im Innenbereich wurde die Maskenpflicht auf dem Weg von der Garderobe bis zum Schwimmbecken aufgehoben. Eine Dame sagt mir, dass sie dies nicht verstehen könnte, doch es stimme vieles nicht mit den sich ständig ändernden Regeln. Jetzt seien vor allem die Jüngeren betroffen. Sie kenne einige, die an «Long-Covid», also an schweren Folgen der Krankheit litten.
Das Bad ist gut besucht, die Ferien machen sich bemerkbar. Die meisten Gäste scheinen in der Schweiz zu wohnen. Es gibt auch einige aus Deutschland und Italien, ab und zu hört man Russisch. Familien aus der Romandie mit drei bis vier Kindern sind häufig. Lebensfreude pur! Obwohl laut Medien die Zahlen der mit der Delta-Variante Infizierten steigen.  Der Bundesrat hat Ferien bis Anfang August und wird erst danach über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Spitäler haben freie Kapazitäten. Die Medien warnen vor einem schlimmen Herbst, weil noch zu wenig Menschen geimpft seien und sich auch nicht impfen lassen wollten. Grossveranstaltungen und Restaurants sollten nur noch für Geimpfte zugänglich sein. Der Gebrauch des Covid-Zertifikats sollte dringend erweitert werden.
Der in Grossbritannien verkündete «Day of Freedom», an dem alle Corona-Massnahmen aufgehoben wurden, wurde dort am 19. Juli mit gemischten Gefühlen begangen. Boris Johnson verbringt auf seinem Landgut eine Quarantäne und lässt sich nicht blicken. Die Menschen in GB sind sich unsicher, ob sie nun auf die Maske verzichten können oder nicht. Auch sind sie desillusioniert in Bezug auf die zuvor so gepriesene Wirkung der Impfung.

Eine Schlagzeile im heutigen «Bund» auf Seite 7 lautet: «Das Gesundheitssystem könnte wieder an seine Grenze stossen. Vierte Welle: Die Mehrheit der Erwachsenen ist geimpft, doch noch immer sind 3,38 Millionen Menschen in der Schweiz nicht immun.» In derselben Ausgabe steht auf Seite 3 über Grossbritannien: «Nun droht ein Chaos-Sommer». Obwohl bekannt ist, dass trotz sehr hoher Impfquote in GB und Israel die Zahlen der Infizierten dort massiv steigen, werden nur Geimpfte als immun bezeichnet. Niemand spricht von den nach einer Covid-Erkrankung von selbst Genesenen. Woher wissen die Medien, wer jetzt immun und wer nicht? Der Wissenschaftler Dr. Robert Moltane stellt in einer Studie fest, dass Länder mit sehr hohen Impfquoten die höchsten Zahlen von Infizierten mit der neuen Virus-Variante aufweisen.  
Es stimmt auch nicht, dass das Gesundheitssystem «wieder» an seine Grenzen stossen wird. Die Spitäler in der Schweiz waren auch im Jahr 2020 nie überlastet gewesen, standen monatelang fast leer und mussten sogar Kurzarbeit einführen. Die Intensivstationen waren nur teilweise ausgelastet. Das Gesundheitssystem konnte wegen der Anordnung des Bundesrats, alle Kapazitäten für eventuelle Covid-Kranke freizuhalten, die sonst übliche medizinische Versorgung nicht mehr gewährleisten.
Georg meint: «Warum wollen die Medien uns ständig belehren? Damit lenken sie nur von ihrem eigenen Unwissen ab. Kompetente Kritiker und Kritikerinnen kommen immer noch nicht zum Wort.»

Foto: Die Torrentalp mit Blick in den Süden auf Alpenkette und Rhonetal
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 17.07.2021

17. Juli, Samstag:

Nach einer Woche im «Flachland» geht es für mich heute wieder zurück in die Walliser Berge. An diesem Wochenende beginnen in vielen Kantonen und Nachbarländern die Sommerferien. Der Autoverkehr staut sich vor dem Gotthardtunnel auf 15 km. Das bedeutet zweieinhalb Stunden Wartezeit. Dankbar lasse ich mich mit Zug und Bus nach Leukerbad bringen. Ohne Zwischenfälle und Verspätung. Der lokale «Ringjet-Bus» fährt mich mitsamt Gepäck fast bis vor die Haustür.
Unterwegs erfahre ich vom Bildschirm im Bus, der kurze Textnachrichten einblendet, eine Neuigkeit: Der britische Gesundheitsminister ist an Covid erkrankt, obwohl er bereits zweimal geimpft ist. Die Regierung plant ab September 35 Millionen Menschen in UK gratis impfen zu lassen.
Viele haben jetzt andere Sorgen: Weitere Unwetter treffen in der kommenden Nacht Ostbayern und die Gegend von Salzburg. In den Gebieten von Rhein und Mosel wird immer noch nach Überlebenden gesucht. Über 150 Todesopfer und 200 Vermisste sind zu beklagen.
Der Pegel des Neuenburgersees steigt immer noch. Gefahrenstufe 5. Mein Wohnwagen ist wahrscheinlich davon betroffen. Doch was ist das schon verglichen mit den Bildern, die ich in der deutschen Tagesschau sehe.

Foto: See bei Schwarenbach auf dem Gemmipass
und Text: Petra Dobrovolny

Mein Tagebuch: 16.07.2021

16. Juli, Freitag: Hochwasser und Ungerechtigkeiten

https://www.youtube.com/watch?v=Rc38leY5UZI

«Die Krone der Schöpfung» von Udo Jürgens an seinem letzten Konzert in Zürich im Jahre 2014 – zu finden auf Youtube – ist nach meiner Meinung der beste Kommentar zu der unglaublichen Naturkatastrophe, die in diesen Tagen in den Gebieten von der Mosel, der Ahr und dem Rhein passiert. Das Land meiner Kindheit versinkt. Ich bin fassungslos!

Im Berner Matte-Quartier halten alle den Atem an. Hier habe ich im Jahre 2005 das letzte Hochwasser erlebt: 20m vor meiner Praxis «Atelier d’Inspiration» stapelten sich die Sandsäcke. Es ging nochmal gut, doch es war unheimlich. Jetzt ist das Trinkwasser im Emmental nicht mehr brauchbar. Ich sehe die Bilder aus Belgien, Luxemburg, der Eifel, Ahrweiler und Bonn. Ein stark betroffener Ort in der Eifel heisst «Schuld». Ich telefoniere mit meiner Patentante in Mehlem bei Bonn. Ihre Wohnung im ersten Stock eines Hauses mit nicht sehr guter Bausubstanz befindet sich etwa 100m vom Rhein entfernt. Dreimal wird die Telefonleitung während unseres Gesprächs unterbrochen. Es ginge ihnen so weit gut, berichtet meine Patentante. Nur der Regen tropfe jetzt vom Dach in die Wohnung.  

Im Berner Seeland stehen die Gemüsefelder unter Wasser, die Kirschen nach dem Hagel nicht mehr essbar. Gerade noch rechtzeitig haben wir dank der Hilfe unseres Besuchs aus Mähren die schwarzen Johannisbeeren unserer vier Sträucher geerntet. Ich koche daraus Kompott mit viel Zimt, etwas Muskat, Nelken, grünem Anis, Kardamom, Ingwer und Rohrzucker. Es schmeckt gut zu Vanillecrème oder zu Wildgerichten. Letztere essen wir zwar nicht, doch dies ist nur als Tipp gemeint. Dieses Jahr war die Ernte reichlich und ergab 21 Gläser!

Georg hat Ueli aus der Nachbarschaft getroffen. Ueli spielt gemeinsam mit seinem Sohn in einer Band böhmische und mährische Blasmusik. Wie Georg in seiner Jugend. Nach einem Jahr Pause wegen «Corona» durften sie vor kurzem endlich wieder ein Konzert vor 150 Leuten in einem Altersheim geben. Ueli findet das ungerecht, wenn er sieht, wie die Fussball-EM mit über 60’000 in den Stadien abgelaufen ist. Das ginge doch nicht mit rechten Dingen zu. Die Politiker*innen seien bestimmt von der UEFA korrumpiert worden. Auch sei es ungerecht, dass bestimmte Mannschaften wie die englische überhaupt nicht und andere sehr viel und weit zu den Austragungsorten reisen mussten. So mussten zum Beispiel die Schweizer nach St. Petersburg und Baku reisen. Zum Glück hätten im Finale die Italiener über die Engländer, die während der EM nirgendwohin reisen mussten, gewonnen.

Bereits mehrmals wurde von den Schweizer Tageszeitungen beklagt, dass die Impfkampagne ins Stocken geraten sei. Darauf antwortet ein Ehepaar aus Steffisburg mit einem Leserbrief: «Üblich sind diese vier Fragen zur Impfung: Nötig? Wirksamkeit? Sicherheit? Und die vielleicht wichtigste Frage: Habe ich seriöse Informationen, um diese Fragen zu beantworten? Wer die Impfung als sicher betrachtet, obwohl keine Spätfolgenstudien vorliegen, den betrachten wir nicht als seriöse Quelle. Auf welche Antwort kommen wir, wenn wir uns die vier Fragen bezüglich der Impfung von Kindern stellen?»

Foto: Dala in Leukerbad
und Text: Petra Dobrovolny